AKWs reaktivieren sinnvoll?

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foofoobar schrieb:
Allerdings wurden wohl weitere Indizien gefunden: (…)
Zitat Artikel;
Die genaue Ursache liegt weiterhin im Dunklen, aber wie einem Bericht von Reuters zu entnehmen ist, (…)
Genau mein Humor. 😂

Und weiter;
Anzeichen für einen Cyberangriff seien nicht gefunden worden, heißt es.
Puh, Glück gehabt, vielleicht ist so ja eine denkbare Lösung und Aufklärung in Sicht. ^^
 
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sedot schrieb:
Genau mein Humor. 😂
Nö, stinknormales Vorgehen.
Der Datenhaufen wurde reduziert um nur noch eine kleinere Menge analysieren zu müssen.
Was schlägst du als alternative oder bessere Methode vor?
 
foofoobar schrieb:
Nö, stinknormales Vorgehen.
Ich meinte das Wortspiel, nicht den Inhalt des Artikels. Hätte ich besser kennzeichnen können bzw. auch nicht kommentieren sollen.
 
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Hier noch eine detaillierte Stellungnahme der spanischen Regierung vom 14.5.2025 zum jüngsten Blackout.
link schrieb:
Während der Sitzung bestätigte Aagesen, dass die Stromausfälle in drei Provinzen ihren Ursprung hatten: Granada, Badajoz und Sevilla. Die Ministerin versicherte, man sei nach sechs Sitzungen der Kommission zur Untersuchung des Stromausfalls eindeutig zu dem Schluss gekommen, dass kein Reserve- oder Deckungsproblem zu der unzureichenden Stromerzeugung und Absicherung der Netzstabilität geführt habe. „Es lag auch nicht an der Größe der Netze“, so die Ministerin: „Es war ein Ausnahme-Ereignis.....

In anderen Worten: Der Übertragungsnetzbetreiber versuchte mit sechs Maßnahmen zur Abschaltung von Lasten erfolglos, den totalen Stromausfall zu verhindern. „Keine dieser Maßnahmen konnte den Zusammenbruch des Systems verhindern“, so Aagesen. Warum diese Schutzmaßnahmen nicht ausreichten, sei noch nicht geklärt. ....

In Bezug auf die Rolle der Atomkraft vertrat Aagesen die Ansicht, es sei nicht seriös, den Zeitplan zur Abschaltung der spanischen Kernkraftwerke mit dem Stromausfall in Verbindung zu bringen.
Im verlinkten Bericht geht es um Netzfrequenzschwankungen, zum Teil schon eine halbe Stunde vor dem Ereignis und dann auch während des Ereignisses. Weitere AKW im Netz hätten diese also auch nicht verhindern können.
 
Manchmal können solche Ereignisse einfach das Ergebnis von Unwahrscheinlichkeiten sein, die noch unwahrscheinlicher zu Konstellation X führen. Es gab und es wird niemals 100 % Sicherheit geben, aber ich bin überzeugt, dass alle Beteiligten im EU-Verbundnetz Sorge tragen, dass solche Fälle extrem selten bleiben.

Wie heißt es doch so schön, hast Du Scheiße am Schuh, hast Du Scheiße am Schuh.
 
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Und einen Vorteil hatte der Vorfall, zumindest in Spanien denkt man darüber nach, das Verhalten bzw. die Vorgaben von PV-Wechselrichtern an die neue Realität anzupassen weg vom reinen Abschalten der WR hin zu mehr Verhalten eines richtigen Kraftwerkes. So dass damit die PV Anlagen das Netz mitbilden und nicht nur folgen und im Grenzfall abschalten. Ich könnte mir das in D auch gut vorstellen, als Ergänzung zum Solarspitzengesetz. Dort ist aktuell geregelt, dass Anlagen <7kW maximal 60% des Spitzenwertes der Anlage einspeisen dürfen (ist das schon aktiv oder wird das erst noch? Bin da nicht aktuell im Bild...). Damit könnte man Regeln aufstellen, so dass lokal geprüft wird (anhand Netzparametern), ob es sinnvoll wäre, mehr einzuspeisen oder die Leistung weiter zu verringern. Oder auch, wenn die Netzparameter das 'wollen' bzw. vorgeben, gerne auch Phase mit geschoben werden kann. Denn Elektrisch können das alle WR, so dass diese auch ein eigenes Netz bilden könnten. Sie dürfen nur nicht (aktuell).
 
Samurai76 schrieb:
Und einen Vorteil hatte der Vorfall, zumindest in Spanien denkt man darüber nach, das Verhalten bzw. die Vorgaben von PV-Wechselrichtern an die neue Realität anzupassen weg vom reinen Abschalten der WR hin zu mehr Verhalten eines richtigen Kraftwerkes. So dass damit die PV Anlagen das Netz mitbilden und nicht nur folgen und im Grenzfall abschalten. Ich könnte mir das in D auch gut vorstellen, als Ergänzung zum Solarspitzengesetz. Dort ist aktuell geregelt, dass Anlagen <7kW maximal 60% des Spitzenwertes der Anlage einspeisen dürfen (ist das schon aktiv oder wird das erst noch? Bin da nicht aktuell im Bild...). Damit könnte man Regeln aufstellen, so dass lokal geprüft wird (anhand Netzparametern), ob es sinnvoll wäre, mehr einzuspeisen oder die Leistung weiter zu verringern. Oder auch, wenn die Netzparameter das 'wollen' bzw. vorgeben, gerne auch Phase mit geschoben werden kann. Denn Elektrisch können das alle WR, so dass diese auch ein eigenes Netz bilden könnten. Sie dürfen nur nicht (aktuell).
Das ist bereits in der Mache:

Ergänzung ()

knoxxi schrieb:
Manchmal können solche Ereignisse einfach das Ergebnis von Unwahrscheinlichkeiten sein, die noch unwahrscheinlicher zu Konstellation X führen. Es gab und es wird niemals 100 % Sicherheit geben, aber ich bin überzeugt, dass alle Beteiligten im EU-Verbundnetz Sorge tragen, dass solche Fälle extrem selten bleiben.

Wie heißt es doch so schön, hast Du Scheiße am Schuh, hast Du Scheiße am Schuh.
Und man sollte auch noch hinzufügen das das europäische Verbundnetz auch bereits einiges abgefangen hat wo es woanders ziemlich stumpf richtig dunkel geworden wäre. (Umpannwerk Turów oder Paluel-AKW)

So etwas wird eher nicht von den ganzen Propagandatröten laut getrötet.
Irgendwas mit dem totalen Untergang generiert halt mehr Klicks.

Und das es zum Beispiel früher regelmäßig zu Stromausfällen in Hamburg kam wenn eins der AKWs rund um Hamburg in die Schnellabschaltung gegangen ist juckt die üblichen Verdächtigen auch nicht.
Das wurde erst besser als die Leitung nach Schwerin/Rostock fertig wurde.
 
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foofoobar schrieb:
Und man sollte auch noch hinzufügen das das europäische Verbundnetz auch bereits einiges abgefangen hat wo es woanders ziemlich stumpf richtig dunkel geworden wäre.
Ich habe auf jeden Fall lieber das EU-Verbundnetz, als die Zuverlässigkeit im US-Stromnetz. :)

Dann kämen die ganzen
foofoobar schrieb:
Propagandatröten
ja gar nicht mehr aus dem Schreien raus, dass der Untergang naht.
 
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Glückwunsch und viel Spaß mit ihren Pannenreaktoren. Die gesetzliche Betriebsgenehmigung von 40 Jahren ist Überschritten. Aber gut Verlängern durch irgendwelche Lücken vorbei am Verfassungsgericht scheint immer zu gehen.

Ich bezweifle übrigens das dort jemals ein neuer Reaktor gebaut wird.
 
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Der Betreiber hat schon abgewiegelt, laut Radiobericht den ich grade gehoert habe. Der sagte schon das 2035 spaetestens Schluss ist, und wenn es neue Reaktoren geben soll die Regierung einen anderen suchen muss der die baut. :D
 
h00bi schrieb:
Belgien, das ist doch das Land wo Atomreaktoren mit extra vorgewärmten Notkühlwasser laufen müssen, damit in einem Notkühlfall der (Neutronen)versprödete Stahl des Reaktordruckgefäßes nicht reißt.
h00bi schrieb:
Ich bin gespannt, ob und bis wann die neuen Reaktoren wirklich gebaut werden und welche Kosten dafür entstehen.
Was aus den geplanten neuen Reaktoren in Schweden geworden ist hatte ich ja schon gepostet.
 
Wer regiert in Belgien eigentlich gerade?

Also AKW zunächst laufen lassen, sofern nicht veraltet und risikobehaftet, kam man ja machen. Aber neue hinstellen? Hört sich irgendwie nach Käse und/oder Ideologie an.

Den Hinweis "andere bauen ja auch noch welche" in ein Pro-Argument umzudeuten, taugt halt auch nicht mehr, wenn Vollpfosten und Lobbyisten daran beteiligt sind.
 
Vigilant schrieb:
Wer regiert in Belgien eigentlich gerade?
Eine Mitte-Rechts-Koalition aus fünf Parteien unter Bart De Wever.

foofoobar schrieb:
Belgien, das ist doch das Land wo Atomreaktoren mit extra vorgewärmten Notkühlwasser laufen müssen, damit in einem Notkühlfall der (Neutronen)versprödete Stahl des Reaktordruckgefäßes nicht reißt.

Was aus den geplanten neuen Reaktoren in Schweden geworden ist hatte ich ja schon gepostet.
In Schweden möchte Vattenfall mit staatlichen Darlehen neue AKWs bauen. Könnte sein, dass das Vorhaben auch umgesetzt wird, auch wenn die endgültige Anzahl noch unklar ist:
Vattenfall will in Schweden neue Atomkraftwerke bauen (rnd, 03.2025)

In Deutschland dagegen ist auch mit der neuen schwarz-roten Koalition unter Merz der weitere Kurs klar gegen einen Neueinstieg in die Kernenergie.
 

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Pym schrieb:
In Schweden möchte Vattenfall mit staatlichen Darlehen neue AKWs bauen. Könnte sein, dass das Vorhaben auch umgesetzt wird, auch wenn die endgültige Anzahl noch unklar ist:
Vattenfall will in Schweden neue Atomkraftwerke bauen (rnd, 03.2025)
Die Busch wirft schon geile Nebelkerzen:
„Kernkraft ist eine fossilfreie und planbare Grundversorgung“
"Fossilfrei" klingt irgendwie nach CO2-frei, aber genau das sind AKWs eben nicht: https://wua-wien.at/images/stories/...nergiebilanz-nuklearindustrie-kurzfassung.pdf

Und ist jemanden aufgefallen das hier Kernkraft nicht als günstig oder billig attribuiert wurde?

Schauen wir einfach mal wann daraus was wird und was das am Ende kostet.
4 Blöcke für 27,7E9€ und den ersten Block in 10 Jahren fertig zu haben ist durchaus ambitioniert.

Und ein Standort weiter südlich als Ringhals wäre sinnvoller weil der Süden Schwedens aufgrund fehlender Leitungen die teuerste Gebotszone in Schweden ist.
Aber mir solls recht sein, je weiter weg die Dinger von Deutschland stehen umso besser für mich.
 
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foofoobar schrieb:
4 Blöcke für 27,7E9€
...wären wohl ein echter Schnapper.
Irgendwie... glaube ich den Preis nicht.
 
@Araska
 
Naja; war evtl. der Stückpreis gemeint...?
 
Hierzulande wird neben Wind-und Solarenergie in den Ausbau der Stromnetze und in Speicherkapazitäten investiert. Die Ergebnisse sind nicht vielleicht erst in 10 Jahren zu sehen, sondern bereits in den kommenden Jahren. Z.B. mit dem Batteriespeicher von Kyon Energy in Alfeld: Klick 1 und Klick 2. So kann man eine Grundversorgung auch umsetzen. Ich wünsche dem Projekt gutes Gelingen!
 
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