Huawei Watch D3 im Test: Smartwatch mit präziser 24/7-Blutdruckmessung
Die Huawei Watch D3 ist die einzig echte Blutdruck-Smartwatch eines namhaften Herstellers, die als Medizinprodukt zertifiziert ist und keine manuelle Kalibrierung benötigt. Mit kleiner Manschette im Armband und leiser Mini-Pumpe in der Uhr klappt die Überwachung des Blutdrucks rund um die Uhr auch im Schlaf, ohne wach zu werden.
Die Huawei Watch D3 ist die neueste Generation der Blutdruck-Smartwatch von Huawei. Sie ist eine Besonderheit, denn Huawei misst mit ihr über eine Manschette mit Airbag am Handgelenk den Blutdruck. Und das rund um die Uhr, auch nachts, ohne dass der Träger dies überhaupt bemerkt. Ihre Bedeutung wird erst dann bewusst, wenn man sich Zahlen vor Augen führt. Denn etwa jeder dritte Erwachsene in Deutschland leidet unter Bluthochdruck, viele ohne es zu wissen. Im Gegensatz zu anderen Smartwatches, die auch den Blutdruck „messen“ können, erfordert die Huawei Watch D3 keine individuelle, ständige Kalibrierung. Sie ist als medizinisches Produkt klassifiziert und entsprechend wie ein normales Blutdruckmessgerät für den Oberarm bereits kalibriert.
Preis und Verfügbarkeit
Die Huawei Watch D3 ist bereits bei Amazon* und direkt bei Huawei erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung für die Watch D3 liegt bei 449 Euro. Im Lieferumfang enthalten ist das Airbag-Armband in zwei unterschiedlichen Längen, um kleinere und größere Handgelenksumfänge abdecken zu können. Denn für die richtige Messung ist es auch wichtig, das richtige Armband und die richtige Länge zu wählen, wofür Huawei wie bei der Watch D2 (Test) wieder ein Maßband und eine Anleitung beilegt. Das Armband verfügt über Markierungen, damit sich der Messwert der Schablone einfach übertragen lässt.
Neben Schwarz und Weiß (Blassgold) ist die Watch D3 in der neuen Farbe Gold (Mokka-Gold) erhältlich. Mit der Farbvariante Gold möchte Huawei der Smartwatch vor allem ein moderneres, eleganteres Design verpassen, das sie mehr nach alltäglicher Smartwatch als nach einem medizinischen Gerät aussehen lässt. Dies gelingt allerdings auch in der schwarzen Variante, die für den Test zur Verfügung steht, sehr gut.
Beim Erwerb der Huawei Watch D3 zum Verkaufsstart im Huawei-Online-Store und bei Amazon (20 Euro Extra-Rabatt mit Code HUAWEIDE20)* erhalten Kunden bis zum 19. Oktober 2026 zwei verschiedene, kostenlose Bundles zum Auswählen dazu:
- Bundle A enthält ein zusätzliches Armband, das „Worry-Free Care Package“ sowie die Huawei FreeBuds SE 4.
- Bundle B enthält ein zusätzliches Armband, das „Worry-Free Care Package“ sowie die Huawei Scale 3.
Das „Worry-Free Care Package“ umfasst zwei Jahre Schutz für Display, Akku, Rückseite und Flüssigkeitsschäden sowie einen Airbag-Austauschservice.
Ein persönliches Fazit vorweg. Normalerweise halte ich mich mit persönlicher Meinung und privaten Einblicken bewusst zurück. Doch die Huawei Watch D Serie ist für mich eine echte Herzensangelegenheit geworden. Denn wie nützlich und einzigartig manche Dinge sind, merkt man erst, wenn man sie wirklich braucht.
Anfang 2026 startete für mich mit einer schweren Lungenentzündung, aus der eine Herzmuskelentzündung entstand, was wiederum einen Klinikaufenthalt, eine Punktion und eine 24/7-Überwachung des Herzens erforderlich machte – Kabelsalat inklusive. Die erste Erkenntnis dieser Tage war, dass die Herzfrequenz auf aktuellen Smartwatches tatsächlich sehr genau erfasst wird und die Abweichung zu den Monitoren im Krankenhaus, wenn überhaupt, bei nur 1 bis 2 Schlägen liegt.
Smartwatches habe ich auch vorher schon seit Jahren getragen. Doch in den letzten Monaten gehören Smartwatches und ihre Messfunktionen bei mir noch mehr zum Alltag als vorher – meist verschiedene Modelle an beiden Armen parallel. Insbesondere am Anfang habe ich ständig einen Blick auf ihre Daten geworfen und darauf gewartet, dass der Ruhepuls nicht mehr bei 100 festgetackert ist – Fluch und Segen zugleich.
Doch auch die Blutdrucküberwachung gehört seither zum Alltag, um mögliche Folgeerkrankungen frühzeitig zu erkennen, was weitere interessante Erkenntnisse offenbarte. Denn die Apple Watch meldet sich seit März mit „Bluthochdruckmitteilungen“ und sagt mir, dass meine aufgezeichneten Vitaldaten ein Muster für Bluthochdruck erkennen lassen. Die Apple Watch hat also erkannt, dass etwas nicht stimmt – völlig richtig. Eine zu schnelle Herzfrequenz, die über den Tag ansteigt und unter Belastung explodiert, und eine katastrophale, einstellige Herzfrequenzvariabilität dürften unter anderem Auslöser für die Bluthochdruckmitteilungen sein. Doch ob ich tatsächlich an Bluthochdruck leide, kann die Apple Watch nicht beantworten – sie empfiehlt eine Kontrolle.
Dass ich nicht an Bluthochdruck leide, auch wenn mir die Apple Watch mit ihren Mitteilungen 5 Monate am Stück immer wieder ein mulmiges Gefühl macht, war mir glücklicherweise bereits bewusst. Denn hier kommt die Huawei Watch D Serie ins Spiel. Mit ihr habe ich in den letzten Monaten mehrere 24-Stunden-Messungen und viele manuelle Blutdruckmessungen durchgeführt – Bluthochdruck hat sie dabei nie festgestellt. Auch der Kardiologe hat sich die ausgedruckten Berichte, nachdem ich ihm Details zum Gerät genannt habe, angesehen, akzeptiert und auf weitere Messungen mit großen Geräten verzichtet – zustimmend, dass Ärzte in diesem Bereich neuer Technik gegenüber aufgeschlossener sein sollten.
Inzwischen trage ich die Watch D2 beziehungsweise nun die Watch D3 abends und nachts mit Blutdruckmessungen am Abend, am Morgen nach dem Aufstehen und automatischen Blutdruckmessungen in vereinzelten Nächten – ergänzt von gelegentlichen 24-Stunden-Messungen. Hiervon merke ich nichts, denn sie ist leise und der Druck am Handgelenk während der Messung weckt mich nicht auf. Bequemer geht es für mich nicht – keine Schläuche, keine Kabel, keine große Manschette, keine laute Pumpe.
Und auch in der Familie ist die Huawei Watch D2 inzwischen im Einsatz, bei nachgewiesenem Bluthochdruck zur Überwachung und regelmäßigen Kontrolle, ob die Medikamente den Blutdruck weiterhin wie gewünscht senken. Auch hier hat die Watch D2 den entscheidenden Vorteil, dass sie immer am Arm sitzt, man also jederzeit eine Messung durchführen kann, während man das Blutdruckmessgerät erst holen müsste und die Messung häufig vergessen würde. Auch in diesem Fall erfüllt sie somit ihren Zweck und ist im Alltag ein enormer Gewinn, wenn der Blutdruck wegen bereits diagnostizierten Bluthochdrucks tatsächlich regelmäßig kontrolliert werden muss.
Spätestens wer Probleme mit dem Blutdruck hat, sollte aus meiner Sicht eine Watch D3 besitzen. So einfach lässt es sich zusammenfassen. Wer Familienmitglieder mit entsprechenden Problemen hat, auch und gerade im gehobenen Alter, sollte diesen eine Watch D3 ans Herz legen oder schenken und sich um die Einrichtung kümmern, um sich bei der Kontrolle nicht auf gelegentliche Arztbesuche zu verlassen. Und mit der Sturzerkennung, die die D3 nun bietet, hat man ggf. direkt noch eine weitere Gefahr im Blick.
Mess-Manschette im Armband
Die dritte Generation setzt grundsätzlich auf dieselbe Technologie wie die Watch D2, also eine Manschette im Armband der Smartwatch, die über eine kleine Pumpe in der Smartwatch aufgepumpt wird und den Blutdruck tatsächlich misst, anstatt ihn nur anhand von LED-Sensoren und einer manuellen Kalibrierung mit einem zusätzlichen Blutdruckmessgerät – wie es etwa Samsung handhabt – zu bestimmen.
Die Blutdruckfunktion der Watch D3 trägt die europäische CE-Kennzeichnung nach Medizinprodukteverordnung sowohl für die einzelne Blutdruckmessung als auch für die ambulante 24-Stunden-Messung.
Bei der ambulanten 24-Stunden-Blutdruckmessung (ABPM) misst die Watch D3 nach den Praxisleitlinien der Europäischen Gesellschaft für Hypertonie in Intervallen von 15 bis 30 Minuten den Blutdruck – tagsüber erst nach Bestätigung, nachts automatisch. Die Pumpe ist dabei erneut sehr leise, so dass man von der Messung nachts nicht geweckt wird. Wenn überhaupt, spürt man den Messvorgang, man hört ihn aber nicht. Mit der Lautstärke herkömmlicher Blutdruckmessgeräte ist dies nicht ansatzweise zu vergleichen.
Die Pumpe und das Luftpolster in der Smartwatch haben eine wichtige Einschränkung im Vergleich zu anderen Smartwatches zur Folge, auf die Huawei in der Verpackung auch explizit gesondert hinweist. Denn trotz IP68-Zertifizierung darf die Watch D3 nicht beim Schwimmen oder unter der Dusche getragen werden – Huawei nennt die Zertifizierung deshalb selbst auch gar nicht mehr. So möchte der Hersteller insbesondere den Umstand vermeiden, dass unter Wasser eine Blutdruckmessung startet. Denn zieht die Pumpe Wasser statt Luft und pumpt dies in die Manschette, kann der Mechanismus zerstört werden. Trainingsmodi, die mit Wasser zu tun haben, werden von der Uhr deshalb auch gar nicht erst unterstützt.
Doch im Test soll es nachfolgend vor allem um die Unterschiede der Watch D3 zur Watch D2 gehen. Für die grundlegende Funktionsweise und Technik wird deshalb auf den Test der Huawei Watch D2 verwiesen.
Genauere Messungen
Jede Blutdruckmessung ist einzigartig und schon ein kurzer zeitlicher Versatz führt zu unterschiedlichen Ergebnissen. Wie schon bei der Watch D2 konnte ComputerBase die Messung der Watch D3 parallel ärztlich durch eine auskultatorische Messung mit Manschette und Stethoskop und eine oszillometrische Messung mit digitalem Oberarmmessgerät überprüfen lassen. Bei allen drei Messungen, die direkt nacheinander erfolgten, lag der Blutdruck jeweils nur wenige mmHg auseinander.
Dennoch hat Huawei nach eigenen Angaben die Messgenauigkeit mit der Watch D3 noch einmal verbessert und die Abweichung zum tatsächlichen Blutdruck reduziert. In 97 Prozent aller Fälle liegt die Abweichung bei weniger als 15 mmHg, in 88 Prozent bei weniger als 10 mmHg. Der ISO-Standard sieht hier lediglich Werte von 91 beziehungsweise 76 Prozent vor, die Watch D2 kommt auf 94 und 82 Prozent. Medizinische Standards werden somit erneut übertroffen und erfüllt.
Huawei hat nach eigenen Angaben zudem daran gearbeitet, die Messgenauigkeit zu verbessern, wenn individuelle beziehungsweise äußere Einflüsse die Messung beeinflussen. Also beispielsweise bei Personen mit schwachem Puls am Handgelenk, bei Personen mit höherem Fettgehalt am Handgelenk oder auch bei Personen mit erhöhter arterieller Steifigkeit. In all diesen Fällen habe man die Genauigkeit um mehrere Prozentpunkte erhöhen können.
Verschiedene Modi für die Blutdruckmessung
Jederzeit manuelle Messungen
Die Huawei Watch D3 unterstützt verschiedene Modi für die Blutdruckmessung. Man kann jederzeit manuell eine Messung durchführen. Hierfür sollte man ruhig sitzen und den Arm anwinkeln, so dass die Uhr auf Herzhöhe vor dem Oberkörper liegt. Die Manschette pumpt sich auf, die D3 ermittelt den Blutdruck und durch das Entweichen der Luft und des Drucks wird das Ende der Messung signalisiert, die daraufhin direkt auf der Uhr angezeigt wird.
Zeitpläne zur Erinnerung
Alternativ kann man Blutdruckmessungen anhand eines selbst festgelegten Zeitplans innerhalb eines Zeitintervalls durchführen. Diese Zeitpläne lassen sich für verschiedene Wochentage auch unterschiedlich konfigurieren. Es lassen sich also mehrere verschiedene, wiederkehrende Erinnerungszeitpläne einstellen. Durch den Zeitplan und das eingestellte Intervall wird man dann immer wieder an eine Messung erinnert, die dann allerdings auch noch manuell gestartet werden muss. Was hier fehlt, ist ein Zeitplan, der die Option einer automatischen Messung abseits der 24-Stunden-Messung bietet. Dann könnte man beispielsweise einen Zeitplan erstellen, der von 0 Uhr bis 6 Uhr morgens alle 30 Minuten nachts automatisch eine Messung durchführt, ohne dass es einer Interaktion bedarf, anders als bei der 24-Stunden-Messung aber nicht auch feste Messungen und Intervalle am Tag beinhaltet.
Einmalige Erinnerungen
Alternativ zu den Zeitplänen kann man sich auch einmalige Erinnerungen setzen, bis zu 10 am Tag, um an das Messen des Blutdrucks erinnert zu werden.
ABPM: ambulante 24-Stunden-Messung
Ein weiterer Modus für Blutdruckmessungen ist das ambulante Blutdruck-Monitoring (ABPM) über einen Zeitraum von 24 Stunden, mit dem man tatsächlich eine Aussage über Bluthochdruck und die Schwankung im Tagesverlauf treffen kann. Beim ABPM wird der Nutzer tagsüber immer wieder an die Blutdruckmessung erinnert, wobei hier anstelle des standardmäßig festgelegten Intervalls von 30 Minuten beispielsweise auch 15 Minuten ausgewählt werden können. Kann die Messung dann gerade nicht durchgeführt werden, kann man sie entweder kurz darauf nachholen oder wartet das nächste Intervall ab. Wichtig ist nur, dass über den Tag genug Messungen durchgeführt werden, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten. Nachts werden die Messungen hingegen automatisch durchgeführt, während man schläft. Wie beschrieben merkt man davon normalerweise gar nichts und hat am Morgen einfach eine Messreihe des Blutdrucks im nächtlichen Verlauf gesammelt.
Als Ergebnis des ABPM kann in der Health-App ein Bericht als Bild oder PDF erstellt und exportiert werden, den man dann seinem behandelnden Arzt vorlegen kann.
Blutdruckmessung vor und nach dem Sport
Blutdruck kann nicht nur in Ruhe erhöht sein, sondern auch bei sportlicher Aktivität, die sogenannte Exercise Hypertension. Die Watch D3 ist deshalb erstmals in der Lage, den Blutdruck gezielt vor und nach dem Sport zu erfassen. Dies ist einerseits für Personen wichtig, die nachgewiesen an Bluthochdruck leiden, um seine Veränderung auch beim Sport im Blick behalten zu können. Andererseits können auch all jene eine Exercise Hypertension erkennen, die im Alltag in Ruhe nicht nachgewiesen unter Bluthochdruck leiden.
Als Sportarten werden derzeit Laufen, Radfahren und Gehen unterstützt, jeweils Indoor und Outdoor. Also sechs verschiedene Trainingsarten. Die Messungen vor und nach dem Sport müssen auf der Watch D3 manuell als eigenes Programm gestartet werden. Manuell vor und nach dem Sport eine Messung durchzuführen, reicht nicht aus, da diese dann einfach als zwei normale Messungen interpretiert werden.
Stattdessen startet man die „Blutdruckmessung vor und nach dem Sport“ aus der App-Liste der Watch D3. Die Uhr führt nun eine Messung vor dem Sport durch und leitet direkt zur Auswahl des geplanten Trainings weiter. Wählt man dies aus, wird der Trainingsmodus aktiviert, der die üblichen Vitalwerte und Informationen zur Geschwindigkeit und Dauer anzeigt. Wichtig ist, dass man direkt nach dem Training dieses auf der Watch D3 beendet, denn dann startet auf der Uhr ein Countdown von 120 Sekunden, innerhalb derer man die Blutdruckmessung nach dem Training durchführen muss, also mit noch erhöhtem Puls.
Die Uhr zeigt daraufhin den Blutdruck vor und nach dem Training an und gibt auch direkt eine kurze Auswertung an die Hand, ob die ermittelten Werte im normalen Bereich liegen. Allerdings – und dies ist aktuell noch ein Manko – nur auf der Watch D3. ComputerBase hat keine Möglichkeit gefunden, sich die Werte und die Auswertungen auch in der Health-App auf dem Smartphone anzeigen zu lassen. Stattdessen kann man den Aufzeichnungsverlauf derzeit nur auf der D3 öffnen und jede Aufzeichnung einzeln noch einmal auswählen, um ihre Analyse einzusehen. Möglich sein soll dies jedoch, ein Update dürfte das Problem zeitnah beheben.
Sturzerkennung mit Notfall-SOS
Neu hinzugekommen ist in der Watch D3 nun auch die von anderen Smartwatches bekannte Sturzerkennung, die automatisch einen Notruf initiieren kann, wenn sie während des Sturzes mit einem Smartphone verbunden ist. Die Watch D2 bietet diese Funktion noch nicht, die jedoch gerade auch für ältere Personen im Alltag von besonderer Bedeutung sein kann, wenn ein Sturz erhebliche Konsequenzen haben kann. Ein Notruf kann vom Träger darüber hinaus auch durch fünfmaliges Drücken der Krone manuell initiiert werden, wenn dringend Hilfe benötigt wird, aber kein schwerer Sturz vorliegt.
Dies ist somit im Kontext der Watch D3 eine wichtige und richtige Ergänzung für den Alltag.
Huawei hat die Technik verbessert
Größerer und hellerer Bildschirm
Im Vergleich zur Watch D2 wächst das Display der Watch D3 von 1,82 auf 1,92 Zoll, was auch zu einem schmaleren Rand um das Display führt. An der Auflösung von 408 × 480 Pixel hat sich im Vergleich zur Watch D2 nichts geändert. Daraus resultieren nun 328 ppi, die weiterhin für eine scharfe Darstellung von Schrift und Bildern sorgen.
Allerdings erreicht das neue Display eine höhere Spitzenhelligkeit von nunmehr bis zu 3.000 anstelle der 1.500 cd/m² der Watch D2. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung im Freien ist es somit problemlos abzulesen. Das Display der Watch D3 erreicht somit dieselben Werte wie das Display der Huawei Watch Fit 5 Pro (Test).
Leichter als der Vorgänger
Im Vergleich zu klassischen Blutdruckmessgeräten, egal um welche Form und Art der Messung es sich handelt, ist die Watch D3 deutlich kleiner. Die Watch D3 wiegt nur noch 76 Gramm inklusive Armband, ist im Vergleich zur Watch D2 mit 84 Gramm also noch einmal leichter geworden. Das Gewicht der Uhr selbst ohne Armband konnte dabei nur leicht von 41 auf 40 Gramm reduziert werden. Den größeren Unterschied macht das Armband, so dass in Summe eine Einsparung von 8 Gramm erreicht wird.
2 mm dünner als der Vorgänger
Die Huawei Watch D3 kommt auf Abmessungen von 46,5 × 41 × 11,3 mm. Bei der Watch D2 sind es noch 48 × 38 × 13,3 mm. Die Watch D3 ist demnach nicht nur leichter als die Watch D2, sie ist auch deutlich dünner geworden. Statt 13,3 mm misst die Dicke der Uhr nun nur noch 11,3 mm. Doch auch das Seitenverhältnis hat sich etwas geändert, denn die Watch D3 ist mit 41 mm breiter als die Watch D2 mit 38 mm.
Armbänder der Watch D2 passen nicht an die Watch D3 und umgekehrt. Bei der Watch D2 ist das Armband 26,5 mm breit, bei der Watch D3 sind es 25,5 mm. Darüber hinaus hat Huawei die Kontakte und Aufnahme leicht verändert, auch mechanisch sind die Armbänder nicht kompatibel.
| Watch D3 | Watch D2 | Watch D | |
|---|---|---|---|
| Display | 1,92 Zoll 408 × 480 Pixel AMOLED |
1,82 Zoll 408 × 480 Pixel AMOLED |
1,64 Zoll 280 × 456 Pixel AMOLED |
| Abmessungen | 46,5 × 41 × 11,3 mm | 48 × 38 × 13,3 mm | 51 × 38 × 13,6 mm |
| Breite des Armbands | 25,5 mm | 26,5 mm | 30,0 mm |
| Gewicht | 40 g (ohne Armband) 76 g (mit Fluorelastomerarmband) |
41 g (ohne Armband) 84 g (mit Fluorelastomerarmband) |
40,9 g (ohne Armband) 91,5 g (mit Fluorelastomerarmband) |
| Sensoren | TruSeen 6.0, 9-Achsen-Sensor, Beschleunigungssensoren, Gyroskop, Umgebungslichtsensor, Magnetometer, Temperatursensor |
TruSeen 6.0, 9-Achsen-Sensor, Beschleunigungssensoren, Gyroskop, Umgebungslichtsensor, Magnetometer, Temperatursensor |
TruSeen 5.0+, Beschleunigungssensoren, Gyroskop, Umgebungslichtsensor, Magnetometer, Temperatursensor |
| Konnektivität | Bluetooth 6.0, GPS, NFC | Bluetooth 5.2, GPS, NFC | Bluetooth 5.1, GPS, NFC |
| Akku | ? mAh Wireless Charging |
524 mAh Wireless Charging |
? |
| Bluetooth-Anrufe | Ja (Mikrofon und Lautsprecher) | Ja (Mikrofon und Lautsprecher) | Nein |
| Tasten | Krone und Funktionstaste | Krone und Funktionstaste | Funktionstaste |
| Gesundheitswerte | Blutdruckmessung, automatische Blutdruckmessung, Blutdruckmessung vor und nach dem Training, Pulswellenanalyse von Herzrhythmusstörungen, Health Glance, EKG, Hauttemperatur, SpO2, Zykluskalender, Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Schlafapnoe-Erkennung, Huawei TruSleep, Höhenmeter-Monitoring, Stress-Monitoring, Atemübungen | Blutdruckmessung, automatische Blutdruckmessung, Pulswellenanalyse von Herzrhythmusstörungen, Health Glance, EKG, Hauttemperatur, SpO2, Zykluskalender, Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Schlafapnoe-Erkennung, Huawei TruSleep, Höhenmeter-Monitoring, Stress-Monitoring, Atemübungen | Blutdruckmessung, EKG, Hauttemperatur, SpO2, Herzfrequenz, Huawei TruSleep, Stress-Monitoring |
| Schutzart | – | IP68 | |
Abseits dessen hat Huawei den Bluetooth-Standard von Version 5.2 auf 6.0 erhöht.
Bei den Software-Funktionen gibt es mit der bereits erwähnten Blutdruckmessung vor und nach dem Training eine Neuerung. Abseits dessen bietet die Huawei Watch D3 dieselben Gesundheitswerte wie die Watch D2, die Ende 2025 in diesem Bereich mit der Pulswellenanalyse von Herzrhythmusstörungen zur Erkennung von Anzeichen für Vorhofflimmern und der Herzfrequenzvariabilität zwei neue Funktionen erhalten hatte.
Akkulaufzeit zwischen 4 und 7 Tagen
Die Akkulaufzeit der Watch D3 gibt Huawei erneut mit bis zu 6 Tagen an. Diese Akkulaufzeit soll erreicht werden, wenn man mit Standardeinstellungen sechs Blutdruckmessungen und fünf EKG-Messungen pro Tag, 30 Minuten Bluetooth-Anrufe pro Woche, 30 Minuten Musikwiedergabe pro Woche durchführt und das fortwährende Gesundheits-Monitoring aktiviert hat. Mit zusätzlich aktivierter ABPM-Funktion in 15-Minuten-Intervallen nennt Huawei einen Tag Akkulaufzeit. Das Blutdruckmessen verbraucht demnach viel Akku.
Im Test fällt die Akkulaufzeit allerdings gut aus. Wird ein ABPM, also eine 24-Stunden-Messung, mit den normalen 30-Minuten-Intervallen durchgeführt und ist das Always-On-Display bei ansonsten moderater Nutzung aktiviert, liegt die Akkulaufzeit im Test bei rund 4 Tagen.
Ob man im Alltag 6 oder auch 7 Tage erreicht, hängt vor allem davon ab, wie oft man den Blutdruck misst. Ohne ABPM lassen sich 6 Tage jedoch problemlos erzielen.
Das Wireless Charging der Watch D3 geht im Test schneller als beim Vorgänger. Nach rund 80 Minuten ist eine vollständig entladene Watch D3 wieder voll aufgeladen.
HarmonyOS 7.0 für Android und iOS
Die Watch D3 setzt als erste erhältliche Smartwatch von Huawei auf HarmonyOS 7.0, das schönere Animationen, eine modernere Oberfläche und eine verbesserte Einrichtung und Kopplung mit dem Smartphone bietet. Diese und weitere kleine optische Unterschiede werden schon beim ersten Einschalten sichtbar. Darüber hinaus hat HarmonyOS 7.0 im Alltag bislang aber keine gravierenden Änderungen für den Nutzer zur Folge. Mit dem namensgleichen HarmonyOS 7.0 für chinesische Smartphones ohne Android-Basis hat das Smartwatch-Betriebssystem hingegen nichts zu tun.
Die Watch D3 ist erneut sowohl mit Android-Smartphones als auch mit iPhones kompatibel, ermöglicht also gerade auch in Verbindung mit Apples Smartphone eine Überwachung des Blutdrucks, die Apple selbst bei seiner Apple Watch nicht bietet.
Kontaktloses Bezahlen mit Curve Pay
Wie alle zuletzt von Huawei veröffentlichten Smartwatches bietet auch die Watch D3 kontaktloses Bezahlen über Curve Pay. Voraussetzung ist, dass man Curve nutzt, die App über die Huawei AppGallery auf der Smartwatch installiert und die Bezahlmethode über die App verknüpft hat. Anschließend wählt man auf der Smartwatch in den Einstellungen unter „Weitere Verbindungen“ die Option „NFC“ aus und stellt anstelle der vorausgewählten Standardbezahlmethode Wallet stattdessen Curve Pay ein. Der Prozess auf der Watch D3 ist identisch mit dem auf der Watch GT Runner 2, der in nachfolgendem Video gezeigt wird.
Fazit
Die Huawei Watch D3 macht das Blutdruckmessen am Handgelenk noch einmal alltagstauglicher, als es die Watch D2 getan hat. Die Watch D3 ist weiterhin etwas breiter und dicker als andere aktuelle Smartwatches ohne Blutdruckmessung und vor allem das Armband fällt breiter und dicker aus, im Alltag ist dies aber nicht für jeden sofort ersichtlich und die Watch D3 wirkt wie eine normale Smartwatch am Handgelenk. Dass man ein medizinisch zertifiziertes Blutdruckmessgerät bei sich trägt, ahnt niemand. Denn die Watch D3 misst den Blutdruck, sie schätzt ihn nicht nur. Sie benötigt hierfür keine potenziell falsche Kalibrierung, keinen manuellen Eingriff.
Dass die regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks bei bereits nachgewiesenen Problemen oder Anzeichen hierfür wichtig ist, steht außer Frage. Dass sie im Alltag häufig jedoch vergessen wird, ebenso. Und auch, dass gelegentliche Messungen etwa beim Hausarzt zu wenig Aussagekraft haben, ist unbestritten. Messungen zu Hause gelten als aussagekräftigste und wichtigste Messungen, wenn es um die Beurteilung des Blutdrucks geht. Nicht nur der Weißkitteleffekt fällt dann weg, bei dem ein Patient beim Arzt wegen Aufregung einen erhöhten Blutdruck aufweisen kann, sondern es lassen sich aufgrund von regelmäßigeren Messungen auch Fälle von Bluthochdruck entdecken, die bei einer einmaligen, punktuellen Messung beim Arzt nicht auffällig sind.
Die Technik zur Blutdruckmessung in der Huawei Watch D3 ist ausgereift und die Messwerte der Watch D3 halten dem Vergleich zu klassischen Messmethoden problemlos stand, wie auch ComputerBase für den Test noch einmal in Anwesenheit von medizinischem Personal im direkten Vergleich prüfen lassen konnte. Dass man gerade den Blutdruck misst, sehen andere Personen nur an der Armhaltung, die Pumpe in der Watch D3 ist nicht zu hören. Das macht auch die automatische Blutdruckmessung und die ambulante 24-Stunden-Messung in der Nacht problemlos möglich, ohne alle 15 oder 30 Minuten geweckt zu werden. Bequemer als mit der Watch D3 kann man eine solche Messung wohl kaum durchführen.
Mit Family Health kann man Echtzeit-Benachrichtigungen von anderen Personen, die man hinzugefügt hat, über ihren Blutdruck, ihre Herzfrequenz oder auch die tägliche Schrittzahl und Schlafqualität erhalten. So kann man beispielsweise auch den Blutdruck von Familienangehörigen im Blick behalten, die dies selbst nur noch eingeschränkt können.
Dass die Watch D3 noch zahlreiche andere Gesundheitsdaten und Trainingsdaten erfasst, gerät – auch in diesem Test – in den Hintergrund. Denn die Watch D3 kauft man zweifellos wegen ihrer Fähigkeiten zur Blutdruckmessung. Da ist es auch zu verschmerzen, dass es anders als für Apple Watches und WearOS-Smartwatches beispielsweise von Samsung und Google weit weniger Drittanbieter-Apps auf der Uhr gibt. Die Huawei Watch D3 hat ihr Alleinstellungsmerkmal und mehr braucht sie auch gar nicht, um zu überzeugen. Wer regelmäßig seinen Blutdruck überprüfen muss oder will, für den ist die Huawei Watch D3 nahezu perfekt. Ein individuellerer Zeitplan, der auch automatische Messungen in der Nacht abseits des ABPM erlaubt, fehlt ihr zwar, die neue Sturzerkennung und Notfall-SOS sind aber wichtige Ergänzungen gegenüber der Huawei Watch D2.
- Hervorragende Blutdruckmessung
- Hervorragendes OLED-Display
- Lange Akkulaufzeit
- EKG
- Messung der Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Temperatur, SpO2 und Schlafqualität
- Erkennung von Vorhofflimmern und Schlafapnoe
- Genaue Gesundheitsdaten
- Sehr gute Verarbeitungsqualität
- Telefonie und Musik über die Smartwatch
- Flüssiges HarmonyOS 7.0
- Gute App
- Kein individueller Zeitplan für automatische Messungen
- Wenig Drittanbieter-Apps
ComputerBase hat die Watch D3 leihweise unter NDA von Huawei zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Test fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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