Wie E-Auto Förderung sinnvoll gestalten?

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HtOW schrieb:
Überhaupt nicht! Vergleich einfach mal die Projekte, Greenfield vs Brownfield Planung. Zumal man bei Großspeichern die technische Relevanz zwingend argumentieren kann. Ob man jetzt nen lokales Konzept mit 100-500kW umsetzt interessiert keinen. Baue ich nen GWh Speicher ist das systemrelevant.
Was hat das mit Ladesäulen zu tun?
HtOW schrieb:
Kann man also gar nicht vergleichen aber die lokalen Zellen sind in der potentiellen Summe deutlich interessanter, keiner will ne am ende ne Zelle mit 50.000km Leitungslänge.
Und was hat das mit Ladesäulen zu tun?
 
Alles? Ohne direkte Möglichkeit zu Reglungssystemen in ausreichender Speichergröße kann ich keine ökonomisch relevante Infrastruktur aufbauen.
Ladesäulen müssen sich rentieren, sonst baut die keiner.

Hohe Systemkisten = keine Ladesäulen. Setze ich die Ladesäulen als Netzdienliche Infrastruktur ein reduziert diese die Systemkisten -> Strom kann sehr günstig an Endkunden verkauft werden -> viele E Autos.

Bc also B2B und B2C -> ermöglicht eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Infrastruktur mit hoher Marge in die sehr gut investiert werden kann.

Analog beim zweiten Punkt aber ich glaub hier von 0 zu starten ist sinnlos.

Relevant ist nur, dass die Kosten für Endkunden gering sein müssen.

Edit: im Bezug auf Greenfield Planung: liegt meist weit weg von Ladesäulen -> hohe Kisten neuer Trafo, lange Leitungen, geringe horizontale Integration, bei Speichersystemen in der direkten Umgebung lässt sich das deutlich besser gestalten.
Das wird derzeit aber nicht gefördert was ich oben kurz angerissen hab. Daher Konflikt der gelöst werden sollte,
 
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HtOW schrieb:
aber wer hat tagsüber denn Zeit das Auto zu laden wenn man arbeitet.
Technisch gesehen gibt es längst eine Verpflichtung der Arbeitgeber/Baufirmen, bei jeglichen Neu- und Umbauten eine Ladeinfrastruktur aufzubauen. Leider verpflichtet es die Arbeitgeber aber nicht, diese Ladesäulen auch den Mitarbeitern für ihre Privatfahrzeuge zur Verfügung zu stellen.
1751452262657.png

https://www.elektromobilitaet.nrw/infos/geig/
 
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HtOW schrieb:
Alles? Ohne direkte Möglichkeit zu Reglungssystemen in ausreichender Speichergröße kann ich keine ökonomisch relevante Infrastruktur aufbauen.
Ladesäulen müssen sich rentieren, sonst baut die keiner.

[ .... ]
Versteht das jemand von den anderen Lesern hier?
 
Vlt ein wenig Abstraker: das Landen von E Autos ist eine perfekte Möglichkeit zur Stabilisierung des Stromnetzes regional als auch im gesamten Verbundnetz.

Hab ich ein Überangebot kann ich innerhalb von Sekunden den Bedarf im
GW Bedarf regeln, in dem ich die Ladeleistung steigere oder reduziere. 4000 Supercharger sind bereite 1GW an Leistung. (250kw jeder).

Bin ich nun Betreiber der Ladestationen kann ich ein Teil der Leistung die ich bereit stelle als Primäreleistung beantragen. Sprich wenn es kurzzeitig ne Unterdeckung gibt die Ladeleistung bspw um 30% reduzieren.

Das ist in einem so instabilen Stromnetz wie derzeit elementar wichtig bzw eine sehr gute und sichere Lösung dies zu stabilisieren. Diese Netzdienliche Nutzung kann sich der Betreiber von den Netzbetreibern oder dem Staat subventionieren lassen. Ergo die Ladekosten für Endkunden durch die zusätzliche Einnahme senken.

Theoretisch könnte man auch den Akku des Autos verwenden um das Netz zu stabilisieren, wenn ich das Auto nonstop angesteckt lasse.

Habe ich jetzt aber von Stromspeichern lange Leitungen (Speicher stehen außerhalb, Greanfieldbsu) brauche ich enorm starke Leitungen in die Innenstädte was den Bau dieser Infrastruktur sehr verzögert und verteuert. Wie bspw Südlink, muss wegen Protesten unterirdisch verlegt werden.

Habe ich die Speicher in der Stadt kann ich die bestehenden Leitungen besser nutzen da ich die Limits dynamisch besser steuern kann. „Leitung A wird zu heiß verstärkt Leitung B verwenden“ bei einer Zuleitung geht das nicht.

Es spielen natürlich mehr Faktoren ne Rolle aber das sollte meine Aussage visualisieren.

Wieder zum Thema zu kommen: Ladesäulen müssen preisgünstig sein, dann setzt sich die E Mobilität selbstständig durch. Förder ich Systemdienliche Maßnahmen wie intelligente Ladesäulen liefere ich einen enormen Beitrag. Wenn der Staat die E Mobilität fördern will muss er genau die intelligenten Systeme fördern und nichts anderen. Keine Kaufprämie, keine Steuervergünstigungen sondern einfach die intelligente Infrastruktur mit ner Verpflichtungen zur Anteiligen Weitergabe an Endkundenpreise.
 
@foofoobar
Ich tippe Mal so: Er meint, dass das Problem aufgrund des Mangels gigantischer Speicher (in Form von Akkus oder Hydrospeicher) nicht gelöst werden kann.

@HtOW
Na dann sollten die Auto Akkus gleich für bidirektionales Laden verwendet werden. Könnte man im Eigenheim am leichtesten realisieren, das wäre zumindest ein Anfang.
 
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Ich persönlich glaube nicht an einen Durchbruch der Wechselakkus im Bereich der privaten E-Fahrzeuge. Und auch nicht beim Großteil der gewerblich genutzten E-Fahrzeugflotten. Die meisten der neuen Modelle und auch der Modellankündigungen haben eben keine Wechselakkus. Die Hersteller haben das scheinbar abgehakt.
 
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Katzenflüsterer schrieb:
Könnte man im Eigenheim am leichtesten realisieren
Nicht wirklich, der Hausanschluss bzw. die Stammleitung ist dafür ja nicht ausreichend.
Für Autarkie ist das sehr sinvolle, für die Netzstabilität bringt das nichts.
 
@HtOW
Jedes Haus, daß eine 400V 32A Steckdose hat, hätte auch den passenden Hausanschluss in erforderlicher Stärke. Es soll ja nur hochvergüteter Regelstrom geliefert werden und keine Grundlast.
Ich werde das machen, aber zunächst nur für's PV Eigenheim Vehicle-to-Home. Hyundai hat gerade Produktionspause, dann rollt das Modelljahr 2026 vom Band. Bei mir wird's ein Ioniq 5 N. Hab hier am Nebenwohnsitz auch öfters Stromausfälle im Winter, also in meinem Fall ist es wirklich machbar und sinnvoll.
 
Katzenflüsterer schrieb:
Jedes Haus, daß eine 400V 32A Steckdose hat, hätte auch den passenden Hausanschluss in erforderlicher Stärke.
Nur weil der Wasserhahn nen Durchmesser von nem Meter hat kann ich nicht automatisch 500m^3 s^-1 durchleiten.

Schau dir mal den Trafo eurer Wohnsiedlung ein, open Infrastruktur oder sonstige Seiten und teile es durch die Anzahl der Häuser. Bei uns in Böblingen sind das meist 3,3kw pro Haus als maximal Leistung.

Im Neubau vermutlich höher aber so einfach geht das nicht. Und mit der Leistung hilft man gar nichts. Da ist‘s sinvoller, v2h und dank vom Grid trennen.
 
3,3 kw, also 3.300 Watt als Maximalleistung für ein Haus? Herdplatte einschalten und gleichzeitig den Wasserkocher geht also schon nicht mehr? Oder wie ist das zu verstehen?
 
HtOW schrieb:
Nur weil der Wasserhahn nen Durchmesser von nem Meter hat kann ich nicht automatisch 500m^3 s^-1 durchleiten.

Schau dir mal den Trafo eurer Wohnsiedlung ein, open Infrastruktur oder sonstige Seiten und teile es durch die Anzahl der Häuser. Bei uns in Böblingen sind das meist 3,3kw pro Haus als maximal Leistung.

Im Neubau vermutlich höher aber so einfach geht das nicht. Und mit der Leistung hilft man gar nichts. Da ist‘s sinvoller, v2h und dank vom Grid trennen.
Elektriker bist du ja wohl nicht. Der Stromkreis, an dem die 400V 32A CCE Steckdose angeschlossen ist, ist auch mit 3x32A abgesichert.
Ich wohne auch nicht in einer Wohnsiedlung!?
Mit 3,3Kw pro Hausanschluss verwechselst du glaube ich was, das ist vielleicht am Campingplatz mit 230V 16A Absicherung so.
Ich habe auch nicht vor mit V2H die Welt zu retten. Für mich ist es bei Nulleinspeisung ein sinnvoller Weg, den PV Strom effizienter zu nutzen. Wenn man im Leben weiterkommen will ist es sowieso immer erforderlich, das Heft selbst in die Hand zu nehmen, als sich auf das Wohlwollen Anderer zu verlassen.
Auf eine politisch Lösung der hohen Strompreise an den Schnellladern wirst du ewig warten müssen, der Staatshaushalt braucht jeden Cent und wird ganz bestimmt keine Stromsteuergeschenke für den Michel machen oder gar gigantische Stromspeicher aus dem Hut zaubern.

@Knecht_Ruprecht
Die Benutzung von Waschmaschine, Wäschetrockner, Kaffeemaschine, Induktionswasserkocher, Toaster, Fön usw. bedarf wohl auch vorher der gegenseitigen Absprache in dieser Siedlung 🤭
 
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Katzenflüsterer schrieb:
Mit 3,3Kw pro Hausanschluss verwechselst du glaube ich was
Ne, ich bin mir schon über die 32A Sicherung im klaren. Ich rede von der maximalen Leistung des Trafos für unsere Wohnsiedlung.

Würde alle gleichzeitig ihr Auto laden würd‘s hier knallen. Und das ist hier sehr häufig der Fall. Sind 260 Wohneinheiten und ein 900VA Trafo. Siedlung aus den 80ern.

Bin mal gespannt, wann das hier ausgebaut wird, den es gibt schon ein paar Wärmepumpen und PV Anlagen

Rechnet das gerne mal für eure Siedlung aus. Ihr werdet je nach Bauzeit sehr überrascht sein^^

Edit: die 3,3kW sind schon sehr viel! Bis in die 80er waren 1,7-2,2kW Dauerleistung pro Haus in einer Zelle der Durchschnitt für die Trafoauslegung.
 
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HtOW schrieb:
Vlt ein wenig Abstraker: das Landen von E Autos ist eine perfekte Möglichkeit zur Stabilisierung des Stromnetzes regional als auch im gesamten Verbundnetz.

Hab ich ein Überangebot kann ich innerhalb von Sekunden den Bedarf im
GW Bedarf regeln, in dem ich die Ladeleistung steigere oder reduziere. 4000 Supercharger sind bereite 1GW an Leistung. (250kw jeder).
Es würde mich nicht wundern wenn derartiges die Ladesäulenbetreiber nicht schon jetzt tun, schließlich bekommt man den Strom schon seit Jahrzehnten billiger wenn man abregeln kann. Und für einen Ladepark mit angenommen 5-10MW ist das auch für den Netzbetreiber attraktiv.

Hier gibt es bereits dynamische Tarife an Ladesäulen:
https://www.golem.de/news/elektroau...preise-bei-schnellladern-ein-2507-197669.html
HtOW schrieb:
Habe ich jetzt aber von Stromspeichern lange Leitungen (Speicher stehen außerhalb, Greanfieldbsu) brauche ich enorm starke Leitungen in die Innenstädte was den Bau dieser Infrastruktur sehr verzögert und verteuert. Wie bspw Südlink, muss wegen Protesten unterirdisch verlegt werden.
Alle Verteilnetzbetreiber müssen nach §bla foo einen Netzausbauplan haben, google dir den Plan von deinem Netzbetreiber. Und meistens ist da auch ein Plan der 110KV-Struktur dabei, teilweise auch Lastdaten.
HtOW schrieb:
Habe ich die Speicher in der Stadt kann ich die bestehenden Leitungen besser nutzen da ich die Limits dynamisch besser steuern kann. „Leitung A wird zu heiß verstärkt Leitung B verwenden“ bei einer Zuleitung geht das nicht.
Also meine Stadtwerke haben schon vor Jahren einen Phasenschiebertrafo verbaut, stand in der hiesigen Zeitung. Und nachdem jetzt bei mir klar ist wie die zukünftige 220KV und 380KV hier aussehen soll, ist der Plan von den hiesigen Stadtwerken auch genauer geworden.

Aber solange hier an den Autobahnen in der Nähe von Umspannern und Kraftwerken keine grossen Ladeparks enstanden sind kann die Not einfach nicht so gross sein. Und ich rede hier nicht von der A31, auf den Autobahnen hier um die Ecke ist jeden Tag richtig Krieg.
Ergänzung ()

HtOW schrieb:
Würde alle gleichzeitig ihr Auto laden würd‘s hier knallen. Und das ist hier sehr häufig der Fall. Sind 260 Wohneinheiten und ein 900VA Trafo. Siedlung aus den 80ern.
Würden alle gleichzeitig tanken wären die Schlangen an den Tanken ziemlich lang.
Sind die aber nicht, fällt dir was auf?
 
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foofoobar schrieb:
Sind die aber nicht, fällt dir was auf?
ja, dass das wieder ein sehr bescheidener Vergleich ist :D

Beim einen hab ich kein Sprit, beim anderen geht gar nichts mehr (Telefon, Wasser, Heizung, Licht, Mobilfunk, Aufzüge, medizinische Geräte,…)
Ergänzung ()

foofoobar schrieb:
Es würde mich nicht wundern wenn derartiges die Ladesäulenbetreiber nicht schon jetzt tun
Kann sein aber die derzeitige Menge ist noch vergleichsweise gering. Ich hatte zudem nie das Gefühl, dass meine 350kW Ladeleistung irgendwie gedrosselt wurden abgesehen, von dem Akkustand/Temperatur.
Ergänzung ()

foofoobar schrieb:
Aber solange hier an den Autobahnen in der Nähe von Umspannern und Kraftwerken keine grossen Ladeparks enstanden sind kann die Not einfach nicht so gross sein

Großer Trugschluss! Wenn bspw wieder keine Erweiterung der Umspannstation möglich ist. Baufenster, Anlieger, technische Redundanz geht das nicht. Zumal ein Umbau in so einer Station immer im mittleren Millionenbetrag liegt.

Da muss man schon viel Laden um diese Kosten sowie die Wartung zu finanzieren.
Natürlich gehört das auch großen Unternehmen, die eigene Geschäftsfelder priorisieren.
 
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HtOW schrieb:
Sind 260 Wohneinheiten und ein 900VA Trafo
Du meinst sicherlich 900 kVA. Ein 900 VA Trafo hat die Größe eines Schuhkartons. Aber selbst 900 kVA kann ich schwer glauben. Was machen die Leute bei dir in der Siedlung wenn So um 12 das Mittagessen gekocht wird ? Sprecht ihr euch ab ?

Bei solchen Dimensionen braucht es für einen Ausfall keine Ladestationen, da reichen ja schon stinknormale Klimaanlagen oder Durchlauferhitzer. Eigentlich peinlich so was als Netzbetreiber bereitzustellen.
 
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Kassenwart schrieb:
Eigentlich peinlich so was Netzbetreiber bereitzustellen.
Das ist tatsächlich der Standart. Ich kenne den Auslegungsfaktor nicht mehr auswendig aber ich meine in der Vorlesung hieß es mal irgendwo um die 20%.

Wie gesagt rechnet es gerne mal bei euch selber nach. Ich hab noch keine Gegend mit mehr wie 5kW Dauerlast pro Haus gesehen. (Wohngegend, kein Gewerbe)

Und ja selbstverständlich kVA
 
HtOW schrieb:
Großer Trugschluss! Wenn bspw wieder keine Erweiterung der Umspannstation möglich ist. Baufenster, Anlieger, technische Redundanz geht das nicht. Zumal ein Umbau in so einer Station immer im mittleren Millionenbetrag liegt.
Wie wie ich bereits schrub: google dir den Netzausbauplan.
HtOW schrieb:
Beim einen hab ich kein Sprit, beim anderen geht gar nichts mehr (Telefon, Wasser, Heizung, Licht, Mobilfunk, Aufzüge, medizinische Geräte,…)
Deswegen hängt man solchen Kram auch nicht einfach so ans Netz.
Und wie ich bereits schrub, ist Lastabwurf eine gängige und etablierte Technik.
HtOW schrieb:
Da muss man schon viel Laden um diese Kosten sowie die Wartung zu finanzieren.
Natürlich gehört das auch großen Unternehmen, die eigene Geschäftsfelder priorisieren.
Gas, Wasser, Scheiße war noch nie für einen schnellen ROI bekannt.
Momentan (wird nicht so bleiben) haben Netzakkus in Schland einen ROI von 5 Jahren.
 
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