MFG 6× und Dynamic MFG im Test: DLSS Frame Generation Preset B analysiert
4/5So wird Preset B aktiviert
Das Preset B muss in den spielespezifischen Profilen in der Nvidia App aktiviert werden. Dazu muss die Nvidia App geöffnet und in den Beta-Modus versetzt werden. Unterstützt ein Spiel das Preset B nicht, wird die Option gar nicht erst angeboten. In Zukunft soll die Option auch direkt im Spiel verfügbar sein.
In der Nvidia-App muss unter „DLSS-Überschreibung – Bilderzeugungsmodus“ der Punkt „Bilderzeugung“ ausgewählt werden. Dort finden sich dann zwei Voreinstellungen: Das bisherige Preset A und das neue Preset B.
Hübschere HUDs in 20 Spielen
Frame Generation hat zuletzt mit DLSS 4 ein neues neuronales Netzwerk bekommen. Nun folgt eine weitere Überarbeitung, die auf allen Nvidia-Grafikkarten ab der GeForce-RTX-4000-Serie zur Verfügung steht – also nicht nur RTX 5000.
Anders als bis jetzt vermutet, handelt es sich aber nur um eine Überarbeitung in einem Teilbereich des gerenderten Bildes. Denn die allgemeine Bildqualität ist gleich geblieben, hier hat sich nichts getan.
Das Preset B unterscheidet sich vom Preset A bezüglich der Bearbeitung von HUDs. Grafische Oberflächen sind für Frame Generation teils schwer zu greifen, Grafikfehler können hier verhältnismäßig schnell entstehen. Das Preset B soll in diesem Punkt Vorteile gegenüber Preset A haben, wobei das Feature eine Voraussetzung hat: Das Spiel muss die Informationen des „UI Depth Buffers“ an DLSS weitergeben, was die meisten nicht tun. Entsprechend gibt es aktuell nur 20 Spiele, die das Preset B unterstützen. Weitere sollen aber folgen.
Im Treiber hakt noch etwas
Allerdings scheint es derzeit auch noch einen Bug im Treiber zu geben. Und der äußert sich wie folgt.
Auf dem GPU-Testsystem sind zufälligerweise zehn Spiele installiert, die das Preset B offiziell unterstützen. Aber nur in vier Spielen davon bietet die Nvidia-App das Preset B überhaupt an, in sechs Spielen fehlt es. Dafür sind drei Spiele auf dem System installiert, in denen das Preset B ausgewählt werden kann, obwohl es nicht unterstützt wird – irgendetwas scheint im Treiber derzeit noch durcheinander zu sein.
Eindrücke aus Hogwarts Legacy
In Hogwarts Legacy wird das Preset B offiziell unterstützt und auf dem Testsystem auch angeboten. Laut Nvidia sollen die Vorteile groß in diesem Spiel sein, in anderen, so Nvidia, wird der Effekt aber viel kleiner ausfallen. Es handelt sich also um ein Best-Case-Szenario.
Preset B kann große Vorteile bringen – oder auch nicht
Es zeigt aber zumindest, wozu das Preset B bei Frame Generation in der Lage sein kann, wenn es mit dem Preset A große Probleme gibt. Vor allem bei halbtransparenten HUDs soll das so sein und sie lassen sich in Hogwarts Legacy dann auch sofort erkennen. Es ist nur ein theoretisches Szenario, doch wenn die Kamera bei einem großen, halbtransparenten Info-HUD gedreht wird, zeigt das Preset A ein deutlich sichtbares Flackern an den Rändern. Ganz anders dagegen das Preset B, das keine Probleme mit dieser Szene hat und ein einwandfreies Ergebnis erzielt.
Das Preset B von Frame Generation kann in Spezialfällen mit HUDs also deutlich besser abschneiden als das Preset A, benötigt aber offenbar diese Spezialfälle um die Vorteile ausspielen zu können. Denn bei der eigentlichen Spielgrafik gibt es keine Unterschiede.
Es wird sich also erst noch zeigen müssen, bei wie vielen Spielen das Preset B bei der HUD-Darstellung sichtbare Vorteile bringt und wie groß diese sind.