Wheel Base, Lenkrad & Pedale im Test: Moza CS Pro Lenkrad – einmal mit allem!
3/5Gutes Lenkrad für große Hände
Das Moza CS Pro Lenkrad wechselt für rund 350 Euro den Besitzer. Für diesen Kaufpreis bekommt der Käufer ein umfangreich ausgestattetes und konfigurierbares rundes Lenkrad mit einem Durchmesser von 325 mm. Das Lenkrad besteht aus einer Aluminiumlegierung für den Rahmen sowie kohlenstofffaserverstärkte Verbundwerkstoffe für die front- und rückseitigen Platten. Oben in der Mitte sitzt ein 2,99 Zoll Display, umrahmt von 16 RGB-LEDs für die Drehzahl und Flaggen.
| Moza CS Pro Wheel | |
|---|---|
| Lenkraddurchmesser: | 325 mm |
| Lochkreis: | 6× 70,0 mm |
| Griffdurchmesser: | – |
| Gewicht: | 2.115 g |
| Griffflächenmaterial: | Metall, Kunstleder |
| Speichenanzahl: | 3 in T-Form |
| Anzeige-Elemente: | Display |
| Preis: | ab 349 € |
Links und rechts vom Display sind auf beiden Seiten jeweils ein beleuchteter Knopf, ein 7-Wege-Schalter sowie ein Daumendrehrad. Letzteres ist recht flach gehalten und besitzt einen Druckschalter sowie sauber definierte Rastpunkte, sodass ein versehentliches Betätigen insbesondere mit Handschuhen, wie beim Fanatec Formula Wheel V2.5X, nicht vorkommt. Die 7-Wege-Schalter sind ideal, um durch Menüs oder MFAs zu navigieren.
Für den Daumen sind dies allerdings auch schon alle Tasten in Reichweite. Die Ergonomie ist hier eher auf große Hände ausgelegt. Mit Handschuhgröße 9 sind die beiden beleuchteten Buttons nur nach leichtem Umgreifen zu erreichen. Was insbesondere bei langen Rennen, wenn dort häufig genutzt Funktionen hinterlegt sind, eine nicht zu vernachlässigende Belastung für die Daumen ist. Im Gegensatz zum Logitech G RS50 Lenkradkranz ist die Daumenauflagefläche hier nahtfrei. Das Mikrofaserleder ist so auch nach längeren Sessions und ohne Handschuhe angenehm und bietet ausreichend Grip. Hier helfen zusätzlich die auf 3, 9 und 12 Uhr rückseitigen Vertiefungen.
Auf der Vorderseite im unteren Bereich besitzt das Lenkrad sechs weitere Knöpfe und vier Drehregler. Alle sind individuell per RGB-LEDs beleuchtbar, was nicht nur gut aussieht, sondern auch bei der Orientierung hilfreich ist. Die Drehregler sind groß genug und bieten zwölf gut definierte Rastpunkte.
Auf der Rückseite besitzt das Lenkrad, auf der Höhe der Daumendrehregler, jeweils einen Schalter mit sattem Druckpunkt. Die beiden Schaltwippen setzen auf Hall-Sensoren und sind genauso wie die beiden Kupplungspaddel im Standardlieferumfang enthalten. Die Kupplungspaddel können als Einfach- oder Doppelkupplung oder Schalter programmiert werden oder für gänzlich andere Eingaben, wie beispielweise Bremse oder Gas. Die beiden zusätzlichen Paddel, die sich über den Schaltwippen befinden, müssen für rund 50 Euro dazu gekauft werden. An diesen sind häufig genutzte Funktionen wie DRS und ERS deutlich besser als an den Daumentasten aufgehoben.
Schönes, vollständig konfigurierbares Display
Das 2,99-Zoll-Display kann via Moza Pit House Software vollständig konfiguriert werden. Für den Anfang stehen unterschiedliche Layouts zur Verfügung. Im enthaltenen Editor, der eine gewisse Einarbeitungszeit benötigt, sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt.
Das Display und die Rev-Lights bleiben allerdings inaktiv, wenn nicht die Pit House Software im Hintergrund läuft, das Spiel auf dem korrekten UDP-Port eingestellt und gegebenenfalls die Ausgabe entsprechender Telemetriedaten aktiviert ist. Die Sofware unterstützt den Spieler bei der Konfiguration, was allerdings nicht bei jedem Spiel reibungslos funktioniert. Manche Anzeigen, beispielsweise der besten Rundenzeit, waren nicht für alle Spiele verfügbar. Die Delta-Time konnte mit keinem einzigen Spiel dazu gebracht werden, einen sinnvollen Wert anzuzeigen.