WLAN Vernetzung zu Hause

A

Austrokraftwerk

Gast
Hallo,

ich möchte auf WLAN Umsteigen, da ich mit meiner jetzigen Verbindung zum Router nicht zufrieden bin. Ich nutze aktuell Powerlan, bekomme keine stabilen 100MBit über das Stromnetz, einmal ist es sogar komplett ausgefallen (es wurden 3 versch. Adapter getestet). Würde gerne mind. 300MBit zum Router schaffen mit niedrigerem Ping als jetzt (<4ms).

Dafür bin ich auch bereit etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, wenn ich dann länger Ruhe habe. Der Router steht im Keller, mein PC steht im 1.OG, soll also ca. 20m durch 3-4 Wände gehen.

Was kann man machen? Welchen Adapter nehme ich für meinen PC?
Ich denke, dass es sinnvoller ist, WLAN 2.4GHz zu benutzen, da dem 5GHz ja schneller die Puste ausgeht und über 2.4GHz bekommt man ja auch über 450Mbit her.
 
Wenn Du stabile und zukunftssichere Verbindungen willst: Leg Leitungen!
Bei 3-4 Wände sowie einer Etage dazwischen wirst Du mit WLAN nicht glücklich.
Auf jedem Fall wirst Du nicht die gewünschte Datenrate bekommen!

Ich gebe mal ein Beispiel:
Mehrfamilienhaus, 4 Etagen (also Störer in der Umgebung!).
Router der Freundin steht mitten in der Wohnung (zentraler Flur, 2te Etage),
PC steht eine Steinwand sowie angrenzenden Schrank entfernt (4-5m).
Bruttodatenrate mit 802.11ac (5GHz) 550MBit/Sek.
Datentransfer per NAS = 8 MByte/Sek (trotz GBit-LAN Anbindung an Router).
Du wirst Deine o.g. gewünschte Datenrate von 300MBit weder brutto hinkriegen,
die Nettodatenrate wird nochmals um einiges geringer sein.
 
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LAN-Kabel

Du willst 300 Mbit/s netto haben. Dazu muss das WLAN brutto 600 Mbit/s liefern (WLAN hat eine Effizienz von ca 50%). Das ist der Maximalausbau von WLAN-n (4x 150 Mbit/s) und ist so nur unter Laborbedingungen zu erreichen - vor allem nur dann, wenn beide Seiten 600 Mbit/s unterstützen!

Mit WLAN-ac erhöht sich das Brutto-Max je nach Gerät auf bis zu ~1700 Mbit/s. Aber auch da gilt: Wenn der Empfänger nur 433 Mbit/s kann, wird auch nicht mehr dabei rauskommen - brutto versteht sich. Netto dasselbe Spielchen, grob 50% davon maximal.

Durch Decken - insbesondere Kellerdecken - wirst du schlechte Karten haben. Das ist weit weg von besagten Laborbedingungen. Die Übertragungsrate wird darunter massiv leiden.



Es ist nun mal so, wenn man stabile und schnelle Verbindungen haben will, kommt man an Kabel nicht vorbei. Man kann sich auch nicht einfach einen Mazda MX-5 kaufen und dann erwarten, dass er so schnell fährt wie ein Porsche, weil er ja auch sportlich aussieht.
 
Wenn du nicht komplett verkabeln willst ,würde ich zumindest mit Kabel aus dem Keller raus und dort einen WLAN-AP aufstellen. Dann musst du nur noch durch Wände und nicht mehr schrägt durch die Kellerdecke.
 
Warum "geht es nicht"?
 
Dann kannst du dich eigentlich nur an größeren und schnelleren PowerLAN-Adaptern versuchen.

Und warum geht Kabel nicht? Geht es wirklich nicht oder .. .. willst du nur nicht? Unter Umständen gibt es zB einen stillgelegten Kaminschacht oder sonstige Versorgungsschächte, die nach oben gehen. Oder man geht außen entlang.

Dafür bin ich auch bereit etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, wenn ich dann länger Ruhe habe.
Frag einen Elektriker ob er dir die Löcher bohrt und das Kabel verlegt. Ist nicht so teuer und vor allem hast du dann die nächsten 20 Jahre Ruhe.........
 
Nilson schrieb:
Warum "geht es nicht"?
100 Jahre altes Haus, denkmalgeschützt. ;)
Thema Kabel damit bitte erledigt.

Außerdem ziehen wir in den nächsten ~3 Jahren um, dann möchte ich das Zeugs gerne mitnehmen. :)
 
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Ok, dan gehts wirklich nicht :D
 
Wenn dem so ist, hast du leider Pech. Es geht eben nicht immer so wie man es sich wünscht.

Welche PowerLAN-Adapter hast du denn bisher eingesetzt?



Und warum müssen es 300 Mbit/s zum Router sein? Was für eine Internetanbindung hast du? Steht ein NAS im Keller? Evtl. kann man die Problematik ja in einen unkritischen Bereich verschieben. Mit einer WLAN-Bridge vom Router ins 1.OG und von dort das NAS hinstellen (falls vorhanden) und per Switch soweit möglich per Kabel in die Zimmer weitergehen. Dann würde interner Datenverkehr gar nicht erst zum Router gehen, sondern nur die Internetverbindungen.
 
Raijin schrieb:
Und warum müssen es 300 Mbit/s zum Router sein?
Weil ich momentan eine 100Mbit Internetleitung habe, nächstes Jahr gibts neue Technik und damit ein Upgrade auf 300Mbit Internet. :p

Raijin schrieb:
Steht ein NAS im Keller?
Ein Server. Intern hab ich kaum Datenverkehr (nur Remotedesktop oder mal ein paar MB Sichern). Der Server kommuniziert in erster Linie mit dem Internet.

Raijin schrieb:
Welche PowerLAN-Adapter hast du denn bisher eingesetzt?

Devolo, Netgear und ZyXel Gigabit Adapter.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Dann bleibt dir nur schnelleres PowerLAN. Denkbar wären zB die 1200er Sets von devolo, wenn die bei dir funktionieren. Alternativ gibt es auch 1000er Sets von der Konkurrenz. Damit hättest du zumindest in der Theorie max ca. 600 bzw. 500 Mbit/s nutzbare Netto-Datenrate (PowerLAN ist ähnlich effizient wie WLAN mit ~50%). Bei alten Leitungen, etc. geht davon natürlich auch wieder einiges runter. Am Ende bleibt mit etwas Glück grob irgendwas bei 300 Mbit/s hängen, oder zumindest in der Nähe davon.
 
Naja was nützen mir schnellere Adapter, wenn ich bereits die schnellsten Adapter am Markt von div. Herstellern ausgetestet habe?
 
Dann bleiben dir keine weiteren Optionen. Versuch es mit WLAN, aber die Zeichen stehen schlecht. Eine Richtfunkverbindung durch die Decke könnte das WLAN evtl. noch etwas pushen. Aber wie gesagt, deine Wunschvorstellung wird so kaum erreichbar sein. Wie ich schon schrieb, manchmal geht es eben nicht. Es hat schon Gründe warum heutzutage in den Häusern Leerrohre und dicke Kabel verlegt werden - wobei selbst das nicht immer der Fall ist. In einem Altbau wurde an sowas nicht gedacht bzw. maximal Klingeldraht für das Telefon verlegt. Damit kommt man aber nicht weit...
 
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