Wie stellt ihr euch Gott vor?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

peacerpeaces

Lt. Junior Grade
Registriert
Okt. 2001
Beiträge
322
Hi,

Es gibt ja verschiedene Auffassungen und Vorstellungen wie Gott aussieht oder was er ist! Die eine wird von der Kirche überliefert die andere durch Freunde, die nächste durch einen anderen Glauben!

Wer auch immer er oder es ist, keiner von uns hat ihn/es je gesehen aber mich würde interessieren wie ihr ihn/es euch vorstellt!

Ich definiere Gott als es, weil ich glaube es ist einfach eine Kraft und es ist vollkommen egal ob man diese Kraft "Gott", "Alah" oder sonst wie nennt.
Ich hab vor 2 Jahren in Galileo gesehen wie sie bei einem sterbenden Menschen im Krankenhaus Sensoren aufgebaut haben. (der lies das auch zu) als er starb konnte gemessen werden das energie den Raum verließ, also stelle ich mir vor dass jeder Mensch zu einem Teil aus Energie besteht.

In dieser Energie sind unsere Eigenschaften gespeichert, unsere grundsätzlichen Lebenszüge und die kehren nach dem Tod sozusagen wieder zurück in die gemeinschaft von viel Energie, manche phoetiker haben diesen Energiefluss "Gaja" genannt!
Für mich ist es ein Energieball in dem wir alle mal waren und wiederhinkommen, irgendwie gefällt mir die Vorstellung und ich kann damit ganz gut umgehen.

Natürlich ist das alles Spekulation und es ist für mich die leichteste Erklärung um ein bißchen was von unserem Leben zu verstehen!

Wer anderer Meinung ist bitte gleich tippen, ich freu mich auf viele Meinungen und verschiedene Vorstellungen! Aja, und die Atheisten sagen bitte auch ihre Meinung, und erzählt mir nicht ihr glaubt an nichts weil an nichts glauben ist auch schon wieder Glaube! :P hehe

also ich freu mich,
mfg,
peacer
 
Zuletzt bearbeitet:
Nun, zu erst mal will ich auf ein Gebot hinweisen: Bekannterweise soll man sich kein Bild von Gott machen.

Dann will ich mich mal zu deinen Energieaussagen äußern: Ich halte es durchaus für fragwürdig, ob man denn so sicher sagen kann dass eine von einem Sterbenden ausgehende Energie einen Raum verlässt. Alle Faktoren, die zur Energieübertragungen führen (Bsp Wärme, Strahlung / Wellen, Bewegungen, etc.) sicher zu messen und zu bestimmen ist enorm schwer. In der Tat findet zwischen Raum und Umgebung ja immer ein gewisser Energieaustausch statt.

Weiterhin wage ich zu bezweifeln, dass, wenn überhaupt vorhanden, eine Art Lebenseenergie gleichzusetzen wäre mit anderen Formen "normaler" Energie, denn normale Energie kann auch umgesetzt werden und insofern ist es unwahrscheinlich, dass normale Energie als Träger von Wesenszügen angesehen werden kann. Ach ja: Materie ist Grunde auch nur eine Form von Energie (das wird zumindest behauptet), insofern besteht der Mensch letzendlich auch in seiner Gesamtheit aus verschiedenen Formen von "normaler" Energie. Und Gott nur als diese Energie zu bezeichnen wäre wohl für wahre Christen inakzeptabel.

Ob es tatsächlich eine andere Form von Energie, eine Art Lebensenergie gibt, bezweifele ich persönlich, aber da muss sich wohl jeder seine eigene Meinung bilden und man muss durchaus offen für verschiedene Ansichten sein. Denn schließlich hättte man im Gegensatz nur "normalen" Energie sicher Nachweisprobleme.
 
meiner meinung nach ist "gott" nur ein gehirngespenst

als die leute damals net wussten, wieso zb ein gewitter auftrat, haben sie es auf götter geschoben etc..

sie wussten einfach net die wissenschaftliche erklärung dafür..mehr net..und so dumm wie sie waren, ahebn sie dann halt zb opfergaben *ROFL, wie dumm muss man sein* etc gegeben, um diesen "gott" (ich delach mich) zu sänftigen etc

to my mind, sind die alle voll crazy....

und in der heutigen gesellschaft kann man sehr gut sehen, dass diese SEKTEN (hoffentlich ahbe ich jetzt net die aggro fans verstimmt :P) nur die dummen menschen ausnutzen etc

naja, wer glaubt, es gäbe einen allmächtigen schöpfer etc... dann bist du ein freak2

so, nun überschwemmt mich mit schlechtem karma *gg*
aber dafür kommt ihr in die hölle ;) ;)

*net mehr ausm lachen rauskomm*
 
Zuletzt bearbeitet:
Besser hätt ichs nich sagen können.

Was unterscheidet das Christentum von den Sekten? Nix! Nur, weil man den christlichen Glauben als normal ansieht ist alles andere falsch? Ich kenne viele Leute in Sekten...vorwiegend bei den "Zeugen Jehovas", die tun mir echt leid, weil sie nicht wissen, worauf sie sich einlassen. So und nich weniger empfinde ich für die Christen.

Ich bin evgl. getauft, aber ich glaube nicht an Gott.

Denke ich bekomm ne Menge schlechtes Karma, aber wenn man genau drüber nachdenkt ist es doch nich so abwegig, oder?

Mfg,
Holodan


/edit:
Schlechtes Karma? Nein. Jedoch ein editierten post, da Du den vorherstehenden post in Gänze gequotet hast. Das ist unnütz und die Übersicht leidet!
edit end/
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
das mit der vom gerade sterbenden ausgehenden energie halte ich auch für sehr fragwürdig, und WENN es denn eine energie gibt, dann kann man die bestimmt nicht mit den normalen physikalischen messgeräten messen.

ich glaube, dass ich mir gott nicht vorstellen kann. ich glaube zwar nicht mehr an ihn, aber wenn ist er etwas überirdisches dass man sich nicht vorstellen kann.

man sollte aber nicht über die urteilen, die an gott glauben, denn in dieser frage gibt es kein richtig und falsch. denn es kann keiner beweisen, dass es gott nicht gibt und es kann keiner beweisen, dass es gott gibt.


es gibt sehr wohl unterschiede zwischen manchen sekten und den christlichen kirchen, aber das ist ja nicht thema des threads. nur als beispiel: wenn ich aus der katholischen kirche austrete und dann anderen erzähle, dass es da scheiße war, werde ich nicht von allen katholen mit psychoterror verfolgt. wenn ich das gleiche bei den zeugen jehovas mache, wird die reaktion eine etwas andere sein.
 
mr.e schrieb:
es gibt sehr wohl unterschiede zwischen manchen sekten und den christlichen kirchen, aber das ist ja nicht thema des threads. nur als beispiel: wenn ich aus der katholischen kirche austrete und dann anderen erzähle, dass es da scheiße war, werde ich nicht von allen katholen mit psychoterror verfolgt. wenn ich das gleiche bei den zeugen jehovas mache, wird die reaktion eine etwas andere sein.

Komplett vergleiche ich die christliche Kirche nich mit Sekten, mir geht es nur darum, dass man genausogut an Sekten glauben kann wie an Gott. Ich verbiete ja niemanden den Glauben an Gott, jeder soll daran glauben, an das er meint. Aber jeder dem ich das erzähle quatscht mich mindestens 3 Stunden voll damit, was er in der Kirche gelernt hat und will mir damit beweisen, dass es Gott gibt.

Besonders die kathlolische Kirche is da sehr streng. Ich habe in einer Messe (musste hin) in der Kirche gesagt, dass ich nicht an Gott glaube und ich wurde sofort rausgeschmissen und habe gehört, wie der Prarrer leise gesagt hat: "Ungläubiger Bastard!"

Was soll ich also davon halten? "Entweder du glaubst an Gott, oder du bist ein Bastard und wir wollen nix mit dir zu tun haben!"?

Mfg,
Holodan
 
Wie stellt ihr euch Gott vor?
Gar nicht.

Ich bin getauft (evgl.) und auch Konfirmiert...muss sagen, dass ich zweiteres bereuhe, war rausgeschmissene Zeit.
Egal, das ist ein anderes Thema.

Ich glaube nicht an gott...DENN: Mir gibt jeglicher glaube immer das Gefuehl, mein Leben nicht selbst im Griff zu haben...dass ich nicht selbst ueber das entscheiden kann was mir zustoest, sondern nur "Gott".
Ein Grund aus dem ich nicht an Gott glaube.

Ein Zweiter waere, dass einfach zu viele grausame Sachen in meiner Verwandschaft/Freundeskreis passiert sind, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass da oben ein "Allmaechter" ohhhhh sooooo guetiger "Gott" sitzt.

ohman...so oft das boese "G"-Wort gesagt :D

so denn ;)
 
hehe... danke für die vielen antworten!

@holodan findest du nicht das deine Geschichte bissl dick aufgetragen ist? kann ich mir ned vorstellen das dich gleich jemand deswegen aus der kirche schmeißt!

Das mit der Energie, naja keine ahnung wie die das gemessen haben, es ist einfach interessant, man kann sich darüber gedanken machen oder auch nicht, ich habs eben versucht und mit diesem gedanken kann ich ganz gut leben!

weil diese kraft ja nicht heißt das Gott energie ist sondern das Gott in uns allen ist! und wir eigentlich zusammen göttlich sind! hehehe naja, also das war jetz weit hergeholt,

najo ich freu mich auf weitere antworten!
mfg,
peacer
 
peacerpeaces schrieb:
@holodan findest du nicht das deine Geschichte bissl dick aufgetragen ist? kann ich mir ned vorstellen das dich gleich jemand deswegen aus der kirche schmeißt!

Ich habs auch nich glauben können, aber mein Kumpel hats auch gehört. Es war genau so, wie ichs beschrieben hab. Weiß selber nicht, was mit dem Pfarrer los war. Als mein Vater aber dann mit ihm "freundlich" ;) geredet hat kam er an und hat sich entschuldigt.

War auch besser für ihn, denn beleidigen lasse ich mich von dem nicht.

Mfg,
Holodan
 
@Holodan:
Zuerst einmal ist es in der Tat wahr, dass sich die Menschen Naturphänomene als das Werk Gottes erklär(t)en. Allerdings ist das kein Element mehr des modernen Glaubens, zumindest nicht im Christentum. So wird dort Gott nur als "Verursacher" unser Lebenswelt betrachtet.

Da es sich bei Gott um eine "übernatürliche" Existenz handeln würde, die nicht in den Rahmen der naturwissenschaftlichen Gestezte passt, könnte diese Existenz also auch nicht durch jene widerlegt oder bewiesen werden, wie schon angedeutet wurde.

Weiterhin sagt die moderne christl. Lehre, dass der Glauben einem keine Freiheiten entzieht. Und schließlich hat ja jeder die Freiheit, über seinen Glauben zu entscheiden. Dass einige Glaubensrichtungen, teils mehr, teils weniger, durchaus übertreiben und die Naturwissenschaften an sich in Frage stellen, zur Ausgrenzung und zum Fanatismus neigen ist wohlbekannt, aber bei der Diskussion um eine mögl. Existenz Gottes vollkommen unerheblich.

Und es gibt/gab auch geachtete Persönlichkeiten, auch Wissenschaftler, die gläubig waren (vielleicht nicht streng katholisch), beispielsweise Albert Einstein und angeblich auch Stephen Hawking.
 
Gott......
Ich glaube nicht an die art von gott, die uns die kirche vermitteln will. was aber nicht heist, das ich nicht an gott glaube. ich denke, es gibt eine macht, die das universum erschaffen hat. allerdings glaube ich nicht, das diese macht unser leben bestimmt, sich die evolution ausgedacht hat und sie vollbringt schon gar keine wunder.
ich denke eher ab und zu darüber nach, ob wir nicht ohne diese ganzen religionen besser dran wären. es kann doch jeder an einen gott glauben, wie er will, aber erst die religionen verursachen die ganzen probleme. ich kann mir nicht vorstellen, das einer der an einen gott glaub, sich zu nem djihadd (ka, wie man das schreibt) oder zu nem kreuzzug aufrafft. es sind die kirchen, die die leute dazu veranlassen, sie machen aus gott nämlich Allah, Jahwe, Ganesha, Gott, oder Shiva und erst das führt zu problemen.
Das war vielleicht etwas off topic, aber das iss meine meinung zu gott und religion.

MfG DasNeX
 
Selbst wenn es das gäbe, was ihr Gott nennt. Was wolltet ihr damit anfangen?
Schon mal daran gedacht, das sich diese Frage unserem Ereignishorizont völlig entzieht. Mir stellt sich diese Frage nur bedingt, denn:
"Was mühst du deinen schwachen Geist mit Plänen für die Ewigkeit!"
Vieleicht gibt es das was wir Gott nennen. Aber es nicht unser "Gott" und wir sollten es vermeiden ihn zu reklamieren und auf ihn zu berufen. Wohin das führt, können wir derzeit erleben.
Cerberus
 
Ich stell ihn mir gar nicht vor.
Wenn überhaupt ein überlegenes Wesen existiert, daß uns lenkt, dann will ich es irgendwann treffen und ihm in den Hintern treten für seine Manipuliererei.
Ich schließe mich im übrigen an und halte as Christentum, die Juden und alle anderen Religionen für reine Sekten - mit Ausnahme des Buddhismus. Den kann man wohl nicht so direkt dazu zählen.
Gott, bzw der chritliche Glaube ist nichts weiter als eine Strömung, die sich im Altertum durchgesetzt hat, nachdem die Menschen ihrer Götter und vor allem ihrer gottgleichen Herrscher überdrüssig geworden sind.
Da gab es eine geheimnisvolle Sekte unter den Straßen Roms... sowas wirkt immer anziehend.
Daß Jesus gelebt hat, ist nicht zu bezweifeln, das ist geschichtlich belegt. Aber wenn überhaupt, dann war er ein Außerirdischer und kein Gottessohn...
Meine Güte... ein riesen Thema, das ich auch immer mit meinem Vater führe, wenn Weihnachten ist. Da treffen zwei Welten aufeinander: der christlich erzogene Atheist, der das im eingebleute Gewissen nicht los wird, und der gläubige Katholik mit Nahtoderfahrung...

Religion ist Opium fürs Volk.
Die Werte, die die meisten Religionen vermitteln, sind ja gut. Nur werden sie immer scheiße umgesetzt.
Religion ist am Ende des Lebens oftmals der letzte Haken, an den man sich klammern kann vor dem Ungewissen. Selbst Albert Einstein, der ja die religion verteufelte, wird nachgesagt, am Ende seines Lebens ein tiefgläubiger Mensch geworden zu sein...

Ich will nicht an Gott glauben. Aber meine Erziehung hat mit das sehr schwer gemacht...
 
Zuletzt bearbeitet:
hmm... ihr seit abgetrifftet vom thema! ich wollte hier nicht die religionen ansprechen, für mich haben religionen nur bedingt etwas mit Gott/Allah wem auch immer zu tun! Sie beziehen sich auf ihn/es aber er/es selber ist das was wir uns persönlich unter ihm/es vorstellen.
Schreibt mir nicht wie sch***e die katholische Kirche ist oder die Juden oder was auch immer! Religionen sind was anderes, ich halte von der Kirche auch nicht sehr viel obwohl ich in letzter zeit schon wieder etwas mehr bezug dazu bekommen hab!

Ich verurteile die Kreuzzüge und den ganzen Schmorfu (wie auch immer man das schreibt) der unter dem Namen Gottes durchgeführt wurde. Gott kann für unser irdisches Handeln nichts, er/es hat uns nur das leben gegeben und wir sind die jenigen die was draus machen sollen!

das ist wie wenn du einem kind ein stück Knettmasse gibst, entweder es formt irgendwas daraus oder es wirft es in den Müll, was man daraus macht ist einem selbst überlassen!

Sagt mir einfach an WAS ihr glaubt und vielleicht auch in bezug auf Gott was ihr euch unter ihm vorstellt nicht den vergleich den die Kirche anstellt mir Gott und Satan oder Himmel und Hölle.

*gespanntwart*
mfg,
peacer

@b-runner, auf den Threat bin ich auch gestoßen, aber das ist ein anderes topic und es ist schon lange her, dass darüber gesprochen wurde und inzwischen gibt es viele neue User mit vielen neuen Meinungen!
 
Zuletzt bearbeitet:
peacerpeaces schrieb:
hmm... ihr seit abgetrifftet vom thema!
Tut mir leid, das sehe ich anders. Deine Frage wurde hier bisher sehr präzise beantwortet. Die Antwort auf die Frage, wie jemand Gott jetzt sieht, kann imho nicht davon getrennt werden, wie dieser jemand ursprünglich an das Thema Gott herangeführt worden ist, und damit hast Du das Themenfeld Religion insgesamt automatisch mit dabei. Eine vollständige Trennung würde weiterhin die individuelle persönliche Entwicklung unberücksichtigt lassen und damit Deiner Frage eine Menge Tiefgang nehmen. ;)

Um in Deinem Beispiel zu bleiben: Wir bekommen in der Regel eben kein Stück Knetmasse aus der Packung, sondern eine vorgefertigte Knetfigur namens Gott. Erst die Frage, ob und wie wir diese umformen, liegt in unserem Ermessensbereich.

Da Du offenbar ein konkretes Gottesbild zu haben scheinst, beschreibe uns das doch bitte einmal detaillierter, vielleicht hilft das ja, die Diskussion auf Deine konkrete Problemstellung einzugrenzen.

Abschließend meine Sicht: Ich habe kein Bild von Gott. Ich wünsche mir manchmal, es gäbe einen gütigen lenkenden Gott. Das würde das Leben manchmal sicherlich einfacher machen. Ich bin jedoch überzeugt, dass es ihn oder so etwas nicht gibt. Für mich ist es eine reine Fiktion, ein Erklärungsversuch für aus beschränkter Perspektive nicht erklärbare Phänomene. Und auch sicherlich der Versuch, Teile der persönlichen Verantwortung auf ein höheres Wesen abwälzen zu können. Wenn die Idee eines Gottes erst heute auftreten würde, wäre es für mich ein Mittelding aus urban legend und Verschwörungstheorie. Schlicht eine einfache Lösung für komplizierte Probleme, wenn man sich der Komplexität nicht stellen möchte, stellen kann, oder möchte, dass sich andere der Komplexität nicht stellen, was dann auch in die Richtung von Religion (im Sinne eines vorgegebenen und sanktionierten Gottesbildes, was ja durchaus der Geschichte und leider auch noch der Gegenwart entspricht) als Macht- und Herrschaftsinstrument geht.

Ciao, Tiguar
 
Zuletzt bearbeitet: (Tippfehler)
stimme blutrichter in allen punkten zu, bin der selben meinung :daumen:

meine Eltern haben mich nie zu einer Religion gedrängt, mein Vater war Evangelisch und meine Mutter ist Katholisch, sie haben mir die freie wahl gelassen welche ich wähle oder ob ich überhaupt keine will und so bin ich bis heute ungetauft und keiner Religion/Sekte beigetreten, da ich keinen rechten sinn in ihnen sehe

habe aber auch nichts gegen Leute die in ihrer Religion aufgehen oder ihnen etwas gibt, wie halt oder zuversicht

wenn ich z.b. arbeitslos bin gehts mir genauso beschissen als ob ich jetzt eine Religion habe oder keine, ein gebet zu einem Gott bringt mir auch keinen Job, mut und zuversicht kann man sich auch anderst machen :rolleyes:
 
die frage ist gut. und durchaus mittelbar beantwortetbar: man kommt ihm näher, wenn man betet.

was tiguar z.b. machte, war die andere hälfte menschlicher möglichkeiten: er hat ihn betrachtet.

gebet und betrachtung müssen aber hand in hand gehen. komme ich mit der betrachtung nicht mehr weiter, muß das gebet her - und umgekehrt.

und nur weil dies wissen anscheinend für viele verloren ging, ist nicht wahr, "dass es gott nicht gibt, dieser nicht zu finden wäre, dieser nur etwas (aus-)gedachtes wäre, welches (unreflektierte) nöte der dummen erklärt(e)(erklären hülfe): all wrong.

gott ist realität.

bete. und bete demütig. und bete so lange, bis gott kommt. und er wird kommen, das ist gewiss, und heilsversprchen. nur das "wann" läßt gott in seiner machtvollkommenheit, so wie er sich uns gegenüber machtlos machte, damit wir einen eigenen willen haben (können), einen freien willen, der auch den namen "eigener, freier wille" verdiente. (denn wenn gott sich uns gegenüber nicht so gemacht hätte, dann verdienten wir die bezeichnung "freie geschöpfe nach gottes ebendbild" nicht. ganz logo. also

bete, so wirst du finden.

und die mühsal und das leiden und die ungewissheit und die fragen, und der konflikt zur um/mitwelt, welche(r) darin liegen kann/ wird: alles vollkommen positiv. denn dieses leiden ist nicht leiden an gott - sondern an uns selbst, an unseren unvollkommenheit(en): das sind die alten schlacken, welche durch dies feuer des inneren leidens noch aus unserer person ausgeschieden werden sollen, damit der neue "inwendige" mensch geschafffen wird - der dann äußerlich wird, aufsteht und geht und ausruft: halleluja!

hat man den durchbruch aber erst einmal geschafft, so wandelt man in herrlichkeit - und betet täglich freudig weiter - mehr noch, wird freudig die kleine arbeit übernehmen, alles tägliche tun zu einem praktisch gewordenen gebet, zu tätiger andacht, zu ausweis tätigem gedenkens seiner gnade und herrlichkeit werden zu lassen. und natürlich nicht perfekt, sondern in form von wachstum, mit der zeit immer mehr.

und das nicht etwa worte - sondern meine mir zu teil gewordene gewissheit. und wir sind nicht alleine. millionen andere menschen haben es auch schon erlebt. und würden sich "bonhoevermässig" (jesusmässig!) eher martern oder hinrichten lassen, als die existenz gottes zu leugen. denn die existenz der sonne oder meines atmens würde ich auch nicht geleugnet sehen wollen; das wäre genauso dumm.

bete, bete zusätzlich zu deiner schon vorhandenen betrachtung, und du wirst die herrlichkeit schauen. (wirklich. und ganz sachlich. das ist kein wortgeklingel, believe me). halte dich fern von bloß denkerisch, spalterisch, seziererischem hochmut etwa. der dreht sich immer bloß um sich selbst - wird eben nicht tätig... . wärmt, liebt, hilft, tröstet nicht - voraussetzungslos.

wie gesagt, die instrumente der gotteserkenntnis - und daraus abgeleitet der lebensfreude - sind allen menschen mitgegeben. es braucht nicht erst noch "weitergehende forschung über unser 4-dimensionales raum-zeit-kontinuum hinaus", "in alle bekannten 11 dimensionen hinein", "in erkenntnissräume vor dem urknall oder ins unendlich schwache rauschen, welche physikalsich am ende aller zeiten stehen mag/soll/wird": so wie ich jetzt wasser mit der hand schöpfen kann, weil mich dürstet, und weil ich geschöpf der schöpfung bin, für das durststillung vorgesehen ist, so kann ich gott jetzt erkennen, (mittels geduldigem gebet - im wechsel mit betrachtung und tätiger arbeit für das leben), weil aus seiner gnade heraus diese möglichkeit endlich ganz erkennen zu können und dürfen in mich gelegt wurde, als man mich und meine art schuf. so einfach.

aktiv-passiv tausch tut auch not, partiell: nicht "ich tue etwas" -sondern "ich erfahre etwas", mir wird etwas zu teil weil und dadurch, dass ich mich im gebet hingebe - das ist klar, ich sagte es oben bereits; das lag in meiner handlungsanweisung begründet und in diese eingeschlossen: auch hier begegnet der anfänger sich selbst, in dem er seinen ängsten begegnet (beachte). ("wie kann das sein? wozu tut das not? wer will/braucht das schon? machen die meisten, die man kennt doch auch nicht?" aber wer sind schon die meisten....)

hatte ich also schon gesagt: bete, so wirst du finden? hatte ich also schon gesagt: wie schön das ist, am ende gefunden zu haben, dadurch, dass gott mich ergriff, sich zeigte, dadurch, am ende gefunden worden zu sein, einverstanden zu sein damit endlich, es gar nicht selbst hätte machen zu können - ich wiederhole: und freudig und staunend dastehen zu können über das wunder der gelassenheit und freude darüber, das einverständnis damit, dass es passiv geschah, gefunden worden zu sein - nicht es selbst gemacht zu haben, "es hart selbst erkämpft haben zu müssen" - so wie ich selbst und so wie viele andere ja auch in diesen prozess ursprünglich einmal hineingingen... in der erwartung "hart dafür sich was abringen zu müssen"... .

i wish you a pleasant journey my friend. and keep on traveling!

eins noch: das braucht einen klaren kopf. niemals nicht ist das "durch mittel" zu erreichen/zu verstärken oder zu beschleunigen: verstehe: gott ist eh' schon da, der geht bereits neben dir. er will und wird dich in seine arme holen (nehmen), wenn er entscheidet, du bist soweit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Tiguar schrieb:
Ich wünsche mir manchmal, es gäbe einen gütigen lenkenden Gott. Das würde das Leben manchmal sicherlich einfacher machen. Ich bin jedoch überzeugt, dass es ihn oder so etwas nicht gibt. Für mich ist es eine reine Fiktion, ein Erklärungsversuch für aus beschränkter Perspektive nicht erklärbare Phänomene. Und auch sicherlich der Versuch, Teile der persönlichen Verantwortung auf ein höheres Wesen abwälzen zu können.
Ciao, Tiguar

Genau! Nur weil wir etwas nicht verstehen, heißt das noch lange nicht, daß es irgendein Gott erschaffen haben muß. Man könnte meinen, wir haben keine einzige Zeit der Aufklärung durchgemacht, wenn man sich das Gerede einiger Gläubiger anhört.
Ich muß dazu sagen, daß es mir nicht darum geht, Anhänger eines betimmten Glaubens zu diskreditieren. Solange jemand mit einem friedlichen Glauben seinen Seelenfrieden findet, ist das völlig ok. Wir alle streben nach Glück und der inneren Ruhe, und jeder hat andere Wege, dies zu erreichen. Wenn einem der Glaube dabei hilft, ist das ne gute Sache.

Aber Gott ist ein Erklärungsversuch. Ich bin kein Theologe und in der Bibelkunde nicht mehr besonders fit. Aber alleine die Regeln, die Judentum und Christentum aufgestellt haben... das riecht nach Kontrolle: "Selig sind die, die nicht sehen und doch glauben." (besser geht es nicht). Wie schon oben gesagt, die Werte, die einige Religionen vermitteln sind durchaus lebenswert, werden aber in den meisten Fällen auch kontraproduktiv eingesetzt.

Ich kann ein guter Christ sein, ohne in die Kirche zu gehen oder an Gott zu glauben!

Wir verstehen hauptsächlich den Ursprung allen Lebens nicht und die geheimnisvolle vis vitalis, die allem Lebenden innewohnt. Diese Phänomene lassen sich noch nicht wissenschaftlich erklären und deshalb setzt man auf einen Gott, der alles erschaffen haben muß... Warum wohl kommt die Urknall-Theorie von einem Jesuiten-Pater? Ich am ehesten mit dem christlichen Glauben und dem Schöpfungsgedanke in Einklang zu bringen.
Und das Auftreten des Menschen in der Evolution wird von den Gläubigen jetzt auf einmal als eine Art creatio secunda bezeichnet... das ist doch albern!
 
peacerpeaces schrieb:
Wie stellt ihr euch Gott vor?
Laß alles fallen was man dir über Religion beigebracht hat. Sieh dich um im Universum, im Kleinen wie im Großen. Mach das was Werner Heisenberg in seinem Buch: Schritte über Grenzen beschrieben hat. Denke unmögliches. Vielleicht wirst du dann finden und erfahren wonach du suchst. Beschreiben kann man es allerdings nicht, dafür ist unser Wortschatz unzureichend.

Im übrigen stimme ich Tiguar uneingeschränckt zu. Es ist ein Herrschafts-u. Machtinstrument. War es schon immer und wird es immer sein.
Cerberus
Ps: Ich halte mich, nach eigener Einschätzung für einen sehr religiösen Menschen.
Das hat aber nichts mit den vorherrschenden Religionen zu tun bzw gemeinsam.
Eigentlich bin ich ein religiöser Atheist. ;)
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben