Ihr braucht nicht mehr zu grübeln: Amerikanische Unternehmen, wie z.B. Microsoft und Apple, treiben Nutzer mit ignorantem, übergriffigem und unverschämtem Verhalten systematisch in den Wahnsinn. Man hat in den letzten 20 Jahren ein Paradigma umgedreht: "Nutzer" und "Käufer/-innen" sind nicht mehr die "Kunden". "Kunden" sind inzwischen nur noch die Aktionä/-innen -- ein Prinzip, dass deutsche Konzerne, z.B. aus der Automobilindustrie, mit gleichartigem Erfolg kopieren.
Sarkastisch ausgedrückt: Wie nennt man das amerikanische Kunstwort für nachhaltige Umsatz-Reduktion und wütende Ex-Käufer/-innen, die nie wieder kommen: "Marketing".
Beispiel 1: Apple hört nicht auf, zu fragen, ob ich auf Tahoe upgraden will. Ich muss also meine Arbeit unterbrechen, und mich dieser Frage widmen. Meine Antwort: "Nein, weil ich hunderte Euro für Steinberg-Software ausgegeben habe, die nicht kostenlos upgradefähig ist, sondern die ich so, wie sie ist, mit ins Grab nehmen werde" wird nicht akzeptiert. Spätestens beim beim zweiten Mal ist diese Frage ignorant, ab dem dritten Mal ist sie unverschämt.
Beispiel 2: Zu meinem grenzenlosen Erstaunen konnte ich mittels OTG-Adapter mein C't-Gesamtarchiv vom USB-Stick auf das iPad kopieren. Zu meinem grenzenlosen Erstaunen, Teil 2, sind aber lokale HTML-Dateien nicht lesbar. Nicht von dem einzigen (nebenbei: hoffnungslos veralteten) Browser in den 3 Geschacksrichtungen. In diesem Fall ist es von beiden Seiten ein äußerst schwaches Bild -- nämlich, dass man im Heise-Verlag diesen Zweck für völlig unwichtig gehalten hat, ebenfalls.
Beispiel 3: Microsofts ständige Info- und Abfragebildschirme, die man aktiv wegklicken muss. Aktives Wegklicken-müssen ist die größte Frechheit.
Es hat eine gewisse Tragik: Als Computer noch taten, was ich als Nutzer wollte, konnte ich mir sie dreißig Jahre lang nicht leisten. Jetzt ist es umgekehrt.
Es gibt meiner Meinung nach nur eine Lösung gegen hohen Blutdruck: Man muss diese US-amerikanischen Firmen aus seinem Leben streichen. Mit den Streaming-Diensten ist es ja nicht anders, wobei sich Netflix meiner Meinung nach noch am manierlichsten und berechenbarsten verhält, deshalbe zahle ich auch noch dafür.
Bei mir: Wenn sich beide Apple-Probleme nicht lösen lassen, gehen beide Geräte zu Ebay, und danach investiere ich nie wieder auch nur einen müden Cent in Produkte dieser Firma. Microsoft ist schon raus -- ich verwende zuhause konsequent Dual-Boot mit Debian, und Microsofts Office 2024 (Offline-Version), das ich vor zwei Jahren vorsichtshalber gekauft habe, ist noch originalverpackt und kann jederzeit zu Ebay. Auf Google kann ich leider nicht verzichten, aber die nerven mich auch nicht mit Abstand so.
Wir Europäer/-innen haben da aber auch ein besonders unterwürfiges Verhältnis zu unseren ehemaligen Befreiern. In China können sich amerikanische Konzerne ausgesprochen manierlich benehmen: