The Witcher 3 Remastered im Test: Fazit

 6/6
Update Wolfgang Andermahr
590 Kommentare

Ein sichtbares Grafik-Upgrade

The Witcher 3 Remastered ist ein ordentliches Grafik-Upgrade – für ein Remaster sogar ein ziemlich großes. Und dann gibt es das Upgrade auch noch für alle Witcher-3-Inhaber kostenlos.

Gegenüber dem Original aus dem Jahre 2015 beziehungsweise dem Next-Gen-Update von 2022 steigt die Grafikqualität in allen Grafikmodi sichtbar an. Allen voran fällt die veränderte Beleuchtung auf, die The Witcher 3 zu einem deutlich helleren Spiel macht. Uns hat das gefallen, dem ein oder anderen kann dies aber auch etwas zu viel sein.

Testhistorie

Endlich besseres Raytracing

Raytracing in The Witcher 3 Remastered macht gegenüber The Witcher 3 Next Gen einen großen Sprung nach vorne. Die RT-Beleuchtung hat bisher nicht wirklich funktioniert, nun ändert sich das. Das Remaster leuchtet wesentlich besser aus, was sich in vielen Szenen teils deutlich bemerkbar macht. Reflexionen, Schatten und Umgebungsverdeckung erhalten dagegen nur kleine Updates.

Pathtracing setzt dann noch mal einen oben drauf. Doch der wirklich große Grafik-Schritt wird bereits mit normalem Raytracing erreicht.

60 FPS werden in The Witcher 3 Remastered mit Rasterizer-Grafik erreicht ab:
Nvidia AMD Intel
2.560 × 1.440 RTX 5060
RTX 4060 Ti
RX 9060 XT
RX 7700 XT
B580
3.440 × 1.440 RTX 5070
RTX 4070
RX 9070 GRE
RX 7700 XT
Pro B70
3.840 × 2.160 RTX 5070
RTX 4070 Ti Super
RX 9070 GRE
RX 7900 XT
X

Fast „all-in“ bei DLSS, FSR und Co

Auch bei den PC-Features fährt CD Projekt einiges auf. DLSS 4.5 inklusive Ray Reconstruction ist mit dabei, ebenso FSR Upscaling 4.1, XeSS, Frame Generation für alle Hersteller und Reflex, Anti-Lag 2 sowie XeLL. Nur FSR Ray Regeneration hat es leider nicht mit ins Spiel geschafft. Wenn DLSS Ray Reconstruction mit dabei ist, sollte heutzutage aber auch AMDs Gegenstück nicht mehr fehlen.

Im Kern erkennbar von 2015

Trotz all der Verbesserungen kann The Witcher 3 Remastered aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das eigentliche Spiel eben aus dem Jahr 2015 stammt. Animationen und Detaildichte können nicht mit aktuellen Spielen mithalten, was bei einem Remaster aber auch nicht verlangt werden kann. The Witcher 3 Remastered ist ein schönes Spiel geworden, mit deutlichen Verbesserungen gegenüber dem Original. Um einen Grafikkracher handelt es sich aber nicht.

Hohe Hardware-Anforderungen

Die bessere Grafik kostet natürlich auch Performance und das bisweilen nicht zu knapp. Bei höheren Grafikeinstellungen ist The Witcher 3 Remastered ziemlich anspruchsvoll und belastet neben der Grafikkarte auch den Prozessor. Vor allem bei vielen NPCs im Bild limitiert sogar ausschließlich die CPU die Framerate.

Bei den Grafikkarten schneiden vor allem Radeon- und Arc-Grafikkarten gut ab, während die GeForce-Produkte langsamer als gewohnt unterwegs sind. Das ändert sich mit aktiviertem Raytracing, auf und davon rendern die GeForce-Grafikkarten aber auch dann nicht. Erst mit Pathtracing ist GeForce RTX klar schneller als Radeon RX.

60 FPS werden in The Witcher 3 Remastered mit optimiertem Raytracing erreicht ab:
Nvidia AMD Intel
2.560 × 1.440 RTX 5070
RTX 4070 Super
RX 9070 GRE
RX 7900 XT
X
3.440 × 1.440 RTX 5070
RTX 4070 Ti Super
RX 9070
RX 7900 XT
X
3.840 × 2.160 RTX 5080
RTX 4090
X X

Wer 60 FPS anvisiert, wird in The Witcher 3 Remastered bereits bei einfachem Raytracing schnell zu aggressivem Upsampling greifen. Denn auch im Performance-Modus wird die gewünschte Framerate nicht eben so erreicht. DLSS 4.5 Super Resolution macht dabei den besten Eindruck, während FSR 4.1 zwar ein ordentliches Bild liefert, aber mehr zu kämpfen hat als gewohnt. DLSS Ray Reconstruction hat zumindest bei Raytracing so seine Probleme – Pathtracing kann das Bild aber drehen. Spätestens bei letzterem ist Frame Generation für ein flüssiges Bewegtbild ein Must Have, aber auch bei einfachem Raytracing ist das Feature eine gute Hilfe.

Im Test hat sich die Review-Version von The Witcher 3 Remastered in einem guten Zustand gezeigt, Bugs oder sonstige Schwierigkeiten hat es nicht gegeben. Das Grafikmenü ist beim Konfigurieren des Upsampling etwas eigen, das war es dann aber auch schon.

Bei aktuellen Radeon-Grafikkarten wird wohl der Adrenalin 26.9.2 (zum Fall des Embargos noch nicht verfügbar) für ein einwandfreies Bild benötigt. Das war es dann aber auch schon mit den Problemen. Wer also an The Witcher 3 Remastered interessiert ist, kann dieses problemlos auf dem PC spielen.

Kostenlos für Besitzer des Originals

Zum Schluss muss noch einmal positiv erwähnt werden, dass The Witcher 3 Remastered für Besitzer des Originalspiels kostenlos ist. Und nicht nur das: Wer die zwei offiziellen DLCs noch nicht besitzt, bekommt sie jetzt ebenso kostenlos hinzu. Das ist weitaus mehr als eigentlich alle anderen Entwickler sowie Publisher machen und muss lobend erwähnt werden. Sehr gut, CD Projekt!

Meinung von Wolfgang Andermahr
Wolfgang Andermahr

Ich bin zwar kein riesiger The-Witcher-3-Fan, zweimal habe ich das Spiel, wenn auch noch ohne die DLCs, aber durchaus schon durchgespielt – und demnächst wird vermutlich ein dritter Lauf folgen. Denn die optischen Verbesserungen machen schon etwas aus und heben die Technik wieder in die Moderne. In Verbindung mit all den neuen PC-Features ist das ein deutliches Plus.

Was ich aber so wirklich toll finde, ist, dass CD Projekt das Ganze dem Spieler kostenlos zur Verfügung stellt. Und nicht nur das, sondern dem Spieler auch gleich die beiden DLCs schenkt, wenn dieser die Zusatzinhalte nicht schon gekauft hat.

Ja, klar, die Entwickler wollen den Spieler damit auf den kommenden DLC „Songs of the Past“ heiß machen. Aber dennoch: Wo zur Hölle gibt es heute so etwas denn sonst noch? Wo doch normalerweise gleich ein neuer Skin per DLC kommt und dann mal gleich 10 Euro kostet. Das ist eine absolute Seltenheit geworden und absolut lobenswert!

Die technischen Merkmale
The Witcher 3 Remastered Eigenschaften
Entwickler CD Projekt
Publisher CD Projekt
Engine REDengine 3
API DirectX 12
Nvidia Reflex ✓
Nvidia Reflex 2 Nein
AMD Anti-Lag 2 ✓
Intel XeLL ✓
HDR ✓
Widescreen (21:9) ✓ (Screenshot-Vergleich)
Kantenglättung FXAA
Temporales Upsampling
Nvidia DLSS Super Resolution ✓ (DLSS 4.5 für Performance-Modus im Spiel
DLSS 4.5 komplett per Nvidia-App)
Nvidia DLSS Multi Frame Generation ✓ (6×)
Nvidia DLSS Dynamic-MFG Nein (per Nvidia-App möglich)
Nvidia DLSS Ray Reconstruction ✓ (DLSS 4.5)
Nvidia DLSS 5 Neural Rendering Nein
AMD FSR Upscaling ✓ (4.1.1 im Spiel)
AMD FSR Frame Generation ✓ (4.0 im Spiel)
AMD FSR Ray Regeneration Nein
Intel XeSS Super Resolution ✓ (1.3 im Spiel)
Intel XeSS Frame Generation ✓ (MFG per Intel-App)
Native Auflösung + Upsampling ✓ (DLAA, FSR + XeSS Native)
Manuelles Nachschärfen ✓
Direkt zur Upsampling-Analyse
Raytracing
Globale Beleuchtung ✓
Reflexionen ✓
Schatten ✓
Umgebungsverdeckung ✓
Pathtracing ✓
Direkt zur Raytracing-Analyse
60 FPS im Benchmark ab (mit DLSS/FSR)
WQHD RTX 5060 / RTX 4060 Ti / RX 9060 XT / RX 7700 XT / B580
UWQHD RTX 5070 / RTX 4070 / RX 9070 GRE / RX 7700 XT / Pro B70
UHD RTX 5070 / RTX 4070 Ti Super / RX 9070 GRE / RX 7900 XT
Direkt zu den Benchmarks
Release-Datum 29. September 2026
Preis zum Release 50 Euro (Complete Edition)
Bis zum 1. Oktober auf 25 Euro reduziert

ComputerBase hat The Witcher 3 Remastered von CD Projekt zum Testen erhalten. Das Spiel wurde unter NDA zur Verfügung gestellt. Die einzige Vorgabe war der frühstmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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