Wie schlecht sind Billignetzteile wirklich?

Eddi0406

Ensign
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Hi Leute :)

Ich hab hier ein NoName-Netzteil verbaut. Nun hab ich das Problem, dass Festplatten bei mir immer recht schnell kaputt gehen (fangen an zu klacken und bleiben dann häufig hängen). Also mir sind jetzt in 1,5 Jahren 5 Festplatten weggestorben ^^

Da ich es für ziemlich unwahrscheinlich halte, dass ich immer die falsche Platten erwischt habe, habe ich mich auf die Suche nach der Fehlerursache gemacht. Beim Suchen im Forum bin ich vor ein paar Tagen auf einen Thread gestoßen, in dem stand, dass Netzteile, so wie ich eins habe, die Teile im PC häufig mit den falschen Spannungen versorgen.

Nun meine Frage: Ist da was dran? Ist es tatsächlich möglich, dass mit innerhalb von 1,5 Jahren dadurch 5 Festplatten ausfallen (alle sind auf die gleiche Art ausgefallen)? Wenn ihr noch irgendwelche Informationen zum Netzteil oder den PC braucht sagt Bescheid.

Ich würde mich über eine schnelle Antwort freuen :)

Mit freundlichen Grüßen
Eddi

Edit:
Ich kann es zu 100% auschließen, dass die Festplatten durch grobe Einwirkungen meinerseits kaputt gegangen sind ^^
Es handelte sich um Geräte verschiedener Hersteller (Samsung, Seagate und Western Digital). Manche haben sogar schon von Anfang an geklackt (liefen aber bis jetzt trotzdem problemlos, wenn man die paar mal, bei denen der PC dann hängen bleibt, ignoriert).
Falls ihr mir zu einem neuen Netzteil raten würdet, habe ich mir dieses hier rausgesucht. Müsste für meinen PC reichen, oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Festplatten ansich sind durchaus sehr empfindlich, wenn es um Spannungen geht und bei Billignetzteilen wird diese meist uneffektiv geglättet und die Schwankungen liegen besonders unter Last außerhalb der ATX Spezifikation.

Ob es die tatsächliche Ursache ist, kann man so einfach natürlich nicht sagen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für deine schnelle Antwort.

Würdest du mir, auch wenn die Fehlerursache nicht hundertprozentig bei meinem Netzteil liegt, trotzdem zu einem Neuen raten? Ich hab da oben noch nachträglich eins verlinkt. Es würde ja nun auch nicht die Welt kosten...
 
Prinzipiell ja, vor allem bei einem Stromfresser wie dem Pentium D.
 
Ok danke.

Habe mir die Netzteilfaq durchgelesen und mich für das Seasonic S12II mit 380 Watt entschieden :)
 
Das hat eine sehr saubere Gleichrichtung und ist auf alle Fälle zuverlässiger als ein solch einfaches Fabrikat.
Wenn mal eine GPU Aufrüstung ansteht, kann auch das 430W Modell nicht schaden.
 
HD-Ausfälle können natürlich auch durch das NT bedingt sein aber wirklich naheliegend ist das eigentlich nicht.
Erstmal würde ich ein grobes Monitoring empfehlen z.B. mit Speedfan. Damit kannst du mal die relevanten Spannungen unter verschiedenen Lastzuständen mitloggen und schauen, ob die ATX-Grenzwerte eingehalten werden.
Außerdem kannst Du auch mal die SMART-Werte (RAW-Werte) der Festplatten einsehen, vielleicht ergeben sich da Hinweise auf Gemeinsamkeiten.
Ganz wichtig ist auch die Frage nach den Temperaturen. Im Zuge des allgemeinen "Silentwahns" stopfen viele "Spezialisten" ihre PCs einfach zu, denken vielleicht noch so "ein bisschen" an CPU und Graka aber die HDs werden vergessen. Und dann "verglühen" die Dinger bei 50+ Grad.
Speedfan liefert auch Temperaturwerte für die HDs, zwar ziemlich ungenau aber immerhin.
Hds müssen kühl laufen aber nicht eiskalt, Richtwert: 25-40 Grad.
HDs im PC-Gehäuse sollten aktiv gekühlt werden. Es sind aber nur minimale Lüftströme notwendig. Vor allem "Hitzenester" unter den Platten werden so vermieden.

Ach ja, "klackernde" HDs ab Liefertag sind DOA. Sofort zurückschicken...
 
Spannungen kann man nur mit einem Multimeter auslesen, keine Software ist da wirklich zu gebrauchen, auch nicht Speedfan.
Zumindest wenn es sich um Netzteile handelt.
 
Jap das Seasonic ist ne gute Wahl in der Preisklasse, hatte den größeren Bruder S12-500 und war damit zufrieden, nie Probleme oder sonst irgendwas auch angenehm in der Lautstärke.
Und Spannung auslesen ist wirklich so ne Sache, da hilft wirklich nur ein Multimeter.
 
Spannungen kann man nur mit einem Multimeter auslesen, keine Software ist da wirklich zu gebrauchen, auch nicht Speedfan.
Zumindest wenn es sich um Netzteile handelt.

Nun gut. Aber leider auch völlig realitätsfremd.

Speedfan wie auch andere Software sind i.B. auf die absoluten Werte sicherlich nur mit allergrößter Vorsicht zu genießen. Um aber Schwankungen und Verläufe von Messwerten über einen gewissen Zeitraum zu erfassen, sind sie durchaus zu gebrauchen.
Ein NT bspw., welches unter Last eine Spannungsabfall zeigt, kann man auch mit Speedfan et al identifizieren. Und wenn man Absolutwerte einem kurzen Reality Check (z.B. Umgebungstemperatur) unterzieht, kann man auch mit denen was anfangen.
 
Jein. Die Messelektronik auf Mainboards ist superbillig und ebenso verbaut. Häufig sind die "Schwankungen", die man da sieht, die ein bis zwei niederwertigsten Bits eines eingebauten Analog/Digital-Wandlers, der lediglich auf 8 Bit Stufen) auflöst. Das sollte man zur Kontrolle seiner SpeedFan-Ergebnisse immer überschlagsweise ausrechnen, d.h. es ist z.B. höchst normal, wenn die 12V um 50mV nach Oben und Unten schwanken (1 Bit). Auch 100mV sind diesbezüglich noch so im Grünen Bereich, dass sie überhaupt nichts über das angeschlossene Netzteil aussagen. Manche Websites entblöden sich nicht, auf so ermittelte Werte Punkte zu vergeben.

Multimeter sind schon etwas brauchbarer, wenn es darum geht, ob ein Netzteil noch Spannungen innerhalb der durch ATX12V gesetzten Toleranzen liefert.

Die meisten kurzfristigen Spannungseinbrüche, die ein System instabil laufen lassen, können aber von SpeedFan gar nicht notiert werden, da sie bei weitem zu schnell für die auf dem Mainboard verbauten Analog/Digital-Wandler sind. Im Extremfall reicht ein Impuls im Mikro- bis Millisekunden-Bereich aus, um einen Prozessor aufhängen zu lassen. Auch an einfachen Multimetern gehen solche Ereignisse spurlos vorbei. An der Qualität von Schreibvorgängen der Festplatte aber nicht notwendigerweise.

Hat man mit einem Multimeter mal überprüft, dass der Hardware-Monitor onboard plausible Werte liefert, ist natürlich ein Spannungsabfall unter Last um über 5% mal ein Grund, etwas genauer auf das Netzteil zu sehen.
 
Eddi0406 schrieb:
Ok danke.

Habe mir die Netzteilfaq durchgelesen und mich für das Seasonic S12II mit 380 Watt entschieden :)

380 Watt dürften für den Kaffeekocher Pentium D etwas knapp sein. Ich hatte einen PentiumD mit 2,6GHz kurzzeitig am Laufen und der hat nach einigen Stunden regelmäßig den Geist aufgegeben.
NT ausgeschaltet, 1 Min. gewartet und wieder eingeschaltet und alles lief wieder für ein paar Stunden.
Das ist der Effekt der Auftritt, wenn die Überlastsicherung im Netzteil auslöst.
Mit einem 500W NT war dan alles prima.
Noch besser den Pentium D ersetzen, das einzige, was der gut kann ist Heizen.
Ein Core 2 Duo in langsamerer Ausführung kann mehr und braucht wesenlich weniger Strom.
 
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