News Adobe Creative Cloud: Videoproduktion-Tools erhalten neue Funktionen

mischaef

Kassettenkind
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#1
Adobe will noch in diesem Jahr die eigenen Programme rund um den Bereich Videoproduktion einer Generalüberholung unterziehen, mit welcher der Workflow durch viele neue Funktionen deutlich vereinfacht werden soll. Nutzer älterer Windows- und Mac-OS-Versionen könnten jedoch Probleme bekommen.

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#2
Mal eine Frage an die Runde wenn es schon um Änderungen und Fixes geht:
Funktioniert bei Euch der Workflow von Premiere (Multitrack) > Audition (Stereo Mixdown) > Premiere?
Ich bekomme das ganze nicht zum laufen. Es fehlen willkürlich stellen und Effekte oder auch nur Pegelanpassungen werden nicht übernommen.

Denn wenn ich mit 10-20 Quell Audiodateien in Premiere arbeite, braucht die Software bei einem 1h Projekt sicher rund 30-50 Minuten Zeit um beim Export alleine "audio processing" zu betreiben, was absolut inakzeptabel ist...

Edit: Damit es on-topic bleibt ein Wort: Optimierung. Das macht Adobe Produkte so unattraktiv, so lahm, so "angestaubt". Wenn man ein Mal damit arbeitet, ist man gefangen in gutem Workflow aber lächerlichen Wartezeiten, Bugs, Geduldsproben jeden Tag.
Wenn Adobe mir jede überflüssige Stunde Arbeitszeit entlohnen würde, die ich allein wegen der Software investieren muss, hätte ich sicherlich 10-15% meines Einkommens nochmal oben drauf...
 
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#4
Das Mocha endlich fest integriert ist, hätte ich mir vor 5 Jahren gewünscht, als ich damit noch rumhantiert habe. Ich hatte immer das Problem, dass AE im Nachhinein nicht auf Mocha zugreifen konnte. Habe es sämtliche Male probiert mit Neuinstallation und Einstellen, aber hab irgendwann aufgegeben. Hab Verfolgungen und Deformationen von Framekey zu Framekey mit Hand gemacht :freak:
 
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#5
ist eigentlich der multithread support immer noch so mies?
 
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#7
Bin gespannt, ob sich die Performance auf Threadrippern verbessern wird!
Multithreading ist für Adobe neuland. Außerdem scheinen sie AMD inbrünstig zu hassen.
Laut "Pugetsystems" (die ich zwar kritisch sehe, aber das darf man ja angeblich nicht...) ist in allen Adobe Produkten nahezu nichts schneller als ein 8700k + 1080ti.
Das ist lächerlich und meiner Ansicht nach eine Frechheit gegenüber den Kunden, welche mit dem Misthaufen, den Adobe Software nennt, arbeiten und ihr Geld verdienen.

Bis Adobe Threadripper komplett auslastet, sind wir alle alt und grau.
 
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#8
ist eigentlich der multithread support immer noch so mies?
Kommt drauf an was du machst und welche Filter du nutzt? Und ob du den Workflow oder das Rendering meinst? Workflow-Speed könnte meines Erachtens besser sein, die CPU-Nutzung haben sie aber seit CC2018 ausgebaut.
Hier nutzt AFX und Premiere bei mir jetzt alle 14 Kerne + SMT, mehr kann ich leider nicht testen. ;)
Zudem wird AVX/AVX2 zur Beschelunigung verwendet. (CPU-Offset schlägt zu)

Richtig mies war der Multithread-Support eigentlich nie, aber die älteren Versionen haben eben aus mehr als 8-10 Kernen nicht mehr so richtig Leistung gewinnen können.

Wichtig ist aber beim Einsatz von Effekten bzw. Farbanpassung sollte man nur die neuen, GPU unterstützten Effekte nutzen. Nutzt man bspw. noch die alten Single/Dual-Thread Effekte, dann passiert beim Rendering nicht viel. Ein falscher Effekt bremst dann alles andere aus. Hier mangelt es Adobe an Kommunikation, denn nicht jeder User wird das durchschauen. Zudem wichtig, eine schwache CPU mit starker Grafikkarte bringt nicht soviel, die richtige Mischung machts.

@dersuperpro1337

Kann deinen Ärger nachvollziehen, bekomme beim Zusammensetzen großer Panoramen in Photoshop auch immer einen Anfall wenn nur 1-2 Threads genutzt werden. Das ist 2018 echt nicht mehr feierlich.

Korrekterweise geht es hier aber nur um die Videoproduktionstools, da gibts zwar auch noch Platz nach oben, aber insgesamt machen sie das schon ganz ordentlich, wenn wir mal die AFX Realtimevorschau außen vorlassen.:rolleyes:

Ich hoffe ja mal weiter auf eine 48fps Ausgabe in h264 im Media Encoder.
 
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#9
@dersuperpro1337
Genau das meine ich. Kenne die Benches vom Pugetsystems und finde sie echt gut. Kenne keine genau so detailierte Alternative. Dort sieht man super was du beschreibst und ich meinte. Ich wollte einem Kollegen nen TR 1950x System aufbauen, aber als wir gelesen haben, dass der kaum gegen andere Intels ankommt in Adobe Produkten, vor allem Premiere....hat er nun nen 8700k und natürlich einiges gespart und wahrscheinlich um einiges mehr an Leistung. Das ist echt schwach!
Zum Fotosbearbeiten würde ich gerne beim Upgrade vom 4790k auf ein AMD System setzen, aber wenn sich da nichts bei Lightroom & Co tut...wird das wohl nichts.
 
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#10
Kann deinen Ärger nachvollziehen, bekomme beim zusammensetzen großer Panoramen in Photoshop auch immer einen Anfall wenn nur 1-2 Threads genutzt werden, das ist 2018 echt nicht mehr feierlich.

Korrekterweise geht es hier aber nur um die Videoproduktionstools, da gibts zwar auch noch Platz nach oben, aber insgesamt machen sie das schon ganz ordentlich, wenn wir mal die AFX Realtimevorschau außen vorlassen.
Ich arbeite beruflich mit LR und PP und ich bin jeden Tag aufs neue frustriert.
LR, was trotz NVMe und 8 Kerner rund 2 Sekunden für das nächste Bild braucht und teilweise 5-6 Sekunden für eine 1:1 Vorschau. 20 Megapixel Export mit rund 3-5 Sekunden pro Bild! Viele Panoramen werden erst gar nicht erstellt, da der Fortschrittsbalken einfach stehen bleibt.

Und bei PP sind 100% aller externen Plugins aber auch manche internen Sachen 100% CPU abhängig. Dann kommt dieses komische "processing audio files" beim Export dazu, was bei einem 2x VBR Durchgang 1/3 der gesamten Export Zeit ausmacht. Der Workflow von PP > Audit > PP funktioniert nicht. 4k Playback von lächerlichen 150Mbit Dateien geht schon nach leichtem Grading nur noch bei 1/2 der Auflösung. Audio Sync funktioniert nicht zuverlässig. Und dann kommt noch Kleinkram dazu wie das Kopieren von Titeln, die natürlich keinen neuen Titel erzeugen, sondern den alten überschreiben. Keine Implementierung von 50FPS Proxies und so weiter.

Und dann ist der Sweet Spot bei 8 INTEL Kernen und einer NV GPU? Wo sind wir denn? Im Jahr 2014 hätte ich das noch okay gefunden, aber heute ist es einfach nur noch lächerlich und wenn ich neben meinem Job genug Zeit hätte, würde ich mich am liebsten in komplett andere Programme einarbeiten.
 

PTS

Lieutenant
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#11
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#12
Ich arbeite beruflich mit LR und PP und ich bin jeden Tag aufs neue frustriert.
Nutze auch die gesamte CC allerdings nicht alles davon beruflich. Bei LR bin ich voll bei dir, wann sollte nochmal alles besser werden, bei CC2015 und dem erweiterten GPU-Support? Keine Ahnung warum die das nicht auf die Kette bekommen, da etwas an der Leistung zu drehen? Panoramen konnte LR ja früher gar nicht, daher mache ich das schon seit Jahren mit PS. Wie man es eben gewöhnt ist. :)

wenn ich neben meinem Job genug Zeit hätte, würde ich mich am liebsten in komplett andere Programme einarbeiten.
Das hab ich mir auch schon einige Male gedacht, ist aber auch nicht so einfach, irgendwie hängt man dann doch immer an den Industriestandards. Zudem muss man auch die richtigen Alternativen finden, alleine das dauert ja schon. :rolleyes: Programme die schneller sind aber weniger können sind ja auch nicht zu gebrauchen.

Adobe ist halt Adobe, die ändern sich wenn überhaupt nur langsam.
Aber alles besser als Avid, die haben damals kontinuierlich alles verschlafen, da war der Multi-Thread-Support noch das kleinste Problem. ;)

Ich hoffe einfach, dass sie bei CC2019 zumindest im Workflow etwas die Leistung verbessern. Da backe ich kleine Brötchen. Wunder erwarte ich da aber keine.
 
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#13
Richtig mies war der Multithread-Support eigentlich nie, aber die älteren Versionen haben eben aus mehr als 8-10 Kernen nicht mehr so richtig Leistung gewinnen können.
wenn es kerne gewesen wäre, würde ich nix sagen, aber mehr als 8 threads(=4 kerne + 4 SMT) war eigentlich nutzlos, das hat mich damals richtig geärgert als ich nem kollegen ne kiste für videoschnitt zusammen gebaut habe(6 kerner / 12 threads), und die gurke tatsächlich langsamer war, als der quadcore vorher(hatte 200MHz höhere taktraten). er war auch alles andere als begeistert :freak:
 
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#14
wenn es kerne gewesen wäre, würde ich nix sagen, aber mehr als 8 threads(=4 kerne + 4 SMT) war eigentlich nutzlos....
Ich weiß natürlich nicht was ihr getestet habt, ist natürlich auch immer Anwendungsfall abhäning.
Codec des Videos, Codec der Ausgabe, Bitrate, Effekte, sonstige Einstellunge, sonstige Hardware, etc. da gibt es hunderte Stellschrauben.

Hier der Test von Puget Systems, der damals ganz gut gezeigt hat, dass mehr als 8-10 Kerne kaum noch was bringen. Bezieht sich eben noch auf Premiere Pro CC2015.3 was im September 2016 aktuell war.
https://www.pugetsystems.com/labs/articles/Adobe-Premiere-Pro-CC-2015-3-CPU-Comparison-849/

Da sieht man deutlich, dass der 8 Kerner gut 44% schneller ist als der höher taktende 4 Kerner. Der 14 Kerner jedoch fast 5% langsamer ist als der 10 Kerner. Das ist auch die Erfahrung die ich damals gemacht habe.

In den neuen Versionen ist das besser geworden.
Wie obene schon geschrieben kann ich beim Rendering zwischen 80-95% der CPU auslasten + das CUDA genutzt wird. HD, UHD, H264, 50fps. Ist halt mein Workflow. Da bin ich auch definitiv schneller geworden als mit meinem alten 10 Kerner davor.

Kann natürlich bei anderen Formaten und Setups wieder anders sein.
 
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#15
Aber alles besser als Avid, die haben damals kontinuierlich alles verschlafen, da war der Multi-Thread-Support noch das kleinste Problem. ;)
Ändert leider nichts an der Tatsache, dass die Verbreitung und Nutzung immer noch groß genug ist, dass vier von fünf Cutterstellen sehr gute Avid-Kenntnisse voraussetzen.


Auf die angepassten Farbtools und Lumetriscopes bin ich gespannt, klingt gut, zumindest für die kleineren Korrekturen.
 

painomatic

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#16
Ich arbeite seit 15 Jahren mit dem Avid für TV-Produktion (Studio), Spielfilm, Serien und Werbung als Editor, Schnittassistent und Avid Supporter . Ab und an verwende ich auch Premiere und Davinci Resolve - bevorzuge aber den Avid, da dieser einfach zuverlässig läuft.
Ich gebe zu das dem Avid einige Features der anderen fehlen, aber was bringt es mir, wenn die Software immer mehr Tools hat, die nicht ordentlich laufen. Der Media Composer ist auf den ersten Blick natürlich nicht gerade zugänglich, aber sobald man sich daran gewöhnt hat, kann man doch sehr effizient damit arbeiten.
Gerade in großen Broadcast/Medienhäusern hat der Avid Media Composer einfach Vorteile - ich betreue gerade ein Projekt, wo 25 Schnittsysteme parallel in einem Projekt arbeiten und dann noch Multistream mit 12 Kameras in DNxHD 120 - und das läuft ohne Probleme.
Das File Management, auch wenn man beim Avid Media Composer alles in den passenden Codec transkodieren muss und Projektmanagement, sowie die professionelle Übergabe an VFX (Flame, Nuke etc), Sound (Protools) und Grading (Resolve, Baselight) um einiges besser im Vergleich zu Premiere, was mir dort schon einiges an Nerven gekostet hat - EDLs konnten nicht gelesen werden, in AAFs werden die falschen Timcodes und Tapenamen übermittelt etc, Probleme, wenn man Material in verschiedenen Framerates verschnitten ist etc
Ein großen Vorteil sehe ich noch das Avid Workstations und Video I/O zertifiziert, da muss man nicht lange schauen, was man kaufen muss bzw was kompatibel ist und am besten läuft. Auch der Support geht um einiges Schneller und auch zu den kryptischen Meldungen findet man immer eine Lösung bzw Ansatz. Ich weis genau welcher Grafikkartentreiber und Video I/O Treiber installiert werden muss, damit die von mir gewählte Media Composer Version rund läuft - so etwas gibt es bei Adobe glaube nicht.

Ich kenne sehr viele den Avid Media Composer lieben und Hassen ;) - mich eingeschlossen, trotzdem bleibt es immer meine erste Wahl.

Mann darf auch nicht vergessen, das Avid ja nicht nur den Media Composer im Angebot hat sondern auch noch viel mehr an Software und Hardware, die gerade im Broadcast genutzt wird und da hat Premiere nichts im Angebot.
 
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