AKWs reaktivieren sinnvoll?

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wuselsurfer schrieb:
Allerdings.
Du hast versucht, mit Deinem Spezialgebiet zu beweisen, daß ein Endverbraucher direkt mit dem Kraftwerk verbunden ist.
Und das ist immer noch völliger Unsinn.
@wuselsurfer + @HtOW ich glaube ihr redet einfach nur aneinander vorbei.

In dem Moment wo Energie in das Verteilungsnetz geschoben wird, wird es woanders wieder herausgezogen.
Das Verteilungsnetz selbst kann nicht speichern.
Energietechnisch ist jeder Verbraucher mit irgend einem Erzeuger verbunden.

Eine direkte galvanische Verbindung zwischen Erzeuger und Verbraucher besteht üblicherweise nicht, da sind Trafos dazwischen.
Eine Ausnahme wäre ein Balkonkraftwerk, was direkt den Kühlschrank speist.

Ich würde sagen, da gibt es zwei mögliche Sichtweisen wie man eine "direkte Verbindung" sehen kann.
 
wuselsurfer schrieb:
Du hast versucht, mit Deinem Spezialgebiet
Wo hab ich gesagt ich sei Physiker? Ich habe gesagt ich hab mich mit Leistungssteuerung von Energieerzeuger beschäftigt beschäftigt (beim ISE) und nicht mit der spezifischen Steuerung einzelner Anlagen.

Eine Argumentation es sei verbunden gab es nicht (bewusst). Ich hab gesagt, dass die Systeme bei vielen Effekten agieren wie als wären diese direkt verbunden, speziell Rückschläge und Ungleichgewichte.
Daher auch die Interpretation wir reden komplett aneinander vorbei, sicherlich gefördert durch meine fachlich falsche Aussage zur Spannungskopplung.

wuselsurfer schrieb:
davon war gar nicht die Rede.
Du hast den Bogen dazu geschlossen nicht ich mit deinem Post.

Zentral abschließend und für die Topic: Momentan und absehbar gibt es keine Technologie die die Momentanreserve von bewegten Massen in den Leistungen ersetzten kann. Deshalb werden ja Pläne umgesetzt, Turbosätze aus abgeschalteten Kraftwerken dafür zu verwenden.

Also ne Kombi davon und Gas würde die Energiewende decken, dann muss man aber unfassbar viel Gas einsetzten was durch reinen LNG Bezug schwierig ist(teuer). (Technisch aber machbar).

Alternativ setzt man die Braunkohle an, solange es keine Möglichkeit gibt saisonal Energie zu speichern. Windkraft ist im Winter einfach zu fluktuierend und Gas ohne KWK zu teuer.
Man kann versuchen eine Steuern mit Nachnarländern zu fahren aber keiner will etwas machen was keine massiven Gewinne bringt (wie die benannte Steuerung wo die Franzosen nun profitieren).

Technologie wird besser, die Steuerung dynamischer aber grundlegende Aspekte steigt, der regelbare Elektrische Bedarf steigt (E-Auto, Wp, Kältetechnik).
Aber der Wärmebedarf durch WP auch, und grade wenn es kalt ist wird die meiste energie benötigt. Das können locker 90GW ab 2030 sein.
Das durch Gas würde die Speicher in Tagen leeren.

Vieles sind Annahmen und individuelle Theorien da es so unfassbar viele Kopplungen gibt.

Hier könnten einzelne EPR oder APR Reaktoren durchaus Stabilität und Planbarkeit ermöglichen vor allem, wenn die CO2 Neutralität die höchste Priorität hat.
 
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HtOW schrieb:
Wo hab ich gesagt ich sei Physiker? Ich habe gesagt ich hab mich mit Leistungssteuerung von Energieerzeuger beschäftigt beschäftigt (beim ISE)
Irgendwie kann ich nicht recht glauben das du fürs Frauenhofer arbeitest. Sind dir eure eigenen Studien zur Energiewende nicht bekannt ? Oder ist das alles gelogen was deine Kollegen so veröffentlichen ?

Schon 2013 heißt es wie folgt:
Die neuen Rechnungen bestätigen unsere Ergebnisse aus der im November 2013
veröffentlichten Studie, wonach nach erfolgter Umstellung des Energiesystems die
jährlichen Kosten eines klimaschutzkompatiblen Gesamtsystems nicht höher sind als die
entsprechenden Kosten unseres heutigen Energiesystems.
Oder:
Das Erreichen der Klimaschutzziele im Bereich der Energieversorgung auf Basis
erneuerbarer Energien ist aus technischer und systemischer Sicht machbar.
In keiner der Studien vom ISE der letzten 15 Jahre kommt auch nur irgendwas mit Atomkraft als Lösung zur Erreichung der Klimaziele vor.

HtOW schrieb:
Hier könnten einzelne EPR oder APR Reaktoren durchaus Stabilität und Planbarkeit ermöglichen vor allem, wenn die CO2 Neutralität die höchste Priorität hat.
Lustig von Planbarkeit im Zusammenhang mit Atomkraft zu sprechen ? Wann sollte Vogtle, Hinkelpoint und wie sie alle heißen fertig werden ? Und vor allem was sollten uns neue AKWs für die Erreichung der Klimaziele von 2050 bringen ?
 
HtOW schrieb:
Hier könnten einzelne EPR oder APR Reaktoren durchaus Stabilität und Planbarkeit ermöglichen vor allem, wenn die CO2 Neutralität die höchste Priorität hat.
"Stabilität" und "Planbarkeit" werden an der Stelle problematisch, wenn man sich anschaut wo durch welche Akteure Uran gewonnen und angereichert wird.

Unter der Überschrift
"RUSSIA’S ROLE IN THE GLOBAL NUCLEAR FUEL SUPPLY CHAIN"
https://www.worldnuclearreport.org/IMG/pdf/wnisr2024-v2.pdf

Und dabei der Hinweis, der Text zeigt auch auf, dass Westinghouse (USA), Framatom (BRD) sowie Franzosen, Briten erhebliche Teile ihres (angereicherten) Urans von Rossatom (Rus) beziehen oder gar gleich Kopperationen sind.
 
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Ich empfehle mal diesen Kanal von Mario Buchinger. Der ist Physiker.
Auf seinem Kanal RestartThinking geht es auch allgemein um Politik, aber auch oft um die Energiewende.

AKW-Fans haben vom Energiemarkt keinen Plan und sabotieren die Energiewende
 
Wenn man zwei Minuten Googelt findet man sicherlich auch ein dutzend Videos von Physikern, Gelehrten, Wissenschaftlern, Wirtschaftsforschern und (notfalls) Esotherikern, die

1. Die Energiewende
2. Den Klimawandel
3. Die Runde Erde

in Frage stellen und dabei alle anderen als Saboteure bezeichnen. Den Atommüll stoßen wir einfach vom Rand der Erde oder benutzen Katapulte an der Eiswand.
 
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Axxid schrieb:
Wenn man zwei Minuten Googelt
Wer schon mit der freiwilligen Werbung für einen Multimilliarden Konzern daher kommt, wird nicht davon überrascht, dass sich darunter auch noch ein undifferenzierter und pauschaler Kommentar befindet.

Zudem würde jeder mit Ahnung eine runde Erde nicht nur in Frage stellen, sondern alles Gute wünschen. Ein Kreis ist rund und flach. Unsere Erde ist eine Kugel.

Und Mario Buchinger ist keine Labertasche, sondern bringt zu allen seinen Aussagen auch eine Quelle dazu. Und jeder der mag, kann sachlich und argumentativ eine Gegendarstellung präsentieren. Was mit den Persönlichkeiten die du hier in den Raum stellst absolut nicht möglich ist. Das ist der Unterschied.
Denn diese Schwurbler sagen einem in einer Diskussion nur, man hätte keine Ahnung man solle sich deren Meinung selber im Internet suchen.
 
Man kommt mit Fakten gegen Geschwurbel nicht an, weshalb auch das ganze Palaver von "inhaltlich stellen" ins Leere führt. In der Zeit, in der du irgendeine schwachsinnige Aussage mit Fakten widerlegst, wurden schon wieder 100 neue Lügen aus irgendeinem Arsch gezogen.

Diskussionen sind nur dann sinnvoll, wenn das Gegenüber an einer Diskussion auch interessiert ist. Das ist bei Atomkraft selten der Fall, da die Befürworter ohne Rücksicht auf Verluste einfach eine rückwärtsgewandte Ideologie durchsetzen wollen, mit der Brechstange. Fadenscheinige Argumente wie Kosten, Netzstabilität und dergleichen mehr lassen sich noch so oft entkräften. Es wird einfach ignoriert oder wahlweise auf die armen Vögelchen verwiesen, die ja an der bösen Windkraft zugrunde gehen. Hühner in Massentierhaltung sind aber ok. Ironischerweise ist es tatsächlich ein Kampf gegen Windmühlen.

Aber nuja, was soll's.
 
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OdinHades schrieb:
Diskussionen sind nur dann sinnvoll, wenn das Gegenüber an einer Diskussion auch interessiert ist
Richtig.
Deswegen gehört an diesen völlig durchgekauten Beitrag ein Schlösschen dran.

Der TO hat ja schon lange kein Interesse mehr gezeigt.

(Wetten, daß der jetzt "ganz plötzlich" auftaucht ?)
 
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HtOW schrieb:
Zentral abschließend und für die Topic: Momentan und absehbar gibt es keine Technologie die die Momentanreserve von bewegten Massen in den Leistungen ersetzten kann. Deshalb werden ja Pläne umgesetzt, Turbosätze aus abgeschalteten Kraftwerken dafür zu verwenden.
Falsch, Schwungräder die "einfach so" mitlaufen gibt es schon ewig: https://de.wikipedia.org/wiki/Phasenschieber_(Maschine) Bereits vor Jahrzehnten wurden solche Teile in geografisch großen Netzen (Kanada, Sowjetunion, USA) verbaut um den Drehstrom überhaupt über lange Leitungen transportieren zu können.

Derartige Teile werden im deutschen Stromnetz schon länger zugebaut und es werden noch weitere dazu kommen. Einfach mal in den NEP schauen dort sind auch konkrete Standorte benannt.

Mittlerweile gibt es so was auch in "elektronisch": https://www.siemens-energy.com/de/d...-energy-stabilisiert-deutsches-stromnetz.html
Ergänzung ()

Alesis schrieb:
Ich empfehle mal diesen Kanal von Mario Buchinger. Der ist Physiker.
Auf seinem Kanal RestartThinking geht es auch allgemein um Politik, aber auch oft um die Energiewende.
Zu AKWs und Schweden noch mal die folgende Meldung:

https://www.handelsblatt.com/politi...en-ploetzlich-wieder-verschwand/29368152.html

Ein Schelm wer böses dabei denkt das die üblichen Verdächtigen solche Meldungen nicht wie die Sau durchs Dorf treiben.
Ergänzung ()

HtOW schrieb:
Eine gewisse Grundlast wird zur Absicherung einfach benötigt und das werden ca 10GW fürn90% der Zeit sein. Selbst mit 300GW EE
Grundlastkraftwerke sind ein wirtschaftliches Konstrukt in einem konventionellen Stromsystem.
Mit Physik hat das nix zu tun.
Ergänzung ()

Aus Anlass des Stromausfalls in Spanien hier mal was zu den dynamischen Eigenschaften von Stromnetzen:

Ergänzung ()

ThomasK_7 schrieb:
Gehen würde dies aber bei einem großen AKW, welches z. Bsp. für 60% der Leistungserbringung für ein Land verantwortlich ist.
Hier mal ein paar Beispiele wenn in "kleinen" Netzen "große" Erzeuger ausfallen:

https://www.linkedin.com/posts/hybr...t-olkiluoto-activity-7264352376675835905-TDCa
 
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foofoobar schrieb:
Ein Schelm wer böses dabei denkt das die üblichen Verdächtigen solche Meldungen nicht wie die Sau durchs Dorf treiben.
Leider kann ich das Handelsblatt nicht lesen, weil ich denen nicht genehmigen werde, irgendwelche Google Anal ysen zu schenken.
 
@Alesis Die meisten Browser haben einen Porno-Modus, Firefox nutzt dafür die Tastenkombi "Ctrl-Shift-P".
Und µBlock-Origin funzt mit Firefox ziemlich gut.
Ergänzung ()

HtOW schrieb:
@Pym

Jetzt ist klar was der Fehler war, es gab ein Überangebot von nichtregelbaren PV Anlagen weshalb der Strom über einen Knoten nach Frankreich abgeleitet werden musste. Dort gab es eine Störung vermutlich durch Überlastung durch Sonne überraschend hohe Temperaturen (5Grad wärmer wie im Wetterbericht geplant).

Vermutlich wurde die dynamische Belastung der HSN fehlerhaft ausgelegt.
Nein die Leitung wurde aufgrund der Phasendifferenz abgeschaltet.

Ansonsten stehen in Spanien jede Menge große Solarparks (2-3 stellig im MW-Bereich), diese sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit alle regelbar.

Woher beziehst du eigentlich deine Informationen?
 
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foofoobar schrieb:
Schwungräder die "einfach so" mitlaufen
Korrekt, nennt sich Phasenschieber. Irgendwo in dem Post hatten wir das mal, nen Projekt mit ich glaube 150Tonnen nen Turbosatz im Kraftwerk hat 500-800Tonnen. Von den "kleineren" benötigt man in De ca. 100 Stück. Bauzeit ohne Massenbestellung 8 Jahre (gibt ja kaum Zulieferer für derarttige Generatoren.

Da man die aber benötigt wenn die Kraftwerke abgeschalten werden sportlich.
foofoobar schrieb:
Mit Physik hat das nix zu tun.
Grundlast benötigt es (wie immer mit derzeitigen Technologien) nicht? Wie soll denn dann alleine Blindleistungskompensation möglich sein? Dynamisch gesteuert mit virtuelen Inseln wo keiner die Auswirkungen von trennungen o.ä. kennt?
Ja ich glaube Tennet hat erst Wechelrichter eingesetzt die Wirk und Scheinleistung gezielt steuern können aber da gibt es bei weitem noch keine Studien wie sich das bei Hohen Lasten, Ausfällen, Störungen Zuverlässigkeit usw. verhält.
Ich kann mich da nur wieder wiederholen, es werden irgendwann Technologien kommen die die Probleme effektiv Lösen aber der TRL liegt da vlt bei 4-5 und noch weit weg von flächenddeckendem Einsatz.

foofoobar schrieb:
Nein die Leitung wurde aufgrund der Phasendifferenz abgeschaltet.
Trifft ja auf genau die angesprochene Thematik bzw. damals den ersten Aussage zu.
Edit: aber kenne da den aktuellen Stand nicht mehr zu. Daher sry wenn ich hier was unterstellt haben soll.

foofoobar schrieb:
Woher beziehst du eigentlich deine Informationen?
Ableitung aus den Übertragungsdaten oder offiziellen Berichten der Netzbetreiber. Übertragungsstaion war de facto voll ausgelastet, es kam zu vor bereits einen Spürbaren Fehler, daher würde es mich aber auch nicht überraschen, wenn die REF die Alogrithmen zur Netzsteuerung so einrichtet, dass prophylatisch die Leistungen getrennt werden. Sind ja entscheidungen im Milisekunden-Bereich, da kann man in der Regelung keine Trend abwarten.

Die Ursachenkette kann man durch verfügbare Daten nicht bestimmen aber die entscheidenden Fehler durchaus.Wenn man berücksichtigt, das Wechselrichter i.d.R. keine Frequenz halten sondern dieser Folgen ergibt sich hier aber mal ne reale Einschätzung die man aber mit neuen offiziellen Erkentnissen ggf. anpassen muss.
Bin persönlich aber auch ein sehr großer Fan von den Arbeiten der ETH zu Auswirkungen und Transformationen im Energiesystem, der Berichte der Energy Policy, Economy and Law. Und für Zahlen (immer unter speziellem Vorbehalt bzw. Beachtung des konkreten Wortlauts) des ISE.
Aber auch die Netzberichte sind immer interessant, von dort her kam ja bspw. Di Info, dass die beiden letzten großen Ausfälle (im Emsland und Kroatien) mit dem derzeitigen Energiesystem höchstwahrscheinlich zu einem flächendeckenden Blackout geführt hätten. Glaube Seite 214 in dem Bericht 2024.

Sind häufig viele Fachpublikationen die man liest, sich nen Teil merkt und weiter schreitet. Konkret verlinken ist meist schwer, da die Kommentare häufig online nicht verfügbar sind.
 
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HtOW schrieb:
Korrekt, nennt sich Phasenschieber. Irgendwo in dem Post hatten wir das mal, nen Projekt mit ich glaube 150Tonnen nen Turbosatz im Kraftwerk hat 500-800Tonnen. Von den "kleineren" benötigt man in De ca. 100 Stück. Bauzeit ohne Massenbestellung 8 Jahre (gibt ja kaum Zulieferer für derarttige Generatoren.
Den Link den ich in mein Posting gepackt hast nicht gelesen?
Dort wird von einer Inbetriebnahme in diesem Jahr gesprochen, und die Pressmitteilung ist von 2022.
HtOW schrieb:
Da man die aber benötigt wenn die Kraftwerke abgeschalten werden sportlich.
Unter anderen laufen in Deutschland auch Kraftwerke aus den u.g. Gründen mit selbst wenn die eigentlich nicht wegen des Angebots an Erzeugung benötigt werden.
HtOW schrieb:
Grundlast benötigt es (wie immer mit derzeitigen Technologien) nicht? Wie soll denn dann alleine Blindleistungskompensation möglich sein? Dynamisch gesteuert mit virtuelen Inseln wo keiner die Auswirkungen von trennungen o.ä. kennt?
Ja ich glaube Tennet hat erst Wechelrichter eingesetzt die Wirk und Scheinleistung gezielt steuern können aber da gibt es bei weitem noch keine Studien wie sich das bei Hohen Lasten, Ausfällen, Störungen Zuverlässigkeit usw. verhält.
Ich kann mich da nur wieder wiederholen, es werden irgendwann Technologien kommen die die Probleme effektiv Lösen aber der TRL liegt da vlt bei 4-5 und noch weit weg von flächenddeckendem Einsatz.
Grundlastkraftwerke (davon sprach ich) sind halt Kraftwerke die nur "günstigen" Strom erzeugen wenn die durchlaufen. Das macht in einem System mit viel EE keinen Sinn.
Ansonsten sind STACOMs keine Science Fiction, sondern die sind schon länger (auch woanders) im Einsatz, in Borken ist so ein Ding seit 5 Jahren in Betrieb: https://new.abb.com/news/de/detail/...ologie-zur-unterstutzung-der-energiewende-ein
Und eine kurze Suche bei google nach "statcom deutschland" liefert auch noch weitere. Das selbe funktioniert auch für Schwungräder.
HtOW schrieb:
Trifft ja auf genau die angesprochene Thematik bzw. damals den ersten Aussage zu.
Edit: aber kenne da den aktuellen Stand nicht mehr zu. Daher sry wenn ich hier was unterstellt haben soll.
Google hilft.
HtOW schrieb:
Ableitung aus den Übertragungsdaten oder offiziellen Berichten der Netzbetreiber. Übertragungsstaion war de facto voll ausgelastet, es kam zu vor bereits einen Spürbaren Fehler, daher würde es mich aber auch nicht überraschen, wenn die REF die Alogrithmen zur Netzsteuerung so einrichtet, dass prophylatisch die Leistungen getrennt werden. Sind ja entscheidungen im Milisekunden-Bereich, da kann man in der Regelung keine Trend abwarten.

Die Ursachenkette kann man durch verfügbare Daten nicht bestimmen aber die entscheidenden Fehler durchaus.Wenn man berücksichtigt, das Wechselrichter i.d.R. keine Frequenz halten sondern dieser Folgen ergibt sich hier aber mal ne reale Einschätzung die man aber mit neuen offiziellen Erkentnissen ggf. anpassen muss.
Spanien hat bereits strengere Grid-Codes was das gridforming von Wechselrichtern angeht:
HtOW schrieb:
Bin persönlich aber auch ein sehr großer Fan von den Arbeiten der ETH zu Auswirkungen und Transformationen im Energiesystem, der Berichte der Energy Policy, Economy and Law. Und für Zahlen (immer unter speziellem Vorbehalt bzw. Beachtung des konkreten Wortlauts) des ISE.
Aber auch die Netzberichte sind immer interessant, von dort her kam ja bspw. Di Info, dass die beiden letzten großen Ausfälle (im Emsland und Kroatien) mit dem derzeitigen Energiesystem höchstwahrscheinlich zu einem flächendeckenden Blackout geführt hätten. Glaube Seite 214 in dem Bericht 2024.
Meinst du dieses Paper?
https://www.netztransparenz.de/xspproxy/api/staticfiles/ntp-relaunch/dokumente/über uns/studien und positionspapiere/studie zum beschleunigten kohleausstieg bis 2030/teilpaket_2_exemplarische_quantitative_langfristanalyse_2030.pdf
 
foofoobar schrieb:
War genau so wie beschrieben. Die Schutzeinrichtungen haben HSÜ getrennt. Ursachenkette war zum Glück nicht mein thermisches Modell sondern ein "normaler" Schutzeingriff.
Nach Entso-e waren südliche PV Parks mit einer Leistung von 2,5GW letzendlich die zentrale Ursache an dem Blackout. Wie auch in dem verlinkten Video korrekt benannt ist die absolute Mehrheit der Wechselrichter nicht Netzbildend. Das wird sich nach diesem Vorfall denke ich sehr schnell ändern.

Edit: waren 2,2Gw sry.

"Starting at 12:32:57 CET and within 20 seconds afterwards, presumably a series of different generation trips were registered in the south of Spain, accounting to an initially estimated total of 2200 MW. No generation trips were observed in Portugal and France. As a result of these events the frequency decreased and a voltage increase is observed in Spain and Portugal."
Online verfügbar aus der ersten offiziellen Veröffentlichung zur Untersuchung der Vorgänge, Bericht ist das noch keiner.
https://www.entsoe.eu/news/2025/05/...tigation-into-the-causes-of-iberian-blackout/

Wie gesagt das im Kombination mit der fehlenden Netzbildung der WR klingt ziemlich realistisch aber die Ursachenkette bleibt soweit noch (für uns) rätselraten.
 
Zuletzt bearbeitet:
HtOW schrieb:
Nach Entso-e waren südliche PV Parks mit einer Leistung von 2,5GW letzendlich die zentrale Ursache an dem Blackout. Wie auch in dem verlinkten Video korrekt benannt ist die absolute Mehrheit der Wechselrichter nicht Netzbildend. Das wird sich nach diesem Vorfall denke ich sehr schnell ändern.
Stell doch bitte den Link zu dem Entsoe-Bericht zu dem Thema gleich mit rein.
Mir ist bisher kein Bericht bekannt.
 
HtOW schrieb:
Nach Entso-e waren südliche PV Parks mit einer Leistung von 2,5GW letzendlich die zentrale Ursache
Habe auch auf N-TV und bei Google gesucht, konnte aber keine solche Meldung aus den allgemeinen Nachrichten herausfiltern.
 
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