130 Mio. Euro Stückpreis: ASML plant Auslieferung von 35 EUV-Systemen in 2020

Volker Rißka
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130 Mio. Euro Stückpreis: ASML plant Auslieferung von 35 EUV-Systemen in 2020
Bild: ASML

Nur 26 statt geplanter 30 EUV-Einheiten hat ASML im Jahr 2019 ausgeliefert, doch die fehlenden vier sollen in Kürze folgen. Für das Gesamtjahr 2020 plant ASML die Lieferung von insgesamt 35 EUV-Lithografiesystemen der neuesten Bauart NXE:3400C, die mehr und mehr zu einem der wichtigsten Geschäftsfelder werden.

Neuere EUV-Systeme bringen mehr Geld

26 Systeme im Jahr 2019 bedeuteten einen Umsatz von 2,8 Milliarden Euro. Mit der neuen Generation an Scannern erhöht sich der Preis gegenüber den älteren Varianten deutlich und somit steigt der Umsatz für ASML. Die 35 neuen EUV-Systemen sollen in diesem Jahr beachtliche 4,5 Milliarden Euro einbringen, der Stückpreis liegt damit nunmehr bei knapp 130 Millionen Euro. Auf lange Sicht in die 2020er Jahre hinein will ASML Fertigungskapazitäten schaffen, die 45 bis 50 EUV-Scanner pro Jahr erlauben.

Nachfrage noch immer größer als Fertigungskapazität

Denn die Nachfrage wächst, die Bestellungen steigen aktuell noch schneller als Geräte ausgeliefert werden, im vierten Quartal 2019 waren es acht Auslieferungen und neun Bestellungen. Wer jetzt bestellt hat, bekommt bei der bisherigen Rate frühestens Ende 2021 ein entsprechendes System, so umfangreich ist das Backlog.

Laut ASML sind es nicht nur die Maschinen für Logic-Chips, deren Nachfrage durch die Hersteller TSMC, Samsung und Intel steigt, sondern vor allem die der Speicherhersteller. Hier sieht ASML die ersten Zeichen einer Erholung, nicht nur steigen die Preise langsam, auch erhöht sich die Auslastung der Maschinen zunehmend, erklärte ASML-CEO Peter Wennink im Rahmen der Präsentation des Jahresabschlussberichts.

Sehr gutes viertes Quartal

Das vierte Quartal schloss ASML mit einem satten Umsatzsprung von 3,14 Milliarden Euro im Vorjahr auf 4,04 Milliarden Euro ab. Das Nettoeinkommen stieg auf 1,13 Milliarden Euro. Der Wert der gebuchten Aufträge wuchs ebenfalls noch einmal deutlich von 8,1 auf 11,7 Milliarden Euro an. In naher Zukunft sieht ASML deshalb weiter gute Wachstumschancen, die höher sind als bei anderen Firmen im Markt.

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