erst einmal bißerl offtopic, dann wieder zum ontopic.
@Tankred:
Es ist schön zu lesen, daß Du nicht pauschal argumentierst. Das hatte zuerst den Eindruck durch:
Na klar, hier könnte man mit der Mündigkeit der Bürger argumentieren. Allerdings geht es hier nicht um Austausch von Argumenten, sondern um hetzerische Propaganda und da hat Deutschland bereits früher einmal gezeigt, dass es nicht selbst entscheiden kann, was richtig oder falsch ist. Können wir Deutsche das alle nun, weil wir uns ja so weiter entwickelt haben, selbständig bei Quelle einkaufen können und schön brav unseren Müll trennen? Ich würde meine Hände nicht dafür ins Feuer legen.
von daher nicht wundern, wenn Deine Aussagen auch zuerst so gesehen wurde.
@happymutant:
Du hast zwar in gewisser Weise recht, was die Quervergleiche zu Mügeln und Co betrifft, aber auch wiederum nicht. Wir können nicht sicher sagen wann und in welcher Art die Hinweise bei Youtube gingen. Der erwachsene Mensch sollte jeder Information erst einmal mit Skepsis und Nachforschung angehen. Mein Mügeln Hinweis bezog sich auch darauf. Also erst einmal bei der Youtubesache abwarten, was zutage kommt. Geht es um rechts, ist der erste Aufschrei immer vorprogrammiert, reflexartig. Zwar sollte der Sinn sein gegen rechts und andere Extrema anzugehen, aber man sollte erst genügend Informationen haben.
Ontopic:
Der Youtube Fall ist, wie einige schon anmerkten, gespalten. Einem mündigen Bürger muß man ermöglichen, daß er alle Seiten der Informationen erhält. Gleichzeitig darf diffamierendes nicht als "Werbung" ausgestrahlt werden.
Was passiert durch Zensur? Meist sind es nur wenige, die die Zensur durchführen. Im Moment mögen diese wenigen zwar gute Absichten haben, aber wissen wir das? Wir begeben uns durch zuviel Zensur wieder einmal in die Hände weniger, was niemals gut ist.
Was wäre meiner bescheidenen Meinung nach sinnvoller? Der PC und das Internet sind zur Zeit ein gewichter nformationslieferant. Das Potential wird verschenkt. Anstatt youtube anzuklagen, sollte mit youtube ein Abkommen gemacht werden, daß zur Folge hat, daß geschichtliche Videos nicht dort zugänglich sind, sondern ein Geschichtskanal eingerichtet wird, in dem dann auch geschichtlich im Gesamtkontext diskutiert werden kann und die Filme nicht alleine stehen. Dies ist unterteilbar in alle Greuel, die von Menschen begangen wurden, dem brauen wie dem roten Holocaust, den indianischen Holocaust (in meinen Augen war es auch einer, nur die "technischen" Mittel nicht so ausgereift) usw.
Es sollten nicht soviele Fehler begangen werden im Internet. Es gab eine Diskussion über die Länderkennzeichnung von Kasachstan, kz. Diese hätte genutzt werden können, um ebenfalls geschichtliches, fundiertes über Ausschwitz und Co zu bringen. Viele Menschen sind nicht in der Lage die Orte zu besuchen, könnten aber per Video in entsprechenden Portalen sich ein Bild über die grauenhafte Vernichtungsindustrie machen.
Ich hoffe, das landet jetzt nicht im Aquarium. Ich denke nur, man darf diese eine Sache nicht alleine sehen, sondern in den Gesamtkontext einbringen. Beim Problem Rassismus wird dies in Deutschland leider nicht gemacht. Rassismus wird nur als solcher gesehen, wenn er gegen Gruppen geht, die zuvor schon darunter litten. Aber er muß in jeder Form unterbunden werden, und das mit Verständnis, nicht mit Unterdrückung. Wir sind alle nur ein Fleischklumpen, wenn wir niedergeschlagen, zerbombt oder zerstochen werden.