Sammelthread Aktien kaufen, verkaufen und Fragen

florian. schrieb:
FIFO ist eine Steuer Vorgabe, das machen die Anbieter nicht aus Spaß.
Und natürlich kann ich verschiedene Depots anlegen, was im Endeffekt dasselbe ist, was ich suche. Aber eben nicht bei 20 Anbietern.
florian. schrieb:
Also nein, du wirst keinen Anbieter finden, welcher die Steuer falsch berechnet.
Es wird überhaupt keine Steuer falsch berechnet...
Ob ich eine Aktie jetzt oder in 20 Jahren versteuere, ändert nach aktueller Gesetzeslage doch überhaupt nichts..
Es ändert sich lediglich die Anzeige bei meinem Anbieter, was mein Durchschnitts-Einkaufspreis ist. Und das nervt halt.
florian. schrieb:
Aber da Depots ja fast alle Kostenlos sind, richte dir einfach ein 2. Depot hierfür ein.
Ich möchte aber nicht X Konten, sondern einen Neobroker, der mir 3 oder 4 Depots anbietet.

Micha- schrieb:
Trading Kosten sind egal
Wäre mir neu, wenn ich schreibe, dass ich Dips mitnehmen möchte, um kurz danach zu verkaufen.

Buddy_S. schrieb:
Verrechnung erfolgt immer pro Kunde, also egal wie viele Depots man bei einem Anbieter hat.
Sicher?
Also muss ich zwingend bei verschiedenen Banken Konten eröffnen?
 
Cardhu schrieb:
Wäre mir neu, wenn ich schreibe, dass ich Dips mitnehmen möchte, um kurz danach zu verkaufen.
Lies das nochmal in Ruhe, wenn dein rage vorbei ist.
 
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Was Micha- meint ist folgendes:
Wenn du 2 Depots hast, kannst du über einen Depot Übertrag Anteile Kostenlos hin und her schieben.
Dabei werden immer erst die ältesten Anteile übertragen. (passiert auch mit FIFO)

Du kannst dir also die alten Anteile "wegsichern"
dann bleiben die neuen Übrig, welche du wieder verkaufen kannst.
Also genau das, was du willst.
Das ganze dauert aber jeweils gerne mal 6 Wochen, ist also recht unpraktisch.

Ich wüsste nicht, was gegen ein langfristiges Depot und ein "Zocker" Depot spricht.
Dann bleibt alles schön aufgeräumt und man sieht auf einen Blick, ob sich die "Zockerei" gelohnt hat.
Kann man dann schön in Portfolio Performance tracken und sieht direkt, wann man gute Entscheidungen getroffen hat.
 
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@florian. Ich danke dir für die Antwort :) Damit kann ich wirklich was anfangen!

Ich habe natürlich Sachen, die langfristig angelegt sind und das auch im Idealfall bleiben.
Aber ich nutze in letzter Zeit eben sehr oft die Möglichkeit meine vorher angeschauten Aktien zu kaufen und ein paar Stunden später wieder zu verkaufen. Oder halt am nächsten Tag.
Das ist ganz klar Zockerei und fast schon wie Glücksspiel, weil es könnte natürlich weiter fallen. Aber dann lass ich es liegen bis es steigt.
Aber es ist meistens schon so, dass es wieder etwas steigt und dann steigt es wieder um 2% und das nehm ich dann mit.
Das sind mit paar Klicks ein viertel oder halber Tageslohn, was ich absolut verrückt finde. Jedes Mal aufs Neue :D

Dass der Staat sich von meinem bereits versteuerten Geld auch nochmal was nimmt, was ich beim Kauf einer anderen Sache dann zum dritten Mal mit Steuern versehen muss, ist natürlich eine absolute Frechheit, aber meine kriminelle Energie reicht dann auch nicht so weit, dass ich irgendwie Spaß daran hätte den Beischlaf mim Finanzamt anzustreben^^

Dann werde ich mir wohl noch 2-3 extra Konten anlegen müssen. Nervt mich halt, weil das dann immer extra Apps sind. Und hoffentlich geht es nicht zu Lasten vom SCHUFA Score^^
 
Das Geld, was besteuert wird, hast du nicht bereits schonmal versteuert. Es werden nur Gewinne besteuert, nicht das Geld, was du bereits versteuert hast. Und den Gewinn hast du bekommen ohne schon mal Steuern drauf gezahlt zu haben bevor die Abgeltungssteuer abgezogen wird. Und auch nach der Abgeltungssteuer hast du mehr Geld als zuvor.

Ich kann dieses Gesülze nicht mehr hören, dass nur belegt, dass man die Thematik nicht verstanden hat.
 
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Die Kapitalertragssteuer ist aufgrund des pauschalen Ansatzes ja auch nicht ganz frei von Kritik.

Nehmen wir einmal an, ich schaffe es durch Arbeit, Glück, Erbschaft o.ä. meine primäre Einkommensquelle auf Kapitalerträge aus Aktiengeschäften umzustellen. Im Idealfall zahle ich dann nur noch 25% maximal bei minimalen zeitlichen, körperlich und geistigen Aufwand. Man käme aus dem Lachen nicht heraus. Wobei das sicherlich auch andere Probleme hervorrufen könnte, aber sicherlich nicht den Druck durch Arbeitseinkommen sein Leben und das einer Familie sichern zu müssen und nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben gut über die Runden zu kommen.

Übrigens wird von einer Gruppe Wohlhabender hier auch eine Änderung eingefordert. Bisher mit wenig Erfolg.
 
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Cardhu schrieb:
dann wird mir vom Gewinn noch Geld weggenommen in Form einer Steuer.
Das stimmt
Cardhu schrieb:
Dass der Staat sich von meinem bereits versteuerten Geld auch nochmal was nimmt,
Das stimmt nicht

könnt ihr euch jetzt mal wieder beruhigen?
 
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Nilson schrieb:
Ich verstehe den Punkt durchaus, weil ich natürlich mein versteuertes Geld dazu anlege, um daraus mehr Geld zu generieren.
Es ist aber dennoch mein Geld als Privatperson, das ich schon sehr dick versteuert habe. Und das finde ich eine Frechheit. Früher hatte man auch die Haltezeit von einem Jahr, die dann auch genommen wurde.
Bis auf mit dem einen Dulli ist auch alles cool :)

Vigilant schrieb:
Nehmen wir einmal an, ich schaffe es durch Arbeit, Glück, Erbschaft o.ä. meine primäre Einkommensquelle auf Kapitalerträge aus Aktiengeschäften umzustellen. Im Idealfall zahle ich dann nur noch 25% maximal bei minimalen zeitlichen, körperlich und geistigen Aufwand.
DANN wäre es ja auch okay, wenn das als Einkommen versteuert wird mMn. Das ist dann die Hauptarbeit, dann wird es eben höher oder niederiger als die 25% versteuert.
 
Schon lustig wie du dich eienrseits als Mann der Verbunft darstellen willst und auf der anderen Seite keinenBeitrag ohne persönliche beleidigung formulieren kannst.
Ergänzung ()

Confused Johnny schrieb:
Das Problem ist halt, dass die 26% quasi die ganzen Zinsen auffressen, das rentiert sich erst wenn du 20+ Jahre investiert has
Wie geht das bitte wenn du nur 26% von diesen Zinsen abführen musst ubd du somit 74% behälst?
 
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War falsch formuliert von mir.

Mir geht es da eher um den Zeit/Geldinvest v Risiko. Man muss ja erstmal in der Lage sein(was mit Sicherheit ein großteil nicht kann) 20 Jahre ordentlich reinzubuttern. Wenn es richtig gut läuft hast du vielleicht z.b 30k Zinsen, wovon du erstmal fast 1/3 latzen kannst. Klar hast du dann immer noch ordentliche Stange Geld über, aber das muss auch erstmal alles so eintreten.
 
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Ich seh das Thema Steuern komplett tiefenentspannt.

Jahrelang wurde uns von den Banken, Versicherungsvertretern und Medien erzählt, was es nicht für tolle Steueroptimierte Produkte gibt.

Hauptverkaufspunkt war immer: Du zahlst keine, bzw. wenig Steuern.
Dann noch: "sicher" muss das Geld sein.
Nebenbei hatten die Produkte eine wahnsinnig hohe Provision.
Und ob die Produkte Rendite erwirtschaftet, war völlig egal.

Dann doch lieber möglichst günstig anlegen, ordentlich Rendite einfahren.
Und mein Gott, dann zahlt man halt auf den Gewinn noch ~20% Steuern.
Ich hab lieber 100.000€ und zahl darauf 20.000€
als dass ich 40.000€ hab und keine Steuern zahlen muss.
 
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Vigilant schrieb:
Ich kritisiere gerne die aktuelle Steuerverschwendung. Die Veröffentlichungen des Bundesrechnungshofes geben dazu mehr als einen Anlass. Auch einige Finanzierungsanreize und Subventionen gehören für mich auf dem Prüfstand der Effektivität.
Ja, unser System ist miserabel. Aber das beste was es gibt. Es wird immer zu Verschwendung kommen. Das ist praktisch unvermeidlich. Gibt es bei euch in der Firma keine Verschwendung? Im Verein? Im Privatleben? Es wird immer alles perfekt investiert?
 
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Nope. Ganz vermeiden lässt sich das nicht. Wollte ich auch nicht zum Ausdruck bringen. Effizienzverluste im einstelligen Prozentbereich wird es immer geben. Dennoch dürfen bestimmte Entscheidungswege, die zu vermeidbaren "Fehlausgaben" führten, hinterfragt und idealerweise verbessert werden.
 
Ich denke das funktioniert in DE gut. Bestimmt besser als in vielen anderen Ländern.
 
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Gute Nacht allerseits, grüße Kazuja
 
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