DerOlf
Admiral
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- März 2010
- Beiträge
- 9.529
Es gibt (seit Smith und Marx immer wieder) Alternativen zum "freien Markt", und der Kommuismus/Sozialismus ist nur eine.
Es gibt da eine sehr schöne und mMn gut recherchierte Doku-Reihe (auf YT unter "Der Kapitalismus" - insg. Sechs teile), die zumindest mir klar gemacht hat, dass man z.B. Adam Smith offensichtich nicht verstanden haben muss, um als "großer Wirtschafts-Experte" Karriere zu machen. Ganz im Gegenteil, die tatsächlich prominenten Vorschläge bei Smith werden von der Wirtschaft tatsächlich ignoriert ... stattdessen kaprizierte man sich viel lieber auf die "unsichtbare Hand", die bei Smith nur als theoretische Spielerei in einem Nebensatz auftaucht.
Bis zu dieser Doku wusste ich nicht mal, dass Smith noch mehr geschrieben hat, als sein berühmt berüchtigtes "Wealth of Nations", aber sein sozialwissenschaftliches Werk wird meist komplett ignoriert ...
Seit beginn der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Wirtschaftssystems "Kapitalismus" ist von führenden Wirtschaftstheoretikern immer wieder auf die Notwendigkeit sozialer Regulation aufmerksam gemacht worden ... leider haben die Wirtschaftsministerien der Welt immer viel lieber auf die unsichtbare Hand vertraut, den Markt dementsprechend freie Hand verschafft und nur bei argen Unruhen einer sozialen Regulierung zugestimmt.
Und seit 1000den von Jahren ist die Arbeitskraft ganz sicher nicht in der Art Ware, wie wir es heute erleben.
Klar haben Bauern ihre Produkte zu "Tagespreisen" auf den Märkten verkauft, und natürlich wurde diese Ware teurer, wenn die Ware selten war ... der Profit aus diesen Verkäufen kam aber dem Bauern zu (abgesehen von Abgaben an Fürsten, die in ganz Europa zu Leibeigenschaft und Bauernaufständen geführt haben). Die Arbeitskraft wurde eingesetzt, um ein Produkt herzustellen, welches nur dann eigenverantwortlich auf em Markt verkauft wurde, wenn Überschuss erwirtschaftet worden war.
Heute gehst du Malochen, und für deinen Lohn (als Angestellter oder Freelancer) ist es erstmal egal, ob du ein seltenes Luxusgut herstellst, oder Kartoffeln ausbuddelst ... genau so egal ist ein eventueller Mangel an dem Produkt, der steigert zwar über den Preis den Erlös aus dem Verkauf, dein Lohn bekommt davon aber nichts mit, da dieser Mehrgewinn komplett in der Firma verschwindet, die dich zu einem "Festpreis" angestellt hat. Nur damit es nicht nur negativ rüberkommt. Das ganze hat natürlich auch Vorteile, denn bei Umsatzeinbußen muss das Unernehmen dir den Lohn weiter zahlen.
Extrembeispiel Sklaverei: Dein Herr hat das Recht dich zu töten (egal wie), und auch sonst hat er alle "Eigentumsreche" an dir erworben. Gleichzeitig ist der Sklavenhalter aber auch dafür veranwortlich, dass du deine Arbeit verrichten kannst ... er muss dich verpflegen, dir eine Unterkunft zur Verfügung stellen, und wird dich ganz allgemein als "Kapital" ansehen (und das klingt jetzt viel positiver als es tatsächlich war).
Dein moderner Abeitgeber hat das nicht nötig ... der darf dich zwar auch nicht "sein Eigentum" nennen, dafür ist es aber auch nicht mehr sein Problem, wenn du von deinem Arbeitslohn nicht genug zu fressen kaufen kannst, dir keine ordentliche Wohnung leisten kannst oder täglich 150km mit dem Auto pendelst ... alles nicht sein Problem ... der zahlt dir einen Lohn und ob du damit zurecht kommst, das liegt allein in deiner Verantwortung ... kannst dir ja nen besser bezahlten Job suchen (HAHA).
Es gibt da eine sehr schöne und mMn gut recherchierte Doku-Reihe (auf YT unter "Der Kapitalismus" - insg. Sechs teile), die zumindest mir klar gemacht hat, dass man z.B. Adam Smith offensichtich nicht verstanden haben muss, um als "großer Wirtschafts-Experte" Karriere zu machen. Ganz im Gegenteil, die tatsächlich prominenten Vorschläge bei Smith werden von der Wirtschaft tatsächlich ignoriert ... stattdessen kaprizierte man sich viel lieber auf die "unsichtbare Hand", die bei Smith nur als theoretische Spielerei in einem Nebensatz auftaucht.
Bis zu dieser Doku wusste ich nicht mal, dass Smith noch mehr geschrieben hat, als sein berühmt berüchtigtes "Wealth of Nations", aber sein sozialwissenschaftliches Werk wird meist komplett ignoriert ...
Seit beginn der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Wirtschaftssystems "Kapitalismus" ist von führenden Wirtschaftstheoretikern immer wieder auf die Notwendigkeit sozialer Regulation aufmerksam gemacht worden ... leider haben die Wirtschaftsministerien der Welt immer viel lieber auf die unsichtbare Hand vertraut, den Markt dementsprechend freie Hand verschafft und nur bei argen Unruhen einer sozialen Regulierung zugestimmt.
Und seit 1000den von Jahren ist die Arbeitskraft ganz sicher nicht in der Art Ware, wie wir es heute erleben.
Klar haben Bauern ihre Produkte zu "Tagespreisen" auf den Märkten verkauft, und natürlich wurde diese Ware teurer, wenn die Ware selten war ... der Profit aus diesen Verkäufen kam aber dem Bauern zu (abgesehen von Abgaben an Fürsten, die in ganz Europa zu Leibeigenschaft und Bauernaufständen geführt haben). Die Arbeitskraft wurde eingesetzt, um ein Produkt herzustellen, welches nur dann eigenverantwortlich auf em Markt verkauft wurde, wenn Überschuss erwirtschaftet worden war.
Heute gehst du Malochen, und für deinen Lohn (als Angestellter oder Freelancer) ist es erstmal egal, ob du ein seltenes Luxusgut herstellst, oder Kartoffeln ausbuddelst ... genau so egal ist ein eventueller Mangel an dem Produkt, der steigert zwar über den Preis den Erlös aus dem Verkauf, dein Lohn bekommt davon aber nichts mit, da dieser Mehrgewinn komplett in der Firma verschwindet, die dich zu einem "Festpreis" angestellt hat. Nur damit es nicht nur negativ rüberkommt. Das ganze hat natürlich auch Vorteile, denn bei Umsatzeinbußen muss das Unernehmen dir den Lohn weiter zahlen.
Extrembeispiel Sklaverei: Dein Herr hat das Recht dich zu töten (egal wie), und auch sonst hat er alle "Eigentumsreche" an dir erworben. Gleichzeitig ist der Sklavenhalter aber auch dafür veranwortlich, dass du deine Arbeit verrichten kannst ... er muss dich verpflegen, dir eine Unterkunft zur Verfügung stellen, und wird dich ganz allgemein als "Kapital" ansehen (und das klingt jetzt viel positiver als es tatsächlich war).
Dein moderner Abeitgeber hat das nicht nötig ... der darf dich zwar auch nicht "sein Eigentum" nennen, dafür ist es aber auch nicht mehr sein Problem, wenn du von deinem Arbeitslohn nicht genug zu fressen kaufen kannst, dir keine ordentliche Wohnung leisten kannst oder täglich 150km mit dem Auto pendelst ... alles nicht sein Problem ... der zahlt dir einen Lohn und ob du damit zurecht kommst, das liegt allein in deiner Verantwortung ... kannst dir ja nen besser bezahlten Job suchen (HAHA).
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