AKWs reaktivieren sinnvoll?

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DHC schrieb:
Das kann aber auch nach hinten los gehen.

Man hatte sowas schon mal in Süddeutschland (Staufen) und in der Nordschweiz (Basel) versucht.

In Staufen haben die Ingenieure geschlampt. Da hatte man wohl die Bodenbeschaffenheit nicht genauer untersucht.
Ergebnis war ein Absacken des Bodens. Viele Häuser in der Altstadt wurde beschädigt und bekamen Risse in den Wänden.

In Basel wurden durch Geothermie diverse Erdbeben ausgelöst.
Da gibt es eine Firma aus Kanada die diese Probleme adressiert:

https://eavor.de/technologie/
https://eavor.de/eavor-loop-projekte-in-deutschland/

Das klingt fast zu gut um wahr zu sein, aber vom Ansatz erscheint mir das sinnvoll.
Schauen wir mal was die Praxis bringt.
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ThomasK_7 schrieb:
Ob Frankreich mit einem ROI von 8 laut dieser Tabelle realistisch ist?
Die vielen unflexiblen Kraftwerke in Frankreich haben einen hohen Spread als Folge.

Hintergrund: Die Anzahl der Lastwechselzyklen in AKWs ist begrenzt, das wird immer wieder von der AKW-Propaganda verschwiegen. Wenn man eine Maschine mit 3-4GWtherm Peakleistung lustig rauf und runter fährt erzeugt das eben Folgen im Material der Maschine die man in einem AKW eben genau nicht haben will.
Ergänzung ()

ThomasK_7 schrieb:
Zeige mir ein Land, welches Batterie-Speicher für seine AKW gebaut hat/plant!
Du hast von Speichern gesprochen, sowohl F als auch D nutzen/nutzten Pumpspeicher für den Lastausgleich.
In D wurden auch noch zusätzlich Nachtspeicheröfen für den Lastausgleich genutzt.
Und selbst der Pumpspeicher Geesthacht lief im Verbund mit dem AKW Krümmel, und das in der norddeutschen Tiefebene.
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ThomasK_7 schrieb:
Leider werden diese Zahlen von allen Branchenteilnehmern anscheinend als großes Betriebsgeheimnis behandelt. Wenn ein ROI von 5 für Deutschland zutreffen würde, dann wären die großen Marktteilnehmer (Vattenfall, RWE, EON usw.) doch blöd, nicht selber für weitere 20% Rendite das mitzunehmen. Es sei denn, ohne Speicher machen sie mit ihren hohen Spitzenpreisen mehr als diese 20%.
Ein Betrieb von markt-getriebenden Speichern durch ÜNB sieht die Regulierung in der EU/D nicht vor.
Hinweis: Netzbooster sind keine markt-getriebenden Speicher.
 
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Lastausgleich ist etwas anderes als Speicherung wegen Aus-/wegfall der Energiequelle.
Die Speichermöglichkeiten für konventionelle Energieerzeugung waren trotz wachsender Stromproduktion jahrelang ausreichend.
Sie wurden sogar wegen angeblich mangelnder Rentabilität von den Betreibern zurück gebaut!
Die Reaktivierung von AKW mit Kosten für damit notwendigen zusätzlichen Speicherbetrieb zu verbinden, halte ich deswegen für sachlich nicht richtig.

Lies bitte noch einmal, auf welches Zitat (#109) ich mit meinem Speicherposting (#110) Bezug genommen hatte!
 
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foofoobar schrieb:
Kannst du das konkreter beschreiben
Die Stromkosten die wir derzeit haben haben wir nur wegen den Folgen der Energieagenda 2011 von Merkel zur anstehenden Wahl.
Das sich die Energiepreise verdoppeln war damals schon allen Experten klar.

Zwar nicht relevant aber wenn ich aktiv Entscheidungen treffe die Preise zu steigern rentieren sich alternative Lösungen nur künstlich schneller.

foofoobar schrieb:
Doch richtig, es sind schlicht deutlich weniger Speicher notwendig und diese können durch eine planbare Leistung effizienter eingesetzt werden. (Ökonomisch als auch vom Ressourceneinsatz)

@foofoobar privatwirtschaftlich wird kein Netz aufgebaut, welches erst in 5Jahren+ in der Form benötigt wird. Die werden dann nur lit Subventionen gebaut und dann als Abschreibung eingesetzt.

Technologien werden immer preiswerter. Hat erstmal wenig mit den Ministern zu tun.
 
HtOW schrieb:
Die Stromkosten die wir derzeit haben haben wir nur wegen den Folgen der Energieagenda 2011 von Merkel zur anstehenden Wahl.
Das sich die Energiepreise verdoppeln war damals schon allen Experten klar.
Welchen Teil der Absorption von IR-Strahlung durch u.a. CO2-Moleküle hast du nicht verstanden?
Welche Subventionen fossiler und nuklearer Energien hast du nicht auf dem Radar?
 
HtOW schrieb:
Energieagenda 2011 von Merkel zur anstehenden Wahl.
Du meinst den Ausstieg aus der Atomkraft bis 2022?
HtOW schrieb:
Das sich die Energiepreise verdoppeln war damals schon allen Experten klar.
Alle Experten? Dann verlinke bitte mal ne Quelle dazu.
 
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HtOW schrieb:
Die Stromkosten die wir derzeit haben haben wir nur wegen den Folgen der Energieagenda 2011 von Merkel zur anstehenden Wahl.
Das sich die Energiepreise verdoppeln war damals schon allen Experten klar.
Strompreis 2011: 0,2523€/kWh Quelle: Deutscher Mieterbund
Strompreis aktuell (Festpreis): Ab 0,27..0,32€/kWh in einem Gebiet mit 0,22€/kWh Netzentgeld.

Von 2011 bis 2025 hat es etwa 35% Inflation gegeben, der Strompreis von 2011 sollte also heute 0,34€/kWh betragen. Alles in allem ist der Strompreis damit der Inflation gefolgt bzw. ist derzeit leicht unterhalb der Inflation.

Es ist keine Verdopplung, ein Großteil der Kosten kommt durch Abgaben und mit dem Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine kam die (temporäre) Kostenexplosion. Das hat aber vor allem damit zu tun, dass kritische Lieferketten zu einem Staat aufgebaut wurden, der aller fünf Jahre kriegerische Handlungen zur Machtausweitung verübt: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste..._und_der_Sowjetunion#1991_bis_1999_(Russland)

Und nochmal, der überwiegende Teil der Urangewinnung ist mittelbar und unmittelbar unter russischem Einfluss. Mit einem noch größerem Anteil, wenn es um angereichertes Uran geht.
 
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ThomasK_7 schrieb:
Ob Frankreich mit einem ROI von 8 laut dieser Tabelle realistisch ist?
Wie kann in Fr denn ein AKW überhaupt einen ROI haben, wenn der Konzern seit Diesen massiv subventioniert wird und trotzdem weiter Miese macht?
ThomasK_7 schrieb:
Diese kommerziellen Batteriespeicher kosten doch auch je kWh deutlich mehr wie die 0815-Konsumer-Batterien, sind also deutlich teurer in der Anschaffung.
Macht ein Großeinkauf das Material im Normalfall nicht günstiger und können große Firmen MwSt-frei einkaufen? Warum sollte deine These zutreffen, wenn auf allen anderen Märkten dieses Prinzip gilt?
 
Samurai76 schrieb:
Macht ein Großeinkauf das Material im Normalfall nicht günstiger
Natürlich, nur kommen bei Groß-Batteriespeicher noch weitere Kosten hinzu, die bei Privaten Batterien nicht entstehen.

Grundstück, Netzanschluss, Schallschutz, Brandschutz, Klimatisierung etc pp.
Laut dem Geladen Podcast kostet eine Großbatterie, je nach Zellchemie, rund 100€/kWh. Dazu kommen nochmal ca die selben kosten für das ganze Drum herum.
 
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@Samurai76
Es ging um den ROI von privat finanzierten Großbatteriespeichern und nicht um einen ROI von AKW.
Die Kosten der Großbatteriespeicher betragen aktuell rund 400 €/kWh.
Das sind nun einmal die Gegebenheiten wie in anderen gewerblichen Märkten (IT usw.) und keine 0815-Konsumerprodukte. Das ist keine These, sondern Praxis. .
 
@ThomasK_7 Akku-Container sind mehr Stangenware als AKWs.
Wen willst du damit verwirren das du völlig unvermittelt IT-Hardware statt AKWs zum Vergleich heranziehst?
 
Ich wollte Niemanden verwirren, aber anscheinend habe ich Samurai und Dich verwirrt.

Kennst Du ein Konsumer-AKW? Ich nicht! :D
Und genau um diesen Vergleich ging es.
Gewerblich eingesetzte Technik hat fast überall einen deutlich höheren Preis wie für Konsumer gebaute Ware.
Ich könnte jetzt hier eine ganze Reihe von Branchen aufzählen, wo dies zutrifft, hatte mich aber exemplarisch auf IT beschränkt, weil hier ein Computerforum ist.

Die Aussage vom Samurai76 in#168, dass Großbatteriespeicher günstiger wie private Konsumer-Batteriespeicher sein müssten, ist einfach nur Quatsch. Fängt doch schon bei der Ust. an und setzt sich bei Gründen aus #169 fort, welche noch lange nicht vollständig aufgezählt sind.
Klar sind Akku-Container Stangenware, aber ein gewerblicher Akku-Container kostet eben.
Da hilft es auch nicht, wenn Samurai76 jetzt vielleicht wieder ein Alibaba.com Angebot (oder dies) bringen würde. Haben bestimmt alle nicht die erforderlichen Zertifikate/technischen Eigenschaften.
Ich nehme ja für privat z. Bsp. auch die preiswerten noname-MC4 Stecker. Aber gewerblich müssen es eben die mehr als doppelt so teuren MC4-Stecker mit Zulassung sein und ja ich weiß, für Großbatteriespeicher wird MC4 gar nicht gebraucht (ist nur wegen dem Vergleich).
Bei mir in der Gegend sind ganz aktuell kleinere gewerbliche Firmen-Batteriespeicher z. Bsp. schon allein wegen den notwendigen Netzanschlusskosten gescheitert.
 
Anbei die Day-Ahead Werte (€/MWh) für dieses Jahr, jede Zeile ist ein Tag.
Wer also selber rechnen will, allerdings kann man Akkus auch für Regelenergie etc. vermarkten.
 

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Bzgl. der Großbatteriespeicher bekomme ich aktuell mit, das neben neuen PV-Freiflächenanlagen auch diverse Bauanfragen für neue Speicheranlagen reinkommen. Und zwar in ha-Größenordnungen das unser Dorf mit dem Nachbardorf zusammenwachsen würde. Die Preise für die Speicheranlagen sind nun so niedrig geworden das der Run auf die A-Standorte losgeht, hauptsächlich in der Nähe von USW oder alten Kraftwerksstandorten.
 
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Wie man in Spanien gesehen hat wo plötzlich 15GW an Leistung gefehlt haben sin Großkraftwerke doch sehr elementar für die Energieerzeugung.

Neben Kohle steht da nur Atomkraft zur verfügung und Kohle ist Klimetechnisch wohl eher keine Option mehr
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Piktogramm schrieb:
Von 2011 bis 2025 hat es etwa 35% Inflation gegeben, der Strompreis von 2011 sollte also heute 0,34€/kWh betragen
Komplett falsch, du vergleichst die Inflation bemessen an dem typischen Haushaltseinkauf mit den Kosten für Technologie. Das hat nichts mit einander zu tun.

Durch Automatisierungen alleine wurde in der Einsparungen von über 35% umgesetzt.
Piktogramm schrieb:
Großteil der Kosten kommt durch Abgaben und mit dem Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine kam die (temporäre) Kostenexplosion
Auch das nicht wirklich. Gas wurde für die Industrie teurer und für die Haushalte aber im Stromsegment machte das nur wenige Prozente aus. Relevanter ist da eher der Wegfall als Transitland mit Milliarden Einnahmen für Deutschland.
Jedoch waren die OTC Mengen von russischem Gas vergleichsweise gering.
Piktogramm schrieb:
Und nochmal, der überwiegende Teil der Urangewinnung ist mittelbar und unmittelbar unter russischem Einfluss.
Sie russischen Reserven bei förderkosten von 1ct pri kwh elektrisch liegen bei 30% der weltweiten Fördermenge. Kann steigen aber selbst ne Verdopplung würde man Nicht wirklich merken.
 
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HtOW schrieb:
Wie man in Spanien gesehen hat wo plötzlich 15GW an Leistung gefehlt haben sin Großkraftwerke doch sehr elementar für die Energieerzeugung.

Neben Kohle steht da nur Atomkraft zur verfügung
Heh, nur was hat mit als erstes abgeschaltet, und konnte erst heute wieder ans Netz gehen?
Die Atomkraftwerke.

Grade fuer Netzstabilisierung taugen die nichts, denn wenn der externe Strom ausfaellt, schalten die Kraftwerke aus Sicherheitsgruenden ab.

Gas- und Kohlekraftwerke koennen wesentlich besser fuer einen Stabilisierung sorgen. Und was das noch kann, sind Batteriespeicher, wie zB in Australien genau dafuer vor ein paar Jahren in Betrieb gegangen ist,
 
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HtOW schrieb:
Wie man in Spanien gesehen hat wo plötzlich 15GW an Leistung gefehlt haben sin Großkraftwerke doch sehr elementar für die Energieerzeugung.
Ist es so? Wie man bei heise lesen kann, sieht es nicht danach aus:

"Entschieden zurückgewiesen habe Sánchez die Behauptung, dass ein Mangel an Kernkraftwerken ursächlich war." Pedro Sánchez ist der Ministerpräsident Spaniens.

Fakt ist, zum jetzigen Zeitpunkt laufen die Analysen zur Ursache des Blackouts noch und alles andere ist Spekulation.
 
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Ranayna schrieb:
Grade fuer Netzstabilisierung taugen die nichts, denn wenn der externe Strom ausfaellt, schalten die Kraftwerke aus Sicherheitsgruenden ab.
Die Schalten bei 2,5Ht Differenz ab. Das sind Welten. Die ER schalten derzeit bei 0,25Hz Differenz ab.
Ranayna schrieb:
Und was das noch kann, sind Batteriespeicher
Unterscheide zwischen Momentan Reserve und Reserven der Stufe 2 oder Höher. Ersteres können EE nicht und auch nie. Das könnte man nur mit bspw Phasenschiebern sichern.
Ranayna schrieb:
Gas- und Kohlekraftwerke koennen wesentlich besser fuer einen Stabilisierung sorgen
Gas ja Kohle nein. Akws können bis zu 4% der Nennleistung pro Minute regeln. Kohle liegt da bei 2% :D
Pym schrieb:
Fakt ist, zum jetzigen Zeitpunkt laufen die Analysen zur Ursache des Blackouts noch und alles andere ist Spekulation.
Nö! Die Ursache war, dass 15GW an Leistung für 5 Sekunden gefehlt hatten. Warum es dazu kam ist offen nicht aber was die Ursache ist.
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knoxxi schrieb:
Dann verlinke bitte mal ne Quelle dazu.
ZWE Umfrage 2011, ZWE Studie 2014, neuer Stuttgarter Erklärung, …

Selbst in GreenPeace Studien war stets das Ergebnis dass die Preise „leicht“ steigen.
Wobei leicht bis zu 35% waren.
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knoxxi schrieb:
Hinderungsgrund die Branche mit Geld zuzuscheißen?
Das es einfach schwachsinnig ist Projekte durchzuführen die nur Dank Subventionen funktionieren?

Genau die fehlenden flächendeckenden Subventionen waren der Erfolg für die De Wirtschaft da Kapital statt Schulden investiert wurden.
 
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