@xexex
Meine vor sich hin alternde Kiste kann ich über Jahre zu einem günstigen Preis nutzen.
Die Hardware im Server wird aber 24/7 (voll) ausgelastet und wenn ich die Leistung unterdurchschnittlich oft abrufe, werde ich trotzdem dafür zahlen müssen, dass andere diese Leistung überdurchschnittlich oft abrufen.
Man muss es nicht mal ausrechnen, um zu wissen, dass Hardware unter Dauer(voll)auslastung schneller altert und ersetzt werden muss.
Man muss es aus betriebswirtschaftlicher Sicht weiterdenken können:
Ich muss alles bezahlen, was der Anbieter bezahlt.
- Mein Streaming-Gerät mit einem Bauteil (z.B. Grafikkarte) weniger erhöht meine Mietkosten nicht. Aber weil dieses Bauteil nun beim Anbieter ist, muss ich den Anteil seiner Mietkosten bezahlen.
- Wenn mein PC nur 1 Stunde am Tag läuft, verbraucht er nahezu keine Energiekosten. Beim Anbieter bezahle ich für die 24/7 Bereitstellung dieser Leistung und seine permanent laufenden Energiekosten dafür.
- Wenn mein PC Probleme macht, löse ich die Probleme selbst. Beim Anbieter muss ich seine Fachleute oder externen Anbieter dafür anteilig bezahlen.
- Wenn mein PC selten und nur für Kleinigkeiten genutzt wird, hält der locker über 10 Jahre durch. Beim Anbieter muss ich aber seine ständig verschleißende Hardware bezahlen, weil sie 24/7 ausgelastet wird und in den 10 Jahren öfter getauscht wird als meine.
- usw.
Was exakt spart man sich in Wahrheit?
Ein Gerät hast du so oder so. Bei Streaming hättest du bpsw. 2 Module weniger im Gerät, welche nun für den Anbieter statt für dich produziert werden. Der Ressourcenverbrauch bleibt gleich, wird für dich aber teurer.
Man muss es schon realistisch trennen.
Finanziell wird es NUR Nachteile für den Endverbraucher haben und umwelttechnisch wird sich praktisch nichts ändern.
Wenn dir die Umwelt tatsächlich - und ich meine wirklich ernsthaft - wichtig ist, dann kannst du einen massiven Beitrag zu Schonung beitragen, indem du keine Kinder in die Welt setzt, welche die Umwelt weiter (oder stärker) belasten. >90% der Menschen interessiert die Umwelt aber nicht, deshalb bleibt der finanzielle Aspekt übrig und da wird es nur schlechter.
Wer sich also nur um den Aspekt der Umwelt dreht, sollte das Problem an der Wurzel angehen. Dem Menschen! Das will aber niemand hören und stattdessen heuchlerisch an den Symptomen arbeiten, die letztlich keine Auswirkungen haben.