Forza Horizon 6 im Test: Fazit

 5/5
Wolfgang Andermahr
73 Kommentare

Mit Raytracing sehr schön, aber nicht problemlos

Forza Horizon 6 macht optisch einen ordentlichen Sprung gegenüber dem Vorgänger nach vorne. Raytracing, allen voran die RT-Beleuchtung, ist dabei für eine hübsche Optik essenziell. Auf die RT-Reflexionen kann zur Leistungsoptimierung verzichtet werden, nicht aber auf die RT-Beleuchtung. Darunter leidet die Qualität deutlich.

Das kostet durchaus ordentlich Leistung, aber nicht übermäßig viel. In Kombination mit aggressivem Upsampling ist dies kein allzu großes Problem, zumal DLSS 4, DLSS 4.5 und FSR Upscaling 4.1 einen guten Job erledigen. Eine GeForce RTX 5070 Ti sowie eine Radeon RX 9070 XT überschreiten in Ultra HD mit dem Performance-Modus auch bei maximaler Grafik die 60-FPS-Marke und das sieht richtig schick aus.

Einzig die aktuellen Einsteiger-Grafikkarten tun sich etwas schwer mit den Anforderungen. 8 GB sind für maximale Grafik in Forza Horizon 6 nicht ausreichend, darüber hinaus ist die Rechenleistung generell etwas zu niedrig. Auf Raytracing muss dann verzichtet werden oder generell die Bildqualität heruntergedreht werden.

60 FPS werden in Forza Horizon 6 mit Rasterizer-Grafik erreicht ab (Direkt zu den Benchmarks):
Nvidia AMD Intel
2.560 × 1.440 RTX 5060 Ti
RTX 4060 Ti
RX 9060 XT
RX 7700 XT
B580 (wegen Grafikfehler?)
3.440 × 1.440 RTX 5060 TI (16 GB)
RTX 4070
RX 9060 XT (16 GB)
RX 7700 XT
X
3.840 × 2.160 RTX 5070
RTX 4070
RX 9070
RX 7800 XT
X

Bei den Benchmarks gibt es so einige Überraschungen

Die allgemeine Grafikkarten-Performance von Forza Horizon 6 ist ziemlich ungewöhnlich, jeder Hersteller hat seine Probleme. Nvidia-Grafikkarten sind allen voran in niedrigen Auflösungen recht langsam. Da duelliert sich eine Radeon RX 9070 XT in WQHD mit einer GeForce RTX 5080 und lässt die GeForce RTX 5070 Ti klar zurück. Erst in hohen Auflösungen normalisiert sich das Bild, bei Rasterizer-Optik bleibt Radeon dagegen weiter schneller.

Aber auch AMD-Grafikkarten haben zu kämpfen. So gibt es auf Radeons Probleme beim Level-Streaming. Wenn das Spiel Abschnitte nachlädt, macht sich das auf einer AMD-Grafikkarte in einem leichten Stottern bemerkbar. Auf RDNA 3 ist dieses ausgeprägter als auf RDNA 4. Auf einer GeForce gibt es das nicht. Hier müssen die Entwickler unbedingt nochmal ran. Darüber hinaus zeigt RDNA 3 wie so oft eine schwache Raytracing-Leistung. Das ist aber kein Problem des Spiels, dies liegt in der Hardware begründet.

60 FPS werden in Forza Horizon 6 mit HW-Raytracing erreicht ab (direkt zu den Benchmarks):
Nvidia AMD Intel
2.560 × 1.440 RTX 5070
RTX 4070 Super
RX 9070
RX 7900 XT
X
3.440 × 1.440 RTX 5070
RTX 4070 Ti
RX 9070
RX 7900 XTX
X
3.840 × 2.160 RTX 5080
RTX 4090
X X

Auf Intel Arc ist mal gleich die ganze Beleuchtung kaputt

Der Höhepunkt der Traurigkeit schafft dann aber wieder einmal Intel Arc. Intels XeSS-Upsampling flimmert zum Beispiel deutlich bei Vegetation, was störend ist. Selbst FSR Upscaling 3.1 kann das deutlich besser. Noch schlimmer ist jedoch, dass mit dem derzeit neuesten Arc-Treiber die Beleuchtung in Forza Horizon 6 kaputt ist. Und zwar völlig, sowohl mit als auch ohne Raytracing. So ist das kaum spielbar – zumindest nicht mit ansehnlicher Grafik. Eventuell wird dies bis zum Start des Spiels noch behoben. Passieren darf das aber eigentlich nicht, bei AMD und Nvidia gibt es die Probleme auch mit älteren Treibern nicht.

Merkwürdig ist auch, dass es kein FSS und XeSS Frame Generation im Spiel gibt – DLSS (M)FG dagegen schon. Letzteres funktioniert dabei sehr gut und bietet ein besseres Spielerlebnis als der Verzicht auf künstliche Bilder. Einfach deswegen, da es zwar eine Reflex-Option im Spiel gibt, diese aber zumindest in der Review-Version nicht funktioniert. In Verbindung mit DLSS Frame Generation funktioniert Reflex jedoch einwandfrei, sodass Frame Gen bessere Latenzen aufweist als das reine Rendering. Anti Lag 2 sowie XeLL, die Pendants von AMD und Intel zu Reflex, finden sich nicht im Spiel wieder.

Die PC-Version von Forza Horizon 6 hat technisch also ein paar Probleme, die teils auch gar nicht so klein sind. Dennoch macht vieles auch einen richtig guten Eindruck und mit GeForce- sowie Radeon-Hardware kann man auch heute schon viel Spaß haben. Dennoch werden die Entwickler hoffentlich zeitnah Updates nachliefern.

Forza Horizon 6 im Benchmark
Die technischen Merkmale
Forza Horizon 6 Eigenschaften
Entwickler Playground Games
Publisher Xbox Game Studios
Engine ForzaTech
API DirectX 12
Nvidia Reflex
Nvidia Reflex 2 Nein
AMD Anti-Lag 2 Nein
Intel XeLL Nein
HDR
Widescreen (21:9) (Screenshot-Vergleich)
Kantenglättung TAA
Temporales Upsampling
Nvidia DLSS Super Resolution ✓ (DLSS 4 & DLSS 4.5 im Spiel, je nach Modus)
Nvidia DLSS Frame Generation
Nvidia DLSS Multi Frame Generation ✓ (4×)
Nvidia DLSS Ray Reconstruction Nein
AMD FSR Upscaling ✓ (4.0.3 im Spiel, FSR 4.1 per AMD-App)
AMD FSR Frame Generation Nein
AMD FSR Ray Regeneration Nein
Intel XeSS Super Resolution ✓ (2.02 im Spiel)
Intel XeSS Frame Generation Nein
Native Auflösung + Upsampling ✓ (DLAA, FSR + XeSS Native)
Manuelles Nachschärfen
Direkt zur Upsampling-Analyse
Raytracing
Globale Beleuchtung
Reflexionen
Schatten Nein
Umgebungsverdeckung Nein
Pathtracing Nein
Direkt zur Raytracing-Analyse
60 FPS im Benchmark ab (mit DLSS/FSR)
WQHD RTX 5060 Ti / RTX 4060 Ti / RX 9060 XT / RX 7700 XT / B580(?)
UWQHD RTX 5060 TI (16 GB) / RTX 4070 / RX 9060 XT (16 GB) / RX 7700 XT
UHD RTX 5070 / RTX 4070 / RX 9070 / RX 7800 XT
Direkt zu den Benchmarks
Release-Datum 19. Mai 2026
Preis zum Release 70 Euro
100 Euro (Deluxe Edition)
120 Euro (Premium Edition)

ComputerBase hat Forza Horizon 6 von der für das Spiel zuständigen PR-Agentur zum Testen erhalten. Das Spiel wurde unter NDA zur Verfügung gestellt. Die einzige Vorgabe war der frühstmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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