Hell Let Loose: Vietnam im Test: Raytracing in der Analyse
3/5Hell Let Loose: Vietnam ist mit Hardware-Lumen deutlich hübscher
Hell Let Loose: Vietnam unterstützt Hardware-Raytracing in Form von Hardware-Lumen, das sich im Grafikmenü an- und ausschalten lässt. Ist dieses deaktiviert, wird automatisch Software-Lumen und damit immer noch Raytracing genutzt, wenn auch in einer einfacheren Form. Hardware-Lumen steht in den Qualitätsstufen Hoch und Niedrig zur Verfügung. Die Redaktion bezieht die folgende Analyse auf die Stufe Hoch.
Hardware-Lumen kann in Hell Let Loose: Vietnam große optische Vorteile gegenüber Software-Lumen bringen. Vor allem, wenn die Sonne durch Objekte gänzlich oder teilverdeckt ist, bietet Hardware-Lumen eine deutlich realistischere Grafik, während Software-Lumen in diesen Situationen fast schon an Rasterizer-Grafik ohne korrekt gesetzte künstliche Lichter erinnert.
HW-Lumen kann auch spielerische Vorteile bringen
Hardware-Lumen hat im dichten Dschungel große Vorteile. Mit Software-Lumen wird die Grafik dann teils schon richtig dunkel, da das Licht nicht oft genug „gebounced“ wird und daher viele Positionen gar nicht erst erreicht. Mit Hardware-Lumen passiert dies nicht, hier gibt es auch im Dschungel eine realistische Beleuchtung. Das ist dann auch ein Fall, in dem Hardware-Lumen spielerische Vorteile bringt. Denn mit reinem Software-Lumen mag es zwar mehr FPS geben, dafür lassen sich im Dschungel stellenweise aber die Gegner deutlich schwerer entdecken.
Auch in Innenräumen bringt Hardware-Lumen große Vorteile. Denn nur mit Hardware-Raytracing werden diese realistisch ausgeleuchtet. Dann strahlt sichtbar Licht durch die Fenster in den Innenraum, der diesen nicht nur korrekt ausleuchtet, sondern auch „orangenes Sonnenlicht“ annimmt. Mit Software-Lumen ist der Raum sehr dunkel, da das Außenlicht nicht in den Raum dringt. Darüber hinaus bleiben die Farben in dem Raum teils schon wortwörtlich grau.
Reflexionen sind mit HW-Lumen deutlich stabiler
Auch bei größeren Gewässern bietet Hardware-Lumen große Vorteile. Denn bei Software-Lumen werden fast ausschließlich Screenspace-Reflexionen genutzt, die wenige Details zeigen und sich zudem wegwischen lassen. Mit Hardware-Lumen sind die Reflexionen dagegen deutlich detaillierter und bestehen zumindest teilweise aus richtigem Raytracing – Reflexionen lassen sich zwar stellenweise noch wegwischen, sind aber generell deutlich konstanter. Hinzu kommt, dass das Wasser mit SW-Lumen aufgrund der fehlenden Reflexionen fast schon gummiartig aussieht. Mit HW-Lumen gibt es das Problem nicht.
In anderen Situationen wiederum sieht Hardware-Raytracing zwar besser aus als Software-Raytracing, die Unterschiede sind aber deutlich geringer. Dann fehlen hier und da ein paar Reflexionen. Und manchen Objekten fehlen die korrekten Schattierungen, sodass diese optisch schweben. Manche Vegetation leuchtet regelrecht. Und generell ist der Kontrast mit Software-Lumen schwächer als mit der Hardware-Variante. Die Unterschiede sind dann aber nicht mehr unbedingt enorm. Das ändert sich dann wieder, wenn eines der Extremszenarien eintritt. Und das ist gar nicht selten der Fall.