Gaming-Grafikkarten 2026 im Test: Fazit
9/9Parcours 2026 vs. 2025: Das hat sich getan
Der aktualisierte Grafikkarten-Testparcours 2026 liefert mit Blick auf die getesteten Grafikkarten zwar ähnliche Ergebnisse wie die Ausgabe 2025, im Detail lassen sich aber Unterschiede erkennen. Die folgenden drei fallen am meisten ins Gewicht:
- Im Duell der aktuellen Generation Nvidia GeForce RTX 5000 „Blackwell“ vs. AMD Radeon RX 9000 „RDNA 4“ hat AMD leicht zugelegt. Radeon RX 9070 XT und GeForce RTX 5070 Ti liefern bei Rasterizer-Grafik nun die gleiche Performance ab, bei Raytracing ist die GeForce im Durchschnitt nur noch geringfügig schneller. Im alten Parcours lag die Radeon noch deutlicher zurück. Da der Abstand zwischen Radeon RX 7800 XT (RDNA 3) und Radeon RX 9070 XT vergleichbar geblieben ist, nur letztere aber jetzt durchweg mit dem anspruchsvolleren FSR Upscaling 4.1, das FPS kostet, in den Benchmarks arbeitet, bedeutet dies, dass nur Radeon RX 9000 und nicht generell AMD Radeon RX zugelegt hat.
- Positive Nachrichten gibt es auch aus dem Hause Intel Arc zu vermelden: Die Arc B580 hat zwar nicht plötzlich das Fliegen gelernt und benötigt nach wie vor einen deutlich größeren Chip für eine Leistung, die AMD und Nvidia mit kleineren GPUs erreichen. Aber sie steht besser da als im alten Parcours. Insbesondere der 12 GB große VRAM ist beim gleichzeitigen Einsatz von Raytracing ein Vorteil, die 8-GB-Modelle der GeForce RTX 4060 und der Radeon RX 7600 schwächeln im neuen Parcours hingegen mehr als zuvor.
- Eine weiterer Entwicklung lässt sich bei der GeForce RTX 5090 erkennen: Sie kann sich nun in allen Lebenslagen etwas mehr von der GeForce RTX 4090 absetzen, vor allem die Raytracing-Performance ist etwas besser geworden. Im alten Parcours gab es immer mal wieder Spiele und Szenarien, in denen es Nvidias aktuellem Flaggschiff kaum gelungen ist, sich abzusetzen. Im neuen Parcours funktioniert das nun besser, auch wenn es zwischen den Spielen nach wie vor teils große Unterschiede gibt.
Kaufempfehlungen 2026
Auch wenn der neue Testparcours aus den genannten Gründen weniger Grafikkarten umfasst, lassen sich durch den Einsatz neuerer Spiele, aktuellster Treiber und der neuesten Generation Upscaling-Technologien (sofern verfügbar) also nichtsdestoweniger interessante Erkenntnisse für den gesamten aktuellen Gaming-Grafikkarten-Markt ableiten.
Die Empfehlungen beim Gaming-Grafikkarten-Kauf ändern sich jedoch nicht grundlegend, denn so groß waren die Verschiebungen nicht.
Zudem sind Leistungs- und Feature-Unterschiede zwar auch weiterhin die wichtigsten Merkmale einer Gaming-Grafikkarte, sie treten für viele Nutzer aber immer noch schnell in den Hintergrund: Ganz vorne steht oftmals die Preisgestaltung, die in vielen Klassen nur noch wenig mit den Preisempfehlungen der Hersteller gemeinsam hat.
Ein Beispiel: GeForce RTX 5070 Ti und Radeon RX 9070 XT konkurrieren bei der Leistung direkt miteinander, die GeForce hat das bessere Featureset. Ein Aufpreis für die GeForce ist, sofern die Features von Relevanz sind, also in Ordnung. Aktuell sind es allerdings 250 Euro beziehungsweise 39 Prozent. Die Frage „RX 9070 XT oder RTX 5070 Ti“ tritt also hinter die Frage, wie viel Geld man ohnehin gewillt ist auszugeben, zurück.
Wo es aktuell besonders günstig GeForce RTX 5000 und Radeon RX 9000 zu kaufen gibt, darüber informieren auch weiterhin unsere Deal-Bots:
- Nvidia Grafikkarten-Deals: Die GeForce RTX 5000 „günstig“ kaufen inkl. FE-Drop-Tracker
- AMD Grafikkarten-Deals: Hier gibt es Radeon RX 9000 noch „günstig“ zu kaufen
Ein neuer Grafikkarten-Testparcours ist immer spannend: Was hat sich durch neue Spiele, neue Treiber und vielleicht auch andere Settings getan? Dieses Mal lautet die Antwort „Nicht viel“, aber es gibt interessante Details – der Aufwand hat sich also auf jeden Fall gelohnt.
Auch wenn ich zuvor noch nie einen Testparcours neu erstellt habe, der eventuell niemals eine neue Grafikkarte sehen wird, denn wenn die kommen, ist er auch schon wieder zu alt. Denn wer weiß schon, ob es im Jahr 2026 noch irgendetwas geben wird? Etwas wirklich spannendes ist definitiv derzeit nicht in Sicht.
Das finde ich traurig. Denn auch wenn ich selbst keinen Kauf plane, ist das Testen eines neuen Modells immer eine spannende Angelegenheit.
So oder so bin ich froh, den Parcours jetzt doch neu aufgesetzt zu haben. Er dient in diesen Zeiten, in denen es nur wenige PC-Gamer nach einem Hardware-Kauf dürstet, weniger der Kaufempfehlung, sondern als handfestes Update des alten Parcours, der die vielen Neuigkeiten (Spiele, Treiber, Upscaling) der letzten Monate berücksichtigt.
Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung durch ComputerBase Pro und deaktivierte Werbeblocker. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.