Wie E-Auto Förderung sinnvoll gestalten?

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Katzenflüsterer schrieb:
Ich weiß ich weiß, ein Tropfen auf den heißen Stein,
zumal die Technik so teuer sein dürfte, dass der Aufpreis bei einem Autokauf und der Benefit nicht im guten Verhältnis zueinander stehen.

Am Ende wird jemand, der gar keine Chance auf laden hat, weder zu Hause noch in der Öffentlichkeit, kein E-Auto kaufen. Eher dann einen Hybrid.

Aber wir reden über absolute Ausnahmen. Die weißen Flecken werden auch noch erschlossen und dann wird es in 10-15 Jahren noch weniger Argumente gegen ein E-Auto geben.
 
getexact schrieb:
zumal die Technik so teuer sein dürfte, dass der Aufpreis bei einem Autokauf und der Benefit nicht im guten Verhältnis zueinander stehen.
Da muss man sowieso Idealist sein beim Umweltschutz und nicht im Kalkül haben, das sich das irgendwie rechnet. Das ist sowieso das grundsätzliche Problem beim Thema Umweltschutz. Und Papa Staat ist ja auch nicht die Caritas, wo man immer Zuwendungen erwarten darf. Mein Credo ist grundsätzlich "Es geschieht nichts Gutes, außer man tut es".
 
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h00bi schrieb:
In der Mittagspause sind die Energiepreise auch eher hoch.
Ne, Strom ist i.d.R immer dann günstig wenn er wenig nachgefragt wird und/oder viel reg. Energie da ist. Das ist meistens mittags (11:00 bis 16:00 Uhr) und nachts (00:00 bis 06:00 Uhr).
Wir haben mit unserem dynamischen Tarif Mittags sogar öfter negative Preise.
 
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Katzenflüsterer schrieb:
Da muss man sowieso Idealist sein beim Umweltschutz und nicht im Kalkül haben, das sich das irgendwie rechnet.
Durch die Möglichkeit der kostenlosen Entsorgung des CO2-Müll ist der Markt und die Preisbildung verzerrt.
 
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@foofoobar
Da denkst du schon auf viel zu hohem Niveau. Was glaubst du, was alles in der Restmülltonne, Holzheizung oder im Wald landet, was eigentlich sogar kostenlos am Wertstoffhof, teilweise sogar als Problemmüll, abgegeben werden müsste? Oder schau dir an, was alles in den Straßengräben landet, da habe ich sogar kürzlich einen CRT Monitor gesehen. Da gibt's tausende von Beispielen. Wer aus Umweltschutzgründen etwas tun will, der macht es mit und ohne Förderung, alle Anderen nur wegen dem Geld von Staat.
 
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Wenn Frau Reiche Ihre neuen Pläne umsetzt, wird CO² einen Preis erhalten. Denn die neuen Kraftwerke (der erste Plan) werden ja aller Wahrscheinlichkeit nach von der EU nicht genehmigt (Versorgungssicherheit braucht keine 20GW in D und da keine Waserstoffumrüstung für diese geplant war->Ablehnung). Jetzt plant sie (soweit ich gehört habe) 20GW dekarbonisierte Kraftwerke. Also mit CCS. Ich hoffe, sie muss dafür vorher nachweisen, wo das Zeug bleiben soll (mit entsprechendem Vertragsnachweis). Ich glaube, die Anlage in Norwegen schafft grad mal 1,5 Millionen t/Jahr. Das wären ~7,5GWh/Jahr bei Gaskraftwerken (0,2kg/kWh). Da kanns also nicht bleiben und 7,5GWh bei ~460TWh/Jahr ist als Reserve evtl etwas mau.
 
Der Hyundai Ioniq 5 hat doch ein Solardach. Laut Hersteller bringt das eine zusätzlich Reichweite von 2.000 km pro Jahr. Natürlich nur, wenn das Auto tagsüber nicht in einer Garage steht oder verschattet steht.
 
Nein, das bezweifel ich ganz Stark, Das wären ~400kWh. Der Ertrag von 500Wp, bei Süd und 35° und jeden Tag Sonne mitnehmen. Die Autoflächen werden aber niemals auch nur ansatzweise gut angestrahlt. Ich würde bei Autoflächen eher von 100-200kWh/Jahr ausgehen. Klingt realistischer.
 
Katzenflüsterer schrieb:
Was glaubst du, was alles in der Restmülltonne, Holzheizung oder im Wald landet, was eigentlich sogar kostenlos am Wertstoffhof, teilweise sogar als Problemmüll, abgegeben werden müsste?

Vor Jahrzehnten konnte man Elektroschrott einfach zum normalen Sperrmüllabfuhrtermin an den Straßenrand stellen. Das wurde sinnlos gestrichen, und seitdem liest man immer wieder das Gejammer über zu niedrige Rückläuferquoten. Finde den Fehler.

Da die Recyclinghoflösung nebenbei auch noch zum PKW nötigt, ist eine Wiederherstellung der alten Sperrmüllabfuhr überfällig.
 
JMP $FCE2 schrieb:
Da die Recyclinghoflösung nebenbei auch noch zum PKW nötigt, ist eine Wiederherstellung der alten Sperrmüllabfuhr überfällig.
Es ist zumindest in Köln, aber auch in anderen mir bekannten Städten problemlos möglich den Elektromüll kostenlos an Ort und Stelle abholen zu lassen. Der Sperrmüllwagen holt halt nur Sperrmüll ab.
 
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Bei uns stellte es vor (?) 4 Jahren kein Problem dar, einfach eine Kiste/Karton nur mit Elektroschrott beizustellen. Wurde mit angemeldet und anstandslos mitgenommen.
 
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@JMP $FCE2
Um seinen Elektroschrott in der Gegend wegzuwerfen benötigt man aber ebenso einen PKW. Ich verstehe es wirklich nicht, warum man dann nicht gleich zum Recyclinghof fährt. Bequemlichkeit?
Wer keinen PKW hat schmeißt das wie in den "guten alten Zeiten" in die Mülltonne, Deckel zu, erledigt.
Die Menschen sind dahingehend einfach faul und egoistisch. Und Umweltschutz am liebsten nur, wenn Papa Staat das alles subventioniert und interessant wird es dann erst wirklich, wenn dabei sogar noch ein geldwerter Vorteil dabei rausspringt.
Das der Schnellladerstrom so teuer ist, liegt auch daran, daß der mit Regelstrom kalkuliert wird und der ist im Gegensatz zum Grundlaststrom an der Strombörse am teuersten. Wenn da Viele mit 800V Ladetechnik einstecken und mit 260A und mehr pro PKW laden, dann muss der Strom dafür von jetzt auf gleich aus dem Hut gezaubert werden und dafür müssen die Unternehmen teueren sofort verfügbaren Regelstrom an der Strombörse kaufen und der kostet eben, will einfach Niemand verstehen, da ist dann wieder der böse Staat schuld.

Edit:

Oder Elektrokleingeräte im größeren Supermarkt/Elektrogeschäft kostenlos abgeben. Mein Gott, wirklich so schwierig.
 
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JMP $FCE2 schrieb:
Vor Jahrzehnten konnte man Elektroschrott einfach zum normalen Sperrmüllabfuhrtermin an den Straßenrand stellen
Geht immer noch muss nur angemeldet werden.
Aber bei uns muss der Sperrmüll selbst schon ewig sowieso schon angemeldet werden sonst bleibt der stehen.
 
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Ja klar geht das mit dem Elektroschrott immer, aber wir sehen auch hier an diesem Beispiel, das Gründe für das angeblich unmöglich sein vorgeschoben werden. Wie heißt es doch so treffend? Wer will, sucht Wege, wer nicht will, sucht Gründe.
 
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Ich weiß, dass das eine wirtschaftliche Vollkatastrophe wäre, aber mir würde es schon reichen, wenn die ganzen umwelt- und klimaschädlichen Subventionen endlich verschwinden würden.

Ich meine die nicht erhobene Energiesteuer auf Flugbenzin, das Dieselprivileg, die steuerliche Begünstigung von Dienstwagen, und die viel zu zögerlich angehobenen CO2-Abgaben. Diese sind noch lange nicht dort, wo sie irgendwas kompensieren könnten oder mehr als Niedriglöhner zu CO2-freien Alternativen zwingen könnten (die diese sich fast grundsätzlich schlecht leisten können).

Wenn unsere Wirtschaft schlecht für unsere Umwelt ist, dann ist Umweltschutz zwingend schlecht für die Wirtschaft.
Die Frage ist aber, worauf wir eher verzichten wollen ... auf DIESE Wirtschaft .... oder auf eine lebenswerte Umwelt?
Für mich stellt sich diese Frage nicht. Ich halte es für dumm, an etwas festzuhalten, was seine eigene Existenzgrundlage zerstört nur damit ein paar Hanseln noch reicher werden können, bevor uns der ganze Scheiß wirklich um die Ohren fliegt.

Die Reichen werden als letzte feststellen, dass man Geld nicht fressen kann.
 
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DerOlf schrieb:
Ich weiß, dass das eine wirtschaftliche Vollkatastrophe wäre, aber mir würde es schon reichen, wenn die ganzen umwelt- und klimaschädlichen Subventionen endlich verschwinden würden.
60G€ p.a.

Hatten wir nicht bis vor kurzen einen Finanzminister der Subventionen Scheiße findet?
 
„Sei die Veränderung, die du in der Welt sehen möchtest.“
...oder du kannst eh nur dich selbst ändern.

Kennen die Berliner hier die Welmo Förderung von gemeinschaftlichen Ladepunkten in Mietshäusern? Klick
"Anders als bei typischen Förderprogrammen steht hier nicht der Individualnutzen im Fokus. Bezuschusst werden ausschließlich Ladepunkte, die geteilt genutzt werden, also entweder öffentlich zugänglich sind oder von mehreren Mietparteien gleichzeitig genutzt werden können."
Das klingt erstmal ziemlich zielführend aber kommt das auch bei den Mietern an?
 
Wir haben in der Firma ein neues Lieferfahrzeug angeschafft, steht noch beim Händler auf dem Hof und wartet auf die Zulassung. Es ist dann doch ein Plug-In Hybrid (Ford Transit Custom) geworden, die Entscheidung gegen einen reinen Stromer war dabei nicht finanziell motiviert, der BEV wäre durch die in Berlin existzierende WELMO Förderung i.H.v. 25% billiger gewesen.
In diesem Fall lag es tatsächlich an der derzeit immer noch bescheidenen Auswahl an BEVs im Nutzfahrzeugbereich. Größtenteils wird das Fahrzeug Kurzstrecke in der Stadt gefahren, da reicht die Elektrische Reichweite des Plug-In Hybriden aus, das Fahrzeug kann ich in unserer Lagerhalle mit einer "mobilen Wallbox" an der dreiphasigen CEE-Dose schnell genug laden.
Für die Langstrecken kann man diese Fahrzeugklasse elektrisch derzeit noch vergessen - die meisten kommen auf etwa 300KM WLTP, von Mercedes gibt es eine Version des Vitos mit Netto 90KW/H Batterie der wäre von der Reichweite OK - darf aber nur 700Kilo zuladen, und jetzt der größte Witz wird dieser mit Beifahrer-Doppelsitz konfiguriert sinkt die Zuladung auf unter 600 Kilo, das reicht schlicht und ergreifend nicht für meine Zwecke. Geringere Zuladung -> würde zu mehr Fahrten führen , dann könnnten wir die aktuelle Karre auch gleich behalten, die soll ja gerade deshalb weg weil ich im Grunde wegen der Mehrfahrten mindestens einen halben Arbeitstag pro Woche verliere.
Der Plug-In Hybrid darf dagegen 1100 Kilo zuladen...das reicht. Und ~50KM, die er rein elektrisch schaffen soll sind in Berlin eine ziemlich lange Strecke.
 
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Meines Erachtens hängt es am Ladestrompreis für die breite Masse ohne eigene Möglichkeit.

Wenn die Regierung wollte, könnte sie auch selber Ladesäulen aufstellen.
Dann den eigenen Hausstrompreis + 25% Durchleitungsgebühren.
Z.B. 32ct. im Vertrag den man auch Zuhause hat + 8ct. für den Ladesäulenanbieter = 40ct. Endpreis.
Ohne zusätzlichen Grundpreise oder so.
Wer es noch günstiger will könnte dann immer noch auf Privatanbieter (Shell, e.on, Ionity...) zurückgreifen.
 
Shell macht es richtig, die Ladestrompreise werden flexibel, somit wird laden dann auch günstiger wenn viel Strom produziert wird. (Quelle)
 
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