Sammelthread Aktien kaufen, verkaufen und Fragen

Oft genannt werden FTSE All World von Vanguard, MSCI World, und MSCI Emerging Markets, ich habe alle drei, teils kurz vor dem Crash gekauft und auf Sparplan laufen, im Gegensatz zu einigen Einzelaktien performen die im Moment alle drei im Plus.

Mit Einzelaktien gehst mehr Risiko, hast dann aber eventuell bei guter Auswahl auch mehr Rendite, oder eben höhere Verluste.
 
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Das kann man doch aktuell gut sehen. Dank COrona leiden einige brnachen massiv, andere boomen. Bei Einzelaktien kann ich aufs richtige oder falsche Pferd setzen. Bei ETFs, grade solchen die sich am DAX, Dow Jones, oder am Weltmarkt orientieren habe ich dieses Risiko nicht derart. Selbst wenn die gesamte Wirtschaft abrutscht (dann rutschen natürlich auch die ETFs) dann wird sich diese erholen. Bei einem Unternehmen muss das nicht der Fall sein. Siehe derzeit viele Fluglinien.
 
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Nilson schrieb:
ob du einen ausschüttenden oder thesauerierenden haben willst, Einmalkauf oder sparplan
ausschüttend oder thesaurierend sind ebenfalls Neuland für mich. Da muss ich mich erst mal einlesen, was das ist.
Danke an alle
 
Quaussi schrieb:
Ich finde es immer schön zu lesen, wenn jemand ins Forum schreibt, dass er in Aktien investieren möchte und die meisten ihm dann ETF reindrücken wollen...
Nun ja, ohne Details zu kennen, ist es auch schwer eine Alternative aufzuzeigen die trotzdem den Anforderungen eines guten Investments in Aktien genügt und dies ist vor allem eine breite Diversifizierung, also die Streuung über unterschiedliche Branchen.
Nilson schrieb:
Kommt halt immer drauf an, was man will. ETFs sind die "einfacherern" dafür etwas starreren Produkte die man dafür mit einer jährlichen Gebühr bezahlt. Die Gebühr spart man sich natürlich bei Aktien, dafür hat man etwas mehr Aufwand (wie viele für ausreichend Diversifikation, welche Firmen aus welchen Brachen mit welcher Gewichtung etc.).
Vor Neben der Zeit braucht man vor allem die Mittel, jeder Order kostet Geld und daher muss man bei jeder Position auch genug Investieren können um die Kosten gering zu halten, was eben genug Mittel erfordert um einer breite Diversifizierung erreichen zu können. Bei einem ETF kann man mit vergleichsweise geringen Mitteln trotzdem breit diversifiziert investieren und dies eben überschaubaren Kosten.
Ponderosa schrieb:
Ich bin schon seit über 10 Jahren mit Aktien unterwegs. Aber ETF ist für mich Neuland.
Wäre es für mich auch und ich bin schon viel länger dabei, aber mein Investitionsvolumen ist auch überdurchschnittlich und hat es mir daher erlaubt in eine mittlere zweistellige Anzahl an Aktien direkt zu investieren. Die Kosten von ETFs wären mir daher auch zu hoch, aber dies ist eben nicht der Normalfall.

Für die meisten Anfänger sind ETFs der bessere Einstieg in ein ordentliches Akieninvestment und verhindern, vor allem zusammen mit einem Sparplan, schon eine Menge Fehler. Wer nebenher noch mit Einzelaktien zocken will, der soll dies ruhig machen, solange er sich bewusst ist, dass er damit eben zockt und nicht solide in Aktien investiert. Die Alternative ist sonst oft, dass die Anfänger auf eine oder wenige Einzelwerte setzen, meist solche die schon vorher lange gut gelaufen sind und damit Opfer einer Blase werden. Mit verbrannten Fingern ziehen sie sich dann meist für immer von Aktien zurück und nehmen damit nicht mehr an der überdurchschnittlichen Entwicklung der Aktienmärkte teil. Obendrein dienen ihre schlechten Erfahrungen dann noch zahlreichen Bekannten als Argument dagegen in Aktien zu investieren und daher dauert es meistens so 20 Jahre, also eine Generation, bis das Interesse an Aktien in Deutschland wieder erwacht und dann wiederholt sich die Geschichte wieder.
 
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ausschüttend: Die Dividenden landen bei dir auf dem Konto, dafür sinkt der Kurs des Fonds. Du kannst dann frei mit dem Geld arbeiten, z.B. weiter Anteile kaufen oder verkonsumieren.
thesaurierend: die Dividenden bleiben im Fond. Du kannst also nicht frei darüber verfügen. Dafür profitierst du mehr vom Zinseszins-Effekt.
Du kannst das zwar auch mit einem ausschütter erreichen, wenn du von den Ausschüttungen weitere Anteile kaufst, dafür hast du dann zusätzliche Handelsgebühren.
Steuerlich kann sich ein Ausschütter lohnen, weil es damit einfacher ist einen Freibetrag auszunutzen.
 
Danke @Holt Dann bleibe ich lieber bei Aktien.
Danke auch @ Nilson
Ich hatte bei meinem Broker einen Sparplan, bei dem ich monatlich 25€ einzahlte. Der Broker handelte dann zb. mit Carmignac Patrimoine A Fonds und 5 - 6 anderen Werten. Das ist dann sowas gewesen?
 
Ponderosa, direkt in Aktien investiert zu sein ist kein Problem, solange man sich keinen Illusionen darüber hingibt was man genau macht und welche Risiken man eingeht. Ich habe mal mit jemanden gesprochen der sein ganzes Geld in Aktien eines Versicherers mit guter Dividende investiert hat, der meinte nur, dass Risikomanagement macht doch die Versicherung für mich. Stimmt einerseits, aber wenn es da zu einem Problem wie einem Bilanzskandal kommt, auch nicht mehr. Außerdem leiden alle Versicherungen unter der Zinspolitik der Notenbanken, aber dies muss jeder für sich entscheiden und jeder muss an der Börse mit den Folgen seiner Entscheidungen leben. Diese Eigenverantwortung zu lernen, ist für viele vielleicht der beste Aspekt eines Investments in Aktien, denn meiner Meinung nach gibt es zu viele Leute die immer andere verantwortlich machen möchten.
Ergänzung ()

Ponderosa schrieb:
Ist das Dein Ernst?
Dazu nur 30% Aktien, 40% Cash und der Rest in Anleihen und Wandelanleihen, was soll das? Wenn man in Aktien investieren will, dann nimmt man einen Aktienfonds/ETF und nicht sowas, denn Geld in Cash auf der Seitenlinie zu halten, kann man auch selbst machen.
 
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@ Holt
Leider Ja. Ich hab ja nur einen Anfangswert, und monatlich 25 € eingezahlt.
Der Broker hat dann nach eigenem Gutdünken ge und verkauft. Er hat 4 verschiedene Risikostufen im Angebot, und ich hatte die einfachste.
Ich habe es jetzt aufgelöst, und wenigstens hat es mir keinen Verlust eingebracht.
Ich habe in wochenlanger Arbeit in Portfolio-Performance alle Werte von Tradegate eingetragen.
Da vergleiche ich dann wie die Werte prozentual steigen, wie zb. im Bild mit Horizon Gold.
Aktien vergleich.png
Aus den ganzen Tabellen habe ich mir Gute Europäische und amerikanische Werte in extra Tabellen angelegt, die ich dann näher vefolge.
 
Naja, muss eben jeder selbst wissen, Meine Meinung ist: Weder einfach halten und mit ETF breit und zu geringen Kosten in einen bestimmten Markt investieren oder selbst versuchen die Perlen zu finden, man wird dabei auch Nieten ziehen und muss damit leben und hoffen unter dem Strich immer noch besser als der Markt abzuschneiden. Vor allem aber gilt es die Kosten immer im Blick zu haben, denn die fressen die Rendite und über die Jahre sogar ganz gewaltig.
 
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A2PKXG für den kleinen als Sparplan bis zum 18. Lebensjahr. Hier kommen auch die Geldspenden der Grosseltern drauf.
A1JX52 für Frau und mich, ebenfalls als Sparplan.
4 Stelliger Zockerbetrag für Einzel Positionen. Den ich mit der Zeit und Erfahrung ausbaue. Den Betrag habe ich im Gedanken komplett angeschrieben.
 
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Aktienhandel und Zockerei passen nicht wirklich zusammen. Vorurteile gehören nicht in ein Forum.
 
Mal aus Interesse: was passiert eigentlich, wenn ein ETF mal von der Bildfläche verschwindet? Ich weiß nicht genau wie das funktioniert, aber wenn man mal @code²s Sparplan annimmt und auf 18 Jahre rechnet...angenommen der existiert dann nicht mehr. Wird einem dann das Kapital ausgezahlt, wird man umgeschrieben auf einen anderen oder was passiert in so einem Fall?
 
Also entweder wird der ETF liquidiert und das Vermögen wird an die Anleger ausgezahlt oder die Fondgesellschaft geht pleite und du bekommst dein Geld ebenfalls zurück da es als Sondervermögen vor der Gesellschaft und den möglichen Gläubigern gesetzlich geschützt ist.

Die Gewinne gilt es nach der Liquidierung allerdings zu versteuern - das ist wohl die bitterste Pille ^^

https://de.extraetf.com/wissen/was-ist-ein-sondervermoegen

Kein Ausfallrisiko bei Full Replication ETFs
Die Full Replication ETFs, die den zugrunde liegenden Index eins-zu-eins über die entsprechenden Aktien oder Anleihen abbilden, bergen kein Ausfallrisiko. Bei ihnen tragen Anleger lediglich das Marktrisiko des zugrunde liegenden Index. Ein großer ETF Anbieter verzichtet derzeit sogar aus Risikogesichtspunkten auf die steuerliche Optimierung der Dividendenzahlung mit Zertifikaten.

Geringes Ausfallrisiko bei Swap-ETFs
Die bei Privatanlegern beliebten Swap-ETFs begrenzen das Ausfallrisiko auf maximal zehn Prozent des Fondsvermögens. Denn die Fondsrichtlinie UCITS-III schreibt für Swap-ETFs einen maximalen Swap-Wert von zehn Prozent des Fondsvermögens vor. Sobald der Wert der Swap-Vereinbarung diese Grenze erreicht, werden die Swap- Vereinbarungen eingelöst und ihr Anteil so zurückgeführt. Der Rest des Fonds ist in Wertpapiere investiert, die jedoch nicht im Index enthalten sein müssen.
 
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Entschuldigung, falls es hier schon gefragt wurde, aber was haltet ihr von Airbus Aktien, wenn ich vor habe, die gerne ein bisschen liegen zu lassen? Sobald wieder uneingeschränkt geflogen werden darf, sollte die doch wieder gehörig steigen - eine Pleite halte ich hier eher für unwahrscheinlich. Was meint ihr?
 
youngbuck89 schrieb:
Sobald wieder uneingeschränkt geflogen werden darf, sollte [...]

Sollte, hätte, könnte, würde... ^^

Ist halt ein Zock gegen Corona und für mehr Lockerungen.

Laut Quaussi hat das hier aber nichts im Forum zu suchen /spaß

Solange man sich einer Spekulation bewusst ist und diversifiziert bleibt, darf auch gezockt werden. So sehe ich es zumindest.
 
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Also ich bin mir sicher, dass wir Corona überleben werden und das irgenwann ein Impfstoff entwickelt wird. Hierfür liest man bereits ein paar Hoffnungsträger in den News.

Das Europa Airbus Pleite lassen geht, halte ich für eher unwahrscheinlich. Die amerikanische Regierung lässt Boeing auch am Leben. Langfristig gesehen, wird Airbus wieder weiter oben stehen. Das muss jedoch nicht im nächsten Jahr sein.

Ich für meinen Teil halte TUI die ganze Zeit im Auge und würde wahrscheinlich bei ca. 2€ zuschlagen.
 
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Das war auch meine Denke. Ich habe auch nichts dagegen, die erstmal liegen zu lassen. Und wenn es 2-3 Jahre dauert, habe ich davon immernoch mehr, als vom Sparstrumpf. Das Risiko halte ich für eher gering. Ich trade allerdings mit Hilfe der Forenmitglieder erst seit gestern, deswegen frage ich lieber nochmal nach.
 
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@
youngbuck89

Das Risiko solltest du nicht als gering einschätzen, das ist auch nicht der richtige Ansatz, wir sind nach wie vor in einer weltweiten Krise, ganz ab davon was die Börsen gerade für Bilder zeigen.

Die Börsen werden momentan stark durch Kleinanleger getrieben, die Investoren reiben sich da die Hände. Das wird sicher so nicht weitergehen. Deswegen investiert wenn ganz kleine Beträge, ich habe den Fehler gemacht und habe im Januar und Februar zu hohen Kursen gekauft, praktisch so wie die Märkte gerade stehen. Ich kaufe zwar nach wie vor nach, aber mit Kleingeld in realtiv krisensichere Unternehmen.

Ich kann das aushalten selbst wenn es mal 30-40% kracht, viele konnten das im Crash nicht und haben herbe Verluste gefahren, vorallem Großivestoren, die in einem solchen Szenario verkaufen müssen, dann springen die Computerprogramme mit auf und reissen Löcher in die Indizes. Das geht heute viel schneller wie früher.

Es scheint auch so zu sein das viele Leute glauben das Aktien die mega stark fallen sich auch irgendwann wieder erholen. Ob ein TUI oder eine Lufthansa, oder eben eine Microsoft oder Johnson and Johnson mit viel Substanz runterknallt, das ist eben ein immenser Unterschied.

Das schöne an der Börse, jeder wird gute und schlechte Erfahrungen machen, und einige verbrennen sich die Finger, ich finde den Thread sehr informativ, da es hier auch Leute gibt die länger dabei sind und eben auch Ihre Erfahrungen mitteilen, positiv wie negativ.

Denn eins ist klar, reich wirst du dadurch nicht! Ich kenne privat kaum Leute die überhaupt mal investiert haben, und wenn dann machten sie eben genau die Fehler auf die hier hingewiesen wird, also praktisch zu wenig diversifiziert in den Markt gehen. Meine Schwester hat mir auch was erzählt sie hat nen Sparkassen Fond, ich habe es gar nicht hinterfragt, sie hat den seit über 20 Jahren und ist glücklich, schenkt dem ganzen aber auch gar keine große Beachtung :)

Mir ist es eben auch wichtig zu sensibilisiren, und hoffe das die Worte einfach richtig aufgenommen werden. Man sollte keine Angst vor dem Investieren haben, aber auch nicht leichtsinnig sein, so das wollte ich mal loswerden.
 
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