Thermaltake Hamburg 530 W im Test : 530 Watt für unter 40 Euro

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Thermaltake Hamburg 530 W im Test: 530 Watt für unter 40 Euro

Thermaltakes Germany Series zählt inzwischen zu den Preisbrechern im Netzteilmarkt. Für unter 40 Euro erhält der Käufer ein Netzteil mit bis zu 530 Watt Leistung – viel Watt für wenig Geld. Laut 80Plus-Zertifikat soll auch der Wirkungsgrad im akzeptablen Bereich liegen. Ein echter Tipp?

Lieferumfang

Der Lieferumfang fällt sparsam aus: Neben dem Netzteil packt Thermaltake lediglich Netzkabel, Handbuch und vier Schrauben in den Karton.

Technische Eckpunkte

  • 80Plus-Zertifizierung
  • 120-mm-Lüfter

Das 530-Watt-Modell der Germany-Serie liefert 530 Watt Dauerleistung. Bis zu 456 Watt davon, also 86 Prozent der Nennleistung, können bei Bedarf auf der +12-Volt-Leitung erbracht werden. Damit eignet sich das Netzteil auch für moderne Rechner. Thermaltake setzt auf ein Single-Rail-Design mit einer einzelnen +12-Volt-Leitung. Diese Entscheidung spart Kosten und verhindert Probleme aufgrund Fehlkonfigurationen des Überstromschutzes in Kombination mit suboptimaler Verkabelung, sorgt aber auch dafür, dass der Überstromschutz weniger wirksam ist. Auf den Minor Rails +3,3 und +5 Volt stehen 103 Watt Leistung zur Verfügung.

Intels aktuelle Haswell-Prozessorgeneration wird vom Thermaltake Hamburg nicht offiziell unterstützt. Je nach verwendeter Systemkonfiguration laufen Haswell-Rechner jedoch trotzdem problemlos. Falls dennoch Probleme auftreten sollten, raten wir zum Deaktivieren der Energiesparmodi C6/C7.

Thermaltake stattet das Hamburg mit allen notwendigen Schutzschaltungen aus:

  • UVP (Unterspannungsschutz): Falls die Spannungen auf den einzelnen Leitungen unter einen gewissen Toleranzwert fallen, schaltet sich das Netzteil automatisch ab.
  • OVP (Überspannungsschutz): Falls die Spannungen auf den einzelnen Leitungen über einen gewissen Toleranzwert steigen, schaltet sich das Netzteil automatisch ab.
  • SCP (Kurzschlusssicherung): Im Falle eines Kurzschlusses verhindert diese Sicherung eine Beschädigung der Kernkomponenten des Netzteils und der einzelnen Systemkomponenten.
  • OPP (Überlastschutz): Wenn das System „überdimensioniert“ ist, also mehr Leistung vom Netzteil beansprucht wird, als es leisten kann, wird diese Sicherung ausgelöst.
  • OCP (Überstromschutz): Sollte die Last auf den einzelnen Leitungen höher sein, als zulässig, schaltet das Netzteil automatisch ab.

Nicht vorhanden ist der Überhitzungsschutz OTP. Auch wenn der Überhitzungsschutz aus unserer Sicht in dieser Preisklasse nicht Pflicht ist, der Kunde profitiert im Zweifelsfall davon.

Garantie

Die Garantiezeit für die Netzteile der Germany-Serie beträgt drei Jahre – in Anbetracht des Preises ist das ordentlich. Die Abwicklung erfolgt normalerweise über den Handel. Diese Variante ist sehr langsam und nach Ablauf der gesetzlichen Beweislastumkehr im Rahmen der Sachmängelhaftung mühsam bis unmöglich. Eine Abwicklung direkt über Thermaltake Deutschland ist in der Regel nicht möglich.

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