Zugriffszeit Lesen bei 1,7 ms - früher bei 0,08ms Samsung 840 EVO

musicsound

Cadet 4th Year
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was ist da los ? Beim AS SSD Benchmark zeigt die SSD plötzlich merkwürdige Werte bei "Zugriffszeit Lesen"

Alle anderen sind zwar nicht besonders toll, aber nicht komplett "merkwürdig".
Bei "Zugriffszeit Schreiben" wird zum Beispiel 0,098 ms angezeigt. Bei Lesen hingegen 1,703.

Anfänglich war alles im grünen Bereich aber ich weiss nicht zu welchem Zeitpunkt sich das verschlechtert hat.
Bin seit dem Wochenende auf Win10
 

Homura

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Die EVO 840 hat ein Firmware Problem. Dafür gibt es aber ein Patch, das läuft alles über den Samsung Magician. Drüberhauen und dann sollte sie wieder schneller sein.
 

Asznee

Lieutenant
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Ja, dann wird sie die ersten Wochen wieder schneller. Aber danach fängt das gleiche von vorne an :)
 

musicsound

Cadet 4th Year
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Die Magican Software hatte mir immer gesagt, dass die Firmware aktuell ist. Erst nach Installation eines Updates wurde mir auch eine Firmware angeboten, die ich jetzt installiert habe: EXT0DB6Q

Leider hat das nur wenig gebracht. Jetzt:
Zugriffszeit Lesen: 1,361 ms !!!
Zugriffszeit Schreiben: 0,055 ms

Interessant, dass in dem Performance Benchmark der Magican Software die Zugriffszeit gar nicht gemessen wird. Hier ist das "direkte lesen" auch schneller als das "direkte schreiben".

Auf der ersten Partition meiner 1TB 840 EVO habe ich noch 137 MB frei. Auf der zweiten Partition habe ich nich 80 GB frei, nachdem ich in der Magican Software 93 GB für das sogenannte "over provisioning" zur Verfügung gestellt habe. An Platz kann es also auch nicht liegen.

Noch irgendeine Idee, warum die "Zugriffszeit Lesen" beim AS SSD Benchmark derart hoch ausfällt ?
Selbst bei meinen viel älteren M4 Crucials wird ein deutlich besserer Wert (0,192 ms) ausgewiesen
Ergänzung ()

https://www.computerbase.de/forum/attachments/as-ssd-bench-samsung-ssd-840-04-08-2016-13-22-39-png.572837/
 

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Holt

Fleet Admiral
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Vergiss die Zugriffszeit Lesend beim AS-SSD, der Benchmark hat da einen Bug. Das ist der einzige Teil des Benchmarks der nicht filesystembasiert ist, sondern da werden Low-Level einfach irgendwelche LBAs ausgelesen, nur eben ohne darauf zu achten ob diese mit gültigen Daten belegt sind oder nicht. Anders als HDDs die einfach den gewünschten Sektor anfahren und auslesen, mappen aber SSD Controller die LBAs auf interne NAND Adressen und lesen dann erst die Daten aus den NANDs, aber eben nur wenn der LBA auch gültige Daten enthält und eben noch beschreiben wurde der LBA wieder getrimmt wurde. In dem Fall braucht und kann der Controller gar nichts aus den NANDs lesen, er wüsste ja gar nicht was und wo. Also liefern die Controller i.d.R. einfach Nullen zurück und das geht immer schneller als wenn wirklich Daten aus dem NAND gelesen werden müssen und daher hängt die Zugriffszeit lesend bei AS-SSD davon ab wie voll die SSD ist, denn AS-SSD achtet nicht darauf ob die gelesenen LBAs belegt sind oder nicht. Je voller die SSD ist, umso wahrscheinlicher ist ein LBA belegt und damit ergibt es im Mittel eine höhere Zugriffszeit. Darüber habe ich den Entwickler von AS-SSD auch informiert, aber den interessiert das nicht.

Moderne SSDs sind aber sowieso nicht auf 512 Byte sondern auf 4k lange Zugriffe optimiert und die 4k Werte werden über Dateien ermittelt, daher ist der 4k Wert sowieso sehr viel wichtiger als die Zugriffszeit, die man am Besten vergessen sollte.
 
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