Wie gut ist mein Kopfhörerequipmend einzuschätzen?

@mh0001
Der von dir verlinkte Typ aus Head-fi behauptet aber auch dass er DEUTLICHE Unterschiede gehört hat als er das Netzteil von seinem KHV ausgetauscht hat. Von daher...;)
Allgemein finde ich Head-fi extrem, tja, wie soll man sagen, schwurbelig.
Da werden seitenweise Klangunterschiede von KH Kabeln diskutiert, jeder KHV/DAC klingt sowieso anders (merke, je teurer umso besser) und Opamps werden mit den blumigsten Klangbeschreibungen überhaupt versehen.
Ich hab letztes Jahr ja auch mal ein bisschen mit verschiedenen Opamps experimentiert, und die Klangunterschiede waren, wenn überhaupt, nur marginal. Imho zwar hörbar, aber jetzt nicht in dem Maße als hätte man eine neue Soundkarte. Da geht es nur um Nuancen.
Aber wenns glücklich macht, warum nicht;)

Ich höre jedenfalls keinen erwähnenswerten Unterschied ob mein HE-500 an einer Essence ST oder an einem Fiio E17 hängt.
Aber sind ja auch beides nur Low-Fi Geräte, wahrscheinlich bräuchte ich nur einen KHV/DAC der 1000€ Klasse, dann würde der Vorhang fallen:D
Auch meinen DT-880 Edition (250 Ohm) hab ich lange an der Essence betrieben, imho ohne Probleme.
 
Zuletzt bearbeitet:
Grammophon schrieb:
@mh0001:
20-30V an einen Kopfhörer...?
Mit EINEM mW bist du beim DT880 schon bei 96dB direkt vor'm Ohr, das ist schon sehr viel. Bei der 250 Ohm Version reicht dazu ein lächerliches halbes Volt.
Bei 30V jagst du bereits 3,6W durch deinen Kopfhörer! Das wird er vermutlich thermisch nicht mal überleben. ;)


Genau das soll ein Verstärker doch machen :confused_alt: Der Ausgang eines Audioverstärkers ist eine Spannungsquelle. Über den Lautstärkeregler wird die Spannungsverstärkung eingestellt. Zusammen mit dem zu verstärkenden Signal ergibt das nun mal bestimmte Spannungen, die ausgegeben werden. Da kann ein KHV nicht einfach noch was hinzudichten. Sollte die Sollspannung über die Maximale hinausgehen, dann clippt das Signal einfach.
Mit 12V oder gar 5V kann man ein absolutes sauberes Signal generieren. Vorraussetzung ist einfach, dass NICHTS abgeschnitten wird. Ein Mittel das zu verhindern hat man mit dem Lautstärkeregler selbst in der Hand... Reicht einem dann die Lautstärke nicht, ja DANN sollte man über einen kräftigeren KHV nachdenken.

Der Strom sinkt ja entsprechend bei höherer Spannung! Es geht ja nicht darum die Leistung zu erhöhen.
Man muss sich auch die Unterschiede der Kapseln vor Augen führen. Die 600 Ohm - Kapseln von Beyer sind leichter, dünner und darin liegt auch der Vorteil, dass sie nämlich präziser und schneller anzutreiben sind. Durch die höhere Spannung muss für gleiche Leistung weniger Strom fließen, d.h. man kann die Materialien dünner und somit leichter machen als bei den 250Ohm-Kapseln. Geringerer Widerstand, mehr Strom und die Materialien müssen dicker sein, haben mehr Masse und dementsprechend verschlechtern sich die klanglichen Eigenschaften. Das jetzt aber die sehr runtergebrochene Knappfassung. Das ist ja nicht so, dass da jemand Widerstände in die KHs einlötet. :) Das sind schon Unterschiede im Material.

Und dass man die Spannung des Verstärkers durch den Lautstärkeregler oder die Gain-Einstellung verändert, ist eben ein Missverständnis.
Der Lautstärkeregler entspricht dem normalen Regler des Windows Soundmixers, das ist rein digital.
Die Essence hat keinen regelbaren Verstärker. Der verstärkt alles was er rein bekommt um einen festen Faktor und haut das raus.
Gain-Einstellung und Lautstärkeregler machen das Signal einfach vorher digital leiser.

Der Nachteil davon liegt auf der Hand, denn je leiser man auf diese Weise dreht, desto weniger des eigtl. analog vorhandenen Dynamikumfangs wird vom Nutzsignal auch genutzt. Das Signal/Rauschverhältnis leidet infolge dessen. Denn da der Verstärker immer auf vollen Touren läuft, bleibt die Lautstärke des Rauschens natürlich konstant.
Besser ist es, über einen analogen Lautstärkeregler tatsächlich die Verstärkerleistung zu senken.
Ergänzung ()

dropback schrieb:
Auch meinen DT-880 Edition (250 Ohm) hab ich lange an der Essence betrieben, imho ohne Probleme.

Ich hab das ja auch so, und bin damit auch zufrieden. :)
Für den PC ist es eben mit die beste Lösung. Dass es noch besser geht, bringt einem für den gewünschten Einsatzzweck am PC ja nix, es sei denn man will sich seinen Schreibtisch mit Verstärkern zuknallen.
Von daher, es ist alles Kritik auf hohem Niveau. Aber da ich besonders empfindlich vor allem im Hochtonbereich bin und es auch viele gibt, die den DT880 wegen einer Überbetonung der Höhen nicht leiden können, will ich nur darauf hinweisen, dass an einem wirklich guten KHV die Höhen gar nicht überbetont sind, es aber gänzlich ohne KHV noch unangenehmer wird. Schließe ich meinen DT880 an meinen MP3-Player an und drehe voll auf, hab ich einen saulauten aber messerscharfen Sound, der einem am Trommelfell sägt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Strom sinkt ja entsprechend bei höherer Spannung!
Nö. Der Strom steigt selbstverständlich mit der Spannung, der Widerstand ist ja fest.
Durch die höhere Spannung muss für gleiche Leistung weniger Strom fließen
So stimmts.
d.h. man kann die Materialien dünner [...] machen
Nein, die Erwärmung hängt immer noch von der Leistung ab und die bleibt gleich.
Und dass man die Spannung des Verstärkers durch den Lautstärkeregler oder die Gain-Einstellung verändert, ist eben ein Missverständnis.
Du hast natürlich recht, mein Beitrag hat sich aber nicht direkt auf die Essence bezogen. Bei einem externen KHV wirst du in der Regel die Verstärkung mit dem Poti einstellen.

Ich zweifel immer noch am Sinn von 30V in einem KHV. Darum ging es mir doch, erklärt hast du es aber nicht.
Verstärkerleistung
Verstärkungsfaktor ;)
 
So, bitte nochmal für Laien jetzt:

Ich lege mir in Kürze ein komplett neues PC-System zu, das modern und besonders leise sein wird.
Voraussichtlich wird es (da Gigabyte-MB) über den mäßigen onboard-Soundchip VIA VT2021 verfügen.
Momentan orientiere ich mich gerade was es an Möglichkeiten für Sound gibt.

Angenommen, ich spiele nicht (also gar nicht). Weiter angenommen, ich möchte mit dem System auch nicht musizieren (Keyboard o.ä. anschließen). Was ich möchte, ist Audio (keine MP3s!)/Video (Bluray/HD)-Ton hochwertig über KH (AKG K702) ausgeben (auch leiseste Passagen deutlich und klar).
Eventuell auch aufnehmen zu können (Mikrofon für Sprache) wäre nice to have -- hat aber keine Priorität.

Was brauche ich dafür -- minimal?
1 (preiswerte, interne) Soundkarte + 1 externer KHV (wie den FiiO E10 Olympus)?

Vom onboard-Sound erhoffe ich mir erfahrungsgemäß wenig. Zaster für eine "richtige" Soundkarte wie der Xonar Essence ST(X) oder einen Deluxe-KHV (unter 200 €) auszugeben, davor schrecke ich zurück. Auch weil ich gelesen habe, dass der ein oder andere KHV jener Preisklasse (in der Xonar Essence soll ja ein günstiger solcher verbaut sein) den Klang negativ beeinflusst, dann kann ich auch beim VT2021 bleiben!

Was ist von einer Karte wie der M-Audio Delta Audiophile 2496 zu halten? (Soll ja für Win7x64 ungeeignet sein.) Und worauf wäre bei 'nem KHV wie dem Pro-Ject Head Box S zu achten? Nach oben gibt es keine Grenzen, ich such aber was im unteren Preissegment...
 
Jesterfox schrieb:
Du brauchst nur den Fiio E10, der ist neben KHV auch noch USB DAC, das heißt er ist selbst eine Sound"karte" die per USB angeschlossen werden kann.

Danke! Das heißt: KHV + USB DAC macht die interne Soundkarte überflüssig.
Und wo wird ein FiiO E10 oder E17 angeschlossen? Beliebige USBx-Schnittstelle (hinten/vorne/hub)?
 
Ich hab jetzt den DT 880 Ohm direkt am AVR. Soll ich da einen KHV (und ev. DAC) zwischenschalten oder passt das schon so?
 
WWenn er dir laut genug ist, passt das so. An nem AVR dürften die Beyer eh besser klingen als an Kopfhörerverstärkern (zumindest, Beyerdynamic passt seine Kopfhörer auf eine 100 Ohm Quelle an, wie man es in vielen AVRs findet.
 
Der Yamaha hat sogar einen 470-Ohm-Widerstand, was aber auch kein Nachteil sein soll.
 
470Ohm ist schon ganz schön viel...
Wenn's ein Beyer mit 600Ohm ist, dann geht das schon noch klar, aber bei einem 250Ohmer dürfte da schon ganz schön am Frequenzgang gebogen werden.
 
Genau, das wollte ich wissen. Ich spiele nämlich mit dem Gedanken auf den T90 upzugraden und war bisher der Meinung, dass man einen niederohmigen KH an einen hochohmigen KH-Ausgang hängen müsste. Aber in Wirklichkeit ist es umgekehrt. Ich dachte beim Auspacken auch, dass der Hörer zu leise ist, aber in Wirklichkeit geht der ziemlich laut und ich muss nichtmal voll aufdrehen. Stimmt es, dass ein Kopfhörer mit größerem Widerstand langlebiger ist? Ich habe das nämlich gelesen, allerdings weiß ich nicht, auf was das langlebig bezogen ist. Ich kann mir vorstellen, dass die Lebensdauer jetzt natürlich nicht von der Ohm-Anzahl abhängt, aber vielleicht gibt es ja welche, die extrem laut aufdrehen und da könnte es ja sein, dass ein niederohmiges Modell früher den Geist aufgibt. Wenn ich z.B. jetzt übertreibe und voll aufdrehe, wird ein größerer Widerstand den Vorteil haben, dass der KH weniger Belastung ausgesetzt ist.
Alles in allem dürfte aber auch der 600-Ohmer etwas verfälscht werden, wenn auch sicher nicht so viel wie ein 250er. Nur will ich jetzt nicht extra einen KHV kaufen. Beim T90 wäre das dann vermutlich notwendig, da er ja noch mehr verfälscht. Dieser macht wirklich vieles besser (wenn auch nur etwas), aber eben auch manches etwas schwächer. Komischerweise habe ich ohne bewusst darauf zu achten zwei halboffene 600-Ohmer zu Hause. Wenn ich den Trend fortsetzen will, wäre der nächste der T1 :-).
Aber somit bestätigt sich das, dass der 600er ohne KHV weniger Probleme macht, als ein niederohmiges Modell, selbst wenn es deutlich besser ist. Aber da ist dann ja fast schon wieder KHV Pflicht.
 
NexusOne schrieb:
Der Yamaha hat sogar einen 470-Ohm-Widerstand, was aber auch kein Nachteil sein soll.

470 Ohm wird nach meiner Vermutung eher der vorgeschaltete Widerstand sein, der sich vorm KH Ausgang befindet, da der Receiver keinen separaten KHV Teil besitzt, sondern durch den Widerstand die Leistung der Endstufen anpasst.

Was die relevante Ausgangsimpedanz betrifft, würde ich da eher auf 100 - 120 Ohm tippen.
 
höher ohmige sind nicht langlebiger.
Laut deiner Theorie müsste es umgekehrt sein. Ein höherer Widerstand braucht eine höhere Leistung, um gleiche Lautstärken zu erreichen^^

Was den KHV angeht, dürfte im grunde ein billige Fiio reichen. Du willst ja in dem fall eig lediglich den Kopfhörerausgang "glatt bügeln".

Solltest dir aber dann schon sicher sein, dass du vom T90 profitierst ^^
Ich überlege nach 3 Monaten, meinen wieder zu verkaufen (da ich bedenken habe, ob ich 500€ in einen Kopfhörer stecken will), und 1-2 stufen runter zu gehen, z.B. Hifiman HE 300 (sobald ich mich mal mehr über den Informiert hab).
 
Ein höherer Widerstand braucht eine höhere Leistung, um gleiche Lautstärken zu erreichen^^
Das ist doch Käse. Ein 32 Ohm Beyerdynamic ist bei gleicher Leistung genau so laut wie einer mit 600 Ohm, der Wirkungsgrad ist schlicht der selbe.
Die Spule eines 600 Ohm Kopfhörers ist aber nun mal aus viel dünnerem Draht und daher thermisch auch weniger stark belastbar. Bei Kopfhörern der gleichen Serie kann man daher durchaus sagen, dass die "niedrigohmigen" KH robuster sind.
 
Genau. Ich schwanke gerade extrem zwischen DT880 und T90. Aber gewisse Dinge verstehe ich nun doch nicht ganz, weil hier wieder etwas anderes geschrieben steht.

Das steht auf der AKG-Seite:

"600 Ohm-Kopfhörer sind robuster als niederohmige Modelle, da die höherohmigen Spulen weniger anfällig für thermische Überlastung sind als niederohmige Ausführungen."

http://www.akg.com/site/product_tipps/powerslave,id,35,nodeid,2,_language,DE.html


Leider kann ich den T90 nicht zu Hause Probehören. Selbst gegen Gebühr will der Händler keine Ausnahme machen. Aber das ist verständlich, wenn das jeder machen will....

Ich stelle mir nur folgende Fragen:

- Vorgeschalteter Widerstand dürfte vollkommen unwichtig sein, wichtig ist. Auf die Ausgangsimpendanz kommt es an.
Demzufolge dürfte der T90 passen, da er näher diesem Wert ist als der hochohmige, aber im Gegensatz dazu wie oben geschrieben steht mehr eingegriffen wird, als in ein höherohmiges Modell.


Darkseth hat Recht. Eigentlich wollte ich den AVR neutralisieren und mit dem KHV glattbügeln. Laut Beyerdynamic und Yamaha sei das aber gar nicht zwingend notwendig, da der hochohmige KH direkt angeschlossen werden kann und auch passt.
Jetzt stellt sich natürlich auch die Frage, ob ein T90 wirklich so verfälscht wird, da die Ausgangsimpendanz ja nun nicht 470 Ohm sind. Als Laie fehlt einfach der Durchblick, aber ich verwende am 880 keinen KHV und habe bisher immer angenommen, dass man mit einem T90 eher einen braucht. Und hier steht wieder, dass die niederohmigen Modelle robuster sind. Durch die fehlenden Kenntnisse ist es eben schwierig zu sagen, wie es ideal ist. Laut Yamaha soll es der mit 600 Ohm sein. Sie haben sich aber so ausgedrückt, dass das wirklich der Widerstand am KH-Ausgang sei, wobei vorstellen kann ich mir so einen hohen Wert auch nicht. Vielleicht bringt jemand Licht ins Dunkel :-).
 
Nein, der T90 wird am AVR nicht sonderlich verfälscht werden. Möglicherweise wirst Du am AVR mit einem etwas größeren Grundrauschen leben müssen im Vergleich zu einem reinrassigen KHV. Das fällt allerdings nur in leiseren Klassikpassagen auf. Inwieweit Dich das stört musst Du selbst beurteilen, mich hat es nicht sonderlich gestört.
Der T90 klingt auch an einem AVR nach einem T90. Ich hatte für ne gute Woche einen zum Testen bei mir. Ich glaube, Du machst Dich da etwas zu sehr verrückt. ;)
 
Das könnte sein :-). Mich würde nur interessieren, ob nun wenn man den gleichen Hörer mit mehr Ohm hat, ob er dann eben robuster und noch unverfälschter ist oder ob das nichts zu sagen hat? Beim 600 Ohmer fällt mir bis jetzt kein Grundrauschen auf.
 
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