The Witcher 3 Remastered im Test: So gut ist das kostenlose Upgrade der PC-Version
Wie gut läuft The Witcher 3 Remastered auf dem PC? Wir verraten es euch anhand umfassender Benchmarks und Analysen mit GeForce RTX, Radeon RX und Intel Arc. Darüber hinaus analysieren wird die Bildqualität von DLSS und FSR sowie mit Raytracing und Pathtracing. Als Bonus gibt es den direkten Vergleich: The Witcher 3 alt vs. neu.
The Witcher 3 Remastered: Die Technik der PC-Version
Mit der Ankündigung von The Witcher 3 Remastered hat Entwickler CD Projekt auf der Gamescom Ende August alle überrascht. Die Überarbeitung des Originals aus dem Jahr 2015 (Test) macht den Titel fit für den dritten DLC Songs of the Past und soll mit diesem zusammen zugleich die Wartezeit auf das für das Jahr 2028 erwartete The Witcher 4 überbrücken. Geboten werden unter anderem:
- eine bessere Grafik,
- überarbeitete Animationen,
- ein überarbeitetes Kampfsystem,
- die beiden bisherigen DLCs.
Und das gibt es als Update alles kostenlos für The-Witcher-3-Inhaber.
In Anbetracht dessen, dass die meisten Publisher normalerweise für jeden kleinen DLC Geld verlangen, ist das ein vorbildliches Verhalten von CD Projekt Red; auch wenn die Verantwortlichen Spieler damit natürlich auf den dritten DLC heiß machen wollen. Und den wird es nicht kostenlos geben.
Zwischen Ankündigung und Release lag bei The Witcher 3 Remastered dabei nur ein Monat: Schon am Dienstag, den 29. September, steht die Überarbeitung bereit.
Wir hatten schon die letzten Tage die Möglichkeit, in das Remaster hereinzuschauen und haben in stundenlanger Arbeit diverse Technik-Analysen zur PC-Version erstellt. Dabei wird es viele gute, aber auch ein paar schlechtere Nachrichten geben. Eine gleich vorweg: Die Anforderungen an den heimischen Gaming-PC sind zum Beispiel erstaunlich hoch. Insgesamt ist der Eindruck aber sehr positiv.
Das schönste Witcher 3, das es gibt
The Witcher 3 Remastered ist das schönste The Witcher 3, das man derzeit spielen kann. Welche Überraschung!?
Wichtig ist dabei festzuhalten, dass es sich um ein Remaster und kein Remake handelt. Es kommt also nach wie vor die Technik des Originals zum Einsatz, die allerdings verbessert worden ist. Bei einem Remake hätten die Entwickler hingegen von vorne angefangen. Nichtsdestoweniger sind die grafischen Unterschiede schnell zu erkennen und fallen generell positiv aus.
Ein direkt sichtbares Beispiel sind die besseren Texturen, dasselbe gilt für die erweiterte Vegetation und die verbesserten NPCs und Monster. Allen voran fällt aber auf, dass die Entwickler die Beleuchtung grundlegend geändert haben. Das Original war schon immer ein erstaunlich dunkles Spiel, das Remaster ist dagegen deutlich heller.
Optimiertes Ray- und erstmals Pathtracing
Die größten optischen Unterschiede kommen aber durch ein verbessertes Raytracing und Pathtracing zustande. Raytracing hatte CD Project dem Titel bereits Ende 2022 per Update auf „The Witcher 3 Next Gen“ (Test) verpasst. Pathtracing gab es bisher nicht.
Während die Reflexionen und Schatten vom neuen Raytracing kaum angepasst wurden, ist die Beleuchtung deutlich verbessert worden: Bis dato war die Umsetzung mehr schlecht denn recht. Pathtracing setzt dann nochmal einen drauf, doch benötigt es dafür einen High-End-PC. Mehr dazu auf den folgenden Seiten.
Schick, aber keine Referenz
The Witcher 3 Remastered ist damit klar das schönste The Witcher 3 und insgesamt immer noch ein schönes Spiel. Es ist aber auch mit der Überarbeitung definitiv kein Grafikkracher mehr.
Zwar wurden auch die Animationen verbessert, sie stammen im Kern aber unverändert aus dem Jahr 2015 – und das sieht man. Zudem bleibt die Anzahl der Grafikdetails auch in der Remaster-Version deutlich niedriger als in modernen Spielen.
Damit ist die Grafikqualität des Spiels mitsamt allen Features gut, mehr aber auch nicht. Wobei das für ein verbessertes Spiel aus dem Jahr 2015 wirklich beachtlich ist. Das „Gut“ ist entsprechend keinesfalls negativ anzusehen.
Mit vielen PC-Features von Nvidia, AMD und Intel
Auch bei den PC-Features haben die Entwickler das Spiel in die Moderne überführt. Neben dem bereits erwähnten Ray- und Pathtracing gibt es DLSS 4.5 Super Resolution, FSR Upscaling 4.1 sowie XeSS. Auch in Sachen Frame Generation sind alle Techniken von Nvidia, AMD und Intel vertreten. Und mit Reflex, Anti-Lag 2 sowie XeLL sind auch alle latenzreduzierenden Maßnahmen mit dabei. Zu guter Letzt wird auch DLSS Ray Reconstruction unterstützt.
Was leider fehlt, ist FSR Ray Regeneration (Test). Das hätte CD Projekt bei all den Modernisierungen in letzter Konsequenz auch noch einbauen können. Radeon-Besitzer müssen stattdessen mit den Spiel-Denoisern Vorlieb nehmen, die es zumindest ebenfalls für Pathtracing gibt.
| The Witcher 3 Remastered | Eigenschaften |
|---|---|
| Entwickler | CD Projekt |
| Publisher | CD Projekt |
| Engine | REDengine 3 |
| API | DirectX 12 |
| Nvidia Reflex | ✓ |
| Nvidia Reflex 2 | Nein |
| AMD Anti-Lag 2 | ✓ |
| Intel XeLL | ✓ |
| HDR | ✓ |
| Widescreen (21:9) | ✓ (Screenshot-Vergleich) |
| Kantenglättung | FXAA |
| Temporales Upsampling | |
| Nvidia DLSS Super Resolution | ✓ (DLSS 4.5 für Performance-Modus im Spiel DLSS 4.5 komplett per Nvidia-App) |
| Nvidia DLSS Multi Frame Generation | ✓ (6×) |
| Nvidia DLSS Dynamic-MFG | Nein (per Nvidia-App möglich) |
| Nvidia DLSS Ray Reconstruction | ✓ (DLSS 4.5) |
| Nvidia DLSS 5 Neural Rendering | Nein |
| AMD FSR Upscaling | ✓ (4.1.1 im Spiel) |
| AMD FSR Frame Generation | ✓ (4.0 im Spiel) |
| AMD FSR Ray Regeneration | Nein |
| Intel XeSS Super Resolution | ✓ (1.3 im Spiel) |
| Intel XeSS Frame Generation | ✓ (MFG per Intel-App) |
| Native Auflösung + Upsampling | ✓ (DLAA, FSR + XeSS Native) |
| Manuelles Nachschärfen | ✓ |
| Direkt zur Upsampling-Analyse | |
| Raytracing | |
| Globale Beleuchtung | ✓ |
| Reflexionen | ✓ |
| Schatten | ✓ |
| Umgebungsverdeckung | ✓ |
| Pathtracing | ✓ |
| Direkt zur Raytracing-Analyse | |
| 60 FPS im Benchmark ab (mit DLSS/FSR) | |
| WQHD | RTX 5060 / RTX 4060 Ti / RX 9060 XT / RX 7700 XT / B580 |
| UWQHD | RTX 5070 / RTX 4070 / RX 9070 GRE / RX 7700 XT / Pro B70 |
| UHD | RTX 5070 / RTX 4070 Ti Super / RX 9070 GRE / RX 7900 XT |
| Direkt zu den Benchmarks | |
| Release-Datum | 29. September 2026 |
| Preis zum Release | 50 Euro (Complete Edition) Bis zum 1. Oktober auf 25 Euro reduziert |
Widescreen im Kurz-Test
Die meisten Spiele unterstützen heute die beliebten Widescreen-Formate, alle Titel dann aber immer mal wieder doch nicht – oder auch nicht korrekt. ComputerBase hat folgende 2 Screenshots in der Auflösung 3.440 × 1.440 (UWQHD) sowie 2.560 × 1.440 (WQHD) aufgenommen, was dem 21:9- und dem klassischen 16:9-Format entspricht. Daran lässt sich erkennen, wie das Spiel mit Widescreen-Auflösungen umgeht.
Die offiziellen Systemanforderungen
| Minimal | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10/11 (64 Bit) | |
| Prozessor | AMD Ryzen 5 2600 Intel Core i5-8400 |
AMD Ryzen 5 3600X Intel Core i7-8700K |
| Arbeitsspeicher | 12 GB RAM | 16 GB RAM |
| Grafikkarte | AMD Radeon RX 5500 XT Nvidia GeForce GTX 1660 Intel Arc A580 |
AMD Radeon RX 6600 XT Nvidia GeForce RTX 2060 Super Intel Arc B580 |
| Speicherplatz | 70 GB SSD | |
Das Grafikmenü im Detail
| Eigenschaften | |
|---|---|
| Grafik-Presets | ✓ (RT Ultra, RT, Höchste, Hoch, Mittel, Niedrig, Steamdeck) |
| Einzelne Grafikoptionen | ✓ |
| FPS-Limiter | ✓ |
| Dynamische Auflösung | ✓ (nur mit FXAA und FSR kompatibel) |
| Spieleigenes Up-/Downscaling | Nein / Nein |
| Spatiales Upscaling von AMD/Nvidia | Nein / Nein |
| FPS-Counter | Nein |
| Sonstige Overlays | Nein |
| VRAM-Auslastungsanzeige | Nein |
| Live-Vorschau | Nein |
| Vergleichs-Screenshots | Nein |
| Detaillierte Beschreibungen | Nein |
| Integrierter Benchmark | Nein |
Die Ladezeiten
Manche Spiele laden unglaublich schnell, andere wiederum benötigen eine schiere Ewigkeit. Mit einer Stoppuhr ausgestattet, misst die Redaktion die Ladezeiten ins Hauptmenü und dann von dort in die Testsequenz.
So messen wir die Ladezeiten
Da Ladezeiten variieren können, wird dies insgesamt dreimal durchgeführt und dann ein Durchschnitt gebildet. Zwischen jedem Versuch wird der Rechner neu hochgefahren, sodass keine Dateien mehr im Cache vorliegen. Falls es abbrechbare Intros oder Videosequenzen gibt, werden sie weggeklickt, denn nur die reine Ladezeit ist wichtig. Sofern das Spiel bemerkbar einmalig Shader vorab kompiliert, wird dieser Lauf nicht in die Rechnung einbezogen. Die Zeit der Shader-Erstellung wird separat angegeben.
Dabei ist zu bedenken, dass ComputerBase einen High-End-PC besitzt, der unter anderem mit einem Ryzen 7 9800X3D und einer Seagate FireCuda 530 als PCIe-4.0-fähige NVMe-SSD ausgestattet ist. Entsprechend werden die Ladezeiten auf den meisten Systemen länger ausfallen. Die Werte hier sind nur zur Orientierung gedacht.
| In das Hauptmenü | Vom Menü zur Testsequenz | Shader-Kompilierung |
|---|---|---|
| 13 Sekunden | 32 Sekunden | Nein |
Offizielle Steam-Deck- und Steam-Machine-Kompatibilität
Wenn Spiele auf der Plattform Steam erscheinen, laufen sie auch oft auf der tragbaren Steam Deck und der stationären Steam Machine. Zwar hat die Redaktion bei Technik-Tests nicht immer die Möglichkeit, die Performance auf den Geräten zu überprüfen, doch gibt Steam bei den Titeln auch stets eine generelle Einordnung der Kompatibilität an. Wie sie ausfällt, findet sich hier im Artikel.
Aktuell hat Valve aber noch keine Einordnung zur Steam-Deck- und Steam-Machine-Kompatibilität für The Witcher 3 Remastered bekanntgegeben.