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Win11 in freien unbenutzten Bereich installieren
Das ist das Hauptthema und ich habe jetzt eine extrem simple Lösung gefunden, man muss es nur probieren ;-)
Bei der Win-Installation ganz einfach auf den freien Bereich klicken und auf weiter. Fertig. Man braucht keine Partition mit einer Größe anlegen und man braucht auch nicht formatieren.
Jetzt die Langform:
Meine Vermutung ist, dass es in seltenen Fällen zu Problemen mit der Partitionsgrenze kommen kann, wenn davor Win installiert ist.
Also SSD, etc, komplett platt machen, wie auch immer. Bei SSD zB mit blkdiscard, Details wurden ja schon diskutiert.
Damit ist ein vorhandenes WIn eliminiert und man kann daher Win nicht die Schuld an irgendwelchen Problemen geben.
Mit Linux-Live-Stick und sgdisk die gesamte(!) SSD partitionieren, auch Windows-Partitionen, zB so:
Code:
sudo sgdisk -a 2048 -I -n 1::+1G -t 1:EF00 /dev/nvme0n1
sudo sgdisk -a 2048 -I -n 2::+16M -t 2:0C01 /dev/nvme0n1
sudo sgdisk -a 2048 -I -n 3::+90G -t 3:0700 /dev/nvme0n1
sudo sgdisk -a 2048 -I -n 4::+800M -t 4:2700 /dev/nvme0n1
sudo sgdisk -a 2048 -I -n 5::+35G -t 5:0700 -c 5:"WINDATEN" /dev/nvme0n1
sudo sgdisk -a 2048 -I -n 6::+60G -c 6:"DISTRI-1" /dev/nvme0n1
sudo sgdisk -a 2048 -I -n 7::+35G -c 7:"HOME-1" /dev/nvme0n1
sudo sgdisk -a 2048 -I -n 8::+65G -c 8:"DISTRI-2" /dev/nvme0n1
sudo sgdisk -a 2048 -I -n 9::+40G -c 9:"HOME-2" /dev/nvme0n1
sudo sgdisk -a 2048 -I -n 10::+500G -c 10:"DATEN" /dev/nvme0n1
sudo sgdisk -a 2048 -I -n 11:: -c 11:"MINIBACKUP" /dev/nvme0n1
sudo sgdisk -a 4096 -I -n 12::0 -c 12:"UNUSED" /dev/nvme0n1
Ergänzung: Oops, da ist ein Fehler passiert, sollte aber für die Vorgehensweise egal sein. Ich bessere die folgenden Ausgaben am Ende nicht aus, ist für das Prinzip egal. Es geht nur darum, dass am Ende kein wesentlicher Platz frei ist, den sich Win schnappen könnte.
Code:
sudo sgdisk -a 2048 -I -n 11::+100G -c 11:"MINIBACKUP" /dev/nvme0n1
sudo sgdisk -a 4096 -I -n 12::0 -c 12:"UNUSED" /dev/nvme0n1
Ich habe also vergessen bei Partition 11 die Größe anzugeben.
Manche Optionen sind nicht so wichtig und welche Partitionen unter Linux erstellt werden ist auch nebensächlich.
Entscheidend ist, dass die Win-Installation nicht funktioniert, wenn man diese Partitionierung verwendet. Win bringt vor dem 1. Reboot eine Fehlermeldung.
Daher werden die Partitionen 2-4 mit gdisk wieder gelöscht. Durch das Anlegen kann man aber am einfachsten Ausrechnen wie es sich mit den Größen ausgeht.
Das sieht dann etwa so aus:
Code:
xubuntu@xubuntu:~$ sudo gdisk -l /dev/nvme0n1
GPT fdisk (gdisk) version 1.0.10
Partition table scan:
MBR: protective
BSD: not present
APM: not present
GPT: present
Found valid GPT with protective MBR; using GPT.
Disk /dev/nvme0n1: 1953525168 sectors, 931.5 GiB
Model: CT1000P3PSSD8
Sector size (logical/physical): 512/512 bytes
Disk identifier (GUID): 08D58395-2DA5-44AC-B74C-76D679498694
Partition table holds up to 128 entries
Main partition table begins at sector 2 and ends at sector 33
First usable sector is 34, last usable sector is 1953525134
Partitions will be aligned on 2048-sector boundaries
Total free space is 190422381 sectors (90.8 GiB)
Number Start (sector) End (sector) Size Code Name
1 2048 2099199 1024.0 MiB EF00
5 192514048 265914367 35.0 GiB 0700 WINDATEN
6 265914368 391743487 60.0 GiB 8300 DISTRI-1
7 391743488 465143807 35.0 GiB 8300 HOME-1
8 465143808 601458687 65.0 GiB 8300 DISTRI-2
9 601458688 685344767 40.0 GiB 8300 HOME-2
10 685344768 1733920767 500.0 GiB 8300 DATEN
12 1733922816 1953521663 104.7 GiB 8300 UNUSED
Um irgendwelche Probleme mit der Größe von /boot/efi zu vermeiden, wie davor berichtet. Installiere ich schnell Linux auf "DISTRI-1" und prüfe mit df, ob die Größe von sgdisk auch wirklich angezeigt wird. Wenn man vorher die ganze SSD platt gemacht hat, ist es sehr unwarhscheinlich, dass da was nicht passt.
Dieser Platz ist also leer und kann von Windows verwendet werden:
1 2048 2099199 1024.0 MiB EF00
5 192514048 265914367 35.0 GiB 0700 WINDATEN
Die Win-Installation zeigt also den freien Platz an und da braucht man nichts zu tun, außer markieren und auf weiter, also keine Partition anlegen, wo man über die optimale Größe rätselt oder formatieren.
Das Ergebnis sieht dann so aus:
Code:
~# gdisk -l /dev/nvme0n1
GPT fdisk (gdisk) version 1.0.10
Partition table scan:
MBR: protective
BSD: not present
APM: not present
GPT: present
Found valid GPT with protective MBR; using GPT.
Disk /dev/nvme0n1: 1953525168 sectors, 931.5 GiB
Model: CT1000P3PSSD8
Sector size (logical/physical): 512/512 bytes
Disk identifier (GUID): 08D58395-2DA5-44AC-B74C-76D679498694
Partition table holds up to 128 entries
Main partition table begins at sector 2 and ends at sector 33
First usable sector is 34, last usable sector is 1953525134
Partitions will be aligned on 2048-sector boundaries
Total free space is 9581 sectors (4.7 MiB)
Number Start (sector) End (sector) Size Code Name
1 2048 2099199 1024.0 MiB EF00
2 2099200 2131967 16.0 MiB 0C01 Microsoft reserved ...
3 2131968 190883839 90.0 GiB 0700 Basic data partition
4 190883840 192511999 795.0 MiB 2700
5 192514048 265914367 35.0 GiB 0700 WINDATEN
6 265914368 391743487 60.0 GiB 8300 DISTRI-1
7 391743488 465143807 35.0 GiB 8300 HOME-1
8 465143808 601458687 65.0 GiB 8300 DISTRI-2
9 601458688 685344767 40.0 GiB 8300 HOME-2
10 685344768 1733920767 500.0 GiB 8300 DATEN
11 1733922816 1953521663 104.7 GiB 8300 UNUSED
Total free space is 9581 sectors (4.7 MiB)
4 190883840 192511999 795.0 MiB 2700
5 192514048 265914367 35.0 GiB 0700 WINDATEN
Win hat also an die EFI-Partition angeschlossen und fast allen freien Platz genutzt, aber nicht allen. Eigentlich hätte sgdisk ja genaue binäre Größen erstellen sollen.
Mit dieser Methode ist gewährleistet, dass Linux Partitionsgrößen unbeeinflusst von Win verwendet, da sie ja vor der Win-Installation angelegt wurden.
Kniffelig kann die Einstellung im UEFI sein, damit das richtige System (überhaupt) bootet. Das kann ganz problemos sein oder eben nicht. Da gibt es meist 2 Bereiche, die bei "BBS" betroffen sind. Nach Windows und Linux oder Ubuntu suchen und da die Reihefnloge ändern. Zum Schluss Win deaktivieren, das wird ja über den grub-Bootmanager letztlich gestartet.
Ergänzung ()
whats4 schrieb:ersetz einen meist miesen usb stick durch eine echte ssd
Tja, wenn das sie einfach wäre. Ich habe eine Menge nach meinen Problemen probiert, ohne auf die Kosten zu achten und das meiste war nicht bootfähig. 2 habe ich gefunden. Kleines Manke, je nachdem wo der USB-Port ist, kann das Teil so schwer sein, dass ich um den Port am PC fürchte, also am besten mit kurzem Verlängerungskabel verwenden.
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