Xtrfy K33 Compact Wireless: Mem-Chanical, kabellos und in schwieriger Lage

Max Doll
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Xtrfy K33 Compact Wireless: Mem-Chanical, kabellos und in schwieriger Lage
Bild: Cherry

Cherry platziert eine kompakte 75%-Tastatur im Einstiegssegment. Unter der Gaming-Optik der Xtrfy K33 Compact Wireless steckt eine kabellose „Mem-Chanical“-Tastatur. Die hat Vorzüge, aber auch eine Reihe handfester Nachteile. Ihr Platz hängt letztlich von speziellen Wünschen ab.

Hinter der „Mem-chanical-Switch-Technologie“ der K33 stecken nichts anderes als Leiterfolien-Taster mit Rubberdomes, eine einfache und günstige Technologie. In dieser Variante, die hier 10 Millionen Anschläge überstehen soll, werden sie lediglich mit einem Aufsatz versehen, der die Montage von Tastenkappen mechanischer Tastaturen ermöglicht. Angaben zur minimal gleichzeitig korrekt erfasster Tasten macht Cherry nicht, auszugehen ist also davon, dass das „Key-Rollover“ wie üblich bei 2 liegt. Das geht allerdings auch und gerade im Spiele-Segment mit Leiterfolien besser.

Cherry Ctrfy K33 Compact Wireless (Bild: Cherry)

Tippen und

Preiswert sei das, aber mit dem „Tippgefühl einer mechanischen Tastatur“, schreibt Cherry. In der Regel kombinieren diese Art Tastaturen den gedämpften Anschlag einer Rubberdome-Tastatur mit geringerem Spiel in den Tastenkappen. Dazu ermöglicht die Technik eine IP54-Zertifizierung, die Schutz vor Staub und Spritzwasser verspricht. „Für den echten Einsatz gebaut“ sei sie, notiert der Hersteller dazu. Tasten sind jedoch nicht frei programmierbar, hinterlegt sind Shortcuts zur Lautstärkesteuerung, für die Hintergrundbeleuchtung und den Gaming-Modus, nicht jedoch für den Medienplayer.

Leiterfolien sind zudem mit geringerem Energieverbrauch zu betreiben. Das hängt auch mit der Beleuchtung zusammen, die nicht für jede Taste einzeln erfolgt, sondern von den Rändern eines unter den Tasten sitzenden Panels aus, das indirekt durch die Gummiglocken leuchtet. Deshalb bietet die K33 nur 7 Effekte und keine Einzeltastenbeleuchtung. Dafür überträgt sie Daten per Dongle, Kabel oder Bluetooth 5.3. Angaben zur Laufzeit macht Cherry allerdings nicht.

Preis und Einordnung im Markt

Im Handel gibt es die K33 Compact Wireless bereits in den Farben Schwarz und Weiß für rund 60 Euro. Die preisliche Positionierung erscheint allerdings fragwürdig und vor allem durch „Gaming“-Attitüde begründet, denn zum gleichen Preis gibt es die programmierbare Glorious GMBK (Test) mit Drehregler und vergleichbarer Tastentechnologie sowie ähnliche Produkte namhafter Lifestyle-Marken.

Die sind allerdings kein Maßstab, denn auch sie stehen vor der Herausforderung, ihren Preis zu rechtfertigen. Mechanische, wenn auch laute Tastaturen mit etwas Risiko schon für unter 20 Euro erworben werden. Eine Sharkoon Skiller SGK50 S3 (Test), ruhig und empfehlenswert, liegt aktuell bei 42 beziehungsweise in der PBT-Version bei 62 Euro.

Sie alle haben jedoch einen Nachteil: Sie müssen anders als die K33 per Kabel angeschlossen werden. Hier setzt die Sharkoon Skiller SGK55W (Test) aber schon für rund 70 Euro an. Die K33 bleibt damit eine Lösung für die Nische, wo kabelloser Betrieb, Gaming-Optik und Rubberdome-Feeling gewünscht sind.

Cherry Xtrfy K33 Compact Wireless
Größe (L × B × H): 31,0 × 12,5 × 3,5 cm
Layout: 75 % ISO
Gewicht: 630 g
Gehäuse-Material: ?
Kabel: USB/Type-C-USB (modular), Bluetooth, Funk ?
Hub-Funktion:
Key-Rollover: ?
Schalter: Rubberdome
Hot-Swap-fähig
Switch Plate:
Tasten: Form: zylindrisch
Material: ABS-Kunststoff
Beschriftung: pad printed
Zusatztasten:
Medienfunktionen: Stumm, Lautstärke
Zusatzfunktionen: Helligkeit (regeln, ausschalten), LED-Modi, Gaming-Modus, System-Funktionen
Beleuchtung: Farbe: RGB
Modi: Atmungseffekt, Welleneffekt, Reaktiver Modus?, umlaufende Aktivierung?, Farbschleife
Makros & Programmierung:
Preis: ab 60 €
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