Forza Horizon 6 im Test: Fazit

 5/5
Wolfgang Andermahr
20 Kommentare

Mit Raytracing sehr schön, aber nicht problemlos

Forza Horizon 6 macht optisch einen ordentlichen Sprung gegenüber dem Vorgänger nach vorne. Raytracing, allen voran die RT-Beleuchtung, ist dabei für eine hübsche Optik essenziell. Auf die RT-Reflexionen kann zur Leistungsoptimierung verzichtet werden, nicht aber auf die RT-Beleuchtung. Darunter leidet die Qualität deutlich.

Das kostet durchaus ordentlich Leistung, aber nicht übermäßig viel. In Kombination mit aggressivem Upsampling ist dies kein allzu großes Problem, zumal DLSS 4, DLSS 4.5 und FSR Upscaling 4.1 einen guten Job erledigen. Eine GeForce RTX 5070 Ti sowie eine Radeon RX 9070 XT überschreiten in Ultra HD mit dem Balanced-Modus auch bei maximaler Grafik die 60-FPS-Marke und das sieht richtig schick aus.

Einzig die aktuellen Einsteiger-Grafikkarten tun sich etwas schwer mit den Anforderungen. 8 GB sind für maximale Grafik in Forza Horizon 6 nicht ausreichend, darüber hinaus ist die Rechenleistung generell etwas zu niedrig. Auf Raytracing muss dann verzichtet werden oder generell die Bildqualität heruntergedreht werden.

60 FPS werden in Forza Horizon 6 mit Rasterizer-Grafik erreicht ab (Direkt zu den Benchmarks):
Nvidia AMD Intel
2.560 × 1.440 RTX 5060 Ti (16 GB)
RTX 4060 Ti (16 GB)
RX 9060 XT (16 GB)
RX 7700 XT
B580
3.440 × 1.440 RTX 5060 TI (16 GB)
RTX 4070
RX 9060 XT (16 GB)
RX 7700 XT
X
3.840 × 2.160 RTX 5070
RTX 4070
RX 9070
RX 7800 XT
X

AMD Radeon liegt vor Nvidia GeForce

Die Forza-Serie liegt traditionell AMD-Grafikkarten sehr gut und das ist auch in Forza Horizon 6 der Fall. Radeons sind vor allem mit klassischer Rasterizer-Grafik durchweg schneller als ihre GeForce-Kollegen, sodass sich die Radeon RX 9070 XT auch schon einmal mit der GeForce RTX 5080 anlegen kann. Mit Raytracing dreht sich dann der Wind ein wenig, wobei allen voran die aktuellen RDNA-4-Ableger voll konkurrenzfähig und in geringeren Auflösungen nach wie vor schneller sind.

Aber auch AMD-Grafikkarten haben zu kämpfen. So gibt es auf Radeons Probleme beim Level-Streaming. Wenn das Spiel Abschnitte nachlädt, macht sich das auf einer AMD-Grafikkarte in einem leichten Stottern bemerkbar. Auf RDNA 3 ist dieses ausgeprägter als auf RDNA 4. Auf einer GeForce gibt es das nicht. Hier müssen die Entwickler unbedingt nochmal ran. Darüber hinaus zeigt RDNA 3 wie so oft eine schwache Raytracing-Leistung. Das ist aber kein Problem des Spiels, dies liegt in der Hardware begründet.

60 FPS werden in Forza Horizon 6 mit HW-Raytracing erreicht ab (direkt zu den Benchmarks):
Nvidia AMD Intel
2.560 × 1.440 RTX 5070
RTX 4070
RX 9070
RX 7900 XT
X
3.440 × 1.440 RTX 5070
RTX 4070 Super
RX 9070
RX 7900 XT
X
3.840 × 2.160 RTX 5070 Ti
RTX 4080
RX 9070 XT X

Auch Intel Arc kann schnell sein

Intel Arc zeigt zumindest mit der aktuellen Battlemage-Generation eine gute Performance. Die Arc B580 ist sogar klar schneller als die GeForce RTX 5060, gegen die die Intel-Hardware für gewöhnlich keine Chance hat. Hier profitiert die Grafikarte von ihrem 12 GB großen VRAM. Doch muss dafür unbedingt der Game-Ready-Treiber zum Spiel installiert sein, denn sonst gibt es massive Grafikfehler. Bei einer GeForce und Radeon können dagegen auch monatealte Treiber das Spiel problemlos darstellen.

Merkwürdig ist, dass es kein FSS und XeSS Frame Generation im Spiel gibt – DLSS (M)FG dagegen schon. Letzteres funktioniert dabei sehr gut und bietet ein besseres Spielerlebnis als der Verzicht auf künstliche Bilder. Einfach deswegen, da es zwar eine Reflex-Option im Spiel gibt, diese aber in der MS-Store- und der Gamepass-Version nicht funktioniert. Mit der Steam-Version des Rennspiels soll es das Problem nicht geben. In Verbindung mit DLSS Frame Generation funktioniert Reflex dann auch in der MS-Store-Variante einwandfrei, sodass Frame Gen bessere Latenzen aufweist als das reine Rendering. Anti Lag 2 sowie XeLL, die Pendants von AMD und Intel zu Reflex, finden sich nicht im Spiel wieder.

Die PC-Version von Forza Horizon 6 hat technisch also kleinere Probleme, die aber keine störenden Ausmaße annehmen. Vieles macht auch heute schon einen richtig guten Eindruck. Dennoch sollten die Entwickler mittels Updates die PC-Version weiter verbessern.

Forza Horizon 6 im Benchmark

Bei dieser Version des Artikels handelt es sich um einen runderneuerten Test von Forza Horizon 6, der die Release-Version des Spiels sowie die Game-Ready-Treiber der Grafikkarten enthält. Es zeigen sich teils deutliche Leistungsunterschiede zu älteren Softwareversionen. Abgesehen der Grafikkarten-Benchmarks stammen die Inhalte aus dem Launch-Artikel von Forza Horizon 6. Diese sind nach wie vor komplett gültig. Die Redaktion wollte jedoch einen vollständigen Artikel von Forza Horizon 6 mit allen aktuellen Informationen bieten, weswegen die Inhalte erneut genutzt werden. Weitere Details dazu sind hier zu finden.

Die technischen Merkmale
Forza Horizon 6 Eigenschaften
Entwickler Playground Games
Publisher Xbox Game Studios
Engine ForzaTech
API DirectX 12
Nvidia Reflex
Nvidia Reflex 2 Nein
AMD Anti-Lag 2 Nein
Intel XeLL Nein
HDR
Widescreen (21:9) (Screenshot-Vergleich)
Kantenglättung TAA
Temporales Upsampling
Nvidia DLSS Super Resolution ✓ (DLSS 4 & DLSS 4.5 im Spiel, je nach Modus)
Nvidia DLSS Frame Generation
Nvidia DLSS Multi Frame Generation ✓ (4×)
Nvidia DLSS Ray Reconstruction Nein
AMD FSR Upscaling ✓ (4.0.3 im Spiel, FSR 4.1 per AMD-App)
AMD FSR Frame Generation Nein
AMD FSR Ray Regeneration Nein
Intel XeSS Super Resolution ✓ (2.02 im Spiel)
Intel XeSS Frame Generation Nein
Native Auflösung + Upsampling ✓ (DLAA, FSR + XeSS Native)
Manuelles Nachschärfen
Direkt zur Upsampling-Analyse
Raytracing
Globale Beleuchtung
Reflexionen
Schatten Nein
Umgebungsverdeckung Nein
Pathtracing Nein
Direkt zur Raytracing-Analyse
60 FPS im Benchmark ab (mit DLSS/FSR)
WQHD RTX 5060 Ti (16 GB) / RTX 4060 Ti (16 GB) / RX 9060 XT (16 GB) / RX 7700 XT / B580
UWQHD RTX 5060 Ti (16 GB) / RTX 4070 / RX 9060 XT (16 GB) / RX 7700 XT
UHD RTX 5060 Ti (16 GB) / RTX 4070 / RX 9070 / RX 7800 XT
Direkt zu den Benchmarks
Release-Datum 19. Mai 2026
Preis zum Release 70 Euro
100 Euro (Deluxe Edition)
120 Euro (Premium Edition)

ComputerBase hat Forza Horizon 6 von der für das Spiel zuständigen PR-Agentur zum Testen erhalten. Das Spiel wurde unter NDA zur Verfügung gestellt. Die einzige Vorgabe war der frühstmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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