Zusammenstellung für 3D-Rechner

Affenmann

Lt. Junior Grade
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Juli 2008
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Hallo CB,

ich soll für einen Kumpel einen neuen Rechner zusammenstellen. Er arbeitet hauptsächlich mit 3ds Max, After Effects und bissl Photoshop. Budget liegt so bei ~800€.

Ich stehe noch vor ein paar Fragen:

1) Lieber i7 860 oder i7 920? Hat jemand schon Erfahrung mit den neuen Boards (USB3.0 usw. wären schon nett)?

2) Günstigere Profi- oder Consumergrafikkarte? Halbwegs brauchbare Quadros fressen knapp die Hälfte des Budgets... Gibts es hier jemanden, der 3D mit normalen Consumerkarten betreibt?

Auch sonstige Tipps sind willkommen!


Danke und Gruß, am
 
Hat er sich schon auf Intel festgelegt? Ich finde momentan bekommt man (besonders bei begrenztem Budget) bei AMD deutlich mehr für Geld.
Ich weiss ja nicht wie komplex die von ihm erstellten Grafiken und 3D-Modell sind, aber ich würde behaupten, ein Athlon2 oder Phenom2 tun es vollkommen (also die 4Kerner). Ich selber nutze einen Phenom2 940BE mit Wildfire2 und Catia V5 sowie Ariadne (also sowohl OpenGL 3D als auch Simulation) und kann nur sehr selten einen Unterschied zu meiner Workstation auf der Arbeit feststellen (meist nur bei sehr komplexen Simulationen wie ein Verstärkercluster für MEADS-Radare auf Thermik untersuchen).
Ansonsten reicht bei der Graka im 3D-Bereich meist eine vollkommen herkömmliche aus. Der unterschied zu den Profikarten sind meist nur die Treiber (Bios-Modden zur Not), und ein gewisser Support, dass Professionelle CAD Anwendungen garantiert laufen.
Von der Geschwindigkeit sind die Karten mit den Desktop-Pendants identisch.
Ich benutze hier momentan eine 5770, und die reicht vollkommen, und gibt erst (wie die 2 Quadros auf der Arbeit auch) erst bei extremen Polygon-Count auf (Beispiel, Gewindestange mit Gewinde in 3D) ;)
Hier würd ich echt aufs Budget achten.

Wg. USB 3.0: solange es keine Devices gibt, würde ich das nicht als Kriterium sehen, und Add-On-Karten bekommt man dann sicherlich auch nachgeworfen.

Mein Tipp:
Phen2 965BE, ne 5770, 4-8Gig Ram (je nach Bedarf, ich bin happy mit 8GB), MoBo nach Ausstattungsbedarf, und ne schnelle HDD, und für den Rest soll er dich auf ein Bierchen oder 2 einladen ;)
 
Wenn er nur so ein knappes Buget hat sollte er einen AMD nehmen. Aber dann würde ich zwei Grafikkarten im SLI oder Crossfire Mode empfehlen. Aber bitte macht nicht den Fehler und nehmt DDR2 Speicher. DDR3 sollte mindestens drin sein. Gebe gerne mal ne Zusammenstellung für nen Rechner an Euch weiter!
 
Ähm, warum bitte SLI oder CF?
 
Häufiger Mangel an Informationen führt dazu das viele denken das man für 3D Modellierung eine potente Grafikkarte braucht. Zwar profitiert die Darstellungsgeschwindigkeit der Viewports auch von einer guten Grafikkarte, da reicht jedoch auch ein gutes Mittelklassemodell. Für den Hausgebrauch ist eine gute CPU sehr viel wichtiger da man sonst die meiste Zeit mit Warten verbringt während der Rechner mit dem Rendern beschäftigt ist. Viel Ram ist auch erst dann interessant wenn man mit wirklich großen Szenen arbeitet.
 
Ok, danke erstmal für die Tipps.

An einen i7 dachte ich wegen Hyperthreading - 8>4... Wenn ihr meint, 4 Threads reichen völlig aus, um so besser. Habe leider keine aussagekräftigen Benschmarks diesbezüglich gefunden.

Das mit der Grafikkarte beruhigt mich ungemein, jetzt ist evtl. noch Platz für ein SSD im Budget.

USB 3.0 hab ich mal für die Zukunft eingeplant da er nicht der Typ ist, der an seiner Maschine rumbastelt. Aber ihr habt recht, so eine Karte ist schnell reingesteckt.

Also wenn ich mal grob überschlage, dann wäre ein i7 860 + Board eigentlich drin (~270€), dann noch 8GB Speicher (~150€), NT, Case, DVD und HDD (~200€), Midrange-Karte à la 4870 (~100€) plus CPU- und GPU-Kühler (er hat es gern ruhig beim Arbeiten) - käme ich etwa auf die 800€.

Die 100€, die ich beim Phenom-System sparen würde, könnte man ja in ein SSD stecken - wenn er noch ein wenig drauflegt oder man erstmal nur 4GB Speicher nimmt. Allerdings reicht es dann wohl nur für ein 64 oder 80 GB-Modell. Entschuldigt, dass ich so auf den Dingern rumreite, aber mMn sind sie die beste Entwicklung seit dem ersten 3D-Beschleuniger - arbeiten mit einem SSD macht einfach Spaß.

Was würde sich denn in Bezug auf die allgemeine Arbeitsgeschwindigkeit auf so einer Rendermaschine mehr lohnen, Intel-CPU oder AMD + SSD?
 
Naja, eigentlich bringen dir Benchmarks überhaupt nichts... denn in aller Regel bilden die niemals das jeweilige individuelle Nutzungsprofil ab.
Entweder man schaut sich die jetzige IT Ausstattung an, und überlegt, an welchen Punkten diese nicht mehr reicht, und verbessert gezielt. Oder aber man kauft einfach eine komplett neue Basis und hofft auf das Beste.
3DMAx ist halt auch so ne Sache... wenn man damit komplette Renderfilme à la Final Fantasy machen will, sollte man quasi schon ne kleine Renderfarm haben ;)
Will man nur, Modells bauen für Beispielsweise nen Mod für ein Spiel (haben wir damals bei HL1 und Q2 gemacht), dann reicht auch die letzte Krücke eigentlich.
Das selbe gilt für Photoshop.
Was für nen Rechner hat denn dein Kumpel momentan? Und was stört ihn daran? Das könnte schon für Ratschläge helfen.

Ansonsten bin ich von meinem Rat ein klein wenig AMD fixiert (solange die Performance einem reicht), da ich der Meinung bin, dass die AM3-Plattform wunderbar stromsparend und performant ist, und dabei noch sehr günstig und wohl gut nachrüstbar. ICh finde der "Bang for the Buck" muss stimmen.
Der Rat zur 5770 kam eher von der Warte Lautstärke und Stromverbauch her, und die Möglichkeit evtl mal OpenCL zu nutzen (oder wie das CUDA Pendant von AMD heisst).

Also mein Heim-CAD-System schaut momentan wie folgt aus:
Phenom2 940BE (hatte halt noch so viel Ram aus meiner alten Kiste über und AM3 war da noch teuer;) )
MSI DKA790GX Platinum Mainboard
MSI Radeon 5770
Samsung SpinPoint F3 500GB als Systemplatte
2x Samsung SpinPoint F2 EcoBla 1,5TB als Datengrab
Den Rest würd ich vom alten Rechner übernehmen
Der Rechner verbaucht so trotz beleuchter Lüfter und Leuchtkathode im Idle ca. 90W und unter Volllast 250W (nur CPU Vollast 190W)

P.S. Stromverbrauch hängt durchaus massiv am Mainboard. Hatte vorher ein DFI Lanparty 790GX drin, und hatte durch die Bank 25W Mehrverbauch bei exakt der gleichen Messbaren Leistung.
 
Also an FF kommen seine Arbeiten noch nicht ran, aber kleinere Szenen sind schon mal drin - was in einem Jahr ist, weiss ja niemand.

Momentan werkelt er auf einem Mittelklasse-Notebook - das ist ihm zu langsam.

Gegen einen AMD hab ich nichts - im Gegenteil: Wenn er ähnliche Leitung briingt, bleibt mehr Geld für andere nette Sachen.

Ja, an die 5000er hatte ich auch schon gedacht - evtl. eine VaporX, da spart er sich gleich noch den GPU-Kühler.
 
Also bei nem Umstieg von einem Notebook auf einen Desktop ist der Leistungszuwachs sowieso enorm.
Also ich würde an seiner Stelle günstig einsteigen, weil es ja offensichtlich noch nicht genau abzusehen ist, wieviel Leistung er defakto wirklich benötigt.
Vielleicht ein Phenom X3 BE, da spart man direkt im Vergleich zum X4 sicherlich 30-40Euro, übertakten geht komplett unabhängig vom Mainboard und den Rams problemlos dank freiem Multiplikator, und mit ein wenig Glück geht sogar der 4te Kern auch.
Sollte das in ein paar Monaten wirklich hinten und vorne nicht reichen, eine CPU ist schnell und billig getauscht, und dank abwärtskompatibilität kann man den alten X3 auch gut auf Ebay verkaufen (funzt ja in jedem AM2, AM2+ und AM3 Board). Auf dem AM3 soll ja auch der Bulldozer von AMD funktionieren, soweit ich weiss.
Beim Ram würd ich auch erstmal nur auf 4Gig setzen, und wenns nicht reicht aufrüsten.
Und Graka, der Hersteller und Kühlerkonstruktion ist Geschmackssache, und wirklich was falsch machen kann man hier sowieso nicht. Selbst die Referenzdesigns sind in meinen Augen vollkommen in Ordnung. Ich persönlich finde die 5xxx Reihe von AMD einfach super elegant momentan. Die 57xx sind sehr kompakt und sparsam, und haben dabei mehr als genug Leistung, auch fürs spielen.
Ganz zu schweigen von den Vorteilen des sehr flexiblen Multi-Monitor supports, was besonders bei 3D-Modellierungen sehr genial ist.

Vielleicht sollte er aber erstmal testen, ob ihm die Onboards eines 785G Chipsatzes nicht sogar fürs erste reichen?! Die haben mehr Dampf als man auf anhieb glaubt, und stecken jede reguläre Notebookgrafik locker in die Tasche.
War selber überrascht von meiner 3200HD onboard (nach dem ich ein wenig an der Taktschraube gedreht habe). Selbst bissle Spielen ist NP, und alles CAD-Anwendungen liefen ohne Probs.
 
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