Es klingt doch so, als ob Dir der 1700er Zufriedenheit verschafft. Warum unruhig werden? Nur weil alle paar Tage was neues angekündigt wird, die alten Sachen plötzlich als hoffnungslos veraltet und zigmal überholt deklariert werden von dem Konsumterror verfallenen Wannabees und Promogeiern?
Wichtig ist doch, dass alles was DU mit Deinem Rechner machen willst, gut funktioniert und Du nicht das Gefühl hast, in Deinem Tun gebremst zu werden. Klar, es kann immer neuer gehen, auch schneller, aber das bedeutet neue Ausgaben. Ausgaben, die man stemmen will und können muss. Und werden die Hoffnungen in die neue Hardware überhaupt erfüllt? Ist der Nachfolger des 1700ers deutlich schneller oder merkt man nur recht wenig davon? Hat es sich wirklich gelohnt, upzugraden?
Früher habe ich alle zwei bis drei Jahre meine Rechner ausgetauscht. Gerade ist auch mein i5-2500k zum Austausch würdig befunden worden. Dass ich mal einen Rechner siebeneinhalb Jahre nutze und trotzdem mit der Geschwindigkeit zufrieden bin, wundert mich selbst, das muss ich schon zugeben, aber es hat mir an nichts gefehlt abgesehen von einem sich immer öfter zickig zeigenden USB3-Controller auf dem Mainboard. Klar, ich hätte auch liebend gerne was richtig krankes schnelles, so'n "Fredripper" mit unzähligen Kernen, Preis egal, Speicher so viel wie nur irgendgeht - ist doch nur Geld, so what? - aber das wäre bestenfalls eine Geldverschwendung, die neben dem Schreibtisch steht, diese Leistung würde ich nicht mal ansatzweise ausnutzen können.
Mein i5 weicht nun einem lütten Ryzen 5 2400G, Samsung 970 Evo plus dran, 32 GB RAM, das ist schon ziemlich beeindruckend, was ich gestern nacht bei der W10-Installation erleben durfte, das macht schon gut Spaß mit der Geschwindigkeit und ich habe die Gewissheit, nicht hoffnungslos zu viel Kohle rausgetan zu haben. Lass die Kiste drei Jahre halten, der Speed würde es wohl länger tun. Und wer weiß, was man dann bekommt?
Heute sind die Sprünge nicht mehr so eklatant und selbst die Werrbeversprechen bei Neuerscheinungen sollte man immer hinterfragen. Nicht selten sind Performancesprünge nur in vereinzelten Bereichen zu verzeichnen aber nicht auf der ganzen Leistungsbreite. Wer genug Geld hat, kann sich ja alle drei Monate upgraden, wer mit seiner Hardware zufrieden ist, dehnt die Upgradeintervalle eben flexibel.