Was genau hast du denn für einen Computer? Also CPU, Speichergröße, -typ usw...
Grundsätzlich geht es beim PIII und vor allem beim P4 nur über den Front Side Bus (FSB), auch beim Celeron auf PIII und P4 Basis. Der Multiplikator ist fest eingestellt und, zumindest beim P4, nicht durch einfache Bastelei freischaltbar, ja quasi nicht möglich. Z.B. läuft ein P4 mit 2500 MHz mit 25x100MHz=2500 MHz, wobei 25 der Multiplikator und 100 der FSB ist. Erhöhst du den FSB z.B. auf 110 MHz, so ergeben sich 25 * 110 MHz = 2750 MHz. Das Prinzip sollte klar sein. Da aber an den FSB der AGP- (normal 66 MHz) und PCI-Takt (normal 33 MHz) gekoppelt ist, so erhöht man mit dem FSB auch diese Taktraten, was bei einem zu hohen FSB leicht zu Instabilitäten führen kann. Moderne P4 Mainboards bieten aber die Möglichkeit, den AGP- und PCI-Takt fest zu fixieren, so daß eine Erhöhung des FSB keinen Einfluß darauf nimmt.
Bei AMD Boards sieht es anders aus, den AGP- oder PCI-Takt kann man nicht fixieren, jedenfalls kenne ich keins. Aber, je höher der CPU Takt, desto höher die Wärmeabgabe, so daß unbedingt auf gute Kühlung geachtet werden sollte, besonders bei Athlon Prozessoren. Das gilt für INTEL und AMD CPU`s, aber auch die Tatsache, daß durch Übertakten die Garantie flöten geht, wenn man es einem nachweisen kann.
Nur uralt Celerons und PII Prozessoren hatten damals einen frei wählbaren Multiplikator. Da aber Unsinn auf dem Markt damit getrieben wurde, hat Intel diesen halt fixiert.
Bei AMD CPU`s bietet sich noch eine andere Übertaktungsmöglichkeit. Bei Athlons mit Thunderbird-Kern oder Durons mit Spitfire- oder Morgan-Kern, kurz alle AMD Prozessoren im Keramikgehäuse, kann man den sog. Bleistifttrick anwenden. Man kann mit einem Bleistift auf der CPU einfach ein paar Brücken elektrisch miteinander verbinden, so daß sich der Multiplikator manuell verändern läßt. Bei Athlon XP Prozessoren ist der Bleistifttrick nicht mehr möglich, man muß schon mehr dran rumbasteln, habe aber keine Lust dies haarklein hier zu erklären (das einfachste ist auch hier über den FSB zu übertakten). Der Vorteil: Übertaktung ohne den FSB anzurühren, so daß es nicht zu Instabilitäten von AGP- oder PCI-Karten kommen sollte. Beispiel: Ein Athlon 1300 MHz läuft mit 13x 100 MHz. Ist der Multiplikator einmal freigeschaltet, so kann man ja 14x100 MHz=1400 MHz versuchen.
Doch: Auch der Hauptspeicher ist wichtig. Der FSB ist auch daran gebunden. Wenn man nur PC-100 SD-RAM drin hat (läuft bei 100 MHz), so könnte es sein, daß man z.B. bei einem FSB von 120 MHz nicht mehr den Computer zum Laufen bewegen kann, weil ja auch den Speicher mit 120 MHz läuft, was dieser nicht unbedingt verkraften muß...