MFG 6× und Dynamic MFG im Test: Dynamic MFG analysiert

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Wolfgang Andermahr
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So wird Dynamic MFG aktiviert

Dynamic Multi Frame Generation muss vorerst auch im Treiber-Override (Nvidia App) aktiviert werden. Dazu muss die Nvidia App geöffnet und in den Beta-Modus versetzt werden. Ob es auch den Weg direkt in Spiele finden wird, ist aktuell noch unklar. Jedes Spiel, das DLSS MFG unterstützt, kann theoretisch auch Dynamic MFG nutzen.

zum Start in Zukunft
In Spielen integriert nein ungewiss
per Nvidia App aktivierbar ja
aktivierbar, wenn das Spiel DLSS MFG nutzt

Anders als bisher bei Frame Generation nutzt Dynamic FG nicht einen festen FG-Multiplikator, sondern setzt einen variablen Multiplikator, um eine davor festgelegte Framerate zu erreichen.

Dynamic DLSS in der Nvidia App aktivieren
Dynamic DLSS in der Nvidia App aktivieren

Die Konfiguration kann in der Nvidia-App im globalen oder in einem spielespezifischen Profil unter dem Punkt „DLSS-Überschreibung – Bilderzeugungsmodus“ vorgenommen werden. Dort muss dann „Dynamisch“ ausgewählt werden. Anschließend kann unter „Ziel-FPS“ entweder die maximale Bildwiederholrate des Monitors ausgewählt oder eine manuell festgelegte Ziel-FPS gesetzt werden. Unter dem Punkt „Multiplikator“ lässt sich die Maximalstufe von Multi Frame Generation festlegen.

Ob Dynamic MFG einwandfrei funktioniert, kann mit dem Treiber-Overlay von Nvidia überprüft werden oder alternativ mit der neuesten Version von Nvidias FrameView-Tool (Version 1.8.12303.37439080).

Komplett flexibel von 1× bis 6×

Dynamic MFG kann auf alle Frame-Generation-Faktoren zurückgreifen, um die gewünschte Framerate zu erreichen. Das funktioniert auch abseits von „Multi Frame Generation“. Neben MFG 6× kann auch auf 2× zurückgeschaltet werden. Und wenn es möglich ist, wird die Frame Generation gänzlich deaktiviert. Dass „aus“ bis 6× in einem Spiel notwendig werden können, um das gesetzte FPS-Ziel zu erreichen, dürfte in der Praxis aber nicht vorkommen.

Da Frame Generation nur mit vollen Faktoren funktioniert (ein halbes Bild will keiner haben), wird die gewünschte Framerate auf den Punkt natürlich nur durch Zufall erreicht. Die tatsächliche Framerate wird immer etwas darüber oder darunter liegen.

Anpassung ohne wildes Zucken

Dynamic MFG versucht auch nicht, die gewünschte Framerate zwangsweise zu erreichen, sondern scheint eher einen Durchschnitt mit einer Hysterese anzuvisieren. Wenn die Framerate mal etwas darunter bleibt, wird nicht direkt „hochgeschaltet“, sondern gewartet. Ein andauerndes „Auf und Ab“ gibt es nicht.

Was es auch nicht gibt, ist ein wildes Hin und Herspringen des MFG-Modus. Stattdessen lässt sich Dynamic MFG auch mal ein paar Sekunden Zeit, um den Faktor nach oben oder nach unten anzupassen. Vermutlich geschieht dies, um bei stark und plötzlich fluktuierenden Frames nicht andauernd den Faktor anzupassen.

Unauffällig – so soll es sein!

Während des Spielens fällt Dynamic MFG gar nicht großartig auf – und das ist etwas Gutes. Das Umschalten des MFG-Faktors hat keinen wirklichen Einfluss auf das Spielerlebnis. Für gewöhnlich wird in kurzer Zeit ohnehin der MFG-Faktor nur um eine Stufe erhöht oder reduziert, größere Sprünge sind eher selten anzutreffen.

Das Bewegtbild bleibt damit immer maximal flüssig, solange die Grafikkarte schnell genug dafür ist, um mit dem maximal erlaubten Modus die Bildwiederholrate des Monitors zu erreichen. Zugleich fallen der Input-Lag bestmöglich und die Grafikfehler so gering wie möglich auf. Beides sind aber Effekte, die höchstens unbewusst wahrgenommen werden, was jedoch von Person zu Person auch unterschiedlich wahrgenommen werden kann.

Dynamic MFG im Benchmark

Um zu testen wie sich Dyanmic MFG verhält, hat sich ComputerBase unter anderem mehrere Testsequenzen in Hogwarts Legacy angesehen. In dem Spiel kann schnell zwischen Innen- und Außenlevels gewechselt werden, die Framerate springt entsprechend stark. Ist Dynamic MFG aktiviert und auf 240 FPS gesetzt, liegt die Durchschnitts-FPS bei ziemlich genauen 240 FPS und der Algorithmus versucht diesen Wert mit einem höheren oder niedrigerem FG-Multiplikator zu halten.

Die Framerate an sich liegt nicht durchweg auf der 240-FPS-Marke, sondern schwankt immer um den Wert herum. In dem zweieinhalbminütigen Test variiert die Framerate zwischen knapp 280 FPS und 205 FPS.

Dynamic MFG (FPS) – Hogwarts Legacy
Dynamic MFG (FPS) – Hogwarts Legacy

Der FG-Faktor in der Praxis

Die GeForce RTX 5080 hat im Test in Hogwarts Legacy die DLSS-MFG-Faktoren 4×, 5× und 6× genutzt. Zwischen diesen Faktoren wechselt Dynamic MFG hin und her, wobei sich zeigt, dass der Faktor immer so lange wie möglich gehalten wird. Werden beide Diagramme verglichen, zeigt sich auch, wann Dynamic MFG eingreift.

Ziemlich zu Beginn der Sequenz liegt die Framerate für mehrere Sekunden im Bereich von 210 FPS. Dynamic MFG greift dann ein und erhöht den FG-Faktor von 4× auf 5×. Etwas später sinkt die Framerate dann wieder auf bis zu 220 FPS hinab, Dynamic MFG wechselt entsprechend von 5× auf 6×. Dort verbleibt Dynamic MFG dann ein wenig, bis die Framerate für einige Sekunden auf rund 270 FPS ansteigt. Dann wird von 6× wieder auf 5× zurück gewechselt. Dort verbleibt Dynamic MFG für eine längere Zeit, bis kurz vor Schluss der Testsequenz die Framerate für mehrere Sekunden 260 FPS übersteigt. Dynamic MFG wechselt dann für ein letztes Mal von Faktor 5× auf 4× um die Szene zu beenden.

Dynamic MFG (Multiplikator) – Hogwarts Legacy
0123456Faktor 15.00010.00015.00020.00025.00030.00035.00037.793Frames