Wie wichtig sind VRAM-Heatsinks?

Photon

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Hallo Community,

zur Vorgeschichte: Ich hatte bis vor Kurzem eine GTX 560 Ti im Einsatz. Habe sie hier im Forum gebraucht gekauft, weiß also nicht, wie sie vor mir benutzt wurde. Nach einiger Zeit hatte einer der Lüfter einen Schaden und so kaufte ich mir, ebenfalls hier im Forum, einen Kühler (AC Accelero Mono Plus) und ersetzt den defekten Stock-Kühler. Nachdem der Kühler ein Gebrauchtkauf war, gab es nur drei von insgesamt elf mitgelieferten VRAM-Heatsinks dazu, also entschloss ich mich ganz auf sie zu verzichten. Die Karte lief ohne VRAM-Kühlung ca. 2-3 Jahre lang und vor 1-2 Wochen fing sie an starke Bildfehler zu produzieren und einzufrieren.

Nun habe ich mir also eine neue Grafikkarte gekauft, eine GTX 670. Der Standardkühler funktioniert einwandfrei, ist aber die mit Abstand lauteste Komponente in meinem PC. Also wollte ich den Accelero Mono Plus von der kaputten GTX 560 Ti auf die neue GTX 670 übertragen.

Und nun frage ich mich, ob es vielleicht eine Fehlentscheidung war bei der GTX 560 Ti auf die VRAM-Heatsinks zu verzichten, und ob das vielleicht die Ursache dafür war, dass die Karte nur wenige Jahre lang bei mir gelebt hat. Deshalb die Frage in die Runde: Wie wichtig sind eigentlich VRAM-Heatsinks gerade bei einem Kühler, wo der Kühlkörper einen größeren Abstand zur Platine hat?

Vielen Dank für jeden Input,
Photon
 
Ich würde einfach neue VRM Heatsinks kaufen, sowas bekommt man auf z. B. Aliexpress günstig. GDDR5 sollte gekühlt werden, GDDR5 hat glaube ich 2,5 W Abwärme.
 
Photon schrieb:
Nachdem der Kühler ein Gebrauchtkauf war, gab es nur drei von insgesamt elf mitgelieferten VRAM-Heatsinks dazu
Verstehe ich gar nicht, die kann man für ein paar € nach kaufen. Natürlich hast du einen um einiges geringeren Luftstrom durch die größere Entfernung und die niedrigeren Drehzahlen, also werden sie auch heißer.
 
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Bei einem Produkt das nach 2 Tagen genau so kaputt gehen kann wie nach 10 Jahren die Ursache auf fehlende Heatsinks zu schieben ....
 
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Die sind nicht ohne Grund gekühlt.

Mit einem guten Luftzug, ist die Spannungsversorgung und VRAM in der Regel in Ordnung....aber je nach Reserven eventuell auch nicht.
Ich würde sie immer kühlen.
 
Der erste Fehler war, dass du dir vor drei Jahren eine veraltete Mittelklassekarte gekauft hast, stellt also keinen Verlust dar, dass sie nach 3 Jahren ihren Geist aufgibt. Der 2. Fehler ist, dass du dir nun wieder eine veraltete Karte gehohlt hast, ich hoffe nur das du da nur 20€ für bezahlt hast.

Und ja, es ist ein Fehler die Vrams nicht zu kühlen.
 
HisN schrieb:
Bei einem Produkt das nach 2 Tagen genau so kaputt gehen kann wie nach 10 Jahren die Ursache auf fehlende Heatsinks zu schieben ....
Der Vergleich hinkt vielleicht, aber Krebs kann man auch völlig unerwartet und in jedem Alter bekommen (oder auch niemals), trotzdem vermeidet man es sich unnötig radioaktiver Strahlung auszusetzen. :)

@Darkscream, @Transistor 22: Verstehe, dann kauf ich mir wohl ein paar Heatsinks dazu!

Weiß vielleicht jemand, wie es mit der Haltbarkeit von Wärmeleitungskleber aussieht? Habe hier zwei Tuben (ist zweikomponentiger Kleber) bestimmt schon seit vielen Jahren herumliegen, kann ich den wohl noch verwenden oder lieber gleich neuen mitbestellen?

@Schaby: Sehe ich nicht so, die alte Karte hat mir völlig ausgereicht, die neue erst recht. Ich spiele nicht viel, da reicht mir die GTX 670 völlig, auch ist der Rest des Systems (siehe Signatur) nicht super aktuell. Und ja, sie war recht günstig, 30€ um genau zu sein.
 
Schieb die 560 in den Backofen. Wenn sie danach nochmal was tut ist es wohl wahrscheinlicher, dass das Problem nicht am VRAM lag. Generell ist das eben so. Ist immer eine gewisse Lotterie.
Meine 7950 ist trotz VRAM Heatsink und kühlen Spawas vor ein paar Wochen krepiert. Auf das Ding habe ich peinlich genau aufgepasst, hohe Frames vermieden, Temperatur niedrig gehalten usw. usf. trotzdem ging sie drauf. Ich würde mir da künftig keinen Kopf mehr machen. Letztlich sind die Geräte dafür da DIR zu dienen und nicht andersrum. Auf so einer Graka sind unzählige Komponenten verbaut, die jederzeit das Zeitliche segnen können.
Es mag naiv klingen. Aber letztlich werden die Hersteller schon wissen was sie tun, wenn sie ihre Karten zusätzlich mit Heatsinks ausstatten oder auf diese verzichten. Dass dann nach Ewigkeieten auf das Fehlen einer bestimmten Komponente zurückzuführen halte ich schon für sehr gewagt.
Gerade im Hardwarebereich müssen wir doch ehrlich sein: Wenn es sich nicht gerade um eine 1000€ Graka handelt ist eine Lebensdauer von 2-3 Jahren meist völlig ausreichend. Die Karte hier für die "Ewigkeit" aufstellen zu wollen ist am Ende des Tages ein eher sinnloses Unterfangen, da das Ding nach 2-3 Jahren in der Regel ohnehin entsorgt wird. Und ohne arrogant klingen zu wollen. Wie viel Stunden willst du dich damit beschäftigen, wie hoch setzt du deinen eigenen Stundenlohn für diese "Investigation" an?
Wegen einer 30€ Graka überhaupt Gedanken zu verschwenden ist doch eigentlich Unsinn. Wenn sie tut, gut ist, wenn nicht findet sich immer irgendeine alte Graka (sollte dir die Leistung reichen) die ihren Zweck erfüllt.
 
Photon schrieb:
Habe hier zwei Tuben (ist zweikomponentiger Kleber) bestimmt schon seit vielen Jahren herumliegen, kann ich den wohl noch verwenden oder lieber gleich neuen mitbestellen?
Schwer zu sagen....ich habe eine alte ATI 4850 auf einen Ersatzkühler umgerüstet, weil sie überhitzt ist.
Den Kühler habe ich im Laden gekauft...da lag der wohl schon einige Jahre und dementsprechen alt war der Kleber.

Ich habe mich genau an die Anleitung zum Mischen gehalten....aber das Zeug wollte nicht kleben.

Ich hatte keinen Drang die Karte zu nutzen also habe ich sie zurseite gelegt.

Selbst nach 3 Monaten war der "Kleber" nicht fest....nichtmal zäh....also habe ich sie weiter liegen lassen....und nach 6 Monaten habe ich es probiert und ales war fest....so bombig, dass ich glaube man reißt die Bauteile mit ab.

Kurz...du kannst es versuchen, aber wenn es nicht wie erwartet nach ein paar Minuten klebt, kann man auch Monate warten. ;)
 
Cardhu schrieb:
Meiner Erfahrung nach braucht es weder bei ner 560ti noch bei einer 670 die VRAM-Kühlerchen.
Bei den 400ern sind die dir ohne Kühlung schnell abgeraucht.
Hab sehr lange beides genutzt ohne VRAM Kühler^^
Übertakten würde ich den dann eher nicht.
Aber 400er und 500er sind doch fast identisch?
 
Jetzt hab ich die Heatsinks schon bestellt, die paar Euros und das bisschen Aufwand sind schon ok, dann ist man zumindest sicher, dass man nichts Blödes gemacht hat, wenn die Karte nach ein paar Jahren kaputt geht.

@Baal Netbeck: Danke, dann versuch ich es wohl mit dem, was ich hab, notfalls kauf ich noch welchen nach. :)
 
Ich habe auf meiner Asus R9-280 sogar werksseitig auch keine auf den GDDR5-Speichern drauf und sie läuft immer noch.
Ausserdem sind keine Kühlkörper oft besser als die Dinger die man aufkleben kann, da die eher isolieren als kühlen. Gab sogar irgendwo nen Test bei dem die meisten Zusatzkühlerchen eher negativ waren.

Cunhell
 
Transistor 22 schrieb:
Aber 400er und 500er sind doch fast identisch?
Wo der Unterschied beim VRAM ist, kann ich dir nicht sagen.
Hab es mit mehreren GTX 460 (SE) ausprobiert und die sind alle nach kurzer Zeit mit Bildfehlern über den Jordan gegangen. Hab mehrere 560(ti) und 660(ti) dem auch so unterzogen und hatte da, zumindest deswegen, keine Probleme. Hab eine auch komplett 560ti ohne Lüfter (sondern mit einer CPU AiO Wakü) betrieben, also nichtmal ein vernünftiger Luftzug^^
 
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cunhell schrieb:
Gab sogar irgendwo nen Test bei dem die meisten Zusatzkühlerchen eher negativ waren.
Das ist wahr.... das liegt aber oft eher an sehr dicken Klebeschichten als an dem Kühler selbst.
cunhell schrieb:
Ich habe auf meiner Asus R9-280 sogar werksseitig auch keine auf den GDDR5-Speichern drauf und sie läuft immer noch.
Beim Ram kommt es eben auch auf die Umstände an.
Mancher Ram darf heiß werden....mancher ist sensitiv.
Mancher ist nah an der Stabilitätsgrenze und anderer eben nicht.

Ein übliches Verhalten bei Bildartefakten ist, dass weniger VRam Takt oder bessere Kühlung die Artefakte verschwinden lässt.....daher fühle ich mit Kühlung immer besser.
 
Photon schrieb:
Und ja, sie war recht günstig, 30€ um genau zu sein.
Eine GT 1030 bekommste für ~60€ neu, die ist in allen belangen besser, allein der Stromverbrauch der GTX 670 macht die 30€ Aufpreis in einem Jahr wieder wet.

Jetzt willste nochmal Geld in die Hand nehmen um die veraltete Karte zu nutzen.

Für einen reinen Office Rechner ist die GT 1030 z.Z. die beste Karte. Die GTX 670 hat eine TDP von 170W die GT 1030 30W TDP.

Und klar, hat die GTX mehr Power, aber zum Gamen ist die Karte nichts mehr.
 
@Schaby: Erstens ist eine GTX 670 in etwa doppelt so schnell wie eine GT 1030, sie ist eher irgendwo zwischen einer GTX 1050 und einer GTX 1050 Ti anzusiedeln. Zweitens bräuchte ich für den Office-Betrieb gar keine Grafikkarte, die integrierte Grafik des i3 würde völlig ausreichen. Drittens wäre eine signifikant schnellere Karte schnell im CPU-Limit (der i3-4160 ist nach heutigen Maßstäben auch nicht der schnellste). Viertens reicht mir meine aktuelle Hardware für die Spiele, die ich spielen möchte (Dirt Ralley, Dirt 4, Project Cars, ETS2/ATS, ...) völlig aus, sie laufen mit 50-60 FPS bei mittleren bis sehr hohen Einstellungen (je nach Spiel). Und fünftens schluckt die GTX 670 im Idle gar nicht so furchtbar viel und so viel spiele ich nicht, dass der Verbrauch unter Last stark ins Gewicht fallen würde. Hätte ich mehr ausgegeben, hätte ich auch mehr Leistung und Effizienz bekommen, so bekommt man eben, wofür man zahlt, ich bin mit meiner Wahl auf jeden Fall zufrieden.
 
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Nicht falsch verstehen. M.M.n. sind gerade alte Grafikkarten für mich eher Elektroschrott. Und die GTX 670 zählt halt dazu. Für Gaming nicht mehr ausreichend, dazu noch ordentlicher Stromverbrauch. Hättest du noch 50€ drauf gelegt hättest du ne gebrauchte GTX 970 oder eine RX 570 bekommen. Die haben dann nochmal 60% Mehrleistung bei deutlich weniger Stromverbrauch.
 
Schaby schrieb:
Für Gaming nicht mehr ausreichend,

Was soll denn die pauschale Aussage? Ich habe doch oben geschrieben, dass sie sehr wohl ausreichend ist. Ich gebe mich auch mit weniger als 120FPS und Ultra-Settings zufrieden, ist das neuerdings verwerflich?
 
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Mein Bruder zockt auch mit glaub einer 660ti und kommt damit bestens zurecht :D
Ich zitiere als ich ihm die geschenkt hab und seine 5770 (mit der ich 1 oder 2 Jahre vorher seine Sockel 775 onboard-Graka) ersetzt hab:
"Krass, das muss die beste Grafikkarte sein, die es gibt. Das sieht ja alles super gut aus".
Und er ist heute noch damit happy :D
 
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