EasySMX X15 im Test: Dieses Gamepad überzeugt auf den zweiten Blick

Max Doll
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EasySMX X15 im Test: Dieses Gamepad überzeugt auf den zweiten Blick

Der EasySMX X15 will eine verführerische Alternative zum Xbox-Gamepad sein. Die gleiche Form, bessere Technik und ein halbierter Preis haben ihn zumindest zu einer Empfehlung der ComputerBase-Community gemacht. Die will im Test gründlich gegenüber der anderen Empfehlung, dem 8BitDo Ultimate 2C, geprüft werden.

Die Papierform des EasySMX X15 spricht von einem weiteren Zaubercontroller. Mehr bieten, weniger Münzen und nicht einmal ersatzweise die unsterbliche Seele im Gegenzug verlangen, das kann nicht mit rechten Dingen zugehen. Geht dann aber irgendwie doch. Den genauen Blick liefert der Test.

EasySMX X15
11.08.2026
  • Bewährte Form
  • Verbesserte Technik
  • Rundes Feeling
  • Relativ leise
  • Vertiefungen auf ABXY-Buttons
  • Position Mitteltasten

Der X15 im Überblick

Der X15 unterscheidet sich nur in wenigen Punkten vom Xbox-Standarddesign. Nicht alle Änderungen sind auffällig: Um die Unterschiede zu finden, muss man teils genau hinschauen und das Datenblatt lesen.

Technik und Zusatzausstattung

Technisch verbessert EasySMX das Standardmodell im Bereich analoger Eingaben. Sowohl Trigger als auch Thumbsticks greifen auf Hall-Effekt-Sensoren zurück. Das macht sie haltbarer, in diesem Fall aber nicht einstellbarer. Selbst die Totzone ist – anders als beim 2C – fix. Reaktionskurven lassen sich erst in höheren Preisklassen ändern.

Der normale Funktionsumfang wird um zwei Paddle-Tasten an der Unterseite und zwei zusätzliche Mikroschalter-Tasten auf der Oberseite ergänzt, die der Konfiguration des Controllers dienen. Software spart sich der X15, Einstellungen werden über Tastenkombinationen vorgenommen. Dazu braucht es das Handbuch, das aufgrund nicht immer ganz eindeutiger Übersetzung Mitdenken einfordert.

Aktivierung der RGB-Beleuchtung und die Belegung der Paddle-Tasten erfolgen über Tasten auf der Unterseite. Farben und Effekte, Vibrationsstärke sowie den „Dauerfeuer“ aktivierenden Turbo-Modus aktiviert der X15 über weitere Shortcuts. Auf diese Weise werden auch die Paddles programmiert, die als Einzige belegt werden können. Wo der Spielraum für solche Extras (in Teilen) herkommt? EasySMX spart sich die Xbox-Lizenz und damit auch Force Feedback in den Triggern. Dafür verspricht ein integrierter Akku Laufzeiten von 12 Stunden.

Varianten, Preis und Zubehör

Das Design des X15 spricht mehr oder weniger laut. Das schwarz-graue Basismodell ist noch recht dezent, solange die Beleuchtung ausgeschaltet bleibt, weiß-graue Tarnmuster oder Varianten voller asiatischer Kriegerfiguren sind es nicht mehr. Preislich liegen die Controller bei jeweils rund 30 Euro unabhängig davon, ob sie gerade mit Rabatt beworben werden. Die Verfügbarkeit bunter Varianten schwankt dabei abhängig vom Anbieter, selbst der Hersteller direkt hat zur Preisempfehlung von 40 Euro nicht alle Modelle parat.

EasySMX X15 Mecha
EasySMX X15 Mecha (Bild: EasySMX X15)
EasySMX X15 Starfiled
EasySMX X15 Starfiled (Bild: EasySMX X15)
EasySMX X15 Wukong
EasySMX X15 Wukong (Bild: EasySMX X15)
EasySMX X15 8BitDo Ultimate 2C Wireless Microsoft Xbox Series X Wireless Controller
Gehäuse: 155 × 107 × 57 mm 104 × 146 × 62 mm 106 × 158 × 60 mm
Griffe: Kunststoff
Layout: Xbox
Gewicht: 228 g 200 g 282 g
Konnektivität: USB/Type-C-USB (modular), Bluetooth, Funk, 1,0 m Kabel USB/Type-C-USB (modular), Bluetooth, Funk
Force Feedback: Griffe Trigger?, Griffe?
Kompatibilität: Windows, Android, iOS, Switch Windows, Android Windows, Xbox, Android, iOS
Akku: Proprietär, 12 Stunden Laufzeit Proprietär, 32 Stunden Laufzeit AA-Batterien, 50 Stunden Laufzeit
Thumbsticks: Hall-Effekt Potentiometer
Tasten XYAB: Rubberdome
Zusatztasten: 2 Unterseite 2 Oberseite, 2 Vorderseite
Sonderausstattung: RGB-Beleuchtung
Software: Programmierbar
1 Profile
Preis: ab 40 € ab 29 € ab 54 €

Praxistest: in Ordnung

Im ersten Händedruck gibt der X15 eine Richtung vor: Er ist völlig in Ordnung. Und das ist gut, denn genau das muss er für den Preis sein.

Trügerischer Ersteindruck

Das erste Anfassen trügt noch. Der Controller wirkt fast ein wenig hölzern, Finger stutzen über die ein wenig stärker gebogenen Griffe und den damit veränderten Haltewinkel. Schultertasten geben ein gedämpftes Feedback, beim Druckpunkt, auch bei der Akustik. Der 2C Ultimate klickt klar und deutlich, der X15 weniger präsent. Nach dem Auspacken fühlt sich das erst nahezu ungenau an, obwohl es das nicht ist. Und ABXY-Buttons wollen sich ein wenig einspielen, um ihre Steifigkeit zu verlieren.

Dazu finden die Finger die eingelassene Beschriftung der ABXY-Buttons und die Lage der Mittelbuttons suboptimal. Ohne Spinnenfinger zu haben, wollen sie außen betätigt werden und erzeugen das Gefühl, fast abzurutschen oder nicht richtig zu drücken. Das D-Pad liefert zwar eine eindeutige Rückmeldung in alle acht Richtungen, seine Form ist durch hohe, steile Ränder gewöhnungsbedürftig.

Das D-Pad fällt recht steil ab
Das D-Pad fällt recht steil ab
Suboptimal ist die spürbare Beschriftung der Tasten
Suboptimal ist die spürbare Beschriftung der Tasten

Alltag: Passt einfach

Direkt nach dem Auspacken landet der X15 so in der „Bwoah“-Schublade. Flasht nicht, irgendwie wirkt er insgesamt ein wenig off – wie ein schlechtes Faksimile. Das ist er aber nicht. Im Spiel fällt er im Gegenteil durch Unauffälligkeit auf. Er funktioniert einfach, er verschwindet dank Xbox-Form einfach in der Hand und in der Wahrnehmung. Solide dosierbare Sticks und Trigger tragen dazu bei. Dass außer der Langlebigkeit nichts von der Technik bleibt, reicht für den Normalo-Spieler aus.

Die weichen Tasten, das geringere Spiel der ABXY-Buttons, die leise Betätigung der Schultertasten grenzen den X15 vom OG-Pad und dem lauteren Ultimate 2C ab. Der klickt dort deutlicher und zackiger, verfolgt also eine andere Philosophie. Die zeigt sich schon in der Form: Der 8BitDo scheint tendenziell für kleinere Hände aufgrund der kurzen Griffe besser geeignet. Persönlich gefallen Form und Gewichtsverteilung des X15 besser. Trotz nominell höherem Gewicht wirkt er nicht schwerer. Mit der geringeren Laufzeit lässt sich zudem leben, 12 Stunden „reichen für alles“.

Der X15 kann leuchten und blinken
Der X15 kann leuchten und blinken
Ob es das braucht, steht auf einem anderen Blatt
Ob es das braucht, steht auf einem anderen Blatt
X15 vs 2C: Unterschiedliche Charakteristik deckt unterschiedliche Bedürfnisse ab
X15 vs 2C: Unterschiedliche Charakteristik deckt unterschiedliche Bedürfnisse ab

Ob es LEDs am Controller braucht, ist eine Geschmacksfrage. An diesem eher nicht. Die durchleuchtende LED am D-Pad sticht ins Auge. Und was man dann ohnehin abschaltet, darf auch ganz wegbleiben. Das Geld im Planungsbudget hätte statt in günstig wirkende Beleuchtung in glatte Buttons investiert werden können – die sind einfach schöner. Oder in ein wenig akustische Optimierung. Der Controller ist leicht, ein persönlicher Pluspunkt, klingt aber beim Nutzen der Paddles auch so. Für 30 Euro kein Drama, im Detail aber nicht ganz die optimale Setzung von Prioritäten.

Beim Spielen wandert trotz aller initialen Bedenken im „Trockentest“ der Fokus völlig auf das Spiel selbst. Das ist durchaus ein Kompliment, denn das Eingabegerät ist nur Mittel zum Zweck. Funktioniert es unauffällig, ist alles in Ordnung – und das ist es hier, insbesondere weil die Abstimmung gleichmäßiges Feedback über alle Inputs hinweg liefert.

Luxus wird dadurch nicht obsolet. Teure Pads sind durchaus netter, etwa durch seidigere Rückmeldungen, noch schönere Haptik und „clicky“-Feedback. Nur passt der X15 schon recht gut. Eine Überraschung? Eigentlich nicht, denn schon das Level eines Standard-Pads hat alles, was man braucht, um Spaß zu haben. Und der X15 liegt praktisch auf diesem Niveau.

Fazit

Die Papierform des EasySMX X15 spricht von einem weiteren Zaubercontroller. Mehr bieten, weniger Münzen und nicht einmal ersatzweise die unsterbliche Seele im Gegenzug verlangen, das kann nicht mit rechten Dingen zugehen. Geht dann aber irgendwie doch.

Der X15 ist nichts Besonderes und damit doch etwas Besonderes. Denn für 30 Euro muss er nicht flashen, für 30 Euro reicht es völlig aus, wenn er sauber funktioniert und sich keine großen Fehltritte leistet. Das passt: Er ist genau das, was er sein will, eine technisch bessere, günstigere Alternative zum Standard-Xbox-Pad, die unauffällig und damit hervorragend funktioniert. Dessen Vorteil liegt erneut schlicht in der Xbox-Kompatibilität. PC-Spieler finden im X15 aber einen guten, in bewährte Form gehüllten Begleiter für kleines Geld.

Fazit: Der X15 passt als Standard-Controller für kleines Geld
Fazit: Der X15 passt als Standard-Controller für kleines Geld

Im Duell mit dem 2C Ultimate (Test) liegt der X15 aufgrund der Form tatsächlich leicht vorne. Er ist eine gelungene Alternative zum Standard-Pad und liefert genau das: etwas besseres Feedback, etwas mehr Features und etwas mehr Technik. 8BitDo differenziert sich mit klickender Abstimmung, Totzonen-Abschaltung und Kleinfinger-Form. Pauschal gesagt dürfte man im Allgemeinen mit dem X15 etwas besser bedient sein.

Das Doppelte auszugeben lohnt sich indes, wenn man etwa zu einem GameSir Cyclone 2 (Test) greift. Er legt rundum eine Schippe auf: haptisch, akustisch, bei der Balance und bei den Einstellungsmöglichkeiten. Ob das Spielen dadurch besser oder auch nur spaßiger wird, ist indes eine ganz andere Frage.

EasySMX X15
11.08.2026
  • Bewährte Form
  • Verbesserte Technik
  • Rundes Feeling
  • Relativ leise
  • Vertiefungen auf ABXY-Buttons
  • Position Mitteltasten

ComputerBase hat den X15 für diesen Test auf eigene Kosten im freien Handel erworben.

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