Wie E-Auto Förderung sinnvoll gestalten?

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Web-Schecki schrieb:
Korrekt. Wir werden auf absehbare Zeit nicht 50 Millionen BEVs gleichzeitig mit voller Leistung laden können, aber wir können auch nicht 50 Millionen Verbrenner gleichzeitig tanken. Dass das problemlos ginge, wurde aber einfach behauptet.
Den letzten Punkt halte ich für valide. Also das wir das in absehbarerzeit für alle hinbekommen.

Was dagegen spricht ist die grundsätzliche Kaufskepsis. Sowohl Private als auch Firmenkunden geben unter den wichtigsten Kaufgründen gegen einen BEV an : Kaufpreis und Reichweite.
Wobei beide Punkte realistisch gesehen nicht haltbar sind.

WENN ich mir einen BEV kaufe und die Verbrenneralternative kostet 4-6.000€ weniger gebe ich trotzdem mid. 30.000 € für einen Neuwagen aus den ich laut statistik 7 Jahre fahren werde. Da fallen die Mehrkosten im Verhältnis zu den laufenden Kosten nicht mehr wirklich auf. (Meine Meinung)

Bei der Reichweite kann man geteilter Ansicht sein. Ja total gesehen sind 300-400km elektrische Reichweite weniger als 600-700km Benzinreichweite. Auch das entsprechende nachfüllen dieser Reichweite ist unterschiedlich schnell. ABER das tägliche Nutzungsszenario sieht keine 600km in den meisten fällen vor. Und wenn ich täglich zu hause für 35 cent die kwh nachtanken kann spar ich auch massiv. (PV Laden lasse ich mal außen vor). Wenn die Käufer eines BEV natürlich mit den Werkzeugen eines Verbrenneralltages an die Nutzung gehen, dann fällt die Kaufentscheidung extrem schwer. Die geänderte Nutzung muss sich erst rumsprechen.

Und solange diese Kaufentscheidung sich nicht ändert, haben Kommunen keine Bock in Lademöglichkeiten zu investieren, haben Energiekonzerne keine Lust mehr zu leisten als sie müssten bei Speicher ausbau, haben Vermögende keine Lust in eine autarke Stromabsicherung zu investieren.
Natürlich kann ich jeden anderen für die schleppende Umsetzung verantwortlich machen, aber ich fange zunächst einmal bei MIR an um zu schauen ob ich nicht alles mögliche gemacht habe für die Transformation.
Ich habe mir auch 1. das BEV gekauft, dann 2. die Wallbox und erst dann 3. die PV-Lademöglichkeit um erst dann 4. zu schauen wo ich in der nähe vielleicht im notfall laden könnte.
 
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@Relak Wie schon gesagt, das würde voraussetzen er schleppt 400-500kWh mit und kann an jedem Stopp mit ≥1MW laden. Die Realität dürfte da etwas anders aussehen, zumal du die 45min nicht an einem Stück nehmen musst, du könntest es zum Beispiel in 3x15min aufsplitten.

Während das aber zum Tanken ausreichend wäre, kannst du Laden in 15 Minuten eher vergessen. und das größte Problem ist, die LKWs die anhalten, wollen nun mal alle schnell nachladen können. Von daher, wie ich bereits sagte, du bräuchtest für "Kurzparker" am Autohof an jedem Platz Lader mit ≥1MW. Da bin ich ja mal gespannt.....
 
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xexex schrieb:
Während das aber zum Tanken ausreichend wäre, kannst du Laden in 15 Minuten eher vergessen
Drei Mal 15 Min mit 1MW macht bei mir trotzdem 750kWh. Die aktuell neu vorgestellten LKW haben bis 1MWh Batterie. Von den bisherigen Tests kam auch nicht nur Negatives, auf einigen Langstrecken wäre ein E-LKW aktuell wohl schon gut nutzbar mit verglichen zum Diesel Spottpreisen beim Laden.
Wie bei PKW auch muss das Ladenetz natürlich noch wachsen. Aber die Zeit läuft ab, es muss etwas passieren.

Das Gute an dem Thema, du brauchst nicht mal 5% einer Gesellschaft von einer Technologiewende überzeugen, die ziehen den Rest dann einfach mit. Den Punkt haben wir mittlerweile m.M.n. überschritten oder sind kurz davor. Um den EE Ausbau zu stoppen, würde ein Förderstop z.B. nicht ausreichen, es müsste aktiv verboten werden (siehe meinen Ausblick auf dem Strommarkt in Zukunft, selbst mit den nötigen Batteriekosten ist EE Strom immer der billigste).
 
getexact schrieb:
Strom speichern ist halt einfach teuer, wenn man den Materialeinsatz betrachtet.
Otto- und Dieselkraftstoffe zu lagern, ist ebenfalls nicht kostengünstig. Das erscheint nur so, weil die daf+ür nötige Infrastruktur bereits da ist, seit Jahrzehnten erprobt und optimiert wurde.

Unter dem Hof der tankstelle, an der ich arbeite, gibt es Tanks für insg. fast 100.000 Liter Otto- und Dieselkraftstoffe. Ich möchte jetzt nicht wirklich wissen, was es gekostet hat, diese Tanks dort zu bauen.

Auch das Speichern von fossilen Brennstoffen ist mit hohen Anfangskosten verbunden.
 
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Samurai76 schrieb:
Drei Mal 15 Min mit 1MW macht bei mir trotzdem 750kWh.
Schöne Rechnung ohne den Aufwand einen Stehplatz zu finden und überhaupt den Ladevorgang an einer hoffentlich funktionierenden Ladesäule zu starten. Darum gehts...

In der Realität sieht es so aus, und das ist ein Influencer für E-LKWs.

Das war aber nicht der springende Punkt, sondern letztlich die Behauptung es müssten ja nicht alle gleichzeitig laden. Bei LKW Stellplätzen ist aber genau das meist der Fall, die Pause würde man dafür nutzen wollen um Strom zu "tanken" und den Fahrern kannst du nicht erzählen, dann sollen sie halt zwei Stündchen Pause machen und warten.
 
xexex schrieb:
Die Wahrscheinlichkeit dafür ist gering, die Wahrscheinlichkeit, dass tausende LKWs zu gleichen Zeit laden müssen/wollen dafür sehr hoch.
Klar wird das Ladeverhalten im industriellen Güterverkehr ganz anders sein als bei privaten PKW. Man wird auch da gegensteuern müssen, um eine zu hohe Gleichzeitigkeit im selben Netzsegment zu vermeiden, oder eben massive Speicher an den entsprechenden Entnahmestellen vorhalten. Dass unser Schienennetz so kaputtgespart ist, sind sicherlich keine guten Voraussetzungen, denn letztendlich müsste auch ein enormer Anteil an Güterverkehr auf die Schiene verlagert werden. Das wäre auch schon ohne BEV der Fall, denn schon heute sind LKW-Rastplätze in den Abendstunden massiv überfüllt.
Dass wir die aktuellen Verfahren nicht 1:1 auf elektrische LKW übertragen können und nur ein paar Ladesäulen brauchen, das sehe ich ja ein.

P4ge schrieb:
Den letzten Punkt halte ich für valide. Also das wir das in absehbarerzeit für alle hinbekommen.
Naja, wenn wir 40 Millionen PKW alle gleichzeitig mit 22kW laden, was ja bei weitem nicht das Maximum ist, dann wären das 880GW an Leistung, die wir bräuchten.

Dieser Fall wird aber nie eintreten.

Dass wir 40 Millionen PKW alle abends an die Wallbox hängen und genau so laden, dass a) das Netz mitmacht, b) möglichst günstiger EE-Strom genutzt wird und c) garantiert genug Saft in der Batterie ist, dass wir am nächsten Tag locker unsere Pendelstrecke schaffen, das wird sicherlich absehbar realisierbar sein, wenn alle mitmachen.
 
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Web-Schecki schrieb:
wenn alle mitmachen
Die, die mitmachen, fahren BEV. Die, die nicht mitmachen wollen, fahren Verbrenner. Da gibt es m.M.n. keine Reibungsflächen. Und wer sich vorab keine Gedanken gemacht hat, der wird dann halt überrascht und da heißt es dann friß oder stirb. Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft wird genau das passieren müssen. Denn die letzten Prozente wirst du einfach nicht überzeugen, weil ist so. Reichenweitenangst, Akkuschrottangst und was nicht noch alles. Das wird sich nicht ändern und muss früher oder später halt hart verboten werden, damit unser 2% Rest CO² auch für die schweren Gebiete reicht. Und nicht die Freimenge von Privaten PKW aufgefressen wird und die Wirtschaft dann still steht, weil keine Zertifikate mehr verfügbar sind.
 
Samurai76 schrieb:
Die, die mitmachen, fahren BEV. Die, die nicht mitmachen wollen, fahren Verbrenner.
Naja, worum es mir ging ist es intelligente Steuerung des Ladevorgangs. Das setzt natürlich voraus, dass die Leute ihr Ladeverhalten entsprechend anpassen und nicht erwarten, dass der Akku voll ist, wenn sie morgens einsteigen, klar. Aber es setzt eben auch entsprechende Netze, Tarife, EE-Verfügbarkeit, ... voraus. Das sind alles Infrastrukturprojekte, die man nicht durch den Kauf eines BEV plötzlich realisiert hat.

Natürlich kann man selbst ansetzen, wenn man die Voraussetzungen hat; das meinte P4ge ja zuvor. Aber nachts bringt die PV nicht viel, und eine Windkraftanlage wird man sich nicht so leicht in den Garten stellen dürfen. Deshalb braucht es in jedem Fall auch Investitionen in die öffentliche Infrastruktur, und diese müssen eben von allen Beteiligten mitgetragen werden.
 
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Web-Schecki schrieb:
Naja, wenn wir 40 Millionen PKW alle gleichzeitig mit 22kW laden, was ja bei weitem nicht das Maximum ist, dann wären das 880GW an Leistung, die wir bräuchten.

Dieser Fall wird aber nie eintreten.

Dass wir 40 Millionen PKW alle abends an die Wallbox hängen und genau so laden, dass a) das Netz mitmacht, b) möglichst günstiger EE-Strom genutzt wird und c) garantiert genug Saft in der Batterie ist, dass wir am nächsten Tag locker unsere Pendelstrecke schaffen, das wird sicherlich absehbar realisierbar sein, wenn alle mitmachen.
Bei 40 Millionen PKW´s , ca 19 Millionen Eigenheime die potentiell sich selbst und das BEV versorgen, macht nur noch 21 Millionen Fahrzeuge die versorgt werden müsste. Und selbst dort sollte man die örtlichen Gegebenheiten nicht unterschätzen. Ich denke da gerade an Parkplätze die dann als quasi Großspeicher für den nahegelegenen Windpark oder Solarpark agieren können.

Wir denken bei vielen Punkten immer noch sehr fossil. Vollkommen verständlich, aber wenn man den Sprung hin zu neuen Nutzungsszenarien schafft, klappt das auch mit der Versorgung viel leichter. Zumindest denke ich mir das so
 
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Es ist ja schön das wir uns hier alle Gedanken machen. Die Parteien die aktuell an der Regierung sind vertreten aber ganz andere Interessen.

2030 wird es erst interessant wenn festgestellt wird das Klimaziele nicht erreicht wurden. Im Gegensatz zu anderen Ländern sind unsere Ziele gesetzlich bindend.

Es bringt halt nichts auf Wechselakkus oder anderen Ideen zu warten. Wenn man nicht auf die Schnauze fliegen will muss man das ausbauen was aktuell da ist, sonst hätte man viel früher anfangen müssen.
 
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Kassenwart schrieb:
Es ist ja schön das wir uns hier alle Gedanken machen. Die Parteien die aktuell an der Regierung sind vertreten aber ganz andere Interessen.
Wie ich schon geschrieben habe ist ja bei der CDU verwirrung maximal. Innovationsbooster PRO BEV aber auf EU ebene Bitte den Verbrenner bis 2100 erlauben.
Unabhängig davon was jetzt richtig oder was falsch ist. Für beides lässt sich argumente finden.

Gerade WEIL die Politik so handelt weiß doch der Bürger nicht, "ist BEV jetzt gut, oder soll ich doch lieber noch warten bis 2029?".

Kassenwart schrieb:
2030 wird es erst interessant wenn festgestellt wird das Klimaziele nicht erreicht wurden. Im Gegensatz zu anderen Ländern sind unsere Ziele gesetzlich bindend.
Und selbst dann gibt es ja noch den Bestand an Verbrennern bis zum Zeitpunkt X. Also wenn überhaupt noch jemand was produziert XD.

Kassenwart schrieb:
Es bringt halt nichts auf Wechselakkus oder anderen Ideen zu warten. Wenn man nicht auf die Schnauze fliegen will muss man das ausbauen was aktuell da ist, sonst hätte man viel früher anfangen müssen.
Die wird es garantiert geben. So wie es Rasenmäher mit Benziner, Kabel und Akku gibt, wird es das auch bei PKW geben. Für jeden Anwendungsbereich wird es was passendes geben. Aber wenn wir den firmen nicht jetzt schon durch unser konsum verhalten die richtigen Zeichen geben, wird das nichts.
 
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P4ge schrieb:
Bei 40 Millionen PKW´s , ca 19 Millionen Eigenheime die potentiell sich selbst und das BEV versorgen, macht nur noch 21 Millionen Fahrzeuge die versorgt werden müsste.
Die Rechnung finde ich ein bisschen zu einfach.
Das Auto mit leerem Akku müsste dann auch zuhause sein, wenn PV-Strom verfügbar ist. Das wäre im Sommer um die Mittagszeit herum der Fall.
Die Realität sieht ja meistens anders aus: Das Auto steht unter der Woche tagsüber auf irgendeinem Parkplatz herum und ist eher abends und nachts zuhause, wenn man gerade keinen PV-Strom erzeugt.
Man könnte das mit einem überdimensionierten Energiespeicher für zuhause lösen, der den PV-Strom tagsüber speichert, um damit nachts das BEV zu laden. Das halte ich aber für ziemlich ineffizient: Man verschleißt zwei ziemlich große und teure Batterien statt einer, man hat zweimal Ladeverluste etc., und im Winter muss man doch Strom dazukaufen, weil die eigene PV kaum ausreichen dürfte, um den Eigenbedarf zu decken.

Entscheidend ist und bleibt vielmehr ein vernünftiger Netzausbau.
Wenn dazu dann sinnvolle Lade- und Einspeisetarife kommen, die netzdienliches Verhalten belohnen, und noch intelligente Lade- und Einspeisesteuerungen, dann sind wir dabei:
Man kann idealerweise das BEV auf dem Firmenparkplatz an die Steckdose hängen und "netzdienlich" laden, um sogar noch Geld zu sparen: Wenn im Netz Strom benötigt wird (hoher dynamischer Strompreis), der Ladestand ausreichend ist und anzunehmen ist, dass man später am Tag noch günstiger laden kann, dann verkauft das BEV den Strom. Das ist morgens oft der Fall, wenn das Land schon Strom benötigt, aber die PV-Anlagen noch nicht so große Mengen liefern.
Gegen Mittag wird der Strom im Sommer regelmäßig ziemlich günstig wegen des PV-Überschusses. Dann kann das Auto also günstig laden.
Abends haben wir wieder dieselbe Situation wie morgens: Es wird mehr Strom benötigt als PV bereitstellen kann. Optimalerweise hängt das BEV dann zuhause an der Wallbox und speist ein (und verkauft ggf. sogar ins öffentliche Netz).
Am Wochenende hängt das Auto zuhause an der Wallbox und verhält sich genauso. An einem sonnigen Sommerwochende lädt man dann tendenziell das Auto voll und versorgt das Eigenheim nachts mit Strom.

Unterm Strich ist die einzige Idee: Das BEV hängt immer am Netz, wenn es nicht gerade bewegt wird. Und da ein privates KFZ durchschnittlich 23 Stunden am Tag herumsteht, kann es auch fast immer als Energiespeicher dienen.
Dazu kommt, dass die meisten BEVs absolut überdimensionierte Batterien für das durchschnittliche Fahrverhalten haben. Das ist natürlich dem Umstand geschuldet, dass man sich eine gewisse Flexibilität wünscht, um auch mal unerwartet längere Stecken fahren zu können. Genau das kann man sich aber zunutze machen und die Batterie als netzdienlichen Speicher nutzen.

Ist sicherlich auch noch zu einfach gedacht: Im Winter gibt es keinen PV-Überschuss, und Windkraftanlagen bringen eine größere Unbekannte ins Spiel. Aber auch dafür brauchen wir in jedem Fall Netze, die den Strom sinnvoll verteilen können.
 
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Ob das im Gesetz steht oder nicht, ist unseren Politikern erstmal zweitrangig. Wenn es nicht erfüllt wird und Strafen verhängt werden, zahlt es ja sowieso der Bürger, wenn es umgesetzt wird und das Kostenerhöhung o.Ä. zur Folge hat, zahlt es auch der Bürger.

Der meiste Ladestrom muss da verfügbar sein, wo die Autos am meisten zu der Zeit stehen, in der ohnehin am meisten Strom verfügbar ist. Und das ist in der Regel auf dem Parkplatz vom Arbeitgeber, von Supermärkten und Großraumparkplätzen oder Garagen.
Ladepunkte zuhause sind schön und gut, haben aber eben genau das Problem, dass dort der Strom dann abgerufen werden soll, wenn er eigentlich garnicht so richtig verfügbar ist wenn man mal primär an PV und Wind denkt. (Wind ist zwar auch nachts aktiv, aber auf einem geringeren Level als Tagsüber, besonders im Sommer)
Daher wäre meine Vorstellung, dass primär erstmal die Großraumparkplätze und Arbeitgeberparklätze ausgebaut werden. Da können es dann auch ruhig größtenteils Langsamlader sein, was das Netz dann auch nicht sprunghaft überlastet. Dazu dann auch noch extern regelbar an die aktuelle Netzsituation. Sprich, massive Reduktion oder Erhöhung der Ladeleistungen an die aktuellen Gegebenheiten. Viel Leistung z.B. zwischen 9 und 11 uhr, Reduktion bis 13 Uhr (da z.B. nun viel gekocht wird) und danach wieder Vollgas.

Natürlich ist auch das keine Allgemeinlösung für jeden Einzelfall. Aber es könnte ein Teil der Lösung sein.
Die Nutzung der Fahrzeuge als temporäre Speicher sehe ich ebenfalls als einen Teil daovn. Man müsste nur als Eigentümer festlegen können, in welchen Grenzen ein Be- und Entladen zugelassen werden soll.
So könnte man an Tagen, an denen man nur nachhause will und einem 20% Restladung reicht viel wieder zum Zurückspeisen freigeben, an Tagen wo man mehr Strecke machen will das entsprechend anpassen oder ganz deaktivieren.
Dazu braucht es dann smarte Lade-/Entladestationen die den Stromfluss aufzeichnen und abrechnen können.
Wenn wir mit regenerativen Energien arbeiten wollen ohne dafür auch massiv Großspeicher bauen zu wollen (und die Mehrkosten dafür tragen zu wollen), müssen wir unser Ladeverhalten und Leben auch ein Stück weit an die Verfügbarkeit der Energie anpassen.
Inwiefern es einen einschränkt, das man nicht komplett spontan mal 500km ballern kann weil der Akku nur bei 40% steht, muss man selbst abschätzen.
 
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Mir ist noch eine Idee eingefallen wie man E-Mobilität fördern könnte.

Man könnte E-Fahrzeuge von den oft sinnfreien "Tempo 30 - Lärmschutz"-Zonen ausnehmen :D

Unsere nächstgelegene Stadt haben Sie damit jetzt zugepflastert und die Aufstellung der Zonen ist einfach maximal sinnfrei... :freak:
 
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Das ist mir auch gerade am Wochenende wieder in Dortmund aufgefallen. Die offizielle Aussage ist das E-Autos ja auch Geräusche machen und wenn man sie bevorzugen würde, dann würden sich die Verbrenner auch nicht mehr dran halten (Mitzieh-Effekt). Aber vermutlich ist es einfach zu kompliziert das umzusetzen.
Dafür konnte man die Bus-Spuren als BEV Fahrer benutzen und freies Parken haben wir auch öfter. Also einige Vorteile gibt es durchaus.
 
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MrMorgan schrieb:
Unsere nächstgelegene Stadt haben Sie damit jetzt zugepflastert und die Aufstellung der Zonen ist einfach maximal sinnfrei...
Sinnvoller wäre es, Tempo 30 in Städten einzuführen und nur in einzelnen Bereichen (z.B. Umgehungsstraßen) mehr zu erlauben.

@Buttkiss Ja, das Argument gab es in diesem Forum auch schon. Und das gilt wohl ab 50km/h, wenn die Reifengeräusche lauter sind, als das Motorengeräusch eines Verbrenners, wenn dieser nicht beschleunigt.
Das mag in kontrollierten Tests und an einigen Straßen stimmen, aber in der Stadt tritt das ja quasi nie ein.

Es gibt alte Modelle, die einfach noch lauter sind. Menschen fahren in einem zu niedrigen Gang. Menschen haben Bock auf laute Karren (hab mir sagen lassen, dass es hier im Forum auch mindestens ein solches Exemplar gibt). Mopeds, Kreuzungsbereiche, Ampeln, Kreisverkehre, ein-/ausparkende Autos und so weiter.

Ich habe nun schon mehrfach E-Autos an mir vorbeifahren hören und meinem Empfinden nach war das lautstärketechnisch immer deutlich angenehmer.
 
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OdinHades schrieb:
Grundgedanke meinerseits ist es aber, dass die Förderung nur bei denen ankommt, die sie auch brauchen, um statt eines Verbrenners ein E-Auto zu fahren. Als Sozialdemokrat halte ich nicht viel davon, ohnehin reichen Leuten noch Geld zuzustecken, in welcher Form auch immer.

Dann müssen alle Förderungen auf eine flächendeckende, brauchbare Ladeinfrastruktur gelenkt werden. Keine nutzlosen Halbschnellader mit für Erwerbstätige völlig praxisuntauglichen Blockiergebühren.

Es gibt eigentlich nur drei Möglichkeiten:

  • richtige Schnellader mit höchstens 30 min. Ladezeit. Ohne Leistungshalbierungsschwindel, und so viele davon, dass sie vom Durchsatz her (geladene Kilometerleistung pro Zeiteinheit) das Tankstellennetz vollständig ersetzen können.
  • Langsamlader ohne Blockiergebühren überall. Oder zumindest ein Ladepunkt für drei Parkplätze, der automatisch nacheinander drei angeschlossene Autos laden kann. Mit Garantie, dass nach 8 Stunden mindestens 100 km Reichweite im Akku sind.
  • standardisierte Wechselakkus mit flächendeckend genügend Wechselstationen, um das Tankstellennetz zu ersetzen.

Fehlentwicklungen wie Aboschikanen und Tarifwildwuchs sind gesetzlich sofort abzuwürgen.
 
JMP $FCE2 schrieb:
Fehlentwicklungen wie Aboschikanen und Tarifwildwuchs sind gesetzlich sofort abzuwürgen.
Eventuell sollte man erstmal damit anfangen, dieses "Preis-PingPong" bei den Spritpreisen abzuwürgen.
Falls ihr das nicht versteht, einmal eine Beschreibung der Preisentwicklung in ca. 15 - 20 Minuten (!).

Schritt 1: Der Preis steigt um 5 oder 6 cent an -> Tankstelle bis auf Berufsfahrer leer.
Schrit 2-7: Der Preis stottert sich langsam in Schritten zu 1c wieder auf das alte Niveau.
Schritt 8: Der Preis geht wieder 5-6c nach oben, und das Gestottere beginnt von Neuem.

Teilweise bekomme ich neue Spritpreise, bevor sich unser Preismast auf die "alten" umgestellt hat ... "alt" bedeutet hier natürlich meist nicht mehr als 5 Minuten, denn so alt werden Spritpreise heute eben nicht mehr.
Von den Weltmarkt- und Rohölpreisen ist das in DE sowieso komplett entkoppelt (den mathematischen Zusammenhang, der dieses PingPong erzwingt, soll mir mal einer zeigen).

Warum der Dachverband das so handhabt, ist klar ... man testet halt regelmäßig aus, ob der Kunde mittlerweile bereit ist, einen cent mehr zu bezahlen. Daher hebt man den Preis erst auf ein Niveau, von dem man weiß bzw annimmt, dass viele das abschreckend finden werden, und rudert dann so lange wieder zurück, bis der Absatz wieder ansteigt (der kann problemlos in Echtzeit verfolgt werden, weil alle Zapfsäulen am Internet hängen).

Was ich wiederum nicht verstehe, ist das Gemecker der Kunden (das ist eigentlich immer zu hören, hat also nichts mit den tatsächlichen Preisniveaus zu tun).
Die beschweren sich bei einer Tankung von nichtmal 20 Litern darüber, dass sie pro Liter 1c mehr gezahlt haben, als sie eigentlich bezahlen wollten.
Es muss gerausam sein, diese 20c nicht gespart zu haben ... dabei haben 20 cent mittlerweile eine deutlich geringere Kaufkraft, als seinerzeit 10 Pfennig.
20c Ersparnis ... das muss man schon auf die Jahrhunderte hochrechnen, damit das was wird, das man als "Geld" bezeichnen könnte.
Ich finde sowas richtiggehend "lächerlich" ... und ich verdiene echt nicht viel.
Aber ich werde jedesmal angeschaut, wie ein Alien, wenn ich dann sage, dass das Tanken am billigsten ist, wenn man das Auto einfach stehen lässt.

Ich glaube fest daran, dass die Deutschen eigentlich nur aus Gewohnheit meckern. Das ist halt Teil der deutschen Leidkultur.
Warum ich das denke ... die Leute, die sich über diese 20c beschweren, sind die selben, die vorher noch 3 Pfanddosen (im Wert von 75c) einfach in eine Mülltonne geworfen haben (die hätten sie auch bei mir abgeben können, und hätten dann statt 20c mehr eben 55c weniger bezahlt).
Daher gehe ich davon aus, dass es dabei eigentlich nicht ums Geld geht, sondern ums Jammern (aka "es geht ums Prinzip").
Geld haben viele Leute eher zu viel, als zu wenig ... zumindest nach ihrem Verhalten zu urteilen.

Vielleicht wird aber auch gemeckert, weil man glaubt, zu dieser Ausgabe gezwungen zu sein.
Da sollte man sich mal fragen, was einen eigentlich dazu zwingt, und ob man darauf verzichten möchte oder sich eine Alternative dazu vorstellen kann. Ist das nicht so, dann ist man es selbst, der diese Ausgaben erzwingt.
Stellt euch einfach mal vor, die Preise im Supermarkt würden so rumzappeln, wie die an der Zapfsäule. Die Läden bräuchten wohl Sicherheitsmaßnahmen, wie sie früher im Schalterraum einer Bankfiliale zu bestaunen waren.
 
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DerOlf schrieb:
Eventuell sollte man erstmal damit anfangen, dieses "Preis-PingPong" bei den Spritpreisen abzuwürgen.
In Österreich gibt es die lustige Regel, dass Tankstellen die Preise zwar beliebig oft senken, aber nur einmal täglich erhöhen dürfen. Wäre ja vielleicht auch für uns eine Idee.
DerOlf schrieb:
Ich glaube fest daran, dass die Deutschen eigentlich nur aus Gewohnheit meckern. Das ist halt Teil der deutschen Leidkultur.
Geh ich voll mit. Ich behaupte, schon einigermaßen viel rumgekommen zu sein. Und nirgendwo wird dermaßen viel und extrem gemeckert wie in Deutschland. Obwohl es uns hier verdammt gut geht.
 
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DerOlf schrieb:
Ich glaube fest daran, dass die Deutschen eigentlich nur aus Gewohnheit meckern. Das ist halt Teil der deutschen Leidkultur.
Hier gibt es halt für alles Vorgaben, die dann noch auf Vorgaben für Spezialfälle verweisen.
Wenn ich mir allein die Diskussionen zum Stecker bei Balkonkraftwerken anschaue..
Ob Deutsche wirklich mehr meckern, da habe ich meine Zweifel. Das ist so ein Vorurteil wie, dass alle Briten distanziert sind. Hat sich auf meinen Reisen auch nicht bestätigt.

Vorurteile hin oder her. Fakt ist, dass das Elektroauto vom Unterhalt preiswerter ist. Weniger Bauteile und nicht die Lotterie wie beim Benzinpreis. Irgendwann haben wir wieder 2€ / l. Den Strompreis kann man durch geschickte Verträge oder als Hausbesitzer per PV zumindest beeinflussen.
 
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