Sabr schrieb:
Nur wer gab die Stimmen für die NSDAP ab, damit sie überhaupt so hoch kamen? Das deutsche Volk. 1928 hatte die NSDAP ca 2% Stimmenanzahl und 1933 46%.
Was macht einen guten Demagogen aus? Genau: Dass er das Volk perfekt hinters Licht führt, es VERführt. Eines muss man Adolf einfach lassen: Er war ein begnadeter Redner, eine unglaublich charismatische Person, jemand der den Massen perfekt auf den Zahn fühlen konnte. Hör dir doch mal die Reden an, wie viel Überzeugungskraft, wie viel Feuer er da liefert.
"Wir wollen nicht lügen und wollen nicht schwindeln. Ich habe deshalb es abgelehnt, jemals vor dieses Volk hinzutreten und billige Versprechungen zu geben." -- Zeig mir mal den modernen, demokratischen Politiker, der SO etwas von sich gibt, und das auch noch im Brustton der Überzeugung.
Oder lies mal das Buch: "Er ist wieder da" von Timur Vermes. Auch wenn es keinesfalls Propaganda-Literatur ist, so kriegt man doch direkt den Wunsch, diesem Führer zu folgen. Er hat einfach direkt den Finger afu der Wunde.
Letztens noch ein Doku gesehen, dass die meisten Juden durch Deutsche selbst denunziert wurde sind. Die Gestappo alleine hätte es niemals geschafft.
Ah komm. Antisemitismus ist doch alt wie die Steinkohle. Das ist keine Erfindung der Nazis, keine des 20. Jh. Da kannst du getrost ein paar Jahrhunderte (oder eher: Jahrtausende) zurück blättern.
http://de.wikipedia.org/wiki/Judenfeindlichkeit
Den "heutigen" Antisemitismus findest du schon im frühen 19. Jh., und nicht nur in Deutschland. Henry Ford war z.B. bekennender Antisemit...
Wenn also in Hitlerdeutschland Juden denunziert wurden, dann ist das nur die Spitze eines Jahrhunderte alten Eisberges und nicht zuletzt eben auch das Ergebnis einer allmächtigen Propagandamaschine. Hitler, Himmler udn Göbbels wussten schon, wie sie an den Knöpfen zu spielen hatten.
Vielleicht deine nicht aber wer weiß von wie viele anderen. Und auch wenn aus deiner Familie keiner aktiv dabei war, solltest du dich, wenn du dich zum deutschen Volk zählst, mit dem Stolz etwas zurückhalten, wegen der deutschen Vergangenheit.
Hm... Wegen der kurzlebigen Schreckensherrschaft EINES wahnsinnigen Irren soll ich also alles andere ausblenden?
In erster Linie bin ich SACHSE, und als solcher blicke ich auf Leute wie Augustus Rex, Pöppelmann, Semper,... zurück. Als Deutscher hätte man ergänzend dazu zum Beispiel: Heisenberg, von Braun, Einstein, Goethe, Zuse, Bach,... Oder wir schauen zurück zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, dass sich überhalb Westeuropa erstreckte. Wie war das noch mit "Von der Maas bis an die Memel..."?
Wie verquer muss ein Volk sein, dass sich selbst auf 12 Jahre Schreckensherrschaft reduziert, aber die ~1000 Jahre ziemlich glorreiche Geschichte seit der Gründung des ersten Reiches ignoriert?
Colonel Decker schrieb:
Was ich nicht hoch ansehe sind Leute die solche Dinge (quasi) über sich selbst sagen. Auch wenn es mich nicht wundert, denn wer 19 ist dem hat das Bildungssystem ja schon lange eingetrichtert, dass weisse Europäer und besonders wir Deutschen ganz böse sind.
“Wer mit 20 Jahren kein Kommunist ist, hat kein Herz. Wer mit 30 Jahren noch Kommunist ist, hat keinen Verstand!”
Gerade die Abiturienten machen gern mal so eine Kommi-Phase durch.
Man kann es praktisch gar nicht wirklich zusammenfassen, welches Land wie über weisse Europäer denkt. Denn weder kann man Länder wie den iran zusammenfassen, da es dort z.B. große Unterschiede in den Generationen gibt - es gibt durchaus junge Iraner (im Iran) die fahren dort Skateboards und sind - vielleicht auch aus jugendlicher Aufmüpfigkeit - recht pro-westlich oder gar pro amerikanisch (edit: kulturell zumindest).
Na vor allem sind Iraner genetisch auch ncoh recht interessant gestrickt. Viele von denen gehen als leicht sonnengebräunte Südeuropäer durch.
gaunt schrieb:
Hä? Also so war das von mir nicht gemeint?!? Ich liebe unsere Kultur! Ich denke nur nicht, dass es Sinn macht zu versuchen sie zum Zeitpunkt X konservieren zu wollen. Kulturen sind immer im Wandel und das muss ja nicht zwingend schlecht sein.
Man muss sie aber auch nicht mutwillig auflösen, nur um alte Schuldkomplexe etwas tilgen zu können.... womit sich wieder mal der Kreis zur "Islamisierung des Abendlandes" schließt.
Wenn durch natürliche Migration fremde Einflüsse in ein System kommen, ist das nicht übel. Schau dir die Amis an, die sind stolz auf ihren Melting Pot. Problematisch wird es erst, wenn (wie es bei uns eben passiert) eine Regierung das Volk dazu nötigt, eigene Traditionen&Werte zugunsten fremder aufzugeben, bloß damit man mal wieder Toleranz beweisen kann. Uns wird Toleranz regelrecht aufgezwungen.
https://www.youtube.com/watch?v=eijhloJjg50