Wie sieht man den Westen in der Welt?

@Daroon

Das ist mir klar, dass viele zur ihre Sache gezwungen wurden sind, selbst die Kirche inkl Pfarrer etc. haben von heute auf morgen nicht mehr von nächsten liebe bzgl der Juden gesprochen.

Nur wer gab die Stimmen für die NSDAP ab, damit sie überhaupt so hoch kamen? Das deutsche Volk. 1928 hatte die NSDAP ca 2% Stimmenanzahl und 1933 46%.
Letztens noch ein Doku gesehen, dass die meisten Juden durch Deutsche selbst denunziert wurde sind. Die Gestappo alleine hätte es niemals geschafft.

Daaron schrieb:
Was hat das mit MIR zu tun? Ich wüsste jetzt nicht, dass einer meiner Vorfahren KZ-Wachposten oder sowas war... Die Männer waren bestenfalls eben auch Schütze Arsch.


Vielleicht deine nicht aber wer weiß von wie viele anderen. Und auch wenn aus deiner Familie keiner aktiv dabei war, solltest du dich, wenn du dich zum deutschen Volk zählst, mit dem Stolz etwas zurückhalten, wegen der deutschen Vergangenheit.


Off-Topic(passt mehr zu Pegida)

Was hat es mit Muslim XY zutun, wenn sich einige bekloppte sich als IS bezeichnen und Menschen abschlachten. Merkst du was? Das soll eine Anspielung auf deine pauschalisierung sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
...den Dreißigjährigen Krieg, der das Deutsche Reich großflächig entvölkert hat. Da wurden in manchen Landstrichen 2/3 der Bevölkerung durch Krieg, Hunger und Seuchen hinweg gerafft.
was glaubst du denn war das schreckliche am dreißigjährigen krieg wenn nicht die vielen toten und das elend und leid?

Stimmt, die aktiven Mittäter sehen heute die Radieschen von unten an, aber zu den Täter zählen nicht nur die Elite der NS, sondern auch ein großteil der Bevölkerung, welches heute aus den Großeltern der deutschen besteht, dementsprechend kannst du als Enkelkind schlecht über die damaligen Sachen hinwegschauen und heute mit herausgestreckte Brust als stolzer deutscher rumlaufen.

da muss ich ein wenig widersprechen: es gehört dazu, aber es ist nicht alles. unsere geschichte besteht aus mehr als die schreckensherrschaft der nazis von 1933 bis 1945. als ich mich mit ehemaligen kz-insassen unterhalten hab (ich hatte gleich zweimal in meiner schulzeit diese privileg), hab ich mich sehrwohl dafür geschämt, was wir deutsche ihnen angetan haben und das tue ich auch immer, wenn es um dieses thema geht. das gehört zur nationalen identität genauso wie der nationalstolz dazu. aber gleichwohl darf ich auch stolz auf die zahlreichen errungenschaften meines volkes sein. es gehört einfach beides dazu. ein amerikaner kann auch nicht stolz auf die ausrottung der indianischen kulturen und auf die sklaverei sein, aber stolz amerikaner zu sein. oder die franzosen mit napoleon der die damalige welt in krieg und elend stürzte. oder russland und stalin... jedes volk hat ihre guten und ihre schlechten zeiten erlebt. wenn man auf der einen seite stolz auf seine herkunft sein will, muss man auf der anderen seite auch dazu bereit sein die fehler und verbrechen einzugestehen. ich hab nie einen juden ermordet oder denke dass ich dazu im stande sein könnte, aber wir, das deutsche volk, von dem ich ein teil bin, haben das getan. wir haben aber auch den buchdruck erfunden, die römer bei der varusschlacht verkloppt und sind 4 mal fussballweltmeister geworden. wir sind ein volk und als solches sollten wir und auch fühlen (dürfen).
 
Zuletzt bearbeitet:
So, jetzt mal mit etwas mehr Zeit:
@ Lübke
die pflegen ihre eigene kultur und ihr eigenes lebensgefühl
und wir pflegen das Brauchtum nicht? Wie viel haben wir von den alten Griechen übernommen! Es war ein großes Volk mit wichtigen Persönlichkeiten für alle Menschen und die werden auch von beinahe allen Menschen als solche Anerkannt! Genauso wie andere große Persönlichkeiten anderer Länder!
Deswegen muss mal als Grieche nicht stolz sein - oder als Deutscher für eine anderer besondere Persönlichkeit!
Volle Anerkennung für das was geleistet wurde, aber bitte nicht die Übertragung der Leistung an andere die nichts anderes vollbracht haben, als in dem Land geboren zu werden wo es andere "geschafft" haben etwas besonderes zu werden / sein!

weil es unsere mannschaft ist, die da gewonnen hat. wäre sie das nicht, hätten da nur n paar wildfremde typen rumgekickt und die ganze wm hätte kein mensch zur kenntnis genommen.
Überleg mal was das für eine unsinnige Aussage ist!
Warst Du mal beim public Viewing? Wenn zufällig zwei andere Mannschaften gespielt haben, waren dann keine deutschen beim zu schauen?
Natürlich waren sie da - genauso wie viele Ausländer die ebenfalls nicht beteiligt waren sondern einfach die Atmosphäre und auch die Qualität des Fußballs genossen haben! Man muss doch keinen Stolz für eine Mannschaft haben um Fußball zu schauen!
Nein, Stolz ist hier nicht gefragt, hier geht es um Spaß um Sport aber nicht um kämpfende Nationen - bzw. schon, einige werden das auch im Vordergrund haben, aber sollte das das Argument sein? Nicht für mich, soviel ist klar!

ich hab noch nie leute sich vor freude weinend beim public viewing wegen ner cpu gesehen
Nun und ich habe noch nie beim public viewing geweint - warum auch? Aber ja, mein kleiner Cousin hat vor Freude geweint, als ich ihm einen technischen Gegenstand geschenkt habe! Du siehst, alles möglich!

denn es gibt sicher auch den einen oder anderen engländer der das nicht gern trinkt oder isst.
doch, denn es zeichnet ja ein Bild das die Massen beschreibt! Dennoch würde ich keinem Engländer gleich unterstellen, dass er ein Teetrinker ist, nur die Masse trinkt ihn halt ganz gern!

ich habe das gefühl dass du dich mit dem konzept eines volkes nicht so recht anfreunden kannst, kann das sein?
Doch, die Menschen sind ein Volk auf diesem Planeten!
Es gibt dann Untergruppen die in verschiedenen Ländern / Kontinenten leben - so bin ich deutscher - ist aber alles kein Argument für Nationalstolz......

in dieser hypothetischen welt mit gleichgeschalteten menschen ohne kulturelle zugehörigkeit vielleicht, aber wie kommst du darauf dass diese welt besser sein kann?
Hier muss ich mal den ganzen Satz zitieren, schon wieder vermischt Du Kultur und Nationalstolz - ich habe nichts gegen Kultur im Gegenteil, ich reise im Urlaub nur als Kulturreisender.
Und zum zweiten Teil, hier in D im dritten Reich wurden Millionen getötet unter anderem auch aus einem falschen Verständnis für Nationalstolz!
In den USA kämpfen JETZT Weiße gegen Schwarze!
In China werden ganze Völkergruppen diskriminiert nur aufgrund der Herkunft und der Ländergrenzen!
In Afrika gibt es noch immer Weiße die Schwarze unterdrücken und mittlerweile auch Schwarze die Weiße unterdrücken!

Wie kommst Du also auf die Idee, dass die Welt mit Nationalstolz irgendwo besser sein könnte als ohne?
 
kingler schrieb:
Indem sie den ganzen Planeten erobern?

Ich bin ja nicht so ein Hippie, aber sag mal irgendeinem Pazifisten oder Grünen, Linken, oder was auch immer, dass es nur wegen den USA einen Weltfrieden gibt :D. Der wird dann auch zum Amerikaner.

Naja, sag mal einem linksgrünen Pazifisten, dass der Kapitalismus in China in den letzten ca. 30 Jahren mehr als 200 Millionen Menschen aus extremer Armut befreit hat, während linksgrüne Spenden nach Afrika dort bisher nur Schaden angerichtet haben, obwohl es doch alles sooo lieb gemeint war. ;)

Ohne die USA würden Länder wie Deutschland und Südkorea heute gaaanz anders aussehen.


Rich_Ftw schrieb:
Wenn ich so drüber nachdenke, ist die "weiße Rasse" nicht geradene die angesehenste, oder?

Was ich nicht hoch ansehe sind Leute die solche Dinge (quasi) über sich selbst sagen. Auch wenn es mich nicht wundert, denn wer 19 ist dem hat das Bildungssystem ja schon lange eingetrichtert, dass weisse Europäer und besonders wir Deutschen ganz böse sind.

Versteht mich nicht falsch, es mag ja sinnvoll sein, negative Dinge zu unterrichten, aber ich habe es schon vor mehr als 10 Jahren als völlig einseitig empfunden in der Schule. Und es war nichteinmal gut gemacht, denn Dinge wie dass die Nationalsozialisten gar keine Nationalisten und auch keine Sozialisten waren, das hat man uns nicht beigebracht. Nee, es ging gar nicht um Analysen, sondern um den erhobenen Zeigefinger. Und das in der Oberstufe eines Gymnasiums. Bravo.

@topic

Man kann es praktisch gar nicht wirklich zusammenfassen, welches Land wie über weisse Europäer denkt. Denn weder kann man Länder wie den iran zusammenfassen, da es dort z.B. große Unterschiede in den Generationen gibt - es gibt durchaus junge Iraner (im Iran) die fahren dort Skateboards und sind - vielleicht auch aus jugendlicher Aufmüpfigkeit - recht pro-westlich oder gar pro amerikanisch (edit: kulturell zumindest).

Und weisse Europäer kann man auch schwer zusammen fassen. Beispiel? Mir hat in Irland mal jemand Bier ausgegeben, weil wir Deutschen schließlich Engländer getötet haben. Dann gibt es natürlich noch weisse Europäer in Nordamerika die man nun Amerikaner nennt und und und. Da muss man differenzieren.

//edit

Lars_SHG schrieb:
Und zum zweiten Teil, hier in D im dritten Reich wurden Millionen getötet unter anderem auch aus einem falschen Verständnis für Nationalstolz!
[...]
Wie kommst Du also auf die Idee, dass die Welt mit Nationalstolz irgendwo besser sein könnte als ohne?

Sehe ich nicht so. Die Leute wurden aus rassistischen und imperialistischen ("Lebensraum") Gründen getötet. Und natürlich aus finanziellen Gründen, denn das 3. Reich war sehr oft haarscharf davor die eigenen Beamten nicht mehr bezahlen zu können. (Und nein, auch das alles habe ich in der gymnasialen Oberstude nie gelernt.)

Das kommt darauf an, wie du dir eine "bessere Welt" vorstellst. Gibt es nicht sogar ein deutsches Sprichwort, dass man erst sich selbst lieben muss, bevor man andere lieben kann?

Selbstkritik und Nationalstolz widersprechen sich meiner Meinung nach auch nicht, falls du das befürchtest. Ich könnte stundenlang erzählen was in Deutschland und den USA alles falsch läuft - aber ich verstehe mich als Patriot beider Länder.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man muss nunmal zugeben das die NATO und der Westen die Aufgaben des dritten Reiches sprich Lebensraum/Ressourcen Übernahme ausführt. Aber aufgrund der sehr niedrigen Geburtenrate überlebt der "Westen" das 21. Jahrhundert voraussichtlich nicht. Nationalstolz ist nötig um eine Kultur im Notfall zu verteidigen ansonsten verfällt die Sprache und Bräuche und die Werte. Aber da D als Beispiel ist sowieso in Zukunft nicht mehr relevant da assimiliert. Natürlich werden dann auch neue, andere Werte herrschen.
 
und wir pflegen das Brauchtum nicht? Wie viel haben wir von den alten Griechen übernommen!
welche feste oder kulturellen eigenheiten der griechen pflegst du denn zum beispiel? du wirfst nicht zufällig errungenschaften und kultur in einen topf, oder?

Natürlich waren sie da - genauso wie viele Ausländer die ebenfalls nicht beteiligt waren sondern einfach die Atmosphäre und auch die Qualität des Fußballs genossen haben! Man muss doch keinen Stolz für eine Mannschaft haben um Fußball zu schauen!
und warum genau glaubst du gibt es in berlin kein public viewing wenn zwei mannschaften aus der kreisliga in bayern oder nrw kicken? weil es herta nicht betrifft und somit die berliner nicht. das turnier interessiert die menschen, die sich durch ihre mannschaft repräsentiert fühlen. klar, viele sehen sich alle spiele an, selbst dann noch wenn ihre mannschaft schon draußen ist. ich würde aber tippen dass die mehrheit das nicht tut. die interessieren sich für ihre mannschaft und ggf die potentiellen gegner späterer partien gegen ihre eigene mannschaft. wenn man sich nicht einer mannschaft verbunden fühlt, ist auch nicht die begeisterung vorhanden.

Volle Anerkennung für das was geleistet wurde, aber bitte nicht die Übertragung der Leistung an andere die nichts anderes vollbracht haben, als in dem Land geboren zu werden wo es andere "geschafft" haben etwas besonderes zu werden / sein!
ich bin mal neugierig und gehs von der anderen seite an: du würdest also sagen dass wir deutsche nicht am holocaust schuld sind? das waren die verbrechen einzelner und die sind längst tot. ist das deine meinung?

doch, denn es zeichnet ja ein Bild das die Massen beschreibt! Dennoch würde ich keinem Engländer gleich unterstellen, dass er ein Teetrinker ist, nur die Masse trinkt ihn halt ganz gern!
und wer ist die masse wenn nicht die summe der individuen? was ist ein volk wenn nicht ein masse von menschen die sich der gleichen nation zugehörig fühlen?

Wie kommst Du also auf die Idee, dass die Welt mit Nationalstolz irgendwo besser sein könnte als ohne?
weil du ohne weder den holocaust noch den rassenwahn in den usa beenden könntest. dann müsstest du zu jedem einzelnen der 7 mrd menschen gehen und mit jedem einzelnen einen konsens finden wenn du das nicht mit einem volk ausmachen kannst. wäre nicht wirklich n vorteil, oder? vor allem: wer würdes sich wohl für den holocaust verantwortlich fühlen. das waren n paar fremde im letzten jahrhundert, schwamm drüber. kenn ich nich, bin nich mit verwand, also was solls. is passiert, verantwortliche sind tot, lasst es uns vergessen und weitermachen. geht uns ja nix an.
das kanns nicht wirklich sein, oder? wir haben als volk ein verbrechen begangen und wir haben als volk eine verantwortung dafür.
 
Lübke schrieb:
das kanns nicht wirklich sein, oder? wir haben als volk ein verbrechen begangen und wir haben als volk eine verantwortung dafür.

Dies ist in Deutschland vielleicht die anerkannteste Position zu dem Thema, aber ich finde das schon irgendwie bedenklich. Für mich ist es weder so, noch finde ich dass es damals nur "Einzelne" gewesen seien. Für mich spielt hier aber die Generation eine Rolle. Als jüngere Generation finde ich nicht, dass man für solche Dinge "verantwortlich" ist.

Natürlich wäre es wichtig, wenn jüngere Generationen - egal welcher Nationalität - entsprechende Lehren aus der Geschichte ziehen würden. Aber tun wir das denn überhaupt? Meine persönliche Lehre aus dem Nationalsozialismus ist, dass Konsens nicht nur ganz doll effizient ist, sondern auch ganz doll gefährlich werden kann. Das Bildungssystem hingegen schwenkt den warnenden Zeigefinger zum Thema Nationalsozialismus, aber letzendlich will es genau einen solchen Konsens. Kein kritisches Denken, sondern gehorsames Abnicken. Nicht dass ein Anti-NS Konsens schlecht wäre, aber mich stört hier das Prinzip.

Bisher habe ich hier in Deutschland kaum mal jemanden gefunden, der das verstehen kann. In den USA hingegen habe ich fast immer eine ausgesprochen positive Resonanz dazu. "It were not best that we should all think alike; it is difference of opinion that makes horse races." hat schließlich auch Mark Twain gesagt, kein Deutscher...

//edit

Mark Twain hat übrigens auch gesagt "Whenever you find yourself on the side of the majority, it is time to pause and reflect." Ein kluger Mann.
 
Aber da D als Beispiel ist sowieso in Zukunft nicht mehr relevant da assimiliert.
Komisch. Ich hab jeden Tag mit Ausländern aus aller Herren Länder zu tun und komme mir irgenwie garnicht assimiliert vor. Mache ich was falsch?
Liegts vielleicht daran, dass ich in den Jungs und Mädels in erster Linie mal nette Leute sehe die mir direkte Infos aus der Welt liefern die ich über die Medien nicht bekomme?
Nationalstolz ist nötig um eine Kultur im Notfall zu verteidigen ansonsten verfällt die Sprache und Bräuche und die Werte.
Wie wäre es mit Leben und Leben lassen? Unglaublich, aber man kann tatsächlich auch voneinander lernen.
En bissel vernünftiger (National)Stolz ist schon OK, in meinen Augen sogar wichtig. Aber man muss doch nicht immer gleich Kastrationsängste haben;-)

Fast alle Kulturen der Welt sind Mixturen. Auch unsere Deutsche. Keiner von uns würde das Deutsch der Germanen verstehen. Die krassen Götter der Germanen/Gallier/Normannen taugen auch nurnoch für Filme und schöne Geschichten. Unsere Könige und Kaiser wurden von der Muddi ersetzt. Unsere deutschen Tugenden haben uns die Preußen "aufgezwungen". Unsere Sprache ist ein wüster Mix aus verschiedenen Epochen und Regionen. Unsere Religion haben wir den Juden zu verdanken welche ihrerseits (vermutlich) den Monotheismus von den Ägyptern abgekupfert haben, und als die ihre Hochkultur hatten haben wir noch von den Bäumen geschissen...
Kulturen (ja auch unsere eigene!) verändern sich nunmal. Davon geht aber nicht gleich die Welt unter.
 
Als jüngere Generation finde ich nicht, dass man für solche Dinge "verantwortlich" ist.

wir jüngere generation sind zwar nicht ursächlich verantwortlich, aber wir haben sehrwohl die verantwortung für die verbrechen, die unser volk begangen hat. natürlich hast du recht dass eigentlich jeder von selbst drauf kommen sollte, aber für so eine unangenehme sache übernimmt doch keiner freiwillig die verantwortung (was hier vor allem bedeutet die erinnerung lebendig zu halten und besonders daran mitzuwirken, dass soetwas nie wieder passieren kann). und genau darum haben wir deutschen ja auch so ein problem mit dem thema nationalstolz und nationale identität: das bedeutet unweigerlich auch, dass wir als deutsche auch für diese abscheulichen verbrechen mit in der verantwortung stehen. dann lieber keinen nationalstolz und dafür mit der ganzen sache nix zu tun haben wollen...
wir sind aber nuneinmal das deutsche volk. das volk der dichter und denker aber auch der holocaustverbrecher. beide seiten der medalie gehören untrennbar zusammen.
 
@gaunt: Ich sag ja nicht das Assimilation schlecht ist, es ist nur Tatsache. Ich z.B mag die deutsche Kultur auch nicht und nicht erst seit der Zeit von ´33. Das Konstrukt D so wie es lange war hat langsam ausgedient ein Japan, Saudi Arabien aber noch lange nicht ;).
 
Lübke schrieb:
natürlich hast du recht dass eigentlich jeder von selbst drauf kommen sollte, aber für so eine unangenehme sache übernimmt doch keiner freiwillig die verantwortung (was hier vor allem bedeutet die erinnerung lebendig zu halten und besonders daran mitzuwirken, dass soetwas nie wieder passieren kann).

Achso, ja okay. Für mich klingt die Frage nach der "Verantwortung" erstmal nach der Schuldfrage. So wie du es meinst würde ich es eher als "Verantwortungsbewusstsein" bezeichnen.

@ZotaC.T

Japan? Noch lange nicht ausgedient? Die haben doch kaum mehr Kinder, und die Kinder die sie haben zocken bloß noch Videospiele. ;)

Ich "mag" die Deutsche Kultur übrigens auch nicht... aber wenn man mal im Rest der Welt unterwegs ist, vermisst man doch plötzlich doch das eine oder andere. Die meisten merken das nur nicht, weil sie das Land nur als Pauschaltouristen für 2 Wochen ab und zu verlassen.
 
Ich z.B mag die deutsche Kultur auch nicht
Ich "mag" die Deutsche Kultur übrigens auch nicht
Hä? Also so war das von mir nicht gemeint?!? Ich liebe unsere Kultur! Ich denke nur nicht, dass es Sinn macht zu versuchen sie zum Zeitpunkt X konservieren zu wollen. Kulturen sind immer im Wandel und das muss ja nicht zwingend schlecht sein. Und ja, sie gehen auch unter. Die Pharaonenreiche sind untergegangen ebenso wie die Römer, Babylonier oder die Griechen. Azteken und Mayas, die Maharadschas oder Khmer, und hunterte von afrikanischen Reichen... alle weg. Aber trotzdem wars doch gut das sie da waren.

Keinen blassen Schimmer ob man sich in 1000 Jahren noch Geschichten von den Deutschen erzählt so wie wir über die Germanen/Normannen/Gallier reden und Filme machen. Ob unsere Errungenschaften dafür ausreichen? Sollte es in 1000Jahren aber noch (intelligente) Menschen geben, so wird man sich ziehmlich sicher an Adolf Hitler und seine Taten erinnern. Denn über kaum ein anderes Thema wurde soviel geschrieben und dokumentiert, Denkmäler und Museen gebaut. Wir sind also definitiv in die Geschichte eingegangen.

Die meisten merken das nur nicht, weil sie das Land nur als Pauschaltouristen für 2 Wochen ab und zu verlassen.
Der ist gut:D
 
Sabr schrieb:
Nur wer gab die Stimmen für die NSDAP ab, damit sie überhaupt so hoch kamen? Das deutsche Volk. 1928 hatte die NSDAP ca 2% Stimmenanzahl und 1933 46%.
Was macht einen guten Demagogen aus? Genau: Dass er das Volk perfekt hinters Licht führt, es VERführt. Eines muss man Adolf einfach lassen: Er war ein begnadeter Redner, eine unglaublich charismatische Person, jemand der den Massen perfekt auf den Zahn fühlen konnte. Hör dir doch mal die Reden an, wie viel Überzeugungskraft, wie viel Feuer er da liefert.
"Wir wollen nicht lügen und wollen nicht schwindeln. Ich habe deshalb es abgelehnt, jemals vor dieses Volk hinzutreten und billige Versprechungen zu geben." -- Zeig mir mal den modernen, demokratischen Politiker, der SO etwas von sich gibt, und das auch noch im Brustton der Überzeugung.

Oder lies mal das Buch: "Er ist wieder da" von Timur Vermes. Auch wenn es keinesfalls Propaganda-Literatur ist, so kriegt man doch direkt den Wunsch, diesem Führer zu folgen. Er hat einfach direkt den Finger afu der Wunde.

Letztens noch ein Doku gesehen, dass die meisten Juden durch Deutsche selbst denunziert wurde sind. Die Gestappo alleine hätte es niemals geschafft.
Ah komm. Antisemitismus ist doch alt wie die Steinkohle. Das ist keine Erfindung der Nazis, keine des 20. Jh. Da kannst du getrost ein paar Jahrhunderte (oder eher: Jahrtausende) zurück blättern. http://de.wikipedia.org/wiki/Judenfeindlichkeit
Den "heutigen" Antisemitismus findest du schon im frühen 19. Jh., und nicht nur in Deutschland. Henry Ford war z.B. bekennender Antisemit...

Wenn also in Hitlerdeutschland Juden denunziert wurden, dann ist das nur die Spitze eines Jahrhunderte alten Eisberges und nicht zuletzt eben auch das Ergebnis einer allmächtigen Propagandamaschine. Hitler, Himmler udn Göbbels wussten schon, wie sie an den Knöpfen zu spielen hatten.

Vielleicht deine nicht aber wer weiß von wie viele anderen. Und auch wenn aus deiner Familie keiner aktiv dabei war, solltest du dich, wenn du dich zum deutschen Volk zählst, mit dem Stolz etwas zurückhalten, wegen der deutschen Vergangenheit.
Hm... Wegen der kurzlebigen Schreckensherrschaft EINES wahnsinnigen Irren soll ich also alles andere ausblenden?
In erster Linie bin ich SACHSE, und als solcher blicke ich auf Leute wie Augustus Rex, Pöppelmann, Semper,... zurück. Als Deutscher hätte man ergänzend dazu zum Beispiel: Heisenberg, von Braun, Einstein, Goethe, Zuse, Bach,... Oder wir schauen zurück zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, dass sich überhalb Westeuropa erstreckte. Wie war das noch mit "Von der Maas bis an die Memel..."?

Wie verquer muss ein Volk sein, dass sich selbst auf 12 Jahre Schreckensherrschaft reduziert, aber die ~1000 Jahre ziemlich glorreiche Geschichte seit der Gründung des ersten Reiches ignoriert?

Colonel Decker schrieb:
Was ich nicht hoch ansehe sind Leute die solche Dinge (quasi) über sich selbst sagen. Auch wenn es mich nicht wundert, denn wer 19 ist dem hat das Bildungssystem ja schon lange eingetrichtert, dass weisse Europäer und besonders wir Deutschen ganz böse sind.
“Wer mit 20 Jahren kein Kommunist ist, hat kein Herz. Wer mit 30 Jahren noch Kommunist ist, hat keinen Verstand!”
Gerade die Abiturienten machen gern mal so eine Kommi-Phase durch.

Man kann es praktisch gar nicht wirklich zusammenfassen, welches Land wie über weisse Europäer denkt. Denn weder kann man Länder wie den iran zusammenfassen, da es dort z.B. große Unterschiede in den Generationen gibt - es gibt durchaus junge Iraner (im Iran) die fahren dort Skateboards und sind - vielleicht auch aus jugendlicher Aufmüpfigkeit - recht pro-westlich oder gar pro amerikanisch (edit: kulturell zumindest).
Na vor allem sind Iraner genetisch auch ncoh recht interessant gestrickt. Viele von denen gehen als leicht sonnengebräunte Südeuropäer durch.

gaunt schrieb:
Hä? Also so war das von mir nicht gemeint?!? Ich liebe unsere Kultur! Ich denke nur nicht, dass es Sinn macht zu versuchen sie zum Zeitpunkt X konservieren zu wollen. Kulturen sind immer im Wandel und das muss ja nicht zwingend schlecht sein.
Man muss sie aber auch nicht mutwillig auflösen, nur um alte Schuldkomplexe etwas tilgen zu können.... womit sich wieder mal der Kreis zur "Islamisierung des Abendlandes" schließt.
Wenn durch natürliche Migration fremde Einflüsse in ein System kommen, ist das nicht übel. Schau dir die Amis an, die sind stolz auf ihren Melting Pot. Problematisch wird es erst, wenn (wie es bei uns eben passiert) eine Regierung das Volk dazu nötigt, eigene Traditionen&Werte zugunsten fremder aufzugeben, bloß damit man mal wieder Toleranz beweisen kann. Uns wird Toleranz regelrecht aufgezwungen.
https://www.youtube.com/watch?v=eijhloJjg50
 
Sabr schrieb:
@Daroon
Nur wer gab die Stimmen für die NSDAP ab, damit sie überhaupt so hoch kamen? Das deutsche Volk. 1928 hatte die NSDAP ca 2% Stimmenanzahl und 1933 46%.
Letztens noch ein Doku gesehen, dass die meisten Juden durch Deutsche selbst denunziert wurde sind. Die Gestappo alleine hätte es niemals geschafft.
Vielleicht deine nicht aber wer weiß von wie viele anderen. Und auch wenn aus deiner Familie keiner aktiv dabei war, solltest du dich, wenn du dich zum deutschen Volk zählst, mit dem Stolz etwas zurückhalten, wegen der deutschen Vergangenheit.

Damals,unsere Vorfahren lebten noch in Höhlen,hat dein Stamm meinem Stamm ein Kotelett geklaut.
Nun geh Dich schämen und liefer mir inkl. Zinsen 100.000 Schweine.

Leute die nichts mit dem WW2 zu tun hatten werden von Leuten beschimpft die selbst ebenfalls nichts mit dem WW2 zu tun hatten.
Immer wieder zu beobachten.Holländer können das ganz gut und von Italienern hab ich sowas auch schon gehört.
Wer war noch Benito Mussolini?

Wer hat damit angefangen über Großstädte Spreng und Brandbomben abzuwerfen?
Wo stand auf Parkbänken " Nur für Weiße " ?
Wer hat sich Nazi-Technik unter den Nagel gerissen? ( Zb. Horten Ho 229 und der heutige Tarnkappenbomber Northrop B-2 Spirit )
Andere Nationen sollten beim Thema " Stolz und Schuld " mal ganz ruhig die Gardinen festhalten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nur wer gab die Stimmen für die NSDAP ab, damit sie überhaupt so hoch kamen? Das deutsche Volk. 1928 hatte die NSDAP ca 2% Stimmenanzahl und 1933 46%.

Dann muss man aber auch sagen dass über 50% der deutschen damals keine Nazis waren ;)


das kanns nicht wirklich sein, oder? wir haben als volk ein verbrechen begangen und wir haben als volk eine verantwortung dafür.
in jedem Land gab es verbrechen. Das was bei uns zur Zeit geschieht ist ein Kult, ein Schuldkult. Kein anderes Land macht sowas, sei es in China mit Mao, die ausrottung der nativen Indianer in Amerika, oder in Kambodscha mit Pol Pot oder in Russland Stalin, Italien Mussolini und co.

Es kamen alleine bis Ostern jetzt über 280 Dokus mit Hitler im Titel. Sowas hast du nur in Deutschland. Was mir jedoch auffällt ist dass die VSA jetzt auch angefangen (besonders in Universitäten wie UC Berkely) einen Hass auf weiße zu verbreiten und ihnen ein Schuldgefühl den Rachen runter zu drücken (stichwort white cis scum). Das sind marxistische Kräfte die langsam aber sicher wieder beliebt zu werden scheinen. Das sind Leute, die alles in Klassen einteilen (unterdrücker und unterdrückte) und natürlich sind die weißen die Ausbeuter in ihren Augen.

Siehe

https://www.youtube.com/watch?v=mzWnS4F6_Wc

Wie der rest der Welt den Westen sieht? Vermutlich warten alle darauf bis er durch seine grenzenlose Toleranz / ultraliberalität untergeht.
 
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Nur wer gab die Stimmen für die NSDAP ab, damit sie überhaupt so hoch kamen? Das deutsche Volk. 1928 hatte die NSDAP ca 2% Stimmenanzahl und 1933 46%.
das ist auch nur die halbe wahrheit. zu dem zeitpunkt herrschte große politikverdrossenheit weil mehrmals im jahr neuwahlen stattfanden und sich an der not der menschen nichts änderte. daraus resultierte dass man entweder gar nicht mehr hin wählen ging (ca. 2/3 der wahlberechtigten) oder eine radikale randpartei wählte in der hoffnung dass das noch was an der not ändern könnte. und von letztgenannter gruppe konnte hitler zum zeitpunkt seiner machtergreifung nichteinmal die hälfte der menschen für sich vereinnahmen. nachdem er hitler schon einmal den kanzlerposten verweigert und stattdessen ein ministeramt angeboten hat (was hitler ablehnte), hat hindenburg sich dann dazu breitschlagen lassen hitler zum reichskanzler zu ernennen, angeblich in der erwartung dass dieser ebenso scheitern würde wie seine vorgänger und dieses nsdap-pack danach in der bedeutungslosigkeit verschwinden würde. leider ein fataler irrtum der am ende 70 mio menschen das leben kosten sollte.
aus heutiger sicht ist das alles schwer vorstellbar, aber wenn man sich mit den gegebenheiten der damaligen zeit auseinandersetzt und die entwicklung schritt für schritt verfolgt, wird einem klar dass das so jederzeit wieder passieren könnte. nicht zuletzt deshalb müssen wir die ereignisse von damals in unserem bewusstsein behalten und nicht nur in büchern. um eine wiederholung zu verhindern.
 
Ich glaube so makaber und böse es klingen mag, der Grund warum sich Menschen für sowas wie den Holocaust schämen ist weil man nicht siegreich war. Nach den Native Americans kräht kaum ein Hahn nach, Stalin mit seinen Gulag wird verehrt, Mao ebenfalls und der Islam hat schon ich glaub so um die 270 Millionen Leben auf dem Gewissen. Aber sie waren siegreich und jeder Tod war ein weiterer glorreicher Triumph.

Und natürlich ist das schrecklich aber man darf auch nicht davon ausgehen das so Völkermorde niemals wieder auftreten werden. "Die Würde des Menschen ist unantastbar" ist ein westliches Konstrukt und wenn der Westen fällt und er wird fallen sind Menschenrechte wieder ein lächerliches überbleibsel.
 
nein, wir haben auch schon andere kriege verloren, aber nur für diesen schämen wir uns.

ja, es gibt viele ungeheuer grausame massenmorde und genozidversuche auch heute (bsp. isis, boko haram) aber das rechtfertigt nicht was deutschland von 1933 bis 1945 getan hat. diese schuld bleibt uns. sicherlich sollten einige andere nicht gerade mit dem finger auf uns zeigen (insbesondere amerikaner neigen imho zu schnell dazu uns nazis zu nennen bei ihrer eigenen vergangenheit und teils gegenwart) aber wir sind nicht nur schuldig, weil wir den krieg verloren haben.
 
ZotaC.T schrieb:
[...]und der Islam hat schon ich glaub so um die 270 Millionen Leben auf dem Gewissen.
Na da will ich mal eine seriöse Quelle sehen
Ergänzung ()

ProfessX schrieb:
Dann muss man aber auch sagen dass über 50% der deutschen damals keine Nazis waren ;)



in jedem Land gab es verbrechen. Das was bei uns zur Zeit geschieht ist ein Kult, ein Schuldkult. Kein anderes Land macht sowas, sei es in China mit Mao, die ausrottung der nativen Indianer in Amerika, oder in Kambodscha mit Pol Pot oder in Russland Stalin, Italien Mussolini und co.

Es kamen alleine bis Ostern jetzt über 280 Dokus mit Hitler im Titel. Sowas hast du nur in Deutschland. Was mir jedoch auffällt ist dass die VSA jetzt auch angefangen (besonders in Universitäten wie UC Berkely) einen Hass auf weiße zu verbreiten und ihnen ein Schuldgefühl den Rachen runter zu drücken (stichwort white cis scum). Das sind marxistische Kräfte die langsam aber sicher wieder beliebt zu werden scheinen. Das sind Leute, die alles in Klassen einteilen (unterdrücker und unterdrückte) und natürlich sind die weißen die Ausbeuter in ihren Augen.

Wie der rest der Welt den Westen sieht? Vermutlich warten alle darauf bis er durch seine grenzenlose Toleranz / ultraliberalität untergeht.

Du vergisst die Nachkriegszeit. Vielleicht hat Deutschland den 2.WK verloren, doch die Nachkriegszeit hat DE gewonnen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Oder lies mal das Buch: "Er ist wieder da" von Timur Vermes.
Ist wirklich mal ne Lektüre Wert.
Vielleicht hat Deutschland den 2.WK verloren, doch die Nachkriegszeit hat DE gewonnen...
...mit viel Hilfe von außen.
und der Islam hat schon ich glaub so um die 270 Millionen Leben auf dem Gewissen.
Ne quelle hab ich auch nicht. Aber könnte schon sein. Der Islam führt seit ~1400 Jahren Krieg gegen Nachbarn und sich selbst. Wenn du da wirklich alles zusammen rechnest sinds vermutlich sogar noch mehr. Und jetzt stellen wir mal die dagegen welche im Namen des Christentums draufgegangen sind. Ich denke wir toppen das noch.

Mir persönlich ist das alles rel. egal. Hitler und sein Mist gehört nunmal zu D aber schämen werde ich mich dafür sicher nicht.
Viel mehr beunruhigt mich das Völkermorde wieder in Mode kommen und all die Gutmenschen die über D schimpfen es ignorieren oder als ehemalige Opfer sich sogar drann beteiligen. Aber so sind se nunmal die Menschen. Ist doch wie mit den Kids in der Schule. Erst wird einer gemobt und um sich selbst stark zu fühlen verdachtelt er dann nen noch schwächeren.
 
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