Wie E-Auto Förderung sinnvoll gestalten?

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xexex schrieb:
Nur "niemand" wird sein 100k teuren Wagen als Speicher nutzen, wenn er nicht jederzeit kostengünstig den Akku tauschen lassen kann.
ich denke schon, bei entsprechender Vergütung, denn ein ungenutzter Akku altert ebenso
 
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xexex schrieb:
Zumal derzeit die gesetzlichen Regelungen völlig fehlen, wieso sollte ich den teuren Strom für andere speichern, wenn die dann die Rückeinspeisung nicht entsprechend vergütet bekomme?
Da braucht doch derzeit nichts politisch geregelt werden, der Markt läuft. Mittags und Nachts Strom für 0€ Speichern, und Vor~, Nachmittags und besonders am frühen Abend für 0,2€ wieder ausspeichern. Oder reichen dir die aktuellen, natürlichen Fluktuationen bzw der Hub nicht aus und du möchtest dafür noch extra Förderung? Die Netzentgelte müssten dafür noch angepasst werden, die machen die Rechnung meist noch kaputt.
Wenn du aufgepasst hasst, meinte ich, die Besitzer erhalten einen Festpreis dafür, dass sie 10% Akku Ihres Autos abgeben. Dafür muss noch ein Modell entwickelt werden, dass gibt es derzeit nicht. Aber auch V2G ist noch nicht, aktuell kannst du 'nur' dein Haus damit puffern. Mit dem richtigen Automodell natürlich, damit dort kein neuer Flaschenhals mit nur 2kW Rückspeiseleistung entsteht. Viel mehr können die meisten BEVs als V2L nicht. Soweit mir bekannt, ist VW der einzige Hersteller, der aktuell Pilotprojekte für V2H durchführt.
 
Buttkiss schrieb:
Auch in China fahren die Meisten keinen Wechselakku....
Und findet in China im Moment eine extreme Konsolidierung des Marktes statt, auf Grund absurder Überkapazitäten bei den über 200 unterschiedlichen Autobauern.
 
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Wechselakku finde ich auch ein spannendes Thema. Kann man in (marktwirtschaftlichen) Planwirtschaften eher umsetzen können als in einer freien Marktwirtschaft, wo jeder sein Süppchen kocht. Zumal ich mir die Frage stelle, wie viele solcher Wechselstationen mit wieviel vorgehaltenen Akkus es geben müsste wenn wir wieder ins Feld führen das zu Stoßzeiten alle schnell mal wechseln wollen. Zumal es nach meinem Verständnis für jedes Auto mit zB 6 Wechselakkus, 6x1,5-2 Akkus vorgehalten müssten. Wäre ja auch wieder Resourcenverschwendung.

Ich bin jetzt innerhalb kurzer Zeit 2mal eine eine Gesamtstrecke von Summe 2.400Km gefahren. Fazit: Ja es geht, ist nicht so schnell, dafür aber entspannter. Nie hatte ich das Problem unterwegs nicht an eine Schnellladesäule halten zu können. Die insgesamt 8 Ladestopps beliefen sich auf Zeiten zw. jeweils 10-25min.

Für den täglichen Bedarf reichen mir bis jetzt immer 11kW Ladesäulen. Selbst 2-5kW würden bei den Arbeitstagen reichen.

Aber solange kein Umdenken in den Köpfen stattfindet, weg von mein Tank muss nach dem Befüllen voll sein, hin zu ich habe immer genügend Akku plus Reserve für Ungeplantes (20-50Km?) wird weiter nach den Schnellladesäulen und mehr Reichweite (=mehr Batteriekapazität/Ressourcenverschwendung) verlangt. Was ich Blödsinn finde.
 
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Thorle schrieb:
Zumal ich mir die Frage stelle, wie viele solcher Wechselstationen mit wieviel vorgehaltenen Akkus es geben müsste
Man sollte an dieser Stelle nicht außer acht lassen, ein Elektroauto mit Wechselakkus lässt sich grundsätzlich genauso laden, wie ein Auto wo der Akku fest mit der Karosserie verklebt ist. Man könnte die Geschichte auch ganz umdrehen, wir brauchen Akkus um ist Zeiten von Energieüberfluss diese speichern zu können, wie gut wäre es diese bei Bedarf in unseren Autos nutzen zu können ohne diesen Strom mehrfach wandeln und speichern zu müssen.

Wir müssen auch mal der Realität in die Augen schauen, woher soll der ganze Strom kommen, wenn zu bestimmten Zeiten alle gleichzeitig ihr Fahrzeug laden wollen? Wir können mannsdicke Leistungen nicht quer durch Deutschland legen und hoffen jederzeit überall Gigawatt an Strom liefern zu können. Dabei reden wir noch gar nicht über die tausenden LKWs die ebenfalls irgendwann geladen werden möchten und wo die neuesten Lader drei MW an Strom an einer einzelnen Ladesäule bereitstellen.

Hältst du es für denkbar irgendwann auf einem LKW Autohof gleichzeitig für 200-300 LKWs Strom bereitstellen zu können und dazu noch genug Energie für PKWs die dort halten können? Ich sehe das einfach nicht, vielleicht fehlt mir aber einfach nur die Fantasie dazu, oder ich bin zu sehr ein Realist.
 
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P4ge schrieb:
Das wird sich in der Natur der Sache aber beim BEV ändern.
Korrekt. Wir werden auf absehbare Zeit nicht 50 Millionen BEVs gleichzeitig mit voller Leistung laden können, aber wir können auch nicht 50 Millionen Verbrenner gleichzeitig tanken. Dass das problemlos ginge, wurde aber einfach behauptet.

Dass der Wandel hin zum batterieelektrischem Individualverkehr auch den Ausbau der Infrastruktur erforderlich macht, ist nun keine besondere Erkenntnis. Die Frage wird sicherlich sein, ob der Ausbau der Infrastruktur zeitlich im Einklang mit dem Wandel oder nur verzögert stattfindet.
 
Web-Schecki schrieb:
Die Frage wird sicherlich sein, ob der Ausbau der Infrastruktur zeitlich im Einklang mit dem Wandel oder nur verzögert stattfindet.
und genau das wird logischerweise passieren. Wie auch heute.
die Infrastruktur wächst mit. Es gibt schon viele Schnelllademöglichkeiten auf allen Reiserouten. Reichweitenangst war Vorgestern.

Bleibt das urbane laden übrig. Da gibt es nachholbedarf. Da wird sich in Zukunft viel ändern müssen. Dennoch bleibt es dabei, dass:

1. nicht alle gleichzeitig laden
2. nicht alle schnell laden müssen
3. viele Eigentümer theoretisch sich selbst versorgen können
4. die meisten Eigentümer langsam laden und über Nacht

All das führt dazu, dass das "Tankverhalten" von heute nicht dem Ladeverhalten entspricht.

Da muss endlich ein Umdenken in die Köpfe der Leute. Heute fahre ich an eine Tankstelle und mach den Hobel voll.

Bei E-Autos macht das:

1. technisch keinen Sinn
2. dauert voll laden zu lange
3. laden wenn man steht

Man sollte also immer mal zwischendurch beim einkaufen laden, Arzt Besuchen, während der Arbeitszeit laden

längere Reisen finden nicht täglich statt. Da hilft dann das schon gut ausgebaute Schnellladenetz.

Es wird viel erzählt und behauptet, wenig verstanden wie es scheint.
 
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Web-Schecki schrieb:
Die Frage wird sicherlich sein, ob der Ausbau der Infrastruktur zeitlich im Einklang mit dem Wandel oder nur verzögert stattfindet.
Natürlich wird der Ausbau der steigenden Nachfrage hinterherhecheln ... anders funktioniert das in unserem Wirtschaftssystem nicht.
Niemand flutet den Markt mit einem Produkt, von dem er noch nicht weiß, wie oft er es wird absetzen können. Man startet einen Testballon oder mehrere und erst wenn die Nachfrage steigt, wird das Angebot ausgeweitet.
Das gilt erstrecht, wenn das Produkt "Autostom" heißt und eine wartungsbedüftige Infrastruktur braucht (egal ob Ladesääulen oder Wechselstationen beides braucht Wartung und das bedeutet Laufkosten).
Du baust nicht 100 zusätzliche Ladesäulen, wenn nichtmal die 10, die du aktuell stehen hast, ausgelastet werden.
Erst kommt die Auslastung ... und erst dann der Ausbau ... andersrum wäre es schlicht nicht bezahlbar (denn die Zusatzkosten würden natürlich zu mindestens 100% auf die Stromkunden umgelegt).

Wollt ihr schnellen Ausbau oder günstigen Autostrom?
Ihr wollt natürlich beides ... aber ihr wollt den Ausbau nicht an der Stromsäule finanzieren ... dieses Päckchen soll euch doch bitte der Staat abnehmen, weil ihr sonst aus wirtschaftlichen Gründen beim Verbrenner bleiben werdet.
 
Zuletzt bearbeitet:
DerOlf schrieb:
Natürlich wird der Ausbau der steigenden Nachfrage hinterherhecheln ... anders funktioniert das in unserem Wirtschaftssystem nicht.
Wenn das zeitlich im Rahmen ist, dann ist das auch kaum problematisch und garantiert eine gewisse Effizienz, weil wir Überangebot vermeiden.

Problematisch wird es aber, wenn es jahrelange Verzögerungen gibt, weil eben nicht "nur" drei Lädesäulen fehlen, sondern ganze Nord-Süd-Stromtrassen o.Ä.
Da sind Projekte, die teilweise jahrzehntelange Vorlaufzeit brauchen und das braucht eben die entsprechende Weitsicht, die zu fehlen scheint, wenn Argumente kommen wie "aber es ist ja eh genug Öl da" oder "aber die CO2-Abgabe können wir auch noch abschaffen". Das betrifft jetzt nicht die Leute hier im Thread, sondern die hochbezahlten Foodblogger/Ministerpräsidenten, die diesen Blödsinn in die Welt posaunen. Weil sie nicht raffen, dass die Transformationen ohnehin kommen wird und die einzige Frage ist, ob wir dabei abgehängt werden oder nicht.

Drei Ladesäulen mehr oder weniger sind diesbezüglich echt peanuts. Das regelt der Markt tatsächlich. Nord-Süd-Stromtrassen halt aber nicht.
 
Paradox.13te schrieb:
Es ist durchaus möglich, einen Standard zu etablieren
Natürlich. Aber als Kunden fallen die alle Eigenheimbesitzer oder EFH Mieter raus. Dazu alle, die über Nacht oder beim Arbeitgeber regelmäßig laden können. Ich pers. würde lieber langsam laden, so oft es geht und das Auto eh steht, als dann einmal zur Wechselstation zu fahren. Es mag Szenarien geben, wo es evtl sogar wirtschaftlich Sinn machen würde, aber in Europa mit seiner ausgebauten Ifrarstruktur sehe ich da einfach keinen Markt. So wie das Nio wohl auch schon festgestelt hat, denn die Wechselstation werden nicht weitewr ausgebaut oder sogar rückgebaut.

Ich finde es sehr interessant, dass der Hersteller am Markt festegestellt hat, hier nicht, aber es trotzdem noch Menschen gibt, die meinen das besser. Weil in ihrem Kopf geht das sonst gar nicht, da das Konzept der Wenden noch nicht 100% feststeht. Dann lieber noch einen neuen Verbrenner und eine neue Gasheizung kaufen. Der Preis wird sicherlich von der Politik abgefedert. Nein, wenn die im Grundgesetz verankern Ziele in Gefahr sind, sollte die Politik keine solchen Signale setzen!
 
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@Web-Schecki
Die Nord-Süd-Trassen sind für die Energiewende ganz allgemein wichtig und notwendig ... und ja, es ist ärgerlich, dass Bayern hier wieder Extrawürste gegrillt haben wollte.

Immerhin haben sie sich damit selbst in den Allerwertesten gekniffen ... in Bayern fehlten nach der Abschaltung der letzten AKWs satte 25% der benötigten Netzleistung. Nordeutschland hätte das liefern können, wenn der Süden bei den Nord-Süd-Trassen nicht blockiert hätte. Unsere Nachbarn finden das nebenbei richtig toll, denn dort überlastet unserer grüner Strom auf dem Weg in den Süden die lokalen Netze, WEIL es keine deutsche Trasse dafür gibt.

Und was hats gebracht? ... abgeschaltete Windenergieparks im Norden ... und neben dem Import keine Lösung für Bayerns Energiehunger (ausser der nur für MS möglichen Reaktivierung der AKWs, die sogar die Betreiber nicht für wirtschaftlich machbar halten).

Es ist zum Mäusemelken.

Es klingt zwar etwas fies, aber als Minister für Forschung würde ich anschieben, dass Fördergelder für die KI-Forschung nur dann gewährt werden, wenn eine gesicherte Versorgung der Anlagen mit EE nachgewiesen werden kann.
Dann kann sich Markus Söder seinen KI-Standort Bayern gleich in die Haare schmieren, denn KI-Forschung braucht vor allem Energie.
Gleichzeitig wäre das ein Konjunkturprogramm für die norddeutsche Tiefebene.
 
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Web-Schecki schrieb:
Ist aber natürlich eine absolut blödsinnige Überlegung. Wenn sich 10.000 Leute in derselben Stadt verabreden, alle zur selben Uhrzeit ihren Wasserkocher anzumachen, dann wirst du wohl ziemlich schnell einen Stromausfall haben.
Die Wahrscheinlichkeit dafür ist gering, die Wahrscheinlichkeit, dass tausende LKWs zu gleichen Zeit laden müssen/wollen dafür sehr hoch. Es gibt Lenkpausen, es gibt den Fahrverbot am Sonntag, in diesen Zeiten sollen LKWs mit 500kWh Akkus geladen werden können, die PKWs lasse ich mal außen vor. Das stellst du dir einfach so umsetzbar vor? Ich nicht!

Es gibt derzeit knapp 70000 Stellplätze für LKWs in Deutschland, es fehlen aktuell laut diversen Rechnungen knapp 30000 zusätzliche. Die müssten irgendwann allesamt mit Ladesäulen ausgestattet werden, die fähig sind 400-600kWh in annehmbaren Zeiten laden zu können. Machbar? Sicherlich! Nur nicht in Spitzenzeiten, wenn viele laden wollen und die Sonne schon untergegangen ist oder noch nicht am Himmel scheint. Deshalb brauchen wir Speichersysteme, und wenn diese gleichzeitig schon fertig geladene Akkus bereithalten können umso besser, weil es die Ressourcen schonen würde und Energiespitzen abfangen würde.

Eine andere Möglichkeit wurde auch bereits oft besprochen, Ladestreifen in den Straßen damit die LKWs während der Fahrt geladen werden können, wenn es Strom im Überfluss gibt. Machbar und umsetzbar, aber da reden wir von Jahrzehnten, bis sowas selbst nur auf den Hauptverkehrsadern implementiert werden könnte.
 
Zuletzt bearbeitet:
xexex schrieb:
Deshalb brauchen wir Speichersysteme
Stromspeichersysteme sind vor allem eines: ineffiezient und teuer. Woher kommt dieser Schrei nach Stromspeichern?

E-Autos sind fahrende Stromspeicher. Warum sollten alle LKW's gleichzeitig laden wollen? ich versteh das wirklich nicht. Das ist doch heute auch nicht so. Und ja auf den Routen durch Europa muss das Schnelladenetz für LKW's ausgebaut werden. Aber das wird als letztes gemacht. Das passiert nicht von heute auf morgen. Aber auch dafür wird es Lösungen geben. Warum muss erst für alles ein Lösung da sein? Es ist ein langer Prozess, der grad anrollt und diese Transformation dauert Jahrzehnte. Wichtig ist, die nötigen Schritte frühzeitig einzuleiten aber das wird auch so passieren.

Die Städte werden sich verändern. Tesla hat nun in den USA einen Diner eröffnet.

https://www.tesla.com/de_de/tesla-diner

80 Supercharger! Restaurant und Autokino in einem. Bei Erfolg sollen solche Teile weltweit gebaut werden. Und das ist erst der Anfang.
 
getexact schrieb:
Stromspeichersysteme sind vor allem eines: ineffiezient und teuer.
Verbrennereffizienz ~30%-40%. Batteriespeicherung ~80%.

Speicherkosten: Keine 100€/kWh Investiotion. Womit kann man billiger speichern?

Und die Wechslakkus sollten was noch vermeiden? Ach ja, unnötig viele, nicht genutzte Speicher. Dafür willst du dann (mindestens) doppelt soviele Speicher wie PKW, die auch 23h am Tag am Kabel hängen könnten? Selbst, wenn die Module gesamt nur 1/2 Akku haben, wie akutelle BEVs, ist es ein Nullsummenspiel mit erhöhten Kosten. Geldsenke mit Ansage, die sich am Markt freiwillig nicht durchgesetzt hat, obwohl die Autos gefördert sein müssten (blieben ja unterm Strich vollwertige BEVs).
 
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getexact schrieb:
Warum sollten alle LKW's gleichzeitig laden wollen? ich versteh das wirklich nicht. Das ist doch heute auch nicht so.
Die E-Lkw haben damit an Reichweite zum Diesel zwar aufgeschlossen. Doch die Unterschiede zum Diesel-Pendant sind noch immer eklatant. So schafft ein vollbetankter Diesel-Lkw Strecken zwischen 600 und mehr als 1000 Kilometern - und das bei einer Tankzeit von 15 Minuten. Je nach Tankgröße und Nutzlast sind sogar mehr als 4000 Kilometer möglich.
Bei E-LKWs sind wir derzeit bei etwa 600km Maximalreichweite, mit einem 780kWh Akku und ohne hohe Zuladung. Ladezeit an einem LKW Lader zwischen 40min und 2h, den Speditionen kannst du auch nicht erzählen, dann sollen die Fahren halt länger halten und öfters Pause machen, so funktioniert es schlichtweg nicht.

1753351067102.png

https://www.iodynamics.de/blog/elektro-lkw-im-vergleich/

Es gibt auch jetzt schon Elektro-LKWs vor allem für kürzere Strecken, das funktioniert und spielt die Vorteile aus wenn man solche Strecken im Voraus kennt. Wenn aus den <1% Elektro-LKW Anteil irgendwann >10% werden sollten, gibt es ganz andere Probleme als heute.

Dazu kommt natürlich, der Akku den die LKWs mitschleppen müssen, wiegt alleine für sich bis zu sechs Tonnen, unsere Straßen und Brücken freuen sich schon. Wenn die Zukunft so aussehen soll, dann Prost Mahlzeit.
https://www.auto-motor-und-sport.de/elektroauto/designwerk-schweiz-megawatt-akku-elektrischer-lkw/
Ergänzung ()

getexact schrieb:
E-Autos sind fahrende Stromspeicher.
Völlig richtig, sie sind aber meist nicht dauerhaft am Netz (LKW) und wollen in Zeiten befüllt werden in denen es möglicherweise nicht gerade Strom im Überfluss gibt, an Standorten in denen es gar keine Infrastruktur gibt, um mal eben 100MW Strom liefern zu können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Samurai76 schrieb:
Speicherkosten: Keine 100€/kWh Investiotion. Womit kann man billiger speichern?
Die Kosten für einen Stromspeicher, auch Batteriespeicher genannt, variieren stark je nach Kapazität, Technologie und Hersteller. Ein Speicher mit 5 kWh Speicherkapazität kann zwischen 4.000 € und 8.000 € kosten, während größere Modelle mit 10 kWh oder mehr zwischen 6.500 € und 10.000 € oder mehr liegen können, inklusive Installation

Das nennst du günstig?
Was ich wirklich meine, dass es im großen Stil unsinnig ist elektrische Energie zu speichern und Ressourcen dafür zu verschwenden.

Strom speichern ist halt einfach teuer, wenn man den Materialeinsatz betrachtet.

xexex schrieb:
Ladezeit an einem LKW Lader zwischen 40min und 1,5h, den Speditionen kannst du auch nicht erzählen, dann sollen die Fahren halt länger halten und öfters Pause machen, so funktioniert es schlichtweg nicht.
das wäre mal eine Idee...mehr Pausen. Aber da war ja was. Will man nicht, weil könnt ja mehr kosten. Dafür verstopfen wir die Autobahnen mit LWK Lawinen.

Am Ende wird das ein Thema sein, ob man evtl. eher kleinere und leichtere LKW herstellt und damit die Flotte umgestaltet. Gewicht ist auch ein Thema.

Auch da: die Entwicklung bleibt nicht stehen. Es wird nicht über Nacht so sein, dass auf ein mal 10% der LKW's Elektro sind.

Sondern das wird auch ein schleichender Prozess sein. Keiner wird morgen aufwachen und nicht laden können, weil auf ein mal zu viele Elektrofahrzeuge auf den Straßen sind.
 
getexact schrieb:
Das nennst du günstig?
Container mit 5000kWh für 655000€, macht 130€/kWh. Fix und fertig. Für einen Hochspannungsanschluß inkl. Spannungsadaptionscontainer. Und das scheint eine deutsche Firma zu sein, also extra teuer. Aus China würde ich vermuten die Hälfte.
 
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getexact schrieb:
das wäre mal eine Idee...mehr Pausen. Aber da war ja was.
Richtig, uns fehlen jetzt schon gut 30000 LKW Stellplätze, auch ohne zusätzliche Pausen.

Technisch gesehen müsste viel mehr auf die Schiene, aber wie es dort aussieht will ich gar nicht erst anfangen. Das Thema war, es würde Sinn machen, die Batteriepacks auch für LKWs bereits geladen vorzuhalten und in Zeiten zu laden wo viel billigen Strom da ist. Nur hier gilt das gleiche wie schon bei den PKWs, zunächst einmal braucht es standardisierte Akkus, die sich leicht wechseln lassen.

Bei LKWs wäre die Sache sogar noch einfacher als bei PKWs, Platz ist ja meist genug da, der Akku kein Teil der Karosserie und die Akkugröße auch jetzt schon modular, wenn man bei einem Hersteller bleibt.
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Klar, die Teile kannst du schlecht in einen PKW einbauen, aber technisch gesehen in jeden beliebigen LKW.
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Zuletzt bearbeitet:
Der LKW muss ja nur 4,5h weit kommen und dann in 45 Minuten wieder diese 4,5h laden können. :D
 
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