SaxnPaule schrieb:
Die nötige Vorlauftemperatur ermittelt die Heizanlage selbständig.
Das tut sin i.d.R. immer

meine Heizlast wurde für -12°C in Rhein-Main (DIN EN 12831) berechnet und darauf die VL Temperatur ausgelegt. Welche VL tatsächlich anliegt, steuert die Heizung und die Heizkurve. Man kann dort ein Maximum eingeben, um z.B. die Beläge auf der FBH, bzw. deren Kleber nicht zu zerstören. Im 1. OG habe ich ein besonders wenig aufbauendes System, dass vom Hersteller auf maximal 43°C VL zugelassen ist, und der Parketkleber nur 40°C VL zugelassen ist. Daher hatte ich einen harten "Deckel".
Mal kurz zu meiner Situation:
Ich habe mein FBH selbst berechnet (hatte Zugriff auf Heizlastberechnungssoftware) und selbst verlegt. War mit der Verlegequalität des Fachmanns nicht einverstanden, da ich eine gewissen Anzahl an Metern an Leitung im Boden haben musste, um ausreichend W/qm Heizleistung zu haben (und die Heizlast wurde auch nicht berechnet) und wenn 20 m pro Heizkreis fehlen, ist das schon nen Thema. In 2 Räumen hat es dennoch nicht gereicht (Bäder), aber nur weil ich eine höhere Zielraumtemperatur höher sein sollte (bei gleicher VL wie alle anderen Räume), so 23°C während die anderen Räume 20°C haben, hat was mit dem Verhältnis für die FBH nutzbare Raumfläche und Raumvolumen zu tun. Da habe ich dann jeweils 2 Röhrenheizkörper mit Heizungshalter (Arbona) installieren lassen, die noch mal bei 40°C irgenwas um die 250 -300 Watt leisten.
Die Heizlastberechnung hat auch den Hydraulichen Abgleich berechnet, also welche Strömungsgeschwindigkeit bzw. Volumen an Durchsatz benötigt wird. Damit war ich in der Lage meinen eigenen Hydraulichen Abgleich zu machen.
Und da kommt meine Erfahrung mit "gemischten" Systemen ins Spiel, ich fahre die Heizörper mit der gleichen VL, wie meine FBH. Habe dafür halt große Heizkörper, um auf die Leistung zu kommen.
Mein Haus ist von 1892 und ich komme bei 105 qm Heizfläche auf unter 4500 kwh im Jahr (ohne WW) und 20,5°C Raumtemperatur. Ja, ich habe es saniert, aber nicht gewaltig gedämmt, 7 cm unterm Estrich (PUR und EPS Tackerplatte), habe noch die oberste Geschossdecke gedämmt und es waren vom Vorbesitzer 6 cm EPS an der Fassade. Der Wärmedurchgangskoeffizient liegt je nach Außenflächen zwischen 0,23 bis 0,7 W/mK. Nur die Fenster (Glas plus Rahmen) liegen im rechnerischen Durchschnit von 1,29 W/mk.
Von der Nachtabsenkung bin ich wegen der FBH praktisch ganz weg und das Ergebnis gibt mir Recht, war nie so sparsam wie aktuell unterwegs. Ok, faktisch ist sie noch da, aber nur 0,5°C niedriger als die Tagestemperatur. Denn damit es morgens um 6 im Bad warm ist muss um so früher wieder angefangen werden zu heizen je größer das Delta zwischen den Temperaturen ist.
SaxnPaule schrieb:
Wenn ich aber Räume mit abweichenden Temperaturen vom Standard (19/22°C) habe, muss ich das doch in jedem Raum einstellen können. Bestes Beispiel Büro. Mo - Fr 23°C, Wochenende/Urlaub 18°. Da bietet sich doch ein smartes Thermostat an.
Gästezimmer dauerhaft 18°C, außer Besuch hat sich angekündigt.
Kellergeschoss dauerhaft 16°C außer Party oder Fitness steht an.
Das hängt schwer von der persönlichen (Wohn)Situation ab.
Habe einen unbeheizten Gewölbekeller mit Zugang von außen. Da muss ich nicht heizen.
Mein Arbeitszimmer für Homeoffice ist auch gleichzeitig mein Privates Arbeitszimmer, also will ich es dort auch am Wochenende warm haben. Gästezimmer habe ich nicht.
Ich habe kein Zimmer "zuviel". Spart am meisten, da brauche ich keinen Raum für Ereignisse aufzuheizen.
