be quiet! Pure Base 500DX im Test: Aufbau außen

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Valentin Karnehm
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Neues Frontcover für mehr Airflow

Das Pure Base 500 ist wiederholt für seinen restriktiven Airflow kritisiert worden. Das Feedback ist bei be quiet! offensichtlich auf fruchtbaren Boden gefallen, denn beim Pure Base 500DX ändert der Hersteller nun die Frontabdeckung und den Deckel. Dank großflächiger Mesh-Einsätze soll der Luftdurchsatz auf diesem Wege erheblich erhöht werden.

Die Front kann wie beim Pure Base 500 ausgehend von der unteren Kante abgenommen werden, was bei den beiden ComputerBase zur Verfügung gestellten Testmustern einiges an Gewalt erfordert hat.

Hinter der Mesh-Front verbirgt sich ein Staubfilter, der zur linken Seite aufschwingt und komplett entnommen werden kann. Dahinter finden bis zu drei 120-mm-Lüfter oder bis zu zwei 140-mm-Lüfter Platz. Auch im Boden und auf dem Deckel befinden sich entsprechende Staubfilter, die einfach entnommen werden können, ohne dass das Gehäuse auseinandergebaut werden muss. Am Staubfilter des Deckels leistet sich der Hersteller allerdings einen Patzer: Zwei der vier Magnetstreifen lösten sich bereits nach wenigen Tagen Gebrauch vom Mesh ab. Hier bedarf es wohl eines anderen Klebers. Oder mehr Sorgfalt bei der Fertigung wäre hier besser gewesen.

ARGB-Beleuchtung als Blickfang

Mit dem 500DX wird es nicht nur luftiger, sondern auch leuchtend (bunt): Die Front zieren zwei LED-Steifen mit insgesamt 14 LEDs, die einzeln angesteuert und in ihrer Farbe eingestellt werden können. Die Lichteffekte können wahlweise über ein kompatibles Mainboard (Asus Aura, MSI Mystique, Gigabyte RGB Fusion) oder einen manuellen Schalter an der Frontblende gesteuert werden. Die Steuerung am Gehäuse bietet „nur“ die Auswahl zwischen sechs verschiedenen Farben (Weiß, Rot, Grün, Blau, Orange und Violett) kombiniert mit vier unterschiedlichen Beleuchtungsmodi (Normal, Atem, Kometen und Schweiflicht) oder alternativ drei Regenbogenfarbmodi. Das Durchschalten sämtlicher Modi zurück zum Ausgangszustand über nur einen Knopf gestaltet sich langwierig. Wem die Beleuchtung nicht gefällt, der kann sie ebenso gut deaktivieren.

Mit Strom versorgt werden die LED-Streifen über drei Kontaktpins, die die Front mit dem Rest des Gehäuses verbinden. Dies ermöglicht, dass die Front einfach entfernt werden kann, da kein durchgehendes Kabel von der Steuerungseinheit im Gehäuse zu den LEDs im Frontpanel führen muss. Eine Komfortfunktion, die üblicherweise nur bei deutlich teureren Gehäusen verfügbar ist.

Front-I/O-Panel mit USB 3.2 Gen 2 (Typ C)

Das Pure Base 500DX bietet wie das Pure Base 500 den obligatorischen Ein-/Ausknopf und einen Mikrofonein- sowie einen Audioausgang am Front-I/O-Panel. Statt der beiden USB-3.0-Buchsen (Typ A) des Pure Base 500 verfügt das Pure Base 500DX allerdings über einmal USB 3.0 Typ A und einmal USB 3.2 Gen 2 (aka USB 3.1 Gen 2) nach Typ C. Datenraten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde werden damit unterstützt, eine entsprechende Verbindung mit dem Mainboard vorausgesetzt. Daneben findet sich der Knopf für die Lichteffekte.

Pure Base 500DX Front-I/O
Pure Base 500DX Front-I/O

Keine komplett gedämmte Variante

Anders als beim Pure Base 500 steht beim Pure Base 500DX eine Variante, in der beide Seitenteile gedämmt ausgeführt sind, nicht zur Auswahl. Die linke Seite des Midi-Towers ist stets aus temperiertem Glas, die Ränder sind schwarz foliert. Das Glas liegt auf kleinen Erhöhungen an der Seite des Gehäuses auf, sodass es auch ohne Schrauben kurzzeitig an der Gehäuseseite hält, ohne sich zu lösen. Das erleichtert die Montage etwas.

Das rechte Seitenteil ist gedämmt ausgeführt und wird mit einer Art Schienenmechanismus im Gehäuse eingerastet, in dem es anschließend mit zwei gesicherten Thumbscrews festgeschraubt werden kann. Die gesicherten Thumbscrews können nicht verloren gehen, da sie fest verankert sind.

Pure Base 500DX Innenansicht Rückseite
Pure Base 500DX Innenansicht Rückseite

Auch die Netzteilblende ist mit vier gesicherten Thumbscrews auf der Rückseite des Gehäuses verschraubt. Sie ermöglicht eine flexible Montage des Netzteils mit einer Lüfterorientierung wahlweise nach oben oder unten und erleichtert zudem die Montage allgemein. Die Blende ist gummiert und soll so mögliche Vibrationen des Netzteils dämpfen. Auch am Boden des Gehäuses, wo das Netzteil aufliegt, wurde mit vier gepolsterten Auflagepunkten für eine Vibrationsunterdrückung gesorgt.

Die Slotblenden werden von außen verschraubt, ein kleines zusätzliches Blech sitzt als Halterung davor. An diesem Punkt sollten Kosten gespart werden, der Funktionalität schadet diese Art der Anbringung allerdings nicht.

Auch sonst zeigt die Rückseite keine Unterschiede zwischen Pure Base 500 und 500DX. Im Heck kann wahlweise ein 120- oder 140-mm-Lüfter verbaut werden. Ein 140-mm-Exemplar ist bereits vormontiert.

Muster mit Transportschäden

Beide an ComputerBase im Rahmen des Tests versendeten Pure Base 500DX hatten Transportschäden davongetragen. Bei einem der beiden Modelle war das Seitenteil gebogen, bei dem anderen eine Ecke stark eingedellt. Der Hersteller hat ComputerBase versichert, dass diese Fehler lediglich die Vorserie, nicht aber die ab Ende April käuflich erwerbbaren Exemplare betreffen, die über eine andere Logistikkette nach Deutschland kommen.

Ein anderes Problem betraf hingegen die Magnete des oberen Staubfilters, die sich nach einigen Tagen lösten – nicht alle, aber an beiden Mustern. be quiet! erklärt, dass das Problem nur in der ersten Charge existiert hat, die nicht für den Verkauf vorgesehen war.

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