Verbrenner, vollkommen egal welchen Alters kosten die Allgemeinheit ganz prinzipiell mehr als Bev. Die Lebenszeit eines Autos in Jahren zu bemessen ist nicht seriös und belegbar. Die Laufleistung ist ein besserer Indikator. Wenn man über den Sinn und Zweck der kfz Steuer diskutieren möchte muss man zwangsläufig Neuwagen mit Neuwagen vergleichen. So nett der Bonus der Steuer auch ist, kann ich mir kaum vorstellen das die paar Kröten den Ausschlag bei der Entscheidung zwischen Verbrenner und bev geben.
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Wie E-Auto Förderung sinnvoll gestalten?
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Knecht_Ruprecht
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Welche Kosten meinst du damit? Gesundheitliche Faktoren? Zukunftsgerichtet für die Folgegenerationen, etwa bzgl. Klimawandel? Oder doch Monetär?Verbrenner, vollkommen egal welchen Alters kosten die Allgemeinheit ganz prinzipiell mehr als Bev
Für mich persönlich kann ich sagen, dass die KFZ Steuer für meine Kaufentscheidung bisher vollkommen irrelevant war und noch ist. Das würde sich ändern, wenn die Höhe (für ungewünschte Antriebsarten wie Verbrenner) sich beispielsweise verzehnfachen würde.
Damit meine ich nicht den Kaufpreis der Autos aber genau was du gesagt hast. Neben den Kosten im Gesundheitssytem und die erwartbaren durch den Klimwandel ausgelösten Kosten werden fossile Kraftstoffe wie in fast jeden anderen Land sehr stark über Steuern subventionert. das sind z.B. Subventionen wie die Unterstützung von Energieunternehmen oder Steuernachlässe, um die Verbraucherpreise zu senken. Aktuell sind das hier in Deutschland ca. 130 Mrd. Dollar pro Jahr.
ja, erneuerbare Energien werden ebenfalls staatlich subventioniert. Die Kosten belaufen sich aber auf einen Bruchteil.
ja, erneuerbare Energien werden ebenfalls staatlich subventioniert. Die Kosten belaufen sich aber auf einen Bruchteil.
Was über kurz oder lang sich auch auf die gebrauchten BEV auswirken wird, ist der ab 2027 für alle Hersteller/Anbieter von BEV, PHEV oder Zellen verpflichtende Batteriepass, der viele interessante Daten beinhalten wird.
Der Batteriepass beinhaltet auch den "Sozialen Faktor", also wo kommen die Rohstoffe her, wer betreibt die Mine. Gibt es da Kinderarbeit? Der Pass beinhaltet 107 Datenpunkte, die via QR-Code abgefragt werden können.
Und daran kann man auch Förderung koppeln, je "sauberer" ein Akkupack ist, um so höher seine Förderung. Um dadurch höhere Fahrzeugpreise zu kompensieren. Jemand, der ein günstiges BEV bevorzugt, das weniger "sauber" ist, erhält eine entsprechend angepasste Förderung.
Der Batteriepass beinhaltet auch den "Sozialen Faktor", also wo kommen die Rohstoffe her, wer betreibt die Mine. Gibt es da Kinderarbeit? Der Pass beinhaltet 107 Datenpunkte, die via QR-Code abgefragt werden können.
Und daran kann man auch Förderung koppeln, je "sauberer" ein Akkupack ist, um so höher seine Förderung. Um dadurch höhere Fahrzeugpreise zu kompensieren. Jemand, der ein günstiges BEV bevorzugt, das weniger "sauber" ist, erhält eine entsprechend angepasste Förderung.
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Da halte ich es wie @Nazrael - Unter 0 geht nicht.DerOlf schrieb:Ich bin eher für noch höhere Energiepreise. Weil ich nämlich etwas seit den 1980ern schmerzlich vermisse ... und das ist der WILLE zum Energiesparen.
Während ich kaum noch Auto fahre (zur Arbeit muss man ja leider), 18°C in der Bude habe, 5 Minuten dusche, sehe ich dann den Eigenheimbesitzer mit PV-Dach, wie er seinen Stromer lädt um damit zum Flughafen zu fahren um in Urlaub zu fliegen. Gerne auch Kreuzfahrt. Irgendwie muss man seinen CO2-Fußabdruck ja auf Level halten.
War jetzt polemisch, aber du verstehst den Kern der Sache? Mit der Schiene "Es muss nur teuer genug, dann wird das schon" gängelt man nur die schwächsten. Die holt man damit nicht zu irgendeiner Wende ab. Im Gegenteil. Man schafft sozialen Sprengstoff.
Aber ich kenne es leider zu Genüge - Ich habe wenig und bekomme dann Tipps zum Geld sparen, von Leuten, die nicht aufs Geld achten müssen. Ich meine damit nicht dich. Sondern tatsächlich mein Umfeld.
DerOlf
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Ich mache mir dabei vor allem Sorgen darüber, dass eine solche Förderung dann vor allem Wohlhabenderen zu Gute kommen würde.knoxxi schrieb:Und daran kann man auch Förderung koppeln, je "sauberer" ein Akkupack ist, um so höher seine Förderung. Um dadurch höhere Fahrzeugpreise zu kompensieren. Jemand, der ein günstiges BEV bevorzugt, das weniger "sauber" ist, erhält eine entsprechend angepasste Förderung.
Wie schon oft angeklungen, ist ein bedeutender Teil der arbeitenden Bevölkerung auf günstige Mobilität angewiesen ... und ich glaube nicht, dass das in so einem Förderprogramm wirklich kompensiert würde.
Also würden davon wieder die besonders profitieren, die sich den Umstieg auch ganz ohne Förderung leisten könnten ... momentan aber noch auf Förderpakete warten, weil's mit Förderung ja einfach billiger ist.
Der Rest setzt weiter auf in der Anschaffung günstigere Verbrenner ... und zahlt im Betrieb dann drauf.
Nicht aus Gründen des Klimaschutzes, sondern weil er sich diese Dauerbelastung besser leisten kann, als die Einfachbelastung beim BEV-Kauf (mit oder ohne Förderung).
Und genau das wird zum Argument gegen höhere Belastungen durch die CO2-Abgabe werden ... denn Mobilität muss schließlich für alle erschwinglich bleiben.
Das große Jammern kommt dann 2035 ... gesetzt den Fall, dass es da wirklich einen Zulassungsstopp für Verbrenner gibt und man das nicht bis ins Jahr 2350 verschiebt.
Du meinst die Zulassung von Neufahrzeugen, nicht ein genereller Zulassungsstopp.DerOlf schrieb:wirklich einen Zulassungsstopp für Verbrenner
Die Option besteht natürlich, aber ich denke gerade die Wohlhabende-"Schicht" orientiert sich nicht unbedingt an Förderungshöhe von Fahrzeug X oder Y., Sondern es wird vielmehr das genommen, was einem gefällt.DerOlf schrieb:Ich mache mir dabei vor allem Sorgen darüber, dass eine solche Förderung dann vor allem Wohlhabenderen zu Gute kommen würde.
Und sind generell in Preissphären unterwegs, die für ärmere eh völlig verschlossen ist.
DerOlf schrieb:Wie schon oft angeklungen, ist ein bedeutender Teil der arbeitenden Bevölkerung auf günstige Mobilität angewiesen ... und ich glaube nicht, dass das in so einem Förderprogramm wirklich kompensiert würde.
Ich auch nicht, weil das größte Problem eine massentaugliche Ladeinfrastruktur sein wird.
Die billigen E-Autos sehe ich noch als das geringste Problem, die wird China schon liefern.
Aber die Infrastruktur ? Das wird bei der deutschen Bürokratie sowieso nix. Selbst jetzt werden ja schon Schwindel-Schnellader installiert, die bei Belegung beider Anschlüsse die Leistung halbieren. Und dabei ist der Bedarf bis jetzt nur ein winziger Vorgeschmack, weil die meisten der ohnehin wenigen Early Adopter Zugriff auf eine Wallbox zu Hause oder eine Lademöglichkeit bei der Arbeit haben dürften.
DerOlf
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Natürlich verstehe ich den Kern der Sache.Exit666 schrieb:War jetzt polemisch, aber du verstehst den Kern der Sache?
Nachdem nun zwei mir "durch die Blume" gesagt haben, dass ich doch von oben herab argumentieren würde, mal einige Details zu meiner Person.
Ich habe keinen Führerschein, weil ich nie einen brauchte (mein Leben funktioniert mit Öffies, Fahrrad und zu Fuß).
Ich bin also nicht in der Weise mobil, wie die meisten in unserer Gesellschaft.
Ich war seit Jahren (wenn nicht Jahrzehnten) nicht mehr im Urlaub ... kann ... bzw. will ich mir einfach nicht leisten.
18°c ist seit Jahrzehnten meine "Wohlfühltemperatur" ... wärmer brauche ich es nicht, denn ich muss nicht im Januar im T-Shirt durch meine Wohnung tollen können.
Ich dusche sehr selten länger als 5 Minuten.
Auf meinem geerbten Eigenheim (Bj. 1923, letzte Modernisierungen schon 30 Jahre her) gibt es keine PV, weil ich mir das trotz Förderung mit meinem Einkommen nicht leisten kann.
Obwohl ich zwei Studiengänge erfolgreich abgeschlossen habe, jobbe ich an einer Tankstelle ... und verdiene damit gerade so viel, dass ich das Haus vielleicht werde halten können.
Jede Modernisierung muss ich mir allerdings vom Mund absparen.
Das letzte mal Essen war ich, als meine beiden Eltern noch lebten ... das muss so 2004 gewesen sein.
Ich heize mit Gas (den Umbau auf WP kann ich mir ebenfalls nicht leisten), Kochen und Warmwasser gibts ebenfalls mit Gas. Also ist meine Heizung seit 2 Wochen aus, und das "Warmwasser" steht auf 45°c (60°c wäre Standardeinstellung bei der Heizung).
Gestern früh hatte es frostige 14,3° in meinem Wohnzimmer ... bei anderen wäre gleich wieder die Heizung angesprungen ... ich ziehe mir dann halt nen Pulli über.
Wann immer es geht, fahre ich mit dem Fahrrad (rein mechanisch) oder gehe zu Fuß. Bus und Bahn sind für längere Fahrten (>15km ein Weg). Das hatte natürlich zur Folge, dass ich mich bei Unternehmen oder Wohnungen ohne brauchbare ÖPNV-Anbindung erst garnicht bewerbe. Dafür bleiben meine Mobilitätskosten inkl. ÖPNV-Ticket, Abnutzung und Wartung bei deutlich weniger als €100,- im Monat.
Und ja! Die Entscheidung gegen ein Auto hat mich bei der Arbeits- und Wohnungssuche stark behindert, denn ohne Auto ist der Einzugsbereich doch etwas arg begrenzt. Ich verzichte also nicht nur auf ein Auto, sondern auch auf einen gut bezahlten Job in meinem Ausbildungsberuf.
Die wichtigsten Gründe für diese Entscheidung waren immer auch im Umweltschutz beheimatet. Ich entwickele gerade eine echte Abneigung gegen meinen Job, denn eigentlich will ich nicht in der Infrastruktur um diesen Individualmobilitätswahnsinn arbeiten. Aber alles, was ich momentan tun kann, ist, weiterhin Suchtmittel und Umweltgifte zu verticken.
Mehr noch. Wie so viele im Einzelhandel entwickle ich durch den Umgang mit Kunden eine wachsende Abneigung gegen Menschen ... vor allem gegen Menschen in Autos.
Nazrael
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Das wird nie passieren, denn wir haben einen chronisch defizitären Staat auf allen Ebenen der nur durch Neuverschuldung überhaupt noch handlungsfähig ist, dieser würde dann aktuell auf 18,5 Milliarden jährlich verzichten, was politisch nicht durchführbar wäre, denn dann müsste man irgendwo ja dieses Geld einsparen und das ist bekanntlich kein Stimmenbringer._killy_ schrieb:Beispielsweise sollte der CO2 Beitrag "Haushaltsneutral" eingeführt werden. Sprich, die Einnahmen werden dann pauschal auf alle Bürger wieder ausgezahlt.
Somit erhalten dann Haushalte, die wenig CO2 verursachen deutlich mehr Geld zurück, als sie mal gezahlt haben. Haushalte mit hohen CO2 Verbrauch, erhalten weniger.
DerOlf
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So einen haben wir an der Tankstelle stehen.JMP $FCE2 schrieb:Schwindel-Schnellader installiert, die bei Belegung beider Anschlüsse die Leistung halbieren.
Allerdings wird nicht die Leistung halbiert, wenn da an eine Lane Schnellgeladen wird. Um die Schnellladung zu machen, muss einfach die gesamte verfügbare Leistung auf eine Lane gehen.
Die Säulen halbieren also nicht die Schnellladekapazitäten, sondern die Schnellladung blockiert eine Ladebuchse. Die halbierte Leistung ist eigentlich die Regel und die Schnellladung ist die Ausnahme, für die diese Leistung gebündelt wird.
Warum das so ist, müsste man wohl die Betreiber fragen. Wahrscheinlich ist das so einfach profitabler.
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Das war nicht so gemeint, dass du von oben herab argumentierst. Daher habe ich am Schluss zu der Sache auch geschrieben, dass ich da nicht dich meine.DerOlf schrieb:Nachdem nun zwei mir "durch die Blume" gesagt haben, dass ich doch von oben herab argumentieren würde, mal einige Details zu meiner Person.
...
Mehr noch. Wie so viele im Einzelhandel entwickle ich durch den Umgang mit Kunden eine wachsende Abneigung gegen Menschen ... vor allem gegen Menschen in Autos.
Was Menschen in Autos angeht - ja, da stimme ich teilweise zu.
Das wäre aber zu OT.
Öhm, das ist quasi immer so. Deswegen macht es kein Sinn, wenn noch Säulen frei sind, sich nicht einen Anschluss zu teilen.JMP $FCE2 schrieb:Selbst jetzt werden ja schon Schwindel-Schnellader installiert, die bei Belegung beider Anschlüsse die Leistung halbieren.
DerOlf
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@Exit666
Ich habe da einfach einen Erklärungsdrang, weil ich mich von so etwas irgendwie immer angegriffen fühle.
Ich gebe mir sehr viel Mühe, nicht unsinnig Energie zu verbraten ... und das mache ich schon sehr lange (spätestens, seit ich meine Stromrechnung selbst bezahle).
Kannst du erahnen, wie sich das anfühlt, wenn die ganze Welt rundherum nach dem Motto "hau mal raus" lebt und man ansehen muss, wie sparsame Technik nur angeschafft wird, weil man die aufgrund ihrer Sparsamkeit einfach durchlaufen lassen kann, ohne dass es gleich teuer wird?
Nimm das bitte nicht persönlich. Deinen Beitrag habe ich zitiert, weil es der letzte davor gewesen ist. Das war nur der Aufhänger.
Ich gebe zu, ein eigenes Haus zu haben, fühlt sich nach Wohlstand an ... allerdings ist bei mir dadurch nur die Sorge um die Finanzierung des morgigen Frühstücks auf die Finanzierung notwendiger Reparaturen und Sanierungsarbeiten umgeschwenkt.
Das morgige Frühstück ist safe ... weil ich keinen Vermieter mehr mit durchfüttern muss.
Ich habe da einfach einen Erklärungsdrang, weil ich mich von so etwas irgendwie immer angegriffen fühle.
Ich gebe mir sehr viel Mühe, nicht unsinnig Energie zu verbraten ... und das mache ich schon sehr lange (spätestens, seit ich meine Stromrechnung selbst bezahle).
Kannst du erahnen, wie sich das anfühlt, wenn die ganze Welt rundherum nach dem Motto "hau mal raus" lebt und man ansehen muss, wie sparsame Technik nur angeschafft wird, weil man die aufgrund ihrer Sparsamkeit einfach durchlaufen lassen kann, ohne dass es gleich teuer wird?
Nimm das bitte nicht persönlich. Deinen Beitrag habe ich zitiert, weil es der letzte davor gewesen ist. Das war nur der Aufhänger.
Ich gebe zu, ein eigenes Haus zu haben, fühlt sich nach Wohlstand an ... allerdings ist bei mir dadurch nur die Sorge um die Finanzierung des morgigen Frühstücks auf die Finanzierung notwendiger Reparaturen und Sanierungsarbeiten umgeschwenkt.
Das morgige Frühstück ist safe ... weil ich keinen Vermieter mehr mit durchfüttern muss.
Ist jetzt zwar völlig offtoptic, aber ich hoffe mein Beitrag ist trotzdem okayish weil wichtig.DerOlf schrieb:Also ist meine Heizung seit 2 Wochen aus, und das "Warmwasser" steht auf 45°c (60°c wäre Standardeinstellung bei der Heizung).
Dreh die Wassertemperatur hoch, bei derart niedrigen Temperaturen sterben Legionellen nicht ab.
knoxxi schrieb:Deswegen macht es kein Sinn, wenn noch Säulen frei sind, sich nicht einen Anschluss zu teilen.
Das funktioniert aber nicht mehr, wenn Millionen Pendler ohne Wallbox alle um 15-18 Uhr auf dem Rückweg von der Arbeit schnell laden wollen. "Halbschnell-Lader" mit Blockiergebühr sind dann völlig nutzlos.
Die Dinger müssen den gleichen Durchsatz schaffen, wie Zapfsäulen. Das Stromnetz muss die irrwitzigen Spitzenlasten durch die vielen gleichzeitigen Schnelladungen auch verkraften.
Ganz zu schweigen von der stationären Speicherkapazität, die installiert werden muss, um Dunkelflauten zu überbrücken. Mehrere Monate im Jahr ist die Sonne zu üblichen Feierabendzeiten schon weg.
Nazrael
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Die Kritik bezog sich nicht auf deine persönliche Situation sondern auf die Konsequenzen die dein Vorschlag nunmal mit sich bringt. Es ist nicht zu bestreiten das gerade Personen die im unteren Drittel der Einkommenshierarchie sind, schlicht keine Auswegmöglichkeiten haben, wenn der Strompreis noch weiter steigen würde. Wenn du öffentlich wahrnimmst wie ein Richkid mit dem Hummer H2 durch die Straßen zimmert (bewusste Übertreibung), hat das rein gar nichts mit der Realität einer Person mit 2500€ Brutto zu tun.DerOlf schrieb:@Exit666
Ich habe da einfach einen Erklärungsdrang, weil ich mich von so etwas irgendwie immer angegriffen fühle.
Ich gebe mir sehr viel Mühe, nicht unsinnig Energie zu verbraten ... und das mache ich schon sehr lange (spätestens, seit ich meine Stromrechnung selbst bezahle).
Kannst du erahnen, wie sich das anfühlt, wenn die ganze Welt rundherum nach dem Motto "hau mal raus" lebt und man ansehen muss, wie sparsame Technik nur angeschafft wird, weil man die aufgrund ihrer Sparsamkeit einfach durchlaufen lassen kann, ohne dass es gleich teuer wird?
Du kannst ja mal fragen warum denn eine Arzthelferin sich keinen teuren Kühlschrank mit maximalster Energieeffizient holt und warum sie Bauchschmerzen vor der Mieterhöhung bekommt, wenn der Vermieter eine Wärmepumpe einbaut - ich rate allerdings den berühmten Fuß im Steigbügel zu halten.
Wer die E-Moblität in die Breite bringen will, sollte deutlich geringe Energiepreise fordern und nicht das Gegenteil und schon gar nicht damit anfangen seine persönliche Situation auf andere Menschen zu übetragen, Stichwort ÖPNV und dergleichen.
Und ja, wie schon jemand schrieb, stell zu deiner Gesundheit die Wassertemperatur höher, das Legionellenrisiko ist nicht das einzige Problem, die Keimbelastung nimmt drastisch zu und kann dich mal in einem ungünstigen Moment böse erwischen. Hier sparst du wirklich am falschen Ende.
DerOlf
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Deshalb wird mein Wasserspeicher auch einmal die Woche auf >70°c aufgeheizt (das macht sie automatisch).sedot schrieb:bei derart niedrigen Temperaturen sterben Legionellen nicht ab.
Laut Installateur reicht das aus - nicht nur für Legionellen.
Trotzdem danke für den Tipp.
Mit dieser Realität habe ich ganz allgemein recht wenig zu tun. Eigentlich niemand in meinem Umfeld kommt durch ehrliche Arbeit auf so einen Betrag (jedenfalls nicht alleine).Nazrael schrieb:hat das rein gar nichts mit der Realität einer Person mit 2500€ Brutto zu tun
Ich liege bei ca. 1.500 Brutto ... und ich finde trotzdem (oder genau deswegen) immer wieder Möglichkeiten, irgendwo zu sparen ... meist sogar OHNE vorher zu investieren.
Dass das andere (auch mit deutlich mehr Einkommen) nicht schaffen, ist mir klar ... ich verstehe nur nicht so ganz, woran das liegt. Vielleicht fehlt dann doch irgendwie die Notwendigkeit, oder es geht aufgrund der Lebenssituation eben wirklich nicht. Die Gründe werden individuell sein ... genau wie die Gründe und Wege zum sparen. "Wer will, sucht Wege ... wer nicht will, sucht Gründe" wäre auch eine mögliche Erklärung.
Ob jemand sparen kann, oder nicht, hat mehr mit seinen eigenen Erwartungen ans Leben zu tun, als mit seinem Einkommen.
Das ist jedenfalls meine Erfahrung.
Natürlich habe ich die Füße immer in den Steigbügeln und natürlich ist mir klar, dass ich mich mit einer Forderung nach "noch teurer" nur unbeliebt machen kann. Ich denke nur: "solange noch so viel getankt und gefahren wird, ist der Sprit eindeutig zu billig". Aber das ist nur meine Meinung ... ich fahre nicht Auto und sehe das daher wohl etwas anders, als die meisten.
In Zeiten, wo kein Geld da ist (also immer), sollte man eher überholte Förderungen einstampfen, als zusätzlich welche zu schaffen. Letzteres kann man angehen, wenn man all die umweltschädlichen Subventionen gestrichen hat, die es aktuell noch gibt.
Meiner Meinung nach muss der Subventionsabbau rücksichtslos geschehen, weil er sonst kurz- bis mittelfristig garnicht geschehen wird.
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Martyn
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Lost_Byte schrieb:3) Social Leasing
Analog zu Frankreich wird diskutiert für finanziell schwache Personen günstige Leasingangebote zu subventionieren. In Frankreich wurde dies eingeführt und dort können bezuschusste Autos ab 54€ geleast werden.
Meine Meinung: Sinnvolles Instrument, das es den von den zukünftig steigenden Spritpreisen besonders betroffenen Geringverdienern ermöglicht weiterhin mobil zu sein.
5) Mehrwertsteuerabsenkung
Um Elektroautos attraktiver zu machen, könnte die Mehrwertsteuer auf E Autos abgesenkt werden.
Meine Meinung: Dies würde vor allem den Kauf durch Privatpersonen fördern, da diese keinen Vorsteuerabzug haben und gleichzeitig den Preiswettbewerb zwischen den Herstellern aufrechterhalten.
Diese beiden Instrumente würde ich am sinnvollsten finden und attraktivsten finden.
Beim Social Leasing würde ich an eine Einkommensgrenze analog zur Wohnungsbauprämie von 35.000€ für Alleinstehende und 70.000€ für Paare denken. Für 54€ könnte mir zwar nicht vorstellen ein vernünftiges wirklich Alltags- und Autobahntaugliches E-Auto geleast zu bekommen selbst wenn einen Teil der Staat zahlt. Aber bis 350€ könnte würde ich schon akzeptabel finden, und für so 270-350€ sollte sich dann schon was finden lassen wenn der Staat dann noch was zugibt.
Mehrwertsteuersenkung auf 7% statt 19% würde ich auch ganz gut finden, aber nur für normale Autos bis 60.000€ Nettolistenpreis. Das würde dann bei exakt 60.000€ Nettolistenpreis den Bruttolistenpreis von 71.400€ auf 64.200€ reduzieren. Noch teurere Fahrzeuge sehe ich eher als Luxus der nicht gefördert werden muss.
35000€ für Alleinstehende, das sind dann 2000€ netto pro Monat.
Dann gehen da mal easy 800 für die Wohnung weg, 200 für die Versicherung im mindesten, 400€ für Einkaufen und Klamotten. Ob da dann ein leasing für 270€+ wirklich eine option ist, ich weiß es ja nicht. Da gibt es aktuell schon weit günstigere Angebote für einfache Benziner.
Dann gehen da mal easy 800 für die Wohnung weg, 200 für die Versicherung im mindesten, 400€ für Einkaufen und Klamotten. Ob da dann ein leasing für 270€+ wirklich eine option ist, ich weiß es ja nicht. Da gibt es aktuell schon weit günstigere Angebote für einfache Benziner.
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