csMountainDew schrieb:
0,01 % ....
Muss die Frage noch erweitern. Ist es überhaupt sinnvoll zu sparen oder wäre es besser es anzulegen? (In Aktien, Fonds, etc.)
Die Frage ist ob du ein Ziel hast auf das du Sparst ... Auto/Fahrzeug oder Haus/Immobilie. Bei 1000.-€ monatlich ist eher eine Finanzierung zu Empfehlen als zu sparen. Aktuell verlierst du langfristig gesehen durch die Inflation und Preissteigerungen (Abwertung Euro gegenüber dem US-Dollar) einen gewissen Anteil des Geldes.
Wenn du kein Ziel hast und einfach das Geld auf die hohe Kante legen willst, dann kann ich von Wertpapieren (Aktien, Fonds usw.) generell abraten wenn du selbst keinen tiefen Einblick in die Sache hast. Wir haben gerade eine kurz vor dem Platzen stehende Immobilienblase und gleichzeitig mit der Deutschen Bank und den italienischen Banken an sich anbahnende Bankenkrise. Zudem werden bei Fonds aktuell geringere Zinsen angeboten als man durch die Inflation verliert.
Wenn du einen Festvertrag hast, und es weiterhin danach aussieht dass du 800-1000€ monatlich über hast, dann hast du in meinen Augen die folgenden drei sinnvollen Alternativen:
1. Falls du einen Wunsch/Traum hast, dann diesen finanzieren: Sei es Auto, Wohnung oder Haus. Bei dieser monatlichen Summe ist es Problemlos möglich. Langfristig ist der Verlust durch Kreditzinsen eher gering beim Aktuellen Zinssatz, zudem wirkt da die Inflation eher positiv.
2. Falls du aktuell einen "sicheren" Gewinn erzielen willst, dann finanziere dir den Kauf einer Eigentumswohnung. Zahlst eventuell noch eine Renovierung und vermietest diese in Folge. Der Vorteil hier ist, dass du im Idealfall bei +/- Null rauskommst. Durch Mieteinnahmen bekommst du monatlichen Raten eventuell gedeckt (kann passieren dass du in den ersten 5-7 Jahren etwas drauf zahlst). Ist die Immobilie abgezahlt, dann hast den Zeitwert der Immobilie immer noch verfügbar und bekommst weiterhin die Einnahme aus der Miete. Im Idealfall hast du schon potenzielle Mieter aus Familien- oder Freundeskreis.
Du kannst dich dazu bei der Hausbank beraten lassen. Eine Immobilienfinanzierung ist aktuell schon dann möglich, wenn man die Kaufnebenkosten aufbringen kann. Ohne Makler hast diese aber schon nach 10-15 Monaten (falls du 1000€ bei Seite legst).
3. Falls keine der beiden oberen Optionen in Frage kommt und das Geld einfach langfristig auf die hohe Kannte gelegt werden soll, dann ziehe den regelmäßigen Kauf von Goldbarren in Betracht. Diese können von den meisten Banken (Volksbanken, Sparkassen usw.) bezogen werden.
Gold ist eine langfristige Option. Zwar gehen die Kurse über den langen Zeitraum gesehen nach oben, können aber kurzfristig unter den Einkaufswert fallen. Wenn das Geld schnell verfügbar sein soll, dann sollte man einen Teil des "Vermögens" in Bar beibehalten. Vorteil ist bei Gold eben, dass man Devisen- und Inflationsunabhängig einen Wert beibehält, daher ist es relativ Krisensicher. Des Weiteren fallen bei Goldbesitz im Gegensatz zu Vermögen keine Steuern an und im Fall von Arbeitslosengeld 2 kann dir den Verkauf des Goldes ebenso keiner vorschreiben (da der Besitz faktisch nicht bekannt oder schwer nachweisbar ist).
Gegenüber Aktien, Fonds und Staatsanleihen liegt der Vorteil darin, dass der Wert nicht gegen Null laufen kann. In Kriesenzeiten steigt der Wert enorm, was einem Inflationsausgleich gleich kommt. Zudem hat man das Vermögen notfalls "in der Hand" ... bei einem Banken-Crash sind Wertpapiere eventuell unzugänglich.
Der Aktuelle Goldkurs ist relativ niedrig, nach dem "Brexit" ging der Preis um über 100€/Unze nach oben, jetzt hat sich der Kurs wieder halbwegs stabilisiert.