3/5 Radeon RX 480 : Welche Partnerkarte ist die beste?

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Testergebnisse

Wie ComputerBase Grafikkarten seit Mai 2016 testet, welche Taktraten anliegen und welche Treiber installiert sind, lässt sich im Artikel Grafikkarten-Test: Benchmark und Methodik nachlesen. Für diesen Test kommt eine verkürzte Version des Testparcours' zum Einsatz. Als Treiber dient der Crimson 16.7.2.

Wer taktet am höchsten?

Bei allen Modellen der Radeon RX 480 gibt es einen Maximaltakt, den AMD „Boost-Takt“ nennt. Ob dieser erreicht wird, ist theoretisch auch abhängig von der GPU-Temperatur, in der Praxis bei aktuellen Modellen aber ausschließlich dem im BIOS hinterlegte Power-Target unterworfen. Praktisch ist in der Tat möglich, dass der Maximaltakt in keinem Spiel erreicht wird, weil das Power-Target zu niedrig dafür gesetzt ist. Das zeigt die nachfolgende Aufstellung, die zwar nur für Fallout 4 und genau diese Testsequenz gilt, andere Spiele verhalten sich aber nicht grundlegend anders – die Rangfolge der Grafikkarten bleibt gleich.

Erzielte Taktraten nach 30 Minuten Volllast in Fallout 4
Modell Maximal
möglicher
Takt
Takt nach
30 Minuten
Asus Radeon RX 480 Strix OC 1.310 MHz 1.245-1.270 MHz
Gigabyte Radeon RX 480 G1 Gaming 1.290 MHz 1.255-1.280 MHz
HIS Radeon RX 480 IceQ X² Roaring Turbo 1.338 MHz 1.338 MHz
PowerColor Radeon RX 480 Red Devil 1.330 MHz 1.275-1.295 MHz
PowerColor Radeon RX 480 Red Dragon 1.279 MHz 1.250-1.270 MHz
Sapphire Radeon RX 480 Nitro+ OC 1.342 MHz 1.324-1.342 MHz
XFX Radeon RX 480 GTR Black Edition 1.348 MHz 1.263-1.282 MHz
XFX Radeon RX 480 RS 1.288 MHz 1.255-1.275 MHz
AMD Radeon RX 480 Referenz 1.266 MHz 1.178-1.242 MHz
Alle Angaben in MHz
PT = Limitiert durch Power-Target
TT = Limitiert durch Temperature-Target

In Fallout 4 erreicht einzig die HIS Radeon RX 480 IceQ X² Roaring Turbo den maximal möglichen Takt von 1.338 MHz, während alle anderen Partnerkarten niedriger takten. Die Sapphire Radeon RX 480 Nitro+ OC ist mit 1.324 MHz bis 1.342 MHz nah dran, denn mehr als 1.342 MHz erlaubt die Karte nicht.

Am niedrigsten im Vergleich zum theoretischen Maximum taktet dagegen die Asus Radeon RX 480 Strix, die auf 1.245 bis 1.270 MHz kommt. Die Karte wird im Auslieferungszustand extrem vom Power Target eingebremst. Der per Software aktiverbare OC-Modus erhöht es um zehn Prozent, dann agiert die GPU mit deutlich höheren 1.310 MHz bis 1.330 MHz.

Die Größe hat kaum Einfluss auf den Takt

Auffällig ist, dass die „kleinen“ Partnerkarten kaum niedriger takten als die großen Versionen. So kommt zum Beispiel die XFX Radeon RX 480 GTR Black Edition auf 1.263 bis 1.282 MHz, während die XFX Radeon RX 480 RS gerade einmal zehn MHz langsamer arbeitet. Und auch die Gigabyte Radeon RX 480 G1 Gaming sowie die PowerColor Radeon RX 480 Red Dragon takten kaum niedriger als die großen Karten.

So viel mehr Performance bringt der Takt

HIS stellt mit der Radeon RX 480 IceQ X² Roaring Turbo die schnellste Polaris-Grafikkarte. Die Mehrleistung gegenüber einer Referenzkarte beträgt im Durchschnitt acht Prozent. Die Sapphire Radeon RX 480 Nitro+ OC liegt kaum langsamer auf dem 2. Platz. Den dritten Platz teilen sich die XFX Radeon RX 480 GTR Black Edition und die PowerColor RX 480 Red Devil, die beide eine Mehrleistung von sechs Prozent bietet.

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Performancerating
Angaben in Prozent
    • HIS Radeon RX 480 IceQ X² OC
      99,8
    • Sapphire RX 480 Nitro+ OC
      99,5
    • XFX RX 480 GTR Black Edition
      97,9
    • PowerColor RX 480 Red Devil
      97,9
    • Gigabyte Radeon RX 480 G1 Gaming
      97,1
    • XFX Radeon RX 480 RS
      96,7
    • PowerColor RX 480 Red Dragon
      96,4
    • Asus Radeon RX 480 Strix
      95,2
    • AMD Radeon RX 480
      92,3

Die wortwörtlich kleinen Varianten sind damit zwar messtechnisch langsamer als die großen Versionen, spürbar ist das aber nicht. So ist die Gigabyte Radeon RX 480 G1 Gaming ist immer noch fünf Prozent zügiger als das Referenzdesign, der Abstand zur schnellsten Partnerkarte beträgt nur drei Prozent. Die XFX Radeon RX 480 RS sowie die PowerColor Radeon RX 480 Red Dragon sind quasi gleich schnell und damit gerade einmal ein (XFX) bis zwei Prozent (PowerColor) langsamer als die größeren Versionen.

Auf den letzten Platz kommt trotz des enormen Kühlers die Asus Radeon RX 480 Strix OC im normalen Modus, die drei Prozent schneller als die Referenzkarte ist. Asus hat im Auslieferungszustand das Power Target niedrig angesetzt, sodass die Karte verhältnismäßig niedrig taktet. Aktiviert man im von Asus mitgelieferten Tool den „OC-Modus“, taktet die Karte theoretisch 20 MHz höher und, wesentlich wichtiger, das Power Target wird um 10 Prozent erhöht. Damit legt die Radeon RX 480 Strix OC um vier Prozent zu und errechnet sich – auf Kosten von Lautstärke und Leistungsaufnahme – den dritten Rang.

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