Wie E-Auto Förderung sinnvoll gestalten?

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BOBderBAGGER schrieb:
Also wenn der Staat Geld ausgibt dann ist es in der Ladeinfrastruktur wohl besser aufgehoben.

Würde aber die Leute benachteiligen, die hauptsächlich zu Hause oder in der Arbeit laden.
 
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Also diejenigen die eh schon günstig laden werden benachteiligt wenn die unterwegs auch besser laden könnten. Ist dann so.
 
Dragonball schrieb:
Würde aber die Leute benachteiligen, die hauptsächlich zu Hause oder in der Arbeit laden.

Die haben keine Nachteile durch die E-Mobilität, die kompensiert werden müssten.

Und spätestens bei längeren Fahrten sind sie auch auf die öffentliche Ladeinfrastruktur angewiesen.

Nebenbei: mein Vorschlag ist überhaupt keine Förderung, sondern nur eine Versicherung, dass der Staat seinen Teil der Vereinbarung einhält.

Kein Staatsversagen -> keine Schadensersatzforderung.
 
JMP $FCE2 schrieb:
2. staatliche Rückkaufgarantie für einen verlustfreien Wechsel zu einem gleichwertigen gebrauchten Verbrenner für den Fall, dass eine zumutbare Lademöglichkeit wegfällt.

Soviel Planwirtschaft gabs ja nicht mal in der DDR! 😅
 
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Planwirtschaft ist das Verbrennerverbot, und der Staat hat seinen Teil des Plansolls einzuhalten.
 
Verbot gilt ja frühestens ab 2035
Bis dahin gibts dann schon genug Lademöglichkeiten.

Aber ja. Auch das Verbot ist Planwirtschaft und sollte dringenst abgeschafft werden.

Das wäre nämlich ein Punkt, über den man grundsätzlich reden sollte:
Was bringt ein Verbrennerverbot tatsächlich?

Wird dann nicht das ganze Öl einfach woanders auf der Welt verbrannt.
Zum großen Teil dann auch noch viel umweltschädlicher, als wir es tun würden?
 
Es gibt aber auch Länder, die nicht in der EU sind, die ebenfalls Elektromobilität sehr stark fördern.

In London wurde kürzlich der 2.000 Elektrobus in Dienst gestellt.
 
Dragonball schrieb:
Aber ja. Auch das Verbot ist Planwirtschaft und sollte dringenst abgeschafft werden.
Kriegt der Markt den solche Transformationsprozesse auf die Kette?
Und die Möglichkeit seinen CO2-Müll für lau unsachgemäß entsorgen zu können ist nichts weiter als eine fette Marktverzerrung.
 
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Moritz Velten schrieb:
aber die Leute wollen ja mobil sein und ein Auto bedeutet für die meisten Leute nun mal Freiheit
Dann sollte man vielleicht daran als erstes Arbeiten, denn Freiheit hat nicht mit materiellen Werten zu tun und diese Behauptung ist nur etwas, was uns über Jahre hinweg eingebläut wurde, damit wir Geld für Autos ausgeben.

Es darf natürlich gerne jeder empfinden was er möchte. Nur erkläre mir doch einfach mal, wieso wir mit unseren Steuergeldern, den anderen sein Luxusspielzeug finanzieren sollten, denn was anderes sind Autos nun mal nicht.

Ganz abgesehen davon, ein "Auto" war vielleicht ein Käfer oder ein Polo, die heutigen zwei Tonnen Schiffe sind reine Luxusgüter. Sowas ist ein Auto und sowas könnten sich die meisten problemlos leisten.
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https://www.auto-motor-und-sport.de...ll-elektro-kleinwagen-natrium-ionen-batterie/

Aber genau das ist das Problem, es geht den meisten nicht um ein Auto oder "Freiheit" sondern um überteuerte Luxusschiffe mit denen sie ihren Hintern überall hin bewegen können. Luxus kann jeder von seinem eigenen Geld finanzieren und nicht von dem Geld was wir dringender für Kitas, Bildung, Pflege und andere Dinge benötigen.
Ergänzung ()

Moritz Velten schrieb:
Es gibt aber auch Länder, die nicht in der EU sind, die ebenfalls Elektromobilität sehr stark fördern.
In UK gibt es tatsächlich sinnvolle Regelungen,
New electric and zero emission vehicles registered on or after 1 April 2025 with the list price exceeding £40,000 attract the standard rate, plus the expensive car supplement for the first 5 years from the start of the second licence.
und Förderung.
Wie du sehen kannst, schüttet man da nicht einfach Steuergeld für Leute aus die sowieso genug Geld haben, damit sie steuerfrei mit einem zwei Tonnen SUV ihnen Hintern durch die Gegend kutschieren können, sondern fördert gezielt Kleinfahrzeuge und Bereiche die von Autos abhängig sind. Zudem dürfen Leute mit ihren Dickschiffen eine Strafsteuer bezahlen und somit diese Förderung zumindest zum Teil finanzieren.

In Deutschland gab es hingegen nie eine gesteuerte Förderung, man hat nur mit dem Steuergeld um sich rumgeschmissen, Geld Leuten gegeben die keins brauchten, Autos gefördert die nicht gefördert werden sollten und selbst für Busse knapp 500.000€ pro Stück aus unseren Steuermitteln gedeckelt.
 
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Man will ja nicht das Auto ansich fördern, sondern den Umstieg auf das E-Auto schmackhaft machen.

Wenn du ein günstiges E-Auto suchst, nimm einen Renault Zoe.
Die gibts schon für 3.500 € gebraucht zu kaufen.
 
Dragonball schrieb:
Man will ja nicht das Auto ansich fördern, sondern den Umstieg auf das E-Auto schmackhaft machen.
Umlagemodell:
Jedes Jahr 3% zusätzlich auf den Preis von neuen Verbrennern draufschlagen und gleichzeitig E-Autos zusätzlich 3% pro Jahr rabattieren.
-> Auto wird nicht gefördert aber Anreize zum Elektroauto

Oder endlich die CO2-Preise vernünftig einsetzen mit Klimageld - wäre marktwirtschaftlicher und weniger planwirtschaftlich als Elektroautos zu fördern.
Würden die CO2-Preise durch das Klimageld kostenneutral erhoben werden, würde sich auch kaum jemand beklagen (fossile Lobby wird natürlich über die BILD-Zeitung heulen was das Zeug hält), wenn der CO2 Preis steigen würde, weil die, die jeden Cent umdrehen müssen eher mit einem Plus rasugehen.
 
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KitKat::new() schrieb:
Der Zug ist abgefahren.
Und die finden sicher auch noch einen Weg die Leute die Geld in sowas wie PV investiert haben zur Kasse zu bitten. Geht ja nicht das man mit eigenem verhalten Steuereinnahmen reduziert.
 
Dragonball schrieb:
Verbot gilt ja frühestens ab 2035
Bis dahin gibts dann schon genug Lademöglichkeiten.

Solche leeren Versprechungen glaubt nur niemand mehr. Dazu hat der Staat in Sachen Infrastruktur schon zu oft versagt, siehe Bahn, Brücken, Glasfaser, BER etc.

Es ist marktwirtschaftlicher Standard, die Erfüllung von Verträgen durch Vertragsstrafen abzusichern, und wenn der Staat beim Ladenetzausbau schlampt, werden die (sowieso schon niedrigen) Gebrauchtpreise von E-Autos ins Bodenlose fallen.

Ersatz für den Schaden beim Wiederverkauf ist deshalb absolut angemessen, zumal der Staat ihn einfach vermeiden kann, indem er das Versagen unterlässt.
 
Schau dir den Maskendeal von Spahn an, die Pleite von Northvolt oder den Dobrindt mit der Maut.
Da wurden Milliarden leichtfertig verschleudert.
Tortzdem wird nie jemand dafür zur Rechenschaft gezogen werden, weil sich eine Krähe der anderen kein Auge aushackt.

Es wird also niemals eine Haftung für den Wegfall von Lademöglichkeiten geben.
 
Dann wird es keine Verkehrswende geben.

Ohne Ladelösung für den Billiglohnpendler wird die Masse die Dinger nicht kaufen, und das Verbrennerverbot fällt aus.
 
KitKat::new() schrieb:
Oder endlich die CO2-Preise vernünftig einsetzen mit Klimageld - wäre marktwirtschaftlicher und weniger planwirtschaftlich als Elektroautos zu fördern.
Und wer hat es verkackt?

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Ergänzung ()

JMP $FCE2 schrieb:
Solche leeren Versprechungen glaubt nur niemand mehr. Dazu hat der Staat in Sachen Infrastruktur schon zu oft versagt, siehe Bahn, Brücken, Glasfaser, BER etc.
Warum soll der Staat Ladesäulen bauen und betreiben?
 
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Moritz Velten schrieb:
Ich bin gespannt, ob ohne Förderung die Kaufpreise sinken werden.
Seit dem Förderstopp Ende 2023 tun sie das bereits. Aktuell sind Rabatte bis zu 20% keine Seltenheit und es wird erwartet das die Preise weiter sinken werden. Zeitgleich steigen die Preise für neue und gebrauchte Verbrennerfahrzeuge eher an.
Die Förderung hatte letztendlich für den privaten Käufer eigentlich gar keinen Vorteil, das war genau wie die Abwrackprämie damals eigentlich nur ein Geldgeschenk für die Wirtschaft.
Dragonball schrieb:
Würde aber die Leute benachteiligen, die hauptsächlich zu Hause oder in der Arbeit laden.
Naja, die wurden und werden ja schon durch Förderung z.B. bei der Wallbox oder der PV-Anlage bevorteilt. Wer zuhause oder beim AG lädt muss nicht mehr gefördert werden, da liegen die Vorteile eh auf der Hand.
 
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