Da hast du völlig recht, forschen und entwickeln muss man in alle Richtungen, aber darum geht es nicht. Die gesamte Energiewende wurde als Kreislaufsystem erdacht, Akkus die hier hergestellt werden, Fabriken die mit sauberer Energie angetrieben werden, Recycling was die Rohstoffe für die hiesigen Firmen liefert und letztlich die dadurch entstehenden Arbeitsplätze, die aus bestehenden Bereichen umgeschichtet werden.Incanus schrieb:Man kann also durchaus erstmal Autos mit Elektroantrieb bauen und dann erst die Fertigungstiefe erhöhen.
Was aber davon bleibt, wenn wir uns nur auf diesen einen Punkt konzentrieren, um wenigstens dort sagen zu können wir haben den Zeitplan erfüllt, sieht man an der aktuellen Entwicklung. Arbeitsplätze vernichtet, Kerntechnologien an ausländische Unternehmen abgegeben, Dreck in mehrfacher Form ins Ausland abgegeben, Hauptsache man sitzt selbst am sauberen Tisch, was hinter dem Tellerrand passiert interessiert nicht.
Der Markt ist keinesfalls "dynamisch", es ist ein aufstrebender und die Zukunft bestimmender Markt.Buttkiss schrieb:Aktuell werden irgendwas zwischen 10 und 20% der Akkus innerhalb der EU hergestellt. Der Markt ist hier aber extrem dynamisch.
Nur leider ohne uns, obwohl er erst durch unseren blinden Aktionismus sich dahin entwickelt...Die Wirtschaftsprüfer gehen davon aus, dass der Umsatz mit E-Auto-Batterien in Europa von 2024 bis 2030 von gut 16 auf 54 Milliarden Euro steigen könnte.
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Bera...bald-nicht-mehr-einholen-article26011434.htmlDie Abhängigkeit von E-Auto-Batterien aus China gefährdet nach Einschätzung der Unternehmensberatung Deloitte sowohl die technologische Souveränität als auch die Versorgungssicherheit europäischer Hersteller. Laut Berechnungen stammten 2024 lediglich 13 Prozent der weltweit hergestellten Batterien aus europäischen Fabriken, doch dabei handelte es sich zu 97 Prozent um Zweigwerke chinesischer und südkoreanischer Hersteller. Lediglich ein einziger Hersteller in der EU produzierte laut Studie im begrenzten Umfang eigene Batterien.
Das gilt nicht nur für Akkus, sondern faktisch sämtliche EU Ziele in diesem Bereich, einzig beim Recycling liegen wir noch halbwegs im Zeitrahmen, auch wenn uns für die Windräder bis heute nichts sinnvolles einfällt.
Jetzt könnte man natürlich genauso wie früher einfach wegschauen, wir haben und längst daran gewöhnt praktisch alle elektronischen Dinge unseres tagtäglichen Lebens aus China zu bekommen und wenn man es genauer nimmt, lebt der "Westen" schon seit Jahrhunderten von der Ausbeutung der Natur und fremder Länder.
An diesen Punkt gibt es nur diesmal ein kleines "Problem", denn der einzige Grund wieso wir Milliarden in die Energiewende und Elektromobilität stecken ist der Umweltschutz. Niemand zwingt uns dazu Verbrennerfahrzeuge zu verbieten, niemand zwingt uns dazu ständig die Umweltauflagen hierzulande zu erhöhen. Das Klima schützt man nicht wenn man den Dreck auf andere Länder auslagert und hier dann mit einer vermeintlich sauberen Weste sitzt.
Der "Dreck" muss hier erzeugt werden und die Kosten für die hohen Umweltschutzauflagen hier auf Menschen umverteilt werden. Vielleicht wird dann der eine oder andere sich dann mal die Frage stellen, ob wir es uns wirklich leisten können. Im schlimmsten Fall aber haben wir dann Erkenntnisse draus gewonnen und das Geld ist in unserer Wertschöpfungskette gelandet.
Ergänzung ()
Du meinst das Gesetz was sich in seiner ursprünglichen Idee nicht als durchführbar gezeigt hat? Möchtest du chinesische Stahlfirmen dazu verpflichten, alle Werke nach unseren Umweltschutzauflagen zu betreiben und alle ihre Zulieferer ebenfalls? Wer soll es kontrollieren? Wie wird China, Indien oder die USA dazu gezwungen werden sich daran zu halten?KitKat::new() schrieb:Mit dem Lieferkettengesetz muss es eben nicht vor Ort sein
Wenn du sowas haben willst, bräuchtest du keine Ursula in der EU sondern einen Donald. Der mag ein Idiot sein, aber er hat zumindest erkannt wie man Konzerne dazu zwingen kann, innerhalb des eigenen Kontroll- und Machtbereichs zu agieren. Davon sind wir aber so weit entfernt wie noch nie, wir erkennen zwar staatliche Subventionierung als Zollgrund an, die Umweltauflagen sind uns bei dieser Berechnung aber egal.
Zuletzt bearbeitet: