Wie E-Auto Förderung sinnvoll gestalten?

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_killy_ schrieb:
somit wird laden dann auch günstiger wenn viel Strom produziert wird.

Nur Pech, wenn man dann gerade bei der Arbeit ist. Das fördert doch alles nur eine Zweiklassengesellschaft, und erzeugt noch mehr Ablehnung und Unfrieden, als ohnehin schon da ist.

Was her muss, sind standardisierte Wechselakkus, die automatisch in den Tankstellen bei günstigen Strompreisen geladen werden, ohne dem Nutzer bestimmte Zeiten aufzuzwingen.

Wenn der Ladesäulen-Irrweg wirklich funktionieren soll, müssen so viele stationäre Akkus her, dass es die Preisunterschiede nicht mehr gibt. Oder riesige Mengen an Langsamladeplätzen ohne Blockiergebühr.
 
JMP $FCE2 schrieb:
Was her muss, sind standardisierte Wechselakkus,
Was alleine auf Grund unterschiedlicher Zellchemien, Zellformen (die Hersteller X nicht aus Langeweile gewählt hat) etc völlig unrealistisch ist.

Du kommst mit deiner Audi Q9 Prothese an der Weckelstation an und dann heißt es „Nee 180 kWh ist aus. Hätte aber noch ne 34 kWh vom Smart da“
Ja, Glückwunsch.
 
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Samurai76 schrieb:
Ja, macht Sinn, wenn wir in 20 Jahren CO² frei sein wollen, jetzt noch schnell eine komplett neue Infrarstruktur aufzubauen.

Eine neue Infrastruktur muss so oder so gebaut werden. Die paar Ladesäulen heute reichen nicht mal ansatzweise, um das Tankstellennetz zu ersetzen, und die wirklichen Probleme (Netzbelastung etc. haben noch nicht einmal angefangen).

Samurai76 schrieb:
Nach dem das schon 2 (?) Hersteller versucht haben und gescheiter sind.

Einen Standard hat noch niemand versucht, und die Chinesen sind nicht gescheitert. Die fangen gerade erst an mit Wechselakkus.

Samurai76 schrieb:
dann haben die Autos auch keine weiteren Nachteile.

Für die Zielgruppe (Pendler mit Durchschnittslohn oder weniger) nicht. Und es steht jedem frei, ein Auto mit fest verbautem Akku, oder auch eine Mischform zu kaufen. Ein existierender Wechelakkustandard bedeutet nicht Verbotsplanwirtschaft für fest verbaute Akkus.

Samurai76 schrieb:
Braucht halt neue 10 Jahre, um auf den Stand von jetzt zu kommen (2% ca.). Dann haben wir noch 10 Jahre für die letzte kleine Portion von nur noch 98% Markt vor uns. Klappt bestimmt.

Seit wann sind die 2% dann für die Katz ? So viele wird es sicher geben, die Blockiergebühren nach 4 Stunden mit ihrem Arbeitsalltag vereinbaren können.

Nebenbei würde sich beides sogar ergänzen, weil die Wechselakkus in den Tankstellen gleichzeitig als stationäre Akkus für Ladesäulen nutzbar wären.

Samurai76 schrieb:
Was wird da noch weiter verschärft?

Lies den ersten Satz.
Ergänzung ()

knoxxi schrieb:
Du kommst mit deiner Audi Q9 Prothese an der Weckelstation an und dann heißt es „Nee 180 kWh ist aus. Hätte aber noch ne 34 kWh vom Smart da“

Du gehst auch wieder fälschlicherweise von Verbotsplanwirtschaft aus. Die Dinger sind für die Golfklasse, es steht jedem Wallbox-Eigentümer frei, Protzkarren mit fest verbauten Akkus zu kaufen.

Nebenbei könnte man die Wechselakkus in Blöcke aufteilen, und per Roboter in verschiedene Batteriekastenformen und -Größen stapeln. Wie bei ferngesteuerten Autos: der Golf kriegt 4 Blöcke, der Passat Kombi 8 Blöcke.

Und die Protzkarre könnte notfalls einen Akkublock als "Benzinkanister" vom ADAC geliefert bekommen, wenn der fest verbaute Akku leer ist.

Oder der Batteriekasten wird mit einem kleinen Hochstromakku für die 0 auf 100 in 3 Sekunden kombiniert. Alles ist möglich.
 
Zuletzt bearbeitet:
JMP $FCE2 schrieb:
Ein existierender Wechelakkustandard bedeutet nicht Verbotsplanwirtschaft für fest verbaute Akkus.
Das nicht, zieht aber Mittel aus der Entwicklung der BEVs.
JMP $FCE2 schrieb:
Lies den ersten Satz.
Hab ich wohl. Ich muss jetzt also davon ausgehen, dass deine zwei Klassengesellschaft strikter getrennt wird, als bisher. Wie machen E-Autos mehr oder weniger Immoblienbesitzer? Das musst du mir erklären. Oder meinst du Recih gegen Arm? Oder Arm gegen Ärmer? Ich verstehe deine Aussage in diesem Kontext dieses Threads einfach nicht.
JMP $FCE2 schrieb:
Für die Zielgruppe
Für die ist es also irrelevant, wenn das Auto durch keine Features und nur durch den Wechselakku mal eben locker 200 bis 300 kg Strukur gewinnt und deswegen mehr verbaraucht? Sich Reifen und Bremsen schneller abnutzen? Ja, alles Kleinigkeiten. Wir brauchen keine Wechselakkus mehr. Es gibt bereits BEV, die über 100km mit einer Ladung schaffen. Und ausser dass diese noch extrem teuer sind, gibt es für jeden Einsatz ein BEV.

Ich behaupte, durch den Wechselakku liegen solche PKW dann preislich nicht weit weg oder am Anfang gar über den teuren Reichweitenmonstern. Es gibt keine Argumente für Wechselakkus. Es sei denn, du wohnst in der chinesischen Provinz, wo die Ladesäule mit Stromansachluß vom Dorf mehere 100k€ kostet. >Aber in D, wo du praktisch überall schon Elektrik verfügbar hast? Nein, eher nicht. Eher müssen sich Wallboxlose evtl ne einfache Schukodose mit Endverbraucherleitung anscließen lassen. 20kWh in der Nacht reichen für nahezu alle. Ausser den 5% Powerusern, die auch 20h am Stück lenken können.
 
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Autohersteller nutzten in der Regel eine gemeinsame Plattform für möglichst viele Modelle. Gerade Deutsche Hersteller werden nicht mit zwei Plattformen arbeiten. Also entweder Wechselakkus oder fest Verbaute.

Und diese Entscheidung ist bei uns jedenfalls schon gefallen.

Es sei den die Politik würde hier Vorgaben machen, aber die tanzt ja schon immer nach der Autolobby.
 
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Wechselakkus über verschiedene Hersteller und Modelle können nicht funktionieren.

Das scheitert alleine schon am Gewicht unterschiedlicher Akkus.
Die müssten dann alle für alle Fahrzeugtyp genehmigt bzw. eingetragen sein, weil die Betriebserlaubnis beeinflusst wird.
Klappt hier niemals.
 
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MichaW schrieb:
Wechselakkus über verschiedene Hersteller und Modelle können nicht funktionieren.
Das funktioniert ja nicht Mal bei einem Hersteller. Nio hat jetzt schon Kompatibilitäts Probleme mit den Akkus/ Wechselstationen und die sind gerade mal 4(?) Jahre im Betrieb.

War von Anfang an keine gute Idee und wird es nie sein.
Ergänzung ()

JMP $FCE2 schrieb:
Nebenbei könnte man die Wechselakkus in Blöcke aufteilen, und per Roboter in verschiedene Batteriekastenformen und -Größen stapeln.
Warum so ein Aufriss starten wenn ein DC Lader heute schon 300-400km Reichweite in 20-30 Minuten in die Karre pumpt.
 
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knoxxi schrieb:
Du kommst mit deiner Audi Q9 Prothese an der Weckelstation an und dann heißt es „Nee 180 kWh ist aus. Hätte aber noch ne 34 kWh vom Smart da“
Ja, Glückwunsch.
Dir ist schon klar, dass wir bei Wechselakkus von Modulen reden? Dein Audi kriegt dann halt 6 davon, der Smart nur einen, und wenn du im Stadtverkehr nicht ne halbe Tonne ständig unnötig mitschleppen willst, nimmst halt auch mit dem Audi nur 1-2 mit.
1753202430988.png

https://www.catl.com/en/brand/servicebrand/

Die größte Energie und Ressourcenverschwendung ist eben, jedes Auto mit einem teuren und dicken Akku auszuliefern, nur weil man vielleicht einmal im Monat eine längere Strecke fährt, wenn überhaupt.
CATL has a clear timetable for the construction of the battery swap network: by 2025, it will build 1,000 Choco-Swap stations and will expand into Hong Kong and Macau. In its mid-term plan, CATL will build 10,000 stations together with its partners. As the battery swap ecosystem expands, and through the joint efforts of the whole society, there will be 30,000 Choco-Swap stations in the future.
Das Ziel.....
Estimates show that 30,000 battery swap stations, each with 14-30 battery packs, can store a total of 33.6 million kWh of electricity. Combined with the 1.12 billion kWh of electricity stored by the 20 million vehicles, which the 30,000 battery swap stations can serve, these distributed energy storages can respond to grid demands at any time.
With a cloud-based dispatching platform as a "brain," CATL can connect these energy storage units to power grids and park photovoltaic systems, enable participation interaction with power grids, intelligently charge batteries during off-peak hours to reduce cost, and provide a second-level response to grid peak load and frequency regulation. Swapping batteries aims to maximize the use of green energy during charging, which ensures grid stability and increases the consumption of green energy.
Technisch gesehen schlägt China hiermit zwei Fliegen mit einer Klatsche, denn sie bekommen Speicherkapazitäten für EE und eine Lösung für elektrische Fahrzeuge, die auch in den riesigen Metropolen funktioniert. Alleine in Chongqing leben mittlerweile 32 Millionen Menschen auf engsten Raum, da baust du nicht mal an jeder Ecke eine Ladesäule.
As of 2023, the five largest cities in China by population are Chongqing (31.91 million), Shanghai (24.87 million), Beijing (21.86 million), Chengdu (21.403 million) and Guangzhou (18.827 million).[1][2][3] As of 2024, there are 18 megacities[4][5] (cities with a population of over 10 million), including Chongqing, Shanghai, Beijing, Chengdu, Guangzhou, Shenzhen, Wuhan, Tianjin, Xi'an, Suzhou, Zhengzhou, Hangzhou, Shijiazhuang, Linyi, Dongguan, Qingdao, Changsha and Hefei.[6][7]
 
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xexex schrieb:
Dir ist schon klar, dass wir bei Wechselakkus von Modulen reden? Dein Audi kriegt dann halt 6 davon, der Smart nur einen, und wenn du im Stadtverkehr nicht ne halbe Tonne ständig unnötig mitschleppen willst, nimmst halt auch mit dem Audi nur 1-2 mit.
Das habe ich schon so verstanden, Wahnsinn wa? 🫠

Trotzdem halte ich (!) das Konzept für unzureichend. Denn einzelne Module können niemals die Leistungsdichte wie „Monolithische Akkus“ haben.
Denn jede Mechanik braucht Bauraum, was Kapazität und Volumen frisst. Auch brauchst du ein BMS, das mit allen Akkutypen, divergenten Zellspannungen, unterschiedlichem Wearlevel klar kommt.

Das halte ich über die Hersteller hinweg für nicht Praktikabel und je differenzierter die Fahrzeuge im Grundkonstrukt sind, erhöht das auch die Preise. Und so etwas muss über die Breite der Automobilhersteller adressiert werden, um den Kostenrahmen für die benötigte Infrastruktur im Rahmen zu halten.

Akkupacks sind heutzutage häufig tragende Bestandteile der Konstruktion der Fahrzeuge, was auch nicht vergessen werden darf.
 
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Selbst wenn es logische Vorteile eines Wechselsystems gibt, die aus meiner Sicht aber nicht überwiegen, werden sich Wechselakkus außerhalb Chinas nicht durchsetzen. Das scheitert alleine am Willen der Autobauer und die geben nun mal die Richtung vor. In China gibt es diesen Anteil Wechselakkus einzig und allein wie Samurai sagt wegen der fehlenden Dichte an Ladesäulen über große Strecken. Beim Tausch von ganzen Akkus oder einzelnen Modulen kommen Kompabilitätsprobleme unterschiedlicher Systeme und Generationen hinzu.
Das Laden über Ladesäulen ist massentauglich, Schnelllader dürfen den Reisenden vorbehalten bleiben. Ein dichtes Netz an preislich attraktiven 11kw Stellplätzen beim AG und der Mietwohnung sollte den Großteil abholen. In anderen Ländern funktioniert das ja auch, warum bei uns nicht?
 
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Buttkiss schrieb:
außerhalb Chinas nicht durchsetzen.
Und China, bzw die Partei, schlicht über absolute Macht verfügt über alles und jeden.
 
Kassenwart schrieb:
Wo kann ich den diesen Audi oder Smart kaufen ?
Nirgendwo, weil es schlichtweg keine gesetzlichen Vorgaben gibt die sowas erzwingen könnten. Stattdessen überlässt man es den Herstellern immer neue zueinander inkompatible Formate zu verbauen, verschwendet Ressourcen und hofft das ganze Zeug irgendwann noch vernünftig recyclen zu können. Am Ende macht es die gesamte Technik teurer als sie sein müsste und zwar von der Fertigung bis zum Recycling, denn selbst obwohl man gebrauchten Fahrzeugakkus noch problemlos eine zweite Verwendung einhauchen könnte, müssten sie dafür nach dem derzeitigen Stand komplett zerlegt und zu neuen Zellen umgebaut werden.

Der springende Punkt ist ja, in meinen Augen bewegt sich die jetzige Entwicklung in einer Sackgasse, wo man mit viel Geld was man nicht hat um sich wirft. Wir könnten billigen Strom haben, aber dazu fehlen uns Speicherkapazitäten, wir wollen Elektrofahrzeuge flexibel wie Verbrenner nutzen, aber legen keine Grundsteine dafür. Wieso kommt die Technologie für Wechselakkus aus China, während wir Technologieführerschaft und Recycling predigen? Wieso kommen die ersten Autos mit V2G aus China, während hierzulande die Technik bereits vor einem Jahrzehnt als zukunftsweisend beschrieben wurde?

Nur als kleines Beispiel, die Präsi ist von 2011:
1753257467600.png

https://www.chademo.com/wp2016/wp-content/uploads/2012/12/Siemens-EURGA.pdf

Wir predigen Wasser und saufen Wein, während sich die Politik im Kreis dreht und immer nur auf eine Lösung versteift und nicht weiter als bis zum Tellerrand denkt. Die Nutzung von Strom als einzigen Energieträger bietet andere Möglichkeiten, als die Nutzung von fossilen Kraftstoffen, die sich nicht beliebig Speichern und rückfließen ließen. So richtig angekommen ist das in den Köpfen vieler aber leider noch nicht.
 
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xexex schrieb:
die Nutzung von fossilen Kraftstoffen, die sich nicht beliebig Speichern
Fossiler Kraftstoff lässt sich nicht speichern? Also zur Not geht das auch in einem Eimer......
xexex schrieb:
während sich die Politik im Kreis dreht und immer nur auf eine Lösung versteift
Wo versteift sich die Poitik auf eine Lösung? Verbrenner gehören verboten, da sollten wir uns einig sein. E-Autos sind eine Lösung, andere Lösungen haben sich nicht am Markt gehalten. Soll die Politik jetzt ein Machtwort sprechen? So, wie es AfD und Co eigentlich brauchen, aber da traut sich die Politik auch nicht ran und streicht lieber gute Ideen dafür (Stromsteuersenkung!). Nein, dann würden wir ja von Xi regiert, der kann das. Förderung für E-Autos gibt es mittlerweile nur noch als KFZ Steuerbefreiung und die Politiker arbeiten daran, das Verbrenner-Aus aufzuweichen. Genauso, wie auch schon die Flottengrenzwerte verwässert wurden. Ich sehe dort keine Versteifung, gelegetnlich gibt es für Autoentwickler auch noch Wasserstoff Förderung, weswegen sich die Hersteller alle noch eine kleine Entwicklungsecke dafür eingerichtet haben. Nur um evtl Förderungen abzugreifen, denn eigentlich weiß auch jeder (Hersteller) schon, dass Wasserstoff nicht auf der Strasse verbraucht werden wird.

Ich weiß nicht, welches Fazit gezogen werden soll, aber ich hoffe, dass die Politik genau das nicht macht, eine Technik zu fördern, die sich am Markt bislang einfach nicht durchsetzen wollte und auch wenig bis keine Vorteile bietet. Welche am Markt oder technisch verfügbare Antriebstechnik sollte denn deiner Meinung nach ab jetzt gefördert werden, damit der Verkehrssektor auch in 20 Jahren Emmissionsfrei ist?
Und bitte nicht wieder Wechselakkus. Das wurde schon probiert und hat sich in Europa nicht durchgesetzt. Experiment gescheitert und eingestellt.
 
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JMP $FCE2 schrieb:
Berlins reicht nicht einmal aus, um 2000 E-Autos gleichzeitig schnell zu laden
Wievielte dieser robo akku tausch Stationen willst du in berlin errichten um bei 2000 Autos gleichzeitig die akkus zu tauschen und wo sollen die alle hin ? Vielleich sollten wir gerade in den Metropolen eher daran arbeiten mehr Autos aus der Stadt raus zu bekommen.

xexex schrieb:
Wieso kommen die ersten Autos mit V2G aus China
Bidirektional taugliche Autos haben wir schon eine weile iirc kanns selbst der olle leaf.
Die gesetzliche Rahmenbedingung dafür das auch als V2G zu nutzen fehlt.
 
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JMP $FCE2 schrieb:
der gesamte durchschnittliche Leistungsbedarf Berlins reicht nicht einmal aus, um 2000 E-Autos gleichzeitig schnell zu laden.
Da kommt das Thema Gleichzeitigkeit auf. Stell dir mal vor, alle (kleineren) Immobilien haben mindestens einen 22kW Anschluß, wenn nicht soger 44kW. Versuch doch mal in einem Dorf/Stadt alle Anschluße auf das maximal zulässige Auszulasten. Moment mal, das geht nicht? Und damit leben wir schon über 100 Jahre? Wahnsinn!!!

Eine m.M.n. sinnvolle Förderung wäre, wenn V2G erlaubt wird, über eine Pauschale dem Nutzer 10% Akku abzukaufen. Bei 10% und 50% der Autos am Stecker wären das auch bummelige ~6GWh mit 8GW, die dann als Speicher zur Verfügung stehen und womit sich solche Gleichzeitigkeiten vermeiden lassen.

Ich behaupte: Wir können den regelmässigen Stromverbrauch durchaus noch verdoppeln, ohne dass die Leistungsspitzen über alles das Netz sprengen werden. Durch die ganzen Heimspeicher und die Netzspeicher, die grad anlaufen.
 
knoxxi schrieb:
Trotzdem halte ich (!) das Konzept für unzureichend. Denn einzelne Module können niemals die Leistungsdichte wie r„Monolithische Akkus“ haben.
Brauchen sie eben auch nicht und ein einheitliches Wechselsystem muss nicht zwingend alle anderen Lösungen verbieten. Wenn ich mir jederzeit in 120 Sekunden einen neuen vollgeladenen Akku einbauen lassen kann, brauche ich keine Technik die noch die letzte kWh irgendwo im Auto unterbringt. Die "Reichweitenangst" gibt es nur deshalb, weil das jetzige System so unflexibel ist. Bei einem Verbrenner schaust du auch nicht primär darauf, ob dein Tank jetzt Kraftstoff für 500, 600, oder 700km aufnehmen kann, weil du meist jederzeit unterwegs an der Tanke anhalten kannst und in weniger als 5 Minuten wieder unterwegs bist.

Buttkiss schrieb:
Das scheitert alleine am Willen der Autobauer und die geben nun mal die Richtung vor.
Wenn es nach den Autobauern gehen würde, würden wir alle Dieselautos fahren. Es liegt durchaus im Ermessen der Politik hier die richtigen Weichen zu stellen und herauszufinden wohin wollen und was ist die effektivste Art um möglichst viele Ziele mit geringsten Kosten, Aufwand und Ressoucenverbrauch zu erreichen.

Samurai76 schrieb:
Fossiler Kraftstoff lässt sich nicht speichern?
Du solltest das Zitat nicht kürzen und es aus dem Kontext bringen. Wie erzeuge ich aus dem Kraftstoff wieder Energie um damit kochen, waschen oder meine Klimaanlage betreiben zu können? Benzin war bisher für Autos, Gas für Heizung und Strom für den Herd gedacht, um es mal vereinfacht darzustellen. In Zukunft gibt es Strom, das kann für all das genutzt und überall gespeichert werden.

Solange wir mit unserem Denken noch nicht soweit sind, und meinen zig autarke Systeme nebeneinander laufen lassen zu müssen, befinden wir uns weiterhin auf dem Holzpfad und verschwenden schlichtweg Ressourcen. Wir brauchen Energiespeicher und wollen sie fördern? Dann sollten wir für V2G, lokale Batteriespeicher, Wechselakkusysteme und ähnliches den gesetzlichen Rahmen schaffen.

Unser Problem hierzulande ist allerdings, dass die unterschiedlichen Systeme in unterschiedlichen Händen liegen und unterschiedliche Interessen miteinander kollidieren. Die Energieversorger wohlen Kohle verdienen und nicht obsolet werden, die großen Ölunternehmen wollen nicht in Vergessenheit geraten, sondern am liebsten weiter wie bisher arbeiten und die Autohersteller wollen natürlich genauso weiterhin einen dicken Teil vom Kuchen abkriegen.

"Universalakkus" die man Zuhause, im Auto, in großen Speichersystem und noch sonst wo einsetzen könnte und Standards entsprechen, würden die Umwelt und die Ressourcen schonen, die "dicken Fische" hätten dann aber weniger.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Reichweitenangst ist primär nur in den Köpfen der Leute vorhanden. Es gibt Bereiche wie z.B. Transport oder Aussendienst-Fahrzeuge wo das Problem tatsächlich noch eine Rolle spielt.

xexex schrieb:
Wenn es nach den Autobauern gehen würde, würden wir alle Dieselautos fahren.
Die Verkaufszahlen von Dieselfahrzeugen widersprechen deiner These.
Das System der festverbauten Akkus hat das Rennen vor Jahren gewonnen, jetzt noch auf Wechselakkus umschwenken zu wollen würde wahnwitzige Ressourcen verbrennen. Mal angenommen die Autobauer würden sich nicht einfach weigern, was sie tun würden, so würden sie den Umbau ohne Unsummen staatlicher Förderung gar nicht erst starten.
Auch in China fahren die Meisten keinen Wechselakku....
 
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xexex schrieb:
die richtigen Weichen zu stellen und herauszufinden wohin wollen und was ist die effektivste Art um möglichst viele Ziele mit geringsten Kosten, Aufwand und Ressoucenverbrauch zu erreichen.
Genau das ist doch geschehen. Feststellung: Verbrenner wollen wir nicht mehr, werden in Zukunft verboten (erst die Zulassung, 10 Jahre später evtl der Betrieb dann). Alternative ist verfügbar, die wird gefördert, damit die Reizstufe, einen BEV nicht zu kaufen, reduziert wird. Und nochmal für dich: Das aktuelle Ziel der Verkehrswende ist nicht, dass alle billiger am Individualverkehr teilnehmen können. Das politische Ziel ist es, die CO² Freisetzung zu reduzieren. Das geht mit BEV. Und solange die Hersteller da kein andere Konzept auf den Markt twerfen wollen, kann die Politik auch nicht viel daran machen.
xexex schrieb:
Wir brauchen Energiespeicher und wollen sie fördern?
Das wir sie brauchen, ist unstrittig. Wer will sie fördern, wenn die Geldgeber sie schon freiwillig selber bauen wollen und nur noch auf die Genehmigung warten?

Ok, hier ungekürzt:
xexex schrieb:
Die Nutzung von Strom als einzigen Energieträger bietet andere Möglichkeiten, als die Nutzung von fossilen Kraftstoffen, die sich nicht beliebig Speichern und rückfließen ließen.
Auch hier lese ich: "(...)die Nutzung von fossilen Kraftstoffen, die sich nicht beliebig Speichern und rückfließen ließen." und verstehe, fossile Kraftstoffe können keine Rekuperation, richtig, aber sie lassen sich dennoch hervorragend einfach speichern. Verglichen mit Strom.
 
Samurai76 schrieb:
fossile Kraftstoffe können keine Rekuperation, richtig, aber sie lassen sich dennoch hervorragend einfach speichern. Verglichen mit Strom.
Es geht nicht um speichern, es geht um die universelle Verwendung. Mit Benzin kannst du nichts weiteres anfangen und genau diese Mentalität scheint noch in Köpfen vieler zu existieren. Dem Strom ist es egal, ob es zum Kochen, Fahren oder für Beleuchtung verwendet wird und ob die Batterie sich in einem Auto, einem Haus, oder einer "Tankstelle" befindet.

Wir müssen uns einfach die Idee aus dem Kopf prügeln, Strom für Haushalte, für Autos, für Heizung und sonst was, als getrennte Systeme zu betrachten. Ein abgestelltes Auto ist ein hervorragender Energiespeicher für den Haushalt, eine Wechselstation ist dafür sogar prädestiniert den Überschuss aus EE zu puffern. Nur "niemand" wird sein 100k teuren Wagen als Speicher nutzen, wenn er nicht jederzeit kostengünstig den Akku tauschen lassen kann.

Zumal derzeit die gesetzlichen Regelungen völlig fehlen, wieso sollte ich den teuren Strom für andere speichern, wenn die dann die Rückeinspeisung nicht entsprechend vergütet bekomme?
 
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