Wie E-Auto Förderung sinnvoll gestalten?

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foofoobar schrieb:
Diese Gruppe hat halt keine Trecker um damit Trecker-Demos zu veranstalten:
Das für mich unverständlichste: Es werden genau die Entlastet, wo vermutlich der Wachstumsimpuls für die Wirtschaft am geringsten ist. Keine Firma produziert mehr oder gibt Geschenke an die Mitarbeiter, nur weil mehr Geld in der Firma ist. Gibt es keine Wachstumsaussichten wird dieses Geld vermutlich einfach nur auf niemals leeren Konten landen, da die Inhaber keinen Grund haben, mehr Geld auszugeben, nur weil sie es könnten. Tut keine Firma, tut auch kein Millionär. Eher bekommen die Aktionäre dann einen höhren Bonus.
 
foofoobar schrieb:
Diese Gruppe hat halt keine Trecker um damit Trecker-Demos zu veranstalten:

Die Anspruchshaltung kommt aber auch nur daher, dass die Politiker nicht wirklich ehrlich zu den Bürgern waren. Statt "Sonne und Wind schicken keine Rechnung" Slogans rauszuhauen, hätten sie durchaus aufzeigen müssen, dass die Energiewende richtig viel Geld kostet, weil:
-> wir von zentraler Stromversorgung auf dezentrale Stromversorgung wechseln - wir brauchen also deutlich mehr Stromtrassen die gebaut werden müssen
-> wir entsprechend Speicherlösungen brauchen, da Sonne und Wind nicht nach Bedarf produzieren
-> weil all diese schönen EE Anlagen gebaut werden müssen
-> weil durch den Verkauf von Kraftstoffen der Staat aktuell 100 Milliarden Euro Steuern jedes Jahr einnimmt, und diese Steuereinnahmen bei der Transformation ebenfalls wegbrechen
...

So hat man halt die Bürger belogen und das Resultat ist halt, dass jetzt jeder irgendwie nur die Transformation mit-macht, wenn es eine entsprechende Förderung oder Subvention gibt. Sonne und Wind schicken ja keine Rechnung ... :freak: ... egal ob es E-Autos sind, Wärmepumpen, PV Anlagen, Windkraftanlagen, Haus-Dämmung ... immer nur Förderung oder fixe Einspeisevergütungen.

Wäre man ehrlich gewesen, hätte man den Bürger genau die Tatsachen erzählen müssen, dass eine Transformation nun mal immer erst mal viel Geld kostet. Die Vorteile liegen also nicht primär im finanziellen. Wir schützen dabei aber am Ende das Klima, die Luft vor Ort wird sauberer, man hat weniger Heizkosten ... die Bürger aber wurden in den Glauben gehalten, dass sich mit minimalen finanziellen Einsatz sich das maximale Ergebnis erzielen lässt.
 
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@_killy_
Das dabei exorbitante Kosten entstehen, war ja wohl Jedem klar, der dafür nicht zu naiv war. Umweltschutz ist immer ein teurer Luxus, für den man sich nichts kaufen kann. Versteh mich nicht falsch, ich bin Inhaber der Ehrenamtskarte, ich weiß, wovon ich rede, da muss man schon Idealismus haben für so einen "brotlosen Unsinn" und ein Staat macht das deswegen nicht oder legt die Kosten um in schöner Verpackung auf seine Steuerzahler.
 
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@_killy_
Das alles ist aber nix ungewöhnliches bei Ideologien und wenn dann noch Politiker die ganze Sache vorantreiben die von allem keine Ahnung haben, kann die ganze Geschichte auch nicht nicht Funktionen. Das merkt dann selbst der verblendetste Bürger, das das was man einem erzählt nicht schlüssig ist. Und klar natürlich erzählt man den Menschen nicht die harten Folgen, sonst würden diese ja nicht mitmachen.

P.s: Ich kann mich auch noch an den blöden
Spruch erinnern das die Energiewende nur ne Kugel Eis kostet.
 
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Fujiyama schrieb:
Und klar natürlich erzählt man den Menschen nicht die harten Folgen, sonst würden diese ja nicht mitmachen.

Die Menschen machen so oder so nicht mehr lange mit, wenn alles nur die Unterschicht ausbaden darf, und Flugreiseprasser, Großkonzerne etc. ungeschoren davonkommen.

Solche Frechheiten will ich nicht mehr sehen:

https://www.spiegel.de/karriere/axe...flicht-a-7f1207b7-de7b-4f7a-a064-ce16f32fbf40

Zusatzkosten für geforderte Mobilität sind nach dem Verursacherprinzip auf Arbeitgeber und den Staat (bei minderwertiger ÖPNV-Versorgung etc.) abzuwälzen. Mit Schichtdienst zum Billiglohn ohne 24h-ÖPNV oder zwingend vom Arbeitgeber zu stellender Lademöglichkeit wäre es damit vorbei.
 
Fujiyama schrieb:
@_killy_
Das alles ist aber nix ungewöhnliches bei Ideologien
Wenn du die Physik hinter der Infrarotabsorption von CO2 und weiteren Molekülen widerlegen kannst wirst du sicherlich bald den Nobelpreis für Physik bekommen.
Fujiyama schrieb:
Und klar natürlich erzählt man den Menschen nicht die harten Folgen, sonst würden diese ja nicht mitmachen.
Die möglichen Folgen des Nichtstun kann man bei Wikipedia nachlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Perm-Trias-Grenze#Auswirkungen_auf_Klima_und_Umwelt
 
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Katzenflüsterer schrieb:
Das dabei exorbitante Kosten entstehen, war ja wohl Jedem klar, der dafür nicht zu naiv war. Umweltschutz ist immer ein teurer Luxus, für den man sich nichts kaufen kann.
Ich glaube du unterschätzt hier die Bereitschaft der Bürger sich über Dinge zu informieren und die Realität so anzunehmen wie sie ist. Zumal von Seiten der Politik die gesamte Geschichte ihren Wählern ganz anders verkauft wurde.

Arbeitsplätze wurden versprochen, neue Geschäftsbereiche, die weltweite Vorreiterrolle in den Technologien und sich dadurch entwickelnder Wohlstand.

Die Wahrheit liegt nur leider knapp daneben, auch wenn hierzulande natürlich Arbeit anfällt für den Bau der Stromtrassen, für Windkraftwerke und viele andere Dinge. Nur realistisch betrachtet hat sich bisher vor allem China an unserer "Wende" bereichert und ausländische Bürger, die Strommasten aufstellen oder auf Baustellen arbeiten.

Ich möchte die Diskussion nicht nochmal aufrollen, meinen Standpunkt dazu kennen die meisten hier. Die Energiewende wäre anders aufgenommen worden, hätte man den stumpfen Aktionismus sein lassen und sich primär um wirtschaftliche Ziele gekümmert, spricht Subventionierung der hiesigen Firmen die in diese Technologien investieren.

Das gleiche gilt eben auch für die direkte Elektroautoförderung, das ist wie Essenslieferungen nach Afrika. Ein Fass ohne Boden und ohne Sinn, wenn man es nicht schafft den Menschen dort zu helfen, selbst für sich sorgen zu können. Das Elektroauto kommt, wenn die Bedingungen dafür günstig sind, man muss da niemanden zu zwingen.
 
@foofoobar
Das Problem ist das der Klimaschutz der letzten Jahre nicht geholfen sondern den Mensch und der Natur geschadet hat. Deswegen halte ich nix von irgendwelcher kopflosen Ideologie, das geht nach hinten los.
Und auf diesen Weg werden auch E-Autos nicht attraktiver.
 
xexex schrieb:
Zumal von Seiten der Politik die gesamte Geschichte ihren Wählern ganz anders verkauft wurde.

Arbeitsplätze wurden versprochen, neue Geschäftsbereiche, die weltweite Vorreiterrolle in den Technologien und sich dadurch entwickelnder Wohlstand.
Die Möglichkeit bestand sicher, aber eine Vorreiterrolle fällt nicht vom Himmel.
Bei uns war man mehr damit beschäftigt fossile PKWs schönzureden und E-Autos zu verteufeln, weil voll doof mit laden und so, das ist ja anders?! Können wir nicht Wasserstoffautos bauen, damit man nichts ändern muss?! Und E-Autos bringen ja eh nix, weil sich nach dem Energiemix aus dem Jahr 2004 E-Autos ja erst nach 250.000 Kilmoeter rentieren.
Die hiesige Autoindustrie ebenso, maximalen Profit rausholen, statt innovativ zu sein. Sie hatte die besten Startbedingungen um richtig viel Kapital zu investieren, aber Aktionäre waren wichtiger und der Lobbyismus hat auch gut funktioniert.
Für einen kurzen Moment konnte man noch denken, dass sie es noch rumreißen würde, aber dann ging der öffentliche Diskurs um Kobolde, den Heizhammer, einen Radweg in Peru, fehlende Quellenangaben in einem Buch und einem nicht-existenten Schnitzelverbot.
Dann ist das auch schnell wieder gekippt.

Das führte dann dazu, dass währenddessen die Vorreiterrolle durch andere Länder übernommen wurde, Norwegen, USA, China ... und wir machen wieder Gassubventionen statt Strom günstiger zumachen.
 
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Fujiyama schrieb:
@foofoobar
Das Problem ist das der Klimaschutz der letzten Jahre nicht geholfen sondern den Mensch und der Natur geschadet hat.
Erzähle uns mehr darüber.
Fujiyama schrieb:
Deswegen halte ich nix von irgendwelcher kopflosen Ideologie, das geht nach hinten los.
Welche Ideologie?
Fujiyama schrieb:
Und auf diesen Weg werden auch E-Autos nicht attraktiver.
Von welchem Weg sprichst du?
Ergänzung ()

KitKat::new() schrieb:
Für einen kurzen Moment konnte man noch denken, dass sie es noch rumreißen würde, aber dann ging der öffentliche Diskurs um Kobolde, den Heizhammer, einen Radweg in Peru, fehlende Quellenangaben in einem Buch und einem nicht-existenten Schnitzelverbot.
Du hast das "grüne Heizöl" von Jens Spahn vergessen.

In meinen dunklen Stunden wünsche ich mir manchmal das man nur nach einem bestandenen Physik-Test wählen darf.
 
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xexex schrieb:
Arbeitsplätze wurden versprochen, neue Geschäftsbereiche, die weltweite Vorreiterrolle in den Technologien und sich dadurch entwickelnder Wohlstand.
Die Wirtschaft ist einfach zu wichtig als die der FDP zu überlassen.
Ich rede hier von Rösler und Brüderle, die haben die gerade entstehende Industrie und entsprechenden Arbeitsplätze über die Klinge springen lassen.
 
foofoobar schrieb:
In meinen dunklen Stunden wünsche ich mir manchmal das man nur nach einem bestandenen Physik-Test wählen darf.
Leider ist Physik (und andere naturwissenschaftliche Fächer, keine Ahnung seit wann) kein Pflichtfach mehr, mindestens in der Realschule. Für andere Schulformen weiß ich es nicht.

Grundlegendes Wissen um naturwissenschaftliche Prozesse scheint in der breiten Bevölkerung nicht erwünscht oder für diese nicht als wichtig angesehen zu werden, jedenfalls seitens derer, welche die Lehrpläne erstellen. Die Kultusministerien werden schon wissen was sie tun...
 
Capet schrieb:
Grundlegendes Wissen um naturwissenschaftliche Prozesse scheint in der breiten Bevölkerung nicht erwünscht oder für diese nicht als wichtig angesehen zu werden, jedenfalls seitens derer, welche die Lehrpläne erstellen. Die Kultusministerien werden schon wissen was sie tun...
Spezialisierung und funktionale Ausdifferenzierung würde ich mal tippen.

Wenn du naturwissenschaftliches Wissen hast, dann kannst du einige handwerkliche Tätigkeiten selbst ausführen ... und dann gehen irgendeinem Handwerksbetrieb hunderte Euronen verloren, dieser zahlt dadurch weniger Steuern und unsere Finanzmysterer kommen wieder in Finanzierungsnot.
Naturwissenschaftliche Allgemeinbildung schadet unserer Wirtschaft.

Ausserdem sieht ein naturwisschenschaftlich gebildeter Mensch viel eher, was seine Vorgesetzten sich für einen Murks überlegt haben ... und das stört das Betriebsklima sicherlich viel mehr, als dieser Murks das je könnte.
Der Murks zeigt dem Vorgesetzten hingegen, dass sein Job wichtig ist ... das ist unschätzbar ... denn nichts belastet das Betriebsklima mehr, als unzufriedene Vorgesetzte. Da nimmt man dann lieber den Murks hin, und versucht seine Arbeit trotzdem gut zu machen.
Ergänzung ()

foofoobar schrieb:
Welche Ideologie?
Such dir einfach eine aus.
Ideologien gibts in der Debatte mehr als genug.
Ergänzung ()

foofoobar schrieb:
Die Wirtschaft ist einfach zu wichtig als die der FDP zu überlassen.
Die Wirtschaft ist sogar zu wichtig, um sie allein der Wirtschaft zu überlassen.
 
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Buttkiss schrieb:
Für mich auch nicht. Ich kann nicht mal eben in der Mittagspause meinen ergatterten Parkplatz aufgeben
In der Mittagspause sind die Energiepreise auch eher hoch. Zwar nimmt viel PV Strom zur Mittagszeit im Netz hier immer wieder die spitzen raus, aber tendenziell bleibt es eher eine teure Zeit.
 
@h00bi
Ich finde ja für dieses Problem den Prius mit Solardach nicht schlecht im Ansatz. Die Solarfläche müsste jetzt nur noch über Motorhaube usw. ausgeweitet werden, dann haben Berufstätige ohne Ladeparkplatz und Laternenparker wenigstens einen kleinen Vorteil von ihrem Nachteil, auch wenn der eigene Solarstrom natürlich nicht für alles reicht.
 
Samurai76 schrieb:
Keine Firma produziert mehr oder gibt Geschenke an die Mitarbeiter, nur weil mehr Geld in der Firma ist.
Also mein AG macht das. Wir haben jegliche freiwillige brutto für Netto Prämie der letzten Jahre mit Maximalbetrag bekommen und in den individuellen Gehaltsverhandlungen geht auch mehr, wenn der Laden gut läuft. Letzteres ist zwar kein Geschenk, aber trotzdem gut für den MA.
Hier gibt's allerdings auch keine Aktionäre, die bedient werden wollen.
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Katzenflüsterer schrieb:
Die Solarfläche müsste jetzt nur noch über Motorhaube usw. ausgeweitet werden
Naja, realistisch betrachtet bekommst du auch einem normalen Auto 600-700W(p) unter.
Wenn du das 8 Stunden in der prallen Sonne parkst (was höchst unrealistisch ist), hast du trotzdem nichtmal genug Energie um 25km nach Hause zu pendeln.

Da packst du gleich viel Energie ins Auto, wenn du auf dem Heimweg 30min in den Supermarkt gehst und nebenher am 11kW Lader hängst.
 
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Ich weiß ich weiß, ein Tropfen auf den heißen Stein, trotzdem macht es ein Stück unabhängiger für die Betroffenen.
 
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