Zusammenstellung Heimserver

Jo-Sbg

Cadet 2nd Year
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Hallo

Ich bin am Überlegen, ob ich mir einen Heimserver für die zentrale Datenablage und auch als Backupsystem zusammenstellen soll.

Bei mir laufen ein MacBook (OSX 10.6), ein HTPC (Win7), ein Desktop PC (Win7) und auch ein AppleTV sowie eine PS3.

Ich würde mir eine zentrale Datenablage v.a. für Fotos, Musik, Videos und Dokumente wünschen.
Am schwierigsten ist wahrscheinlich der Zugriff mit dem AppleTV.
Der Server würde mehr oder weniger immer laufen, aber die Nutzung passiert eher abends und am Wochenende.

Welche Hardware würde da passen, welche recht wenig Strom verbraucht?

P.S. Preis < 200 Euro exkl. Datenplatten.


Danke.
Jo
 
Sparsam und schnell, aber nicht für 200 EUR: https://www.google.de/search?q=10+w+pc+heise
Ich schlage auch vor, einen Speicher von Synology aus den Links oben zu neben. Man bekommt eine Kiste, wo alles fertig aus einer Hand kommt, inklusive Apps für Mobilgeräte.
http://www.ifun.de/synology-video-station-filme-airplay-vom-netzwerkspeicher-aufs-apple-tv-46711/
http://www.synology.com/dsm/home_home_applications_video_station.php?lang=de
http://www.synology.de/support/tutorials_show.php?lang=deu&q_id=522
 
An ein Synology NAS hab ich auch schon gedacht, speziell wegen der guten Airplay Unterstüzung.
Und auch an ein HP N54L ist interessant.

Aber ein selbst zusammengestelltes System bietet doch noch mehr Möglichkeiten für das selbe Geld. Wenn man bereit ist ein wenig Zeit zu investieren. Ich gehe davon aus, dass mit einem Eigenbau mindestens gleich viel wie mit einem NAS möglich ist und es aber auch einfach erweitert werden kann. Zusätzliche Festplatten kann ich in ein 2-Bay NAS nicht stecken. Und mehr ist in meinem Buget nicht drin.

Was für eine Software nutzt man eigentlich auf einen Heimserver bzw. welche bietet die Funktionalität mit möglichst wenig Aufwand?
 
Jo-Sbg schrieb:
Aber ein selbst zusammengestelltes System bietet doch noch mehr Möglichkeiten für das selbe Geld. Wenn man bereit ist ein wenig Zeit zu investieren. Ich gehe davon aus, dass mit einem Eigenbau mindestens gleich viel wie mit einem NAS möglich ist und es aber auch einfach erweitert werden kann.
Nicht ganz, du wirst nichts sparsameres als so ein 2 Bay NAS mit ARM Prozessoren finden, keine der Selbstbaulösungen wird so klein sein. OS und APP aus einer Hand, Einrichtung relativ schnell und der Zeitaufwand liegt nicht nur bei ein Bisschen sondern ist viel geringer. Alleine von der Hardware mit 200 für CPU, Mainboard, RAM, (kleines) Gehäuse und Netzteil nicht ganz ohne Abstriche umsetzbar.

Außer dir ist der Preis nicht so wichtig und Basteln macht dir Spaß.
 
Zusammenstellung für ca. 170 Euro, also gleicher Preis wie ein Synology DS213j:
1 x Intel Celeron Dual-Core G1610, 2x 2.60GHz, boxed (BX80637G1610)
1 x Corsair ValueSelect DIMM Kit 4GB, DDR3-1333, CL9-9-9-24 (CMV4GX3M2A1333C9)
1 x ASRock H61M-VG3 (90-MXGNZ0-A0UAYZ)
1 x Sharkoon MS120
1 x be quiet! System Power 7 300W ATX 2.31 (BN140)

Ob es ein wenig mehr Strom benötigt, ist mir eigentlich egal.

Ich dachte immer, dass es viel mehr Möglichkeiten mit einem Eigenbau System gibt.
Aber ich muss auch ehrlich sagen, dass ich schon ein Sytsem bevorzuge, welches nicht eine reine "Bastelangelegenheit" ist. Sprich wenn ich für eine neue Idee bzw. Anforderung ewig Suchen, Probieren und Testen muss.
Also wenn ihr meint, dass es mit viel Aufwand verbunden ist, ein Eigenbau System so aufzusetzen das es die Funktionalität bietet wie ein NAS. Dann muss ich das Ganze nochmals überdenken.

vg
 
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Natürlich biete ein Selbstbau NAS die meisten Möglichkeiten, aber alles sind Insellösungen oder Einzellösungen, die nicht immer harmonieren.

Du hast das Laufwerk für das Betriebssystem vergessen, das sollte niemals auf dem gleichen Laufwerk sein wie die Daten, sonst ist bei einem Crash auch die Einrichtungsarbeit hinüber.
Ein USB Stick mit 16 GB sollte dafür aber reichen (OS: eines der Linux/Unix Derivate)
Linux Kenntnisse sind von Vorteil (wirst wohl viel auf CLI Ebene einrichten müssen -> nix mit Mausschubsen), bzw. du musst dir viele Erkenntnisse erarbeiten. Windows eignet sich nicht so gut für NAS, da man dann schon bald eine Windows Server Lizenz benötigt. Denn alles kann der Home Server nicht abdecken (kommt auf den gewünschten Funktionsumfang an)

Und schon bist du preislich über dem Synology, ok, es wäre von der Hardware her auch schneller.

Hier nur ein paar genannte (meist verfügbar - abhängig von Modell und Hersteller) Funktionen, die du im Selbstbau einzeln installieren und konfigurieren musst und beim Fertig-NAS durch einen Haken in der GUI aktiviert werden:
- SSL
- SSH Server
- Telnet Server
- SNMP-Serer (für Heimanwender uninteressant)
- (S)FTP Server
- HTTP(S) Server
- NTP Server (Zeitserver)
- LDAP Server (Verzeichnisdienst)
- (my)SQL Server (Datenbank)
- SMB-Server (Datei+Drucker Freigabe)
- Antivirenscanner (free)
- Software RAID
- Self-Tests
- User Management
- DLNA-Server (Medienfreigabe an z.B. Fernseher oder Smartphones)
- Downloadclient (NAS downloaden lassen statt am PC, spart Zeit und meist Strom)
- Administrationsoberfläche (GUI)
- Musik- oder auch Film-Streaming Server
- DNS+DHCP-Server (brauch wohl die wenigsten)
- Apple Bonjour
- iTunes Server
- Timemachine
- Sendmail
......
 
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Also wenn ihr meint, dass es mit viel Aufwand verbunden ist, ein Eigenbau System so aufzusetzen das es die Funktionalität bietet wie ein NAS. Dann muss ich das Ganze nochmals überdenken.

Wenn du dich gut mit Linux auskennst, kannst du es auch selbst machen. Ansonsten fährst du wohl mit einem Fertig-NAS besser.

@Nicht ich: dafür passen in sein eigenes System mehr Festplatten als in ein Synology mit nur 2 Platten.
 
Ja, wie gesagt, wer gerne bastelt (HW+SW) sollte ruhig zum SelbstbauNAS greifen. Für mich persönlich käme auch nur ein Selbstbau NAS in Frage (AMD MiniITX Board mit E2000-CPU, 6x SATA III USB3 ;)), aber trotzdem haben meine Eltern (Qnap TS212) oder auch mein Bruder (Synology DS213j) nur ein Fertig NAS, damit sie selbst damit klarkommen.
Wer aber nicht mehr als 2-3 h Zeit investieren will sollte zum Fertig NAS greifen.

Hier ich poste mal einfach so zur Vorstellung die GUI vom QNAP TS212 (QNAP-OS 4.0.2):
1.jpg2.PNG
Ist halt absolut Klickibunti, bei Synology ist das nicht viel anders, man hat einen Art Desktop als Web-GUI.
Sollten dir die zwei Disks später nicht reichen, kannst du per USB 2 oder mehr weitere (abhängig vom Modell) HDDs anschließen.
 
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Danke für die Antworten.

Jetzt habe ich eine neue Idee.
Ich habe einen HTPC welchen ich praktisch gar nicht nutze.
Es ist ein MSI E-350 ITX-Board mit USB-3 und 4x SATA-3. Dazu noch ein Riegel 4GB RAM.
1 x Kingston ValueRAM DIMM 4GB, DDR3-1333, CL9 (KVR1333D3N9/4G)
1 x MSI E350IA-E45, A50M (PC3-8500U DDR3) (7698-010R)
1 x LC-Power LC-1360mi, 75W extern, Mini-ITX
Ich könnte mir einen zweiten gleichen RAM dazu kaufen und ein größeres Gehäuse für ein paar Platten und ein Netzteil. In das aktuell verwendet passt nur eine Platte rein.
Das würde mich noch weniger kosten und die CPU würde sicher auch reichen.

Was haltet ihr von FreeNAS. Es scheint doch recht einfach zu konfigurieren zu sein und ich glaube, dass ich für den Anfang sicher nicht sehr viel zusätzliche Funktionen benötigen werde.

2-3 Stunden für das Einrichten investiere ich gerne und hab dann hoffentlich ein passendes und jederzeit erweiterbares System.
 
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4 GB RAM reichen für ein NAS dicke aus. 0,5 - 1 GB sind handelsüblich in der Preisklasse.
Als 2 Bay NAS reicht das erst mal aus, was du da mit dem E350 bauen willst und die CPU Leistung ist in der Tat ausreichend.
Die 2-3 h bezogen sich auf ein Fertig NAS, hier können es je nach Funktionswunsch schnell viele viele Stunden werden. Ein SMB-Share (Windows Freigabe) ist zwar schnell gemacht, aber wenn es noch mehr können soll.....
 
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Nicht ich schrieb:
4 GB RAM reichen für ein NAS dicke aus. 0,5 - 1 GB sind handelsüblich in der Preisklasse.
Als 2 Bay NAS reicht das erst mal aus, was du da mit dem E350 bauen willst und die CPU Leistung ist in der Tat ausreichend.
Die 2-3 h bezogen sich auf ein Fertig NAS, hier können es je nach Funktionswunsch schnell viele viele Stunden werden. Ein SMB-Share (Windows Freigabe) ist zwar schnell gemacht, aber wenn es noch mehr können soll.....

Ich meine gelesen zu haben, dass für FreeNAS 8GB oder mehr empfohlen werden.

Was ich bisher ganz vergesen habe.
Der Server soll dann im Büro stehen und der Router sprich Ethernet steht im Wohnzimmer. PS3, AppleTV und AV-Receiver hängen per Kabel daran.
Das MacBook ist nur per WLAN integriert.
Kann ich den Server auch per WLAN einbinden, oder ist das ganz schlecht bzw. schwierig?
Ich spreche nicht von Full-HD Streams oder Videos.
 
Ich würde eher ein Linux System nehmen als Freenas (BSD). Für debian-basierte Systeme gibt es fast jede erdenkliche Software, wenn du irgendwann mal mehr willst, als nur samba/NFS und den üblichen Kram.
Freenas, wenn es denn unbedingt zfs sein soll oder wenn du nicht viele Extrawünsche ausser Samba/nfs hast. Die 4gb reichen für den Anfang aus.

Freenas und WLAN wird kompliziert. Davon abgesehen taugt das für einen fileserver nicht. Den solltest du einfach per Ethernet an den Router hängen.
 
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Hab noch nie etwas mit Linux gemacht. Also keinerlei Erfahrung.
Daher würde ich auch etwas "einfacheres" bevorzugen.

Bzgl. der Anbindung muss ich mir dann echt noch was überlegen!

Hab jetzt noch was interessantes gelesen. Demnach ist es möglich auf einem HP ProLiant das Synology OS DiskStation Manager zu betreiben. Klingt wirklich interessant.
 
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Freenas ist solange einfach, bis du etwas machen möchtest, das nicht vorgesehen ist. Ab da bist du bei Freenas wie bei Linux auf die Kommandozeile angewiesen. Und da hast du bei Linux die deutlich größere Community. ;)

@Synology auf beliebiger x86-Hardware ist eine halb-legale Bastelei von irgendwelchen Russen (?). Das ist sicherlich nicht viel einfacher. ;)

Ich würde zwischen Freenas oder Openmediavault (Debian Linux) wählen. Du kannst ja beides mal in einer virtuellen Maschine ausprobieren.
 
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Ich werd mit einer kleinen Platte direkt in dem HTPC mal ein paar Tests machen.
Dann kann ich vielleicht besser abschätzen, welches System passend für meine Anforderung ist.

Danke Euch!
Ergänzung ()

Jetzt hab ich doch noch eine Frage.
Bei der Beschreibung zu FreeNAS heißt es, dass man für das System einen USB-Stick verwenden kann.
Beim Openmediavault hingegen wird davon abgeraten.
Was bietet sich den da günstiges an? Benötigt nicht mal ein GB Platz. Eine SSD gibt es erst ab ca. 40 Euro und gebrauchte 2,5 Zoll Platten sind auch nicht wirklich das gelbe vom Ei. Einen schnellen USB-Stick für den Zweck würde man schon für 5 Euro bekommen.

Danke.
 
Gegen einen USB Stick sprechen natürlich die Lese- und Schreibgeschwindigkeit und dass es qualitativ sehr minderwertige USB-Sticks gibt, deren Lebenszeit nicht sehr hoch ist. Das mit der Lebensdauer aufgrund zu vieler Schreibzykel ist auch der Grund, warum die von Openmediavault davon abraten. Unschlagbar ist allerdings der Preis und deshalb würde ich persönlich auch einen USB-Stick ausreichend finden. Auch wenn die OpenMediaVault-Seite davon abrät. Ich habe schon genügend embedded Linux-Systeme von USB-Sticks oder SD-Karten gebootet und das war immer okay. Der Startvorgang geht mit einer SSD/HDD schneller und wenn viele Daten auf den USB-Stick geschrieben werden müssen (z.B. Systemupdates), dauert das natürlich. Aber im täglichen Betrieb passiert das ja nicht ständig. Von daher wäre es mir den Aufpreis zu einer HDD/SDD dafür nicht wert. Vor allem verschwendest du so keinen freien SATA-Port.
 
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Hallo

Inzwischen habe ich auch schon mal FreeNAS 9.1 installiert.
Ging recht einfach und die Web-Oberfläche ist sehr schön und funktioniert auch gut.
Aber leider war es mit nicht möglich eine Festplatte hinzuzufügen.
In der Console hieß es etwas von "Bad Sectors". Hab die Festplatte inzwischen nochmals an einen Win-PC angeschlossen und hat da ohne Probleme geklappt. Hab die Platte auch gleich formatiert. Bei Gelegenheit werde ich es dann nochmals mit der Platte versuchen.

Vielleicht hat ja jemand eine Idee was das Problem sein könnte.
 
Dann würde ich vorschlagen, dass du doch mal einen kompletten Scan nach defekten Sektoren machen kannst. Vielleicht ist da ja tatsächlich einer. Scandisk kann das glaube ich.
 
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