Wie E-Auto Förderung sinnvoll gestalten?

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HtOW schrieb:
Wie gesagt rechnet es gerne mal bei euch selber nach. Ich hab noch keine Gegend mit mehr wie 5kW Dauerlast pro Haus gesehen. (Wohngegend, kein Gewerbe)
Keine Ahnung seit wann das hier vorgeschrieben ist, aber das ist der aktuelle Standard.
1751484617779.png


https://www.elektro-plus.com/elektr...schluss/auslegung-hauptstromversorgungssystem

Völlig korrekt soweit, weshalb zum Beispiel in Köln eine einzige Ladesäule pro Straße hingebaut wird, für mehr müsste man die gesamte Energiestruktur der Stadt anpacken.
 
foofoobar schrieb:
Und wie ich bereits schrub, ist Lastabwurf eine gängige und etablierte Technik.
Ein Lastabwurf ist eine Notlösung, wenn es zu Problemen kommt und keine gängige Regelungsstrategie.
Ja man kann die einfach neu definieren aber ob das am Ende die Lösung sein soll…

foofoobar schrieb:
einen schnellen ROI bekannt
Ist aber halt nen Unterschied ob ich einen Lebensstandart haben will oder einen bestehenden tendenziell verschlechtere und dafür noch viel Geld bezahlen anstelle diesen steig zu optimieren. Aber ist eine sozio-politische Frage
Ergänzung ()

xexex schrieb:
Keine Ahnung seit wann das hier vorgeschrieben ist,
Um die Dimensionierung des Gebäudeanschlusses geht es nicht sondern um die Netzauslegung dahinter. Andere Baustelle aber man sieht sehr schön, das der Dauerbelastungsfaktor sehr gering ist und tendenziell bei Anzahl der Wohneinheiten abnimmt. Also genau das hier angesprochene Verhalten.

Wie gesagt messt gerne selber nach, kurze automatische Bildauswertung und nen Spaziergang zum lokalen Trafo mit Photo vom Typenschild.
 
Darf ich daran erinnern, das es hier um Wege der E-Auto Förderung geht und nicht um irgendwelche unterdimensionierten Siedlungsanschlüsse geht?
Mein Fazit ist: Wer kein Eigenheim hat, idealerweise mit PV Strom und somit auf den teueren Strom öffentlicher Lader angewiesen ist, für den dürfte das E-Auto eher uninteressant sein. Ob es sich als Firmen Auto mit Firmen Strom lohnt, steht auf einem anderen Blatt, großartige Förderungen für Privat wird es jedenfalls nicht geben.
 
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Katzenflüsterer schrieb:
Mein Fazit ist: Wer kein Eigenheim hat, idealerweise mit PV Strom und somit auf den teueren Strom öffentlichen Lader angewiesen ist, für den dürfte das E-Auto eher uninteressant sein.

Genau dieser Zusammenhang muss gebrochen werden, und da muss die E-Auto-Förderung ansetzen.

Ohne ausreichend dimensionierte Siedlungsanschlüsse wird es auch keine massentaugliche öffentliche Ladeinfrastruktur geben. Die "Verkehrswende" wäre damit zum Scheitern verurteilt, und das Verbrennerverbot müsste gekippt werden.
 
Ich sehe nur eine größere machbare Perspektive für E-Firmenfahrzeuge mit eigenen Ladeplätzen. Es ist einfach von staatlicher Seite kein Geld da für irgendwelche Stromsteuersenkungen oder andere Subventionen für private Halter.
Hätte ich auch gern, kauf mir trotzdem noch ein E-Auto dazu (die guten R6, V8 und luftgekühlten Boxer werden natürlich behalten 😉) ist bei mir auch wohl eher ein Sonderfall, find's auch schade, die Realität ist aber nun mal derzeit so.
 
HtOW schrieb:
Ein Lastabwurf ist eine Notlösung, wenn es zu Problemen kommt und keine gängige Regelungsstrategie.
Ja man kann die einfach neu definieren aber ob das am Ende die Lösung sein soll…
Das ist stumpfer Kapitalismus, wenn eine schlechteren Qualität der gelieferten Ware völlig ausreichend ist versucht man die billigere Ware zu bekommen. Oder man legt sich Vorräte an, wahrscheinlich gehst du auch nicht für jedes Glas Getränk was du zu dir nimmst zur Tanke.
HtOW schrieb:
Um die Dimensionierung des Gebäudeanschlusses geht es nicht sondern um die Netzauslegung dahinter. Andere Baustelle aber man sieht sehr schön, das der Dauerbelastungsfaktor sehr gering ist und tendenziell bei Anzahl der Wohneinheiten abnimmt. Also genau das hier angesprochene Verhalten.
Hast du dir immer noch nicht den Netzausbauplan deines Providers geggoogelt und willst uns weiter mit anekdotischer Evidenz in die Irre führen?
 
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Katzenflüsterer schrieb:
Wer kein Eigenheim hat, idealerweise mit PV Strom und somit auf den teueren Strom öffentlicher Lader angewiesen ist, für den dürfte das E-Auto eher uninteressant sein.
finde ich gar nicht und kann pauschal auch nicht gesagt werden. Ich selbst muss auch öffentlich laden. Trotzdem bin ich damit günstiger dran als mit nem Benziner. Das muss jeder individuell vorher berechnen und herausfinden, ob er in seiner Umgebung genügend Lademöglichkeiten hat.

Deine Ansicht ist typisch für Menschen, die von der Materie nur lesen. Es nicht selbst erleben und damit leben. Dann kommt man meist auch von ganz allein auf Lösungen und bemerkt gaaaanz schnell, dass ein E-Auto gar nicht so viel komplizierter zu betreiben ist als ein Benziner. ;)
 
Jetzt bin ich neugierig. Zu welchen Preisen kannst du denn öffentlich laden?
 
@getexact
Deine Vorurteile kannst du dir sparen, du hast scheinbar nicht verstanden, daß ich ein E-Auto kaufen werde.
Ich habe auch nicht nur deiner Behauptung nach von der Materie gelesen, sonder bereits 1995 einen Citroen AX Electrique gefahren und 1997 einen Saxo Electrique.
Kann ja sein, daß ein E-Auto für dich auch ohne private Lademöglichkeit, idealerweise mit eigenem PV Strom, interessant ist, für mich auf jeden Fall nicht und weil wir hier auch die Diskussion um die Stromsteuer haben, trifft das offensichtlich auch für viele Andere zu.
 
"Laut seiner (F. Dudenhöfer) noch unveröffentlichten Rabattstudie lag der Preisunterschied (BEV zu Verbrenner) im Mai (2025) nur noch bei 3.655 Euro – vor einem Jahr waren es noch 8.693 Euro."
die schon ältere Studie vom Fraunhofer könnte recht behalten die vorhergesagt haben das spätestens 2027 das BEV in allen PKW Klassen im Kaufpreis günstiger sein wird als der Verbrenner.
Um das BEV sinnvoll zu fördern sollte man sich einmal die Umfragen anschauen in denen die Leute die Hauptgründe gegen ein BEV angeben. Da sind natürlich immer noch viele Quatsch-Mythen wie Reichweite dabei aber als einer der Hauptgründe wird der hohe Ladepreis und der Netzausbau angegeben. Der Netzausbau ist sicherlich lokal sehr unterschiedlich weit vorangeschritten und es wird wie bei Glasfaser auch immer weisse Flecken geben. Die Strompreise an den öffentl. Ladesäulen zu senken so lange die Anbieter rote Zahlen schreiben wird wenn, nur durch immense staatliche Förderung laufen. Wobei die Förderung sicher nicht 1 zu 1 an die Kunden weitergegeben wird.
 
Thorle schrieb:
Zu welchen Preisen kannst du denn öffentlich laden?
Also ich wohne in Bochum/Witten als Ladeverbund. Bei den Stadtwerken zahlt man als Kunde der Stadtwerke dann z.B. 45ct an AC und DC Ladesäulen der SW Bochum und Witten.

Ich gehe stark davon aus, dass es bei vielen, vielen Stadtwerken auch Angebote gibt. Ansonsten ist man bei fremden Anbietern mit einer zusätzlichen Ladekarte, womit man deutschlandweit laden kann bei 59 Cent an AC Ladesäulen.

Also 95% im Jahr lade ich dann als Kunde der Stadtwerke für 45 Cent. Bei 20 kWh im Schnitt Verbrauch sind das 9€ auf 100km.

Wenn ich mit 59 Cent rechne: 11,80€ auf 100km.

Beide Varianten sind doch akzeptabel oder?
Ein Golf mit 7 liter Benzinverbrauch im Mischverkehr und 1,70€ an der Zapfsäule zahlt schon 11,90€ auf 100km.
Das entspräche dann ungefähr dem Worst Case mit 59 Cent pro kWh.

Katzenflüsterer schrieb:
Deine Vorurteile kannst du dir sparen

Ähm wenn ich solche pauschalisierungen lese, muss ich leider meinen Senf dazu geben. Leb damit. Gibt genug Schund da draußen in den Medien, der verbreitet wird über E-Autos und wie kompliziert doch alles sei. Nein ist es nicht.
 
@Knecht_Ruprecht
Genau, aber nicht auf die UVP sondern Rabatte die die Händler aktuell gewähren sind dort wohl berücksichtigt.
 
getexact schrieb:
Ähm wenn ich solche pauschalisierungen lese, muss ich leider meinen Senf dazu geben. Leb damit. Gibt genug Schund da draußen in den Medien, der verbreitet wird über E-Autos und wie kompliziert doch alles sei. Nein ist es nicht.
Was habe ich denn für konkrete Pauschalisierungen geäußert??? Das unterstellst du mir doch nur.
DU bist doch derjenige, der pauschal nach eigenen Angaben "Senf" verteilt, auch wenn's VÖLLIG daneben ist.
Ist ja gut, wenn du mit dem teueren öffentlichen Laden kein Problem hast, finde ich sogar richtig toll. Ich mache ja auch Projekte, die steuerrechtlich als "Liebhaberei" deklariert werden, also ohne Gewinnerzielungsabsicht. Warum? Weil's mir Spaß macht "."
 
Buttkiss schrieb:
Der Netzausbau ist sicherlich lokal sehr unterschiedlich weit vorangeschritten

Der Netzausbau ist nirgendwo auch nur ansatzweise so weit fortgeschritten, dass er für einen späteren Massenbetrieb ausreicht. Das ist reiner Probebetrieb für einige wenige Glücksspieler, die sich ohne private Lademöglichkeit trotzdem jetzt schon ein E-Auto anschaffen.

Außerdem sind das low hanging fruits. Die wirklichen Probleme fangen erst an, wenn Stromnetz und stationäre Energiespeicher ausgebaut werden müssen.
 
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JMP $FCE2 schrieb:
Der Netzausbau ist nirgendwo auch nur ansatzweise so weit fortgeschritten, dass er für einen späteren Massenbetrieb ausreicht. Das ist reiner Probebetrieb für einige wenige Glücksspieler, die sich ohne private Lademöglichkeit trotzdem jetzt schon ein E-Auto anschaffen.
Wie man diese Abhängigkeit von Importen derart glorifizieren kann wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben.

https://www.spiegel.de/geschichte/o...ie-scheichs-den-hahn-zudrehten-a-1239496.html
Und die Ereignisse im Jahr 2022 ff. hast du auch schon vergessen?

Kannst du den "späteren Massenbetrieb" auch genauer quantifizieren?
Über derartig unpräzise Angaben kann man sehr schlecht diskutieren.
Ergänzung ()

getexact schrieb:
Und da werde ich auch nicht müde, dagegen anzukämpfen. Verbrennerlobby ist halt leider riesengroß und die muss man gefühlt alle einzeln abholen.
Hier gibt es Futter für dich:

https://www.ullstein.de/werke/maenner-die-die-welt-verbrennen/hardcover/9783550202827
 
JMP $FCE2 schrieb:
Der Netzausbau ist nirgendwo auch nur ansatzweise so weit fortgeschritten, dass er für einen späteren Massenbetrieb ausreicht.
Also knapp 170k öffentl. Ladepunkte sehe ich jetzt nicht mehr als Probebetrieb an. Wie gesagt ist das Netz aber lokal sehr unterschiedlich weit ausgebaut. In meinem dörflichen 5km Umfeld hat sich die Zahl in den letzten 5 Jahren von 0 auf etwa 25 vergrößert.
Es findet ja kein Massenbetrieb von heute auf morgen statt. Das Netz wird in Abhängikeit von der Verbreitung der BEV weiter ausgebaut werden. Aktuell haben wir eher einen Überhang bei den Ladesäulen im Verhältnis zu den Autos die geladen werden sollen, daher bremsen die Anbieter den Ausbau gerade runter da bei den bereits vorhandenen Ladesäulen in der Regel gähnende Leere besteht und da nur Parkmöglichkeiten weggenommen werden.
 
foofoobar schrieb:
Wie man diese Abhängigkeit von Importen derart glorifizieren kann wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben.
https://www.spiegel.de/geschichte/o...ie-scheichs-den-hahn-zudrehten-a-1239496.html
Lustig! Also machen wir und doch "unabhängig" von den "Scheichs" und rennen mit offenen Armen in die Abhängigkeit zu China? Wo kommen aktuell die Akkus, Solarzellen, Windkraftanlagen und die Elektronik her?

Wenn es dir um eine "Unabhängigkeit" geht, die es in einem offenen Weltmarkt so nie geben wird, dann müssten wir hierzulande als erstes die Grundlagen für die Energiewende schaffen. Das machen wir aber nicht, aus der EU kommt nicht einmal 10% der Akkuproduktion und die Rohstoffe sowieso nicht.

Solange wir jedoch tagtäglich, Millionen Tonnen an Plastik verarbeiten und nutzen, brauchen wir über eine "Freiheit" gar nicht nachzudenken. Was glaubst du was alles um uns herum aus Öl hergestellt wird? Von dem Erdbeergeschmack im Eis, der Tastatur auf der du gerade schreibst, bis zu dem Strom was aus der Steckdose kommt, das alles wurde aus dem Öl der "Scheichs" hergestellt. Da macht es kaum noch einen Unterschied aus, ob du dir das Zeug auch in den Tank kippst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Einfach mal bei dem ganzen Rumgeheule nicht vergessen, dass Autos anfangs "aus" der Apotheke betankt wurden und sich ja auch nie gegen das Pferd durchsetzen sollten (Kaiser Wilhelm TM)...

Schade, dass die Ewiggestrigen häufig an der Spitze von Politik, Lobby und Stammtisch sitzen, aber irgendwo setzen sich Erfindergeist und Wissenschaft dann doch durch. Sonst wäre die Menschheit nie soweit gekommen - auch wenn der aktuelle Weltzustand sicher nicht optimal ist.
 
<NeoN> schrieb:
aber irgendwo setzen sich Erfindergeist und Wissenschaft dann doch durch.
War es in der Vergangenheit nicht eher so, dass sich das günstigste oder bequemste Produkt durchgesetzt hat? Und oftmal eben nicht das vermeintlich bessere?
 
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