knoxxi schrieb:
Trotzdem halte ich (!) das Konzept für unzureichend. Denn einzelne Module können niemals die Leistungsdichte wie r„Monolithische Akkus“ haben.
Brauchen sie eben auch nicht und ein einheitliches Wechselsystem muss nicht zwingend alle anderen Lösungen verbieten. Wenn ich mir jederzeit in 120 Sekunden einen neuen vollgeladenen Akku einbauen lassen kann, brauche ich keine Technik die noch die letzte kWh irgendwo im Auto unterbringt. Die "Reichweitenangst" gibt es nur deshalb, weil das jetzige System so unflexibel ist. Bei einem Verbrenner schaust du auch nicht primär darauf, ob dein Tank jetzt Kraftstoff für 500, 600, oder 700km aufnehmen kann, weil du meist jederzeit unterwegs an der Tanke anhalten kannst und in weniger als 5 Minuten wieder unterwegs bist.
Buttkiss schrieb:
Das scheitert alleine am Willen der Autobauer und die geben nun mal die Richtung vor.
Wenn es nach den Autobauern gehen würde, würden wir alle Dieselautos fahren. Es liegt durchaus im Ermessen der Politik hier die richtigen Weichen zu stellen und herauszufinden wohin wollen und was ist die effektivste Art um möglichst viele Ziele mit geringsten Kosten, Aufwand und Ressoucenverbrauch zu erreichen.
Samurai76 schrieb:
Fossiler Kraftstoff lässt sich nicht speichern?
Du solltest das Zitat nicht kürzen und es aus dem Kontext bringen. Wie erzeuge ich aus dem Kraftstoff wieder Energie um damit kochen, waschen oder meine Klimaanlage betreiben zu können? Benzin war bisher für Autos, Gas für Heizung und Strom für den Herd gedacht, um es mal vereinfacht darzustellen. In Zukunft gibt es Strom, das kann für all das genutzt und überall gespeichert werden.
Solange wir mit unserem Denken noch nicht soweit sind, und meinen zig autarke Systeme nebeneinander laufen lassen zu müssen, befinden wir uns weiterhin auf dem Holzpfad und verschwenden schlichtweg Ressourcen. Wir brauchen Energiespeicher und wollen sie fördern? Dann sollten wir für V2G, lokale Batteriespeicher, Wechselakkusysteme und ähnliches den gesetzlichen Rahmen schaffen.
Unser Problem hierzulande ist allerdings, dass die unterschiedlichen Systeme in unterschiedlichen Händen liegen und unterschiedliche Interessen miteinander kollidieren. Die Energieversorger wohlen Kohle verdienen und nicht obsolet werden, die großen Ölunternehmen wollen nicht in Vergessenheit geraten, sondern am liebsten weiter wie bisher arbeiten und die Autohersteller wollen natürlich genauso weiterhin einen dicken Teil vom Kuchen abkriegen.
"Universalakkus" die man Zuhause, im Auto, in großen Speichersystem und noch sonst wo einsetzen könnte und Standards entsprechen, würden die Umwelt und die Ressourcen schonen, die "dicken Fische" hätten dann aber weniger.