The Witcher 3 Remastered im Test: So gut ist das kostenlose Upgrade der PC-Version

Wolfgang Andermahr
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The Witcher 3 Remastered im Test: So gut ist das kostenlose Upgrade der PC-Version
Bild: CD Projekt

Wie gut läuft The Witcher 3 Remastered auf dem PC? Wir verraten es euch anhand umfassender Benchmarks und Analysen mit GeForce RTX, Radeon RX und Intel Arc. Darüber hinaus analysieren wird die Bildqualität von DLSS und FSR sowie mit Raytracing und Pathtracing. Als Bonus gibt es den direkten Vergleich: The Witcher 3 alt vs. neu.

The Witcher 3 Remastered: Die Technik der PC-Version

Mit der Ankündigung von The Witcher 3 Remastered hat Entwickler CD Projekt auf der Gamescom Ende August alle überrascht. Die Überarbeitung des Originals aus dem Jahr 2015 (Test) macht den Titel fit für den dritten DLC Songs of the Past und soll mit diesem zusammen zugleich die Wartezeit auf das für das Jahr 2028 erwartete The Witcher 4 überbrücken. Geboten werden unter anderem:

  • eine bessere Grafik,
  • überarbeitete Animationen,
  • ein überarbeitetes Kampfsystem,
  • die beiden bisherigen DLCs.

Und das gibt es als Update alles kostenlos für The-Witcher-3-Inhaber.

In Anbetracht dessen, dass die meisten Publisher normalerweise für jeden kleinen DLC Geld verlangen, ist das ein vorbildliches Verhalten von CD Projekt Red; auch wenn die Verantwortlichen Spieler damit natürlich auf den dritten DLC heiß machen wollen. Und den wird es nicht kostenlos geben.

Zwischen Ankündigung und Release lag bei The Witcher 3 Remastered dabei nur ein Monat: Schon am Dienstag, den 29. September, steht die Überarbeitung bereit.

Wir hatten schon die letzten Tage die Möglichkeit, in das Remaster hereinzuschauen und haben in stundenlanger Arbeit diverse Technik-Analysen zur PC-Version erstellt. Dabei wird es viele gute, aber auch ein paar schlechtere Nachrichten geben. Eine gleich vorweg: Die Anforderungen an den heimischen Gaming-PC sind zum Beispiel erstaunlich hoch. Insgesamt ist der Eindruck aber sehr positiv.

Das schönste Witcher 3, das es gibt

The Witcher 3 Remastered ist das schönste The Witcher 3, das man derzeit spielen kann. Welche Überraschung!?

Wichtig ist dabei festzuhalten, dass es sich um ein Remaster und kein Remake handelt. Es kommt also nach wie vor die Technik des Originals zum Einsatz, die allerdings verbessert worden ist. Bei einem Remake hätten die Entwickler hingegen von vorne angefangen. Nichtsdestoweniger sind die grafischen Unterschiede schnell zu erkennen und fallen generell positiv aus.

Ein direkt sichtbares Beispiel sind die besseren Texturen, dasselbe gilt für die erweiterte Vegetation und die verbesserten NPCs und Monster. Allen voran fällt aber auf, dass die Entwickler die Beleuchtung grundlegend geändert haben. Das Original war schon immer ein erstaunlich dunkles Spiel, das Remaster ist dagegen deutlich heller.

Optimiertes Ray- und erstmals Pathtracing

Die größten optischen Unterschiede kommen aber durch ein verbessertes Raytracing und Pathtracing zustande. Raytracing hatte CD Project dem Titel bereits Ende 2022 per Update auf „The Witcher 3 Next Gen“ (Test) verpasst. Pathtracing gab es bisher nicht.

Während die Reflexionen und Schatten vom neuen Raytracing kaum angepasst wurden, ist die Beleuchtung deutlich verbessert worden: Bis dato war die Umsetzung mehr schlecht denn recht. Pathtracing setzt dann nochmal einen drauf, doch benötigt es dafür einen High-End-PC. Mehr dazu auf den folgenden Seiten.

Schick, aber keine Referenz

The Witcher 3 Remastered ist damit klar das schönste The Witcher 3 und insgesamt immer noch ein schönes Spiel. Es ist aber auch mit der Überarbeitung definitiv kein Grafikkracher mehr.

Zwar wurden auch die Animationen verbessert, sie stammen im Kern aber unverändert aus dem Jahr 2015 – und das sieht man. Zudem bleibt die Anzahl der Grafikdetails auch in der Remaster-Version deutlich niedriger als in modernen Spielen.

Damit ist die Grafikqualität des Spiels mitsamt allen Features gut, mehr aber auch nicht. Wobei das für ein verbessertes Spiel aus dem Jahr 2015 wirklich beachtlich ist. Das „Gut“ ist entsprechend keinesfalls negativ anzusehen.

Mit vielen PC-Features von Nvidia, AMD und Intel

Auch bei den PC-Features haben die Entwickler das Spiel in die Moderne überführt. Neben dem bereits erwähnten Ray- und Pathtracing gibt es DLSS 4.5 Super Resolution, FSR Upscaling 4.1 sowie XeSS. Auch in Sachen Frame Generation sind alle Techniken von Nvidia, AMD und Intel vertreten. Und mit Reflex, Anti-Lag 2 sowie XeLL sind auch alle latenzreduzierenden Maßnahmen mit dabei. Zu guter Letzt wird auch DLSS Ray Reconstruction unterstützt.

Was leider fehlt, ist FSR Ray Regeneration (Test). Das hätte CD Projekt bei all den Modernisierungen in letzter Konsequenz auch noch einbauen können. Radeon-Besitzer müssen stattdessen mit den Spiel-Denoisern Vorlieb nehmen, die es zumindest ebenfalls für Pathtracing gibt.

Die technischen Merkmale
The Witcher 3 Remastered Eigenschaften
Entwickler CD Projekt
Publisher CD Projekt
Engine REDengine 3
API DirectX 12
Nvidia Reflex ✓
Nvidia Reflex 2 Nein
AMD Anti-Lag 2 ✓
Intel XeLL ✓
HDR ✓
Widescreen (21:9) ✓ (Screenshot-Vergleich)
Kantenglättung FXAA
Temporales Upsampling
Nvidia DLSS Super Resolution ✓ (DLSS 4.5 für Performance-Modus im Spiel
DLSS 4.5 komplett per Nvidia-App)
Nvidia DLSS Multi Frame Generation ✓ (6×)
Nvidia DLSS Dynamic-MFG Nein (per Nvidia-App möglich)
Nvidia DLSS Ray Reconstruction ✓ (DLSS 4.5)
Nvidia DLSS 5 Neural Rendering Nein
AMD FSR Upscaling ✓ (4.1.1 im Spiel)
AMD FSR Frame Generation ✓ (4.0 im Spiel)
AMD FSR Ray Regeneration Nein
Intel XeSS Super Resolution ✓ (1.3 im Spiel)
Intel XeSS Frame Generation ✓ (MFG per Intel-App)
Native Auflösung + Upsampling ✓ (DLAA, FSR + XeSS Native)
Manuelles Nachschärfen ✓
Direkt zur Upsampling-Analyse
Raytracing
Globale Beleuchtung ✓
Reflexionen ✓
Schatten ✓
Umgebungsverdeckung ✓
Pathtracing ✓
Direkt zur Raytracing-Analyse
60 FPS im Benchmark ab (mit DLSS/FSR)
WQHD RTX 5060 / RTX 4060 Ti / RX 9060 XT / RX 7700 XT / B580
UWQHD RTX 5070 / RTX 4070 / RX 9070 GRE / RX 7700 XT / Pro B70
UHD RTX 5070 / RTX 4070 Ti Super / RX 9070 GRE / RX 7900 XT
Direkt zu den Benchmarks
Release-Datum 29. September 2026
Preis zum Release 50 Euro (Complete Edition)
Bis zum 1. Oktober auf 25 Euro reduziert

Widescreen im Kurz-Test

Die meisten Spiele unterstützen heute die beliebten Widescreen-Formate, alle Titel dann aber immer mal wieder doch nicht – oder auch nicht korrekt. ComputerBase hat folgende 2 Screenshots in der Auflösung 3.440 × 1.440 (UWQHD) sowie 2.560 × 1.440 (WQHD) aufgenommen, was dem 21:9- und dem klassischen 16:9-Format entspricht. Daran lässt sich erkennen, wie das Spiel mit Widescreen-Auflösungen umgeht.

Die offiziellen Systemanforderungen

Minimal Empfohlen
Betriebssystem Windows 10/11 (64 Bit)
Prozessor AMD Ryzen 5 2600
Intel Core i5-8400
AMD Ryzen 5 3600X
Intel Core i7-8700K
Arbeitsspeicher 12 GB RAM 16 GB RAM
Grafikkarte AMD Radeon RX 5500 XT
Nvidia GeForce GTX 1660
Intel Arc A580
AMD Radeon RX 6600 XT
Nvidia GeForce RTX 2060 Super
Intel Arc B580
Speicherplatz 70 GB SSD

Das Grafikmenü im Detail

Eigenschaften
Grafik-Presets ✓ (RT Ultra, RT, Höchste, Hoch, Mittel, Niedrig, Steamdeck)
Einzelne Grafikoptionen ✓
FPS-Limiter ✓
Dynamische Auflösung ✓ (nur mit FXAA und FSR kompatibel)
Spieleigenes Up-/Downscaling Nein / Nein
Spatiales Upscaling von AMD/Nvidia Nein / Nein
FPS-Counter Nein
Sonstige Overlays Nein
VRAM-Auslastungsanzeige Nein
Live-Vorschau Nein
Vergleichs-Screenshots Nein
Detaillierte Beschreibungen Nein
Integrierter Benchmark Nein

Die Ladezeiten

Manche Spiele laden unglaublich schnell, andere wiederum benötigen eine schiere Ewigkeit. Mit einer Stoppuhr ausgestattet, misst die Redaktion die Ladezeiten ins Hauptmenü und dann von dort in die Testsequenz.

So messen wir die Ladezeiten

Da Ladezeiten variieren können, wird dies insgesamt dreimal durchgeführt und dann ein Durchschnitt gebildet. Zwischen jedem Versuch wird der Rechner neu hochgefahren, sodass keine Dateien mehr im Cache vorliegen. Falls es abbrechbare Intros oder Videosequenzen gibt, werden sie weggeklickt, denn nur die reine Ladezeit ist wichtig. Sofern das Spiel bemerkbar einmalig Shader vorab kompiliert, wird dieser Lauf nicht in die Rechnung einbezogen. Die Zeit der Shader-Erstellung wird separat angegeben.

Dabei ist zu bedenken, dass ComputerBase einen High-End-PC besitzt, der unter anderem mit einem Ryzen 7 9800X3D und einer Seagate FireCuda 530 als PCIe-4.0-fähige NVMe-SSD ausgestattet ist. Entsprechend werden die Ladezeiten auf den meisten Systemen länger ausfallen. Die Werte hier sind nur zur Orientierung gedacht.

So schnell lädt das Spiel
In das Hauptmenü Vom Menü zur Testsequenz Shader-Kompilierung
13 Sekunden 32 Sekunden Nein

Offizielle Steam-Deck- und Steam-Machine-Kompatibilität

Wenn Spiele auf der Plattform Steam erscheinen, laufen sie auch oft auf der tragbaren Steam Deck und der stationären Steam Machine. Zwar hat die Redaktion bei Technik-Tests nicht immer die Möglichkeit, die Performance auf den Geräten zu überprüfen, doch gibt Steam bei den Titeln auch stets eine generelle Einordnung der Kompatibilität an. Wie sie ausfällt, findet sich hier im Artikel.

Aktuell hat Valve aber noch keine Einordnung zur Steam-Deck- und Steam-Machine-Kompatibilität für The Witcher 3 Remastered bekanntgegeben.

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